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Kundenrezensionen

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Format: Taschenbuch|Ändern
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am 2. April 2009
Ich bin über dieses kleine Büchlein positiv überrascht:

Positive Würdigung

1. Soweit ich weiß ist es eines der ganz wenigen Publikationen, die nicht bei den früheren Arbeiten von Christopher Alexander (A Timeless Way of Building und A Pattern Language) stehen bleiben, sondern sich vor allem auf die 4 Bände von The Nature of Order - An Essay on the Art of Building and The Nature of the Universe beziehen.
2. Der österreichische Autor Helmut Leitner, war mir bis dahin völlig unbekannt. Obwohl Helmut Leiter ein Software- und Wiki-Entwickler ist, schreibt er über philosophische und theoretische Fragestellungen mit einem Hintergrund, den ich mir häufig vielen Publikationen von Universitätsleuten wünschen würde. Das Buch ist trotz des recht anspruchsvollen Inhalts - verständlich geschrieben und leicht zu lesen.
3. Im Buch wird in einem Kapitel werden Anwendungen des Musteransatzes von Alexander aufgezeigt. Das beginnt natürlich bei den bekannten Beispielen Architektur und Softwareentwicklung, bezieht aber auch Online-Communities, soziale Erneuerungsbewegungen, Regionalentwicklung, Dialogtheorie und natürlich auch die Pädagogik mit ein.
4. In einem eigenen Kapitel werden - wie bereits erwähnt mit recht solidem Hintergrundwissen - theoretische Anschlussmöglichkeiten zur Systemtheorie, Objektorientierung, Physik, Biokybernetik, Evolutionstheorie, Christentum (Teilhard de Chardin), Kritischer Rationalismus (Karl Popper), Kritische marxistische Theorie (Klaus Holzkamp) und Konstruktivismus aufgezeigt.

Aus diesen 4 Gründen heraus stellt das Buch aus meiner Sicht ein Novum dar. Das Buch beginnt dort, wo die meisten anderen Arbeiten und Überlegungen zum Patternansatz aufhören. Es wird ein ganz anderer Alexander gezeigt. Mich hat das Büchlein sehr angesprochen und motiviert (nochmals) mir die 4 Bande von "The Nature of Order" herzunehmen. Vieles habe ich nun von einer anderen Warte gelesen - die Einführung von Leitner hat mir diese neue Sichtweise auf die Arbeiten von Christopher Alexander erleichtert.

Ich habe jetzt zum ersten Mal eine Ahnung davon bekommen, warum Alexander die Anwendungsbeispiele und Herangehensweise des Patternansatzes in der objektorientierten Programmierung ablehnt. Ich glaube nun, dass die bisherigen Übertragungen in andere Bereiche alle seinen Ansatz von den philosophischen Implikationen bereinigen und auf einen mechanistischen und formalisierten Zugang zur Musterentwicklung und Musterbeschreibung reduzieren.
Kritische Würdigung

Nachdem ich jetzt soviel Positives gesagt habe, muss ich natürlich auch die Schwächen erwähnen, die das Buch aus meiner Sicht hat:

1. Es gibt praktisch keine Anmerkungen und/oder weiterführende Hinweise. Ich glaube, dass dieser (Wissenschaflter?)-Wunsch durchaus zu erfüllen gewesen wäre, ohne dass das Büchlein im Haupttext komplexer oder schwieriger zu lesen gewesen wäre.
2. Die meisten Punkte im Anwendungskapitel und bei den Anschlussmöglichkeiten werden nur angedacht. Es fehlt meistens eine überzeugende Argumentation wo denn nun genau der Anschluss besteht und wie dieser Anschluss aussehen könnte. Der Teil zur Pädagogik ist überhaupt nur rudimentär und eigentlich bloß eine vage Vermutung. (Das drückt sich auch im Titel dieses Abschnittes aus: "Muster - Chancen für die Pädagogik").
3. Die lockere Herangehensweise des Autors hat den Nachteil, dass vielfach Begriffe aus dem Englischen ins Deutsche übersetzt werden, die durchaus zu hinterfragen gewesen wären. Gerade weil es im Deutschen dazu noch nichts (oder wenig) gibt, kann dies Büchlein stil- und begriffsbildend wirken. Es besteht die Gefahr, dass dann Begriffe eingebürgert werden, die nicht das ausdrücken, was Alexander gemeint hat. (Aber: im Allgemeinen hat Leitner aber durchaus gut übersetzt.) Eine kritische Reflexion bzw. Diskussion (im Anhang z.B.) wäre aber aus meiner Sicht durchaus angebracht gewesen und hätte zu einer Vertiefung des Verständnisses führen können.

Aber nochmals: Trotz dieser Kritiken ist das Buch für Leute, die sich mit dem Patternansatz auseinandersetzen wollen, wirklich lesenswert. Es liest sich schnell und leicht - und bloße 12 Euro sind ja schließlich auch kein unkalkulierbares Finanzrisiko.
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am 18. April 2017
Ich habe dieses Buch zum Einstieg in die Mustertheorie gelesen. Es hat mir wirklich sehr geholfen, die Mustertheorie nach Christopher Alexander zu verstehen und auch in anderen Fachbereiche (wie etwa der Pädagogik) anzudenken. Das Büchlein lässt sich flüssig lesen und gibt Einblicke in die Welt der Mustertheorie.
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am 16. Januar 2014
Das ist ein hervorragendes Werk über eine kaum wahrgenommene, aber zentral wichtige Position in der Philosophie, Ästehtik, Poetik, aber auch Technik und Ökonomie des 20. Jahrhunderts. Das neue Paradigma Lebendigkeit vermag die alten Dualismen zu lösen (Leib-Seele, Natur-Kultur), und Christopher Alexander, dessen Argumente Helmut Leitner leichtfüßig und pointiert zusammenfasst und hochinspirierend weiterdenkt, ist eine zentrale Figur in dieser Wende. Verknüpfungen zu Bateson, D'Arcy Thompson, Suzanne Langer, Francisco Varela und der "Enlivenment"-Hypothese einer schöpferischen Biologie von mir beschrieben in Alles fühlt: Mensch, Natur und die Revolution der Lebenswissenschaften. Ökonomische Implikationen in Commons: Für eine neue Politik jenseits von Markt und Staat. Sehr empfehlenswerter Primer.
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