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VINE-PRODUKTTESTERam 30. Juni 2006
Wenn diese Reihe für eine Erzählung geschaffen ist dann für die Südseeballade von Corto Maltese. Die erste Comicgeschichte, die das Ausmass eines Romans hatte in einem Taschenbuch für 5 Euro mit zusätzlichen Illustrationen und einem tollen, informativen und lesbaren Vorwort versehen, Respekt!

Die Brillanz dieses Produkts speist sich natürlich aus der enthaltenen Geschichte, weil dieser Band im Vergleich mit seinen Vorgängern nur eine einzelne Geschichte enthält. Die beinhaltet ihrerseits eine große Abenteuergeschichte und wundervolle hypnotische Bildkompositionen.

Unbedingt anschaffen.
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am 1. Mai 2006
Mir sind die teilweise negativen Bemerkungen zur Südseeballade ein Rätsel. Sie beziehen sich meines Erachtens weniger auf die Qualität des vorliegenden Werkes als vielmehr darauf, dass die eigenen Erwartungen nicht erfüllt wurden.

Zum Vergleich: Wer Action-, Stumm- oder Dokumentarfilme per se nicht mag, sollte diese auch nicht rezensieren.

Sicherlich ist es der günstigen FAZ-Edition zu verdanken, dass die Südseeballade mal eben schnell für vierneunzig mitgenommen wurde und ebenso schnell verrissen wird, da sie nicht den Comicstereotypen entspricht (puff!, Pointe hier, peng!, Aberwitz dort).

Mir war der Comic auch neu und hat mich begeistert. Wem als Kind schon die Seewolf-Filme gefallen haben oder wer bei Papillon auf seine Kosten kam, der wird auch von diesem Comic bestens unterhalten werden. Eine typische Abenteuergeschichte zu Beginn des 20. Jahrhunderts, als sich die Kolonialmächte ihrem Showdown nähern. Darin eingebettet ein Haufen Ganoven, Piraten, Abenteurer, deren Welt, und das weis mur der Leser, das baldige Ende naht. Die Charaktere um Corto Maltese beginnen dies allenfalls zu erahnen und versuchen dennoch ihren Lebensstil mit aller Macht zu wahren. Dafür schließen Feinde Bündnisse und Freunde hintergehen sich. Die Motive sind allesamt natürlich nicht neu. Vielmehr hat Hugo Pratt diese geschickt verwoben und beläßt es bei Andeutungen, die ein gewisses maß an Vorwissen des Lesers erfordern. So gibt es zum Beispiel einige Hinweise dafür, dass die Freibeuter in der Tradition der Meuterer der Bounty stehen.

Trotz eines hohen Maßes an Gewalt, die allerdings nie zu explizit dargestellt wird, handelt es sich um eine äußerst romantische und melancholische Geschichte.

Die Zeichnungen Pratts vermitteln diese Melancholie hervorragend. Gerade zur Darstellung der gleißenden Sonne und des Meeres bedarf es keiner allzu überladenen Zeichnungen. Doch wenn es wichtig ist, werden Wellen, Wetter und auch die Charaktere en Detail in den Mittelpunkt gestellt. Darüberhinaus ist alles sehr szenisch gehalten, sodass man die Geschichte Einstellung für Einstellung verfilmen könnte. Am besten mit dem jungen Marlon Brando, der in seiner Rolle als Fletcher Christian bestimmt ein gutes Vorbild für Corto Maltese abgegeben hat.

Wenngleich ich nicht die Möglichkeit hatte diesen Comic auf einem beiliegenden Segelboot zu genießen, so hat ein sonnenbeschienener Balkon auch seinen Zweck erfüllt. Nur so als Empfehlung :-)
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am 13. März 2009
Die "Südseeballade" ist in Wahrheit ein Epos, ein Comic-Epos. Sicherlich sind Pratts Zeichnungen nicht jedermanns Fall. Ich selbst befand mich als Jugendlicher, als ich im legendären ZACK-Magazin des Koralle-Verlags erstmals (und mit großem Verdruss, weil die Geschichte nach 118 Seiten mangels Erfolgs einfach abgebrochen wurde) auf diesen Klassiker des europäischen Comics stieß, mit meiner Begeisterung im Meinungs-Abseits. (Mancher kann eben mit Micky Maus mehr anfangen.) Zugleich ist die "Südseeballade" für mich lange Zeit (Mangas wie "Akira" waren noch nicht verbreitet) der längste Comic gewesen, den ich kannte.
Pratt entfaltet vor der herrlichen Kulisse eines Südsee-Eilands - in Farbe kommt das viel besser heraus als in den Schwarzweißzeichnungen des Originals - eine ungemein fesselnde Geschichte, die mit nichts zu vergleichen ist: Ein unheimlicher Kapuzenmann, dessen Gesicht man nie sieht, zwei entführte Halbwüchsige, ein Maori, ein ambivalenter Unhold namens Rasputin, ein deutscher Leutnant zur See und Corto Maltese, der Käpt'n ohne Schiff, sind die stimmig charakterisierten Hauptfiguren einer meisterhaft gewobenen, zum Teil poetischen Geschichte voller ungewöhnlicher Wendungen, in der nichts Klischee und nichts vorhersehbar ist: ein Musterbeispiel für einen so genannten "character driven plot". Vielleicht macht das, neben dem exotischen Schauplatz und der Zeit (beginnender 1. Weltkrieg), den unwiderstehlichen Reiz dieses nie in die Jahre kommenden Comic-Abenteuers aus, dessen großer Erfolg Corto Maltese zwar kein Schiff, aber immerhin eine eigene Comic-Reihe einbrachte, die komplett auch in deutscher Sprache erschien.
Dass die noble F.A.Z. die "Südseeballade" in dieser preisgünstigen "Schnäppchen"-Ausgabe vorlegte, kann man ihr nicht hoch genug anrechnen! Denn, liebe Freunde, die ihr damals über Hugo und mich gespottet habt, dass die "Südseeballade" für diese elitäre Reihe ausgewählt wurde, zeigt unmissverständlich, dass ich im Recht war!
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am 8. Oktober 2011
Als die Südeseeballade in den frühen Siebzigern erstmals in Deutschland erschien, geschah dies wohl vor dem Hintergrund ihres großen Zuspruchs im französisch sprachigen Raum, wo die Einkäufer des ZACK Magazins zuvor schon eine ganze Reihe heutiger Comic Klassiker für das deutsche Leserpublikum aufgetan hatten. Dies hier sollte ihr erster großer Fehleinkauf sein, der auf Episoden von 10 - 14 Seiten verteilt, seine inhaltliche Tiefe nicht zu entfalten vermochte, bis die wachsenden Leseproteste einen vorzeitigen Abbruch der Südseeballade zur Folge hatte. Es sollte danach dann noch Jahre dauern, bis Carlsen sie endlich als Album veröffentlichte, das nach dem Vergriff seiner Auflage in Comicshops und Auktionsforen oft für ein Vielfaches seines ursprünglichen Preise gehandelt wurde. Der F.A.Z. sei Dank lässt sich dieser moderne Klassiker des Comics nun auch für kleines Geld besitzen und lesen. Über den Inhalt ist in anderen Rezensionen ja schon genug gesagt worden, doch von der Art, wie Hugo Pratt sich hier u.a. aus Werken von London und Conrad bedient, um eine höchst eigenwillige Geschichte um moderne Piraterie im Schatten des ersten Weltkriegs erzählt, kann nicht lobend genug geschrieben werden. Die Südseeballade hätte als erzählende Literatur ihr Publikum vielleicht sogar leichter gefunden, wo es zur Zeit ihres Erscheinens immer noch breitgefächerte Vorbehalte gegen das Medium Comic gab, missachtend, dass auch der Seewolf erst als ein Bildwerk sein großes Publikum fand und dieses Werk kann geradezu schulmeisterlich als ein Beispiel dienen, was ein Comic auch sein kann. Indem das Handeln der einzelnen Charaktere oft kaum vorhersehbar erscheint, entzieht sich die Geschichte jener stereotypen Erwartungsmuster, wie sie den ZACK Leser eigen gewesen sein mögen (und ich habe zu ihnen gehört und fand die Südseeballade in dieser Hinsicht eben auch entäuschend) und eben das macht ein großes Werk auch aus, dass es Erwartungen ignoriert und seiner Originalität vertraut. Die Welt der graphischen Literatur war nach der Südseeballade nicht mehr dieselbe.
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Ein Segelschiff kreuzt auf dem Pazifik. Ein Eingeborener schreit laut auf: Schiffbrüchige! Den brutalen Kapitän Rasputin ärgert es, dass die zwei jungen Leute geborgen werden. Er hätte sie den Haien überlassen. Doch der junge Cain und das Mädchen Pandora sind Kinder eines bekannten Milliardärs. Für Rasputin ist klar, dass er für die beiden ein ordentliches Lösegeld verlangen kann. Nur wenig später treibt abermals etwas durch die ruhige See. Auf einem Floss gefesselt liegt Corto Maltese, ein Rasputin nur allzu bekannter Ausländer, der überall seine Finger mit im Spiel hat. Corto erzählt, dass seine meuternde Mannschaft ihn ausgesetzt hat.
Der jähzornige und skrupellose Kapitän würde am liebsten das Mädchen missbrauchen und den Jungen ins Meer werfen, doch Corto kann ihn zurückhalten. Er scheint, obwohl Pirat und gemeinsame Sache mit Raputin machend, ehrenhafte Motive zu haben, die Jugendlichen zu retten.
Die Mannschaft des Segelschiffes kapert kurze Zeit später einen britischen Kohlefrachter. Im Vorfeld des ersten Weltkrieges befinden sich deutsche und englische Truppen in einer Art Lauerstellung, um sich für die bevorstehenden Auseinandersetzungen eine gute Ausgangposition zu verschaffen. Da Rasputin mit den Deutschen paktiert, tötet er kaltblütig die gesamte Mannschaft des Frachters. Corto ist entsetzt, kann die Morde aber nicht verhindern. Rasputin bricht auf, um sich mit den Deutschen in Verbindung zu setzen, Corto Maltese beaufsichtigt die Geiseln.
Ein Sturm bricht über das kleine Segelboot herein. Pandora schießt bei einem Fluchtversuch auf Corto. Rasputins Gehilfe, ein Eingeborener, rettet die Kinder und Corto und segelt zum Treffpunkt. Dort erwartet sie ein deutsches U-Boot und Rasputin. Wieder rettet Corto Pandora, diesmal vor Rasputin und dem deutschen Leutnant. Ziel aller ist eine geheimnisvolle Insel. Dort versteckt sich der wahre Herrscher dieses pazifischen Inselreiches: "Der Monaco". Dieser uralte und grausam über alle herrschende Unbekannte entscheidet über Leben und Tod von Cain, Pandora, Rasputin und Corto. Doch das Abenteuer hat gerade erst begonnen.

1967 begann Pratt mit seiner "Südseeballade". Dieser Abenteuerzyklus wird, in verkleinertem Maßstab und neu koloriert, komplett in dem vorliegenden Band der FAZ-Comic-Edition abgedruckt.
Nach der interessanten und sehr ausführlichen Einleitung dieses Bandes, die sowohl Corto Maltese, als auch seinen Zeichner und Autor beleuchtet, wird dieses riesige, seitenstarke Abenteuer in seiner ganzen Pracht geboten. Die eher simplen, detailarmen und künstlerisch stark auf wesentliche Striche reduzierte Geschichte ähnelt eher einem Roman als einem Comic. Die Geschichte ist entgegen der Gewohnheit der Comicleser konzipiert. Keine schnellen Antworten oder Handlungselemente, sondern eine wechselvolle, immer wieder abschweifende Abenteuergeschichte rund um den schwierigen Charakter Corto Maltese wird gesponnen. Nie hat man das Gefühl, den Verlauf erahnen zu können, immer passiert Unvorhergesehenes und Überraschendes. Die Bilder sind sehr gewöhnungsbedürftig. Da sie eher der emotionalen Aussage der Geschichte und den affektiven Zielen der abgebildeten Personen verpflichtet sind, wirken die Gesichter auf jedem Bild anders, oft stark verfälscht in ihrem Ausdruck. Charakter und Ziel der Menschen werden sehr viel deutlicher als Gesichtsschnitt oder körperliche Merkmale. Der Text ist entsprechend knapp und oft mit Imperativen und Schlagworten versehen. Erläuterungen, die die Geschichte erklären und die Hintergründe beleuchten, sucht man vergebens.
Doch diesem Stil entsprechend verbleiben die Handelnden in ihrer eigenen Sphäre. Eine Identifikation des Lesers mit ihnen fällt schwer, wirkliches Interesse am Schicksal der Personen kommt nicht auf. Die vordergründige Beliebigkeit der Handlung hält den Leser auf Abstand und nur sehr langsam erschließt sich der Facettenreichtum der Geschichte. Der absolut nicht einsteigerfreundliche Aufbau des Abenteuers schreckt ab und lässt ein Mitfühlen oder gar Mitleiden nicht zu. Das wird durch den stark simplifizierenden Zeichenstil noch verstärkt. Auch gefällt mir die extreme Charakterzeichnung der Protagonisten wenig. Rasputin ist wirklich ein Teufel und Corto scheint ein Engel in Gestalt eines Piraten zu sein. Auch die Verwendung der schicksalsschwangeren Namen Cain und Pandora, vom Autor bewusst gewählt, legt die Personen von Anfang an auf eine bestimmte Zielrichtung fest. Daneben ist die klischeehafte Darstellung der Deutschen, Engländer und Eingeborenen für den Fortlauf der Geschichte eher hinderlich.
Fazit: Das hochgelobte Kultobjekt "Südseeballade" kann mein Herz nicht erwärmen. Zu viele Schwächen weisen die Geschichte und der Stil des Autors in meinen Augen auf. Doch für Fans und Kenner Pratts ist dieser Band ein absolutes Muss. Die gesamte Südseeballade in perfekt passendem Format und neuer, eleganter und zur Geschichte passender Kolorierung sind für nicht mal fünf Euro ein wahres Schnäppchen. Auch wenig bewanderte Comic-Leser sollten einen Blick riskieren, das Abenteuer ist spannend und abwechslungsreich.

Stefan Erlemann
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Die Comic-Reihe der F.A.Z. ist ein hervorragender, weil überaus preiswerter, Einstieg in die Kunst der Comics. Und anders bei der Bild-Serie geht es hier sehr viel mehr um Comic-Kunst und nicht nur um leichte Unterhaltung. Corto Maltese, den es normalerweise nur ab 15 Euro als Softcover und ab 20 Euro als Hardcover gibt, ist ein Fall für Ästheten, denen eine gute Geschichte wichtiger ist als knallbunte Bilder und schnelle Lacher. Corto Maltese ist ein Werk, das nur so vorstellbar ist, als Comic und keinesfalls als Verfilmung. Hier wird beeindruckend mit den Möglichkeiten dieser Kunst gearbeitet. Corto Maltese, ist ein Seemann, ohne Schiff, der Abenteuer in den unterschiedlichsten Ländern erlebt. Die Handlung spielt zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Hugo Pratt verknüpft geschickt und unterhaltsam Philosophie, Politik, Geschichte und Abenteuergeschichten. Es ist eine melancholische Atmosphäre die sich durch Corto Malteses Geschichten zieht, ähnlich wie bei den Sherlock Holmes Geschichten eine faszinierende Mischung aus großer, weiter Welt und komfortabler Gemütlichkeit. Das ist gewöhnungsbedürftig! Denn auch die Szenen, die voller Dynamik sein sollen, wirken immer ein wenig wie in Zeitlupe. Aber wer atemberaubende Kämpfe und Zeichnungen sucht, die vor Action explodieren, sollte ohnehin lieber zu den Superhelden-Heften greifen. Zu einem Corto Maltese Band steigt man in ein heißes Wannenbad oder trinkt einen guten Tropfen.
Corto Maltese ist ein Comic für Kenner. Mit dieser sehr preiswerten Ausgabe der F.A.Z. bietet sich eine hervorragende Gelegenheit diesen Meilenstein der Comic-Kunst kennenzulernen.
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am 24. Januar 2007
"Südseeballade" einst als Junge im Zack-Magazin in den 70ern Jahren kennengelernt und gelesen. War damals aber anscheinend (noch)nicht reif für sowas. Heute nun in der Ausgabe der FAZ Edition gefällt mir diese Geschichte sehr. Ich hab sie mit Genuß gelesen. Wunderschöne Zeichnungen und eine klasse Geschichte von Hugo Pratt. Einfach zeitlos, wie ich finde.
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am 14. Juni 2015
Abwechslungsreiche und unterhaltsame, leichte Literatur mit Informationscharakter. Liest sich flüssig. Interessante Gestalt, dieser Corto Maltese, kann man jederr und jedem empfehlen
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TOP 500 REZENSENTam 6. Oktober 2006
Über zwei Dinge sollte man sich im klaren sein, wenn man darüber nachdenkt, sich dieses Buch zuzulegen.

Erstens, die Handlung ist, wie einige meiner Vorredner bereits bemerkten, stellenweise langatmig, ich würde es fast zäh nennen. Es ist definitiv kein Comic für zwischendurch.

Zweitens, die Übersetzung ist absolut unterirdisch. Ich kenne das Original nicht, kann mir aber absolut nicht vorstellen, dass ein Comicautor, der sich so mit einer Zeit und Umgebung befasst, so extrem dichte und atmosphärische Zeichnungen kreiert und so viel Zeit und Arbeit in einen Comic steckt, einen so billigen Schreibstil hat. Warum steht da "Monaco" und nicht "Mönch"? Ein wütender "Monaco" beschimpft Corto Maltese mit einem Schimpfwort wie "Schlaumeier!". Die Unterhaltungen zwischen Rasputin und Corto hören sich an, wie wenn 2 Dreijährige mit eingeschränktem Vokabular sich unterhalten. Wurde das für eine spezielle Zielgruppe übersetzt? Da hat ja Stan Lee in seinen schlechtesten 60er-Jahre-Comics stilistisch besser geschrieben!

Das Buch ist interessant. Es enthält eine einfache Geschichte, die m.E. auch etwas kürzer hätte erzählt werden können ohne an Stimmigkeit und Atmosphäre zu verlieren. Die Bilder sind teilweise wunderschön, und erwecken wirklich eine gewisse Südseestimmung, wenn man sich auf die Gelassenheit, den langsamen Rhythmus und die handlungsarme Erzählweise einlässt. Dafür 4 Sterne. Allerdings macht die Übersetzung zumindest für mich alles kaputt. dafür 0 Sterne. Macht, den Kultbonus eingerechnet, 3 Sterne.
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am 20. Januar 2014
Corto Maltese - F.A.Z. Comic-Klassiker, Band 11
Hugo Pratt

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Hugo Pratt

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