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HALL OF FAMEam 15. Februar 2010
Es ist 1942. Die deutschen Truppen stehen tief in Rußland. Der Krieg tobt. Und in Berlin tobt der Krieg der Agenten. Da fällt Heydrich, SS-Obergruppenführer und Chef des Reichssicherheitshauptamts sowie Statthalter im besetzten Böhmen und Mähren dort einem Attentat zum Opfer. Vor seinem Tod - und hier setzt der Plot von "Walhalla-Code" von Uwe Klausner (Gmeiner-Taschenbuch 978 3 89977 808 3) ein - hat er noch einem Vertrauten, SS-Sturmbannführer Alfred von Möllendorf, seinen "Giftschrank" überantwortet. Darin befinden sich die von Heydrich, einem Control Freak, gesammelten Informationen über die Spitzen des Regimes - von Hitler abwärts - und damit genug Stoff für eine/viele Erpressung/en. Das wird bald bekannt und es beginnt eine Jagd danach. Die Gestapo, der NKWD und MI 6 wollen die Informationen in ihre Hand bekommen. Und noch einer mischt mit, Tom von Sydow, Hauptkommissar bei der Berliner Kripo, der den Tod des bald verblichenen Alfred von Möllendorf untersucht. Und ab da wird das Ganze irgendwie unglaubwürdig. Der Berliner Kriminalhauptkommissor, ausgebildet im noblen Eton, ist ein Schulfreund des MI 6-Agenten aus den schönen Zeiten in Eton. Der RAF-Fluchthelfer ist - welch ein Zufall - ein Schulfreund des Berliner Hauptkommissars und des MI 6-Agenten - zusammen bildeten sie (natürlich in Eton!) die "3 Musketiere". Trotzdem eine nicht uninteressante Mischung aus Kriminalroman und Agententhriller aus dem Berlin des Zweiten Weltkriegs.
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am 15. März 2012
Nachdem ich voller Begeisterung alle drei Kutcher-Romane um dessen Hauptfigur Gereon Rath laß und mich die Thematik "Krimi/ Vorkriegszeit in Berlin" sehr fesselte, war ich sehr gespannt auf diesen Roman, auf diese Reihe rund um die Hauptfigur T. von Sydow. Ich fand die Thematik interessant, das Cover paßte gut in diese Zeit und ich sah mit Spannung und Freude diesem Werk entgegen.

Was ich aber dann laß bzw. wie sich die Geschichte entwickelte ist an Haarsträuberei nicht zu toppen. Nicht nur, das die Komissare in atemberaubenem Tempo vorgehen und diesen, durchaus brisanten Fall, in Windeseile aufklären, nein, vor Allem stört (mich) die teilweise laxe und plumpe Art, wie hier die Charaktere beschrieben werden, wie einfach, belanglos und spielerisch zwischen den "Großen Drein" des zweiten Weltkrieges hin und her gesprungen wird und wie die nicht nachzuvollziehend und unglaubwürdig geschriebene Story erzählt wird. Das sich ein Herr H. über die Flucht einer einzelnen Jüdin bei ihrer Deportation in Berlin aufregt, ist nicht nur unglaubwürdig, sondern schlicht weg einfach Quatsch.

Ich muß mich meinen Vorschreibern anschließen und kann dieses Buch nicht empfehlen. Wer Interesse an dieser Zeit, an dieer Thematik haben sollte ist sicher mit anderen Büchern besser beraten.
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am 23. Februar 2009
Im Juni 1942 wird auf einer Parkbank in Berlin, in der Nähe der Siegessäule, eine Leiche entdeckt. Anfangs sieht es nach einem Selbstmord aus, doch Kommissar Tom Sydow glaubt nicht so recht daran. Bei dem Toten handelt es sich um einen hohen Beamten der Gestapo der brisante Akten des berüchtigten Geheimdienstchefs Heydrich bei sich gehabt hatte. Es sind Akten aus dem Giftschrank" von Heydrich, die Material nicht nur über Nazigrößen sondern auch über ausländische Politiker enthielten. Heydrich hatte kurz vor seinem Tod dafür gesorgt, dass diese Akten beiseite geschafft wurden.

Alle wissen von diesen mehr als brisanten Unterlagen, aber niemand weiß wo sie sich befinden. Ein Wettlauf beginnt. Polizei, Gestapo, SS und auch ausländische Geheimdienste sind an diesem Wettlauf beteiligt.

Es ist sicher kein leichtes Unterfangen einen Krimi in der Zeit des Dritten Reiches spielen zu lassen, Klausner ist dieses Wagnis eingegangen und hat durchaus lesbares und nicht uninteressantes Buch zustande gebracht. Wahrscheinlich ist es bei diesem Thema nur natürlich, dass das eine oder andere Klischee in die Geschichte hinein rutscht. Die handelnden Figuren werden oftmals eher schwarz-weiß gezeichnet, eben auch unter Zuhilfenahme hinlänglich bekannter Klischees. Hier die Bösen, dort die Guten - manchmal wäre eine intensivere Abstufung sicher besser gewesen.

Vielleicht wäre auch ein klein wenig mehr Tiefe wünschenswert gewesen. Gerade die Zeit des Dritten Reiches eignet sich nur sehr wenig für einen Räuber-und-Gendarm-Roman". Klausner weicht den Schrecken der damaligen Zeit zwar nicht aus, aber seine Schilderungen wirken manchmal ein klein wenig zu steril.

Es ist ein interessanter, ein durchaus auch lesenswerter Krimi - manchmal aber vielleicht ein wenig zu glatt.

Nach Ansicht der Literaturkritikerin und Historikerin Nadja Braun wirft der Roman am Ende ein kühne Frage hinsichtlich der Rolle der Alliierten bei der Aufdeckung des Holocausts auf. Dabei ist es gerade dieser von Nadja Braun angesprochene Schluss der ein wenig zu hastig und zu spekulativ daher kommt. Da hätte der Autor vielleicht ein klein wenig Sorgfalt drauf verwenden sollen.

Ein lesbarer Krimi, von einem echten Krimihighlight erwartet man wohl ein wenig mehr.
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am 18. August 2015
Um es vorweg zu nehmen: Dieses Buch ist eine Zumutung. Tote Klischee-Imitate stolpern durch eine dröge Handlung, die in einer derart hölzernen Bürokratensprache vorgetragen wird, als käme der Text direkt aus dem Brüsseler Paralleluniversum.

Hauptfigur ist ein gewisser Kommissar Sydow, ein richtiger Nazihasser und Regimegegner, der es den wsachechten und abgrundtief bösen Nazis von der Gestapo so richtig zeigt. Wie er mit dieser Einstellung allerdings noch 1942(!) bei der Berliner Polizei arbeiten kann, bleibt einem schleierhaft. Es wäre wohl zu viel verlangt gewesen, komplexe Figuren zu konstruieren, die nicht schwarz oder weiß sind. Das gilt nicht nur für Sydow, sondern auch für alle anderen. Schon bei ihrer Charakterisierung wird auf abgegriffene Floskeln, nichtssagende Wendungen und schiefe Bilder zurückgegriffen ("Sie hatte ausdrucksstarke Augen", aha, "er war ein Berliner Kleiderschrank mit butterweichem Kern") Keine Figur, die überzeugt. Kein Dialog, der berührt.

Zwischendurch treten immer wieder die Größen der damaligen Zeit auf: Churchill, Benes, Himmler, Hitler, Stalin - alle sind sie da. Alle Achtung denkt man sich da als Leser! Der Autor traut sich was! Denn wie schwierig ist es, wirkliche Gestalten in eine fiktive Erzählung einzubauen, ohne unfreiwillig komisch zu wirken (STALIN: "Sind Sie sich da so sicher? Die Yankees und die Briten brauchen uns, sonst können sie den Krieg doch glatt vergessen") ? Klausner scheitert auch hier: alle sprechen sie mit der selben langweiligen Stimme - der des Autors -, vergeblich versucht man diese Männer vorzustellen, wie sie diese Sätze sprechen, es gelingt nicht, kein Timbre, kein ihnen eigentümlicher Duktur weit und breit.

Die Erzählerstimme selbst mischt sich immer wieder penetrant mit auktorialen Kommentaren ein: "Aber selbst ihm sollte das Lachen noch vergehen". Wer keine Spannung aus der Handlung selbst zu nehmen weiß, der muss solche Sätze einstreuen, um den Leser bei der Stange zu halten.

Die Story, die im Berlin des Jahres 1942 spielt, ist gespickt mit historischen Fehlern und Irrtümern. Zwar mag man jedem Autor zugestehen, von seiner künstlerischen Freiheit gebraucht zu haben - hier aber weht dem Leser aus jeder Seite nicht Freiheit entgegen, sondern er ahnt, hier ist Dilettantismus am Werk, der sich nur noch verheerender auf den sowieso schon behelfsmäßig zusammengezimmerten Romanversuch auswirkt.

Am Ende wird des dann völlig abstrus. Rebekka, die sich eben noch eine Waffe an die Schläfen gehalten hat, um sich ins jenseits zu befördern, fällt plötzlich ein, dass sie noch eine Mission zu erfüllen hat. "Ihre Niedergeschlagenheit verflog im Nu, und mit ihr der Gedanke, ihrem Leben ein Ende zu setzen". - Sydow hat soeben seinen alten Schulfreund verloren, dessen Körper verkohlt auf der Straße liegt: "Wir können nichts mehr für ihn tun", ist sein Kommentar. Dann der lapidare Satz, bevor man zur Tagesordnung zurückgeht: "Er hat sein Bestes getan".

Von Uwe Klausner kann man das leider nicht sagen.
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am 13. Dezember 2011
Interessante Story und man liest sie auch leicht zu Ende. Sie langweilt nicht. Es ist schon ein interessanter Krimi. ABER, es so phrasenhaft geschrieben und mitunter so plump, dass man immer wieder inne hält und sich ärgert.
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am 29. Februar 2012
Der Autor, lt. Kurzbiographie studirt in Geschichte, hat P. Kerr ("Berlin"-Noir Romane), R. Harris (Vaterland) oder einen sonstigen Historie-Romanschreiber gelesen uns sich wohl gedacht: "Das kann ich auch, nur besser und weniger fiktiv".
Aber trotz seiner scheinbaren Kenntnisse muss auch er, um eine passable Kriminalstory im NS-Deutschland aufzubauen, auf Mutmaßungen, Verschwörungstheorien und jede Menge, mehr oder weniger glückliche, Zufälle zurückgreifen. So sind drei Freunde ("Die drei Musketiere") aus gemeinsamen Internatszeiten bei der Jagd auf die, die NS-Größen denuzierenden, Geheimpapieren Heydrich's zunächst unabhängig voneinander verwickelt: als Kripokommissar ("Hauptkommissar wenn ich bitten darf..."), Gestapomitarbeiter und Ausnahmepilot der Royal Airforce.

Als dann noch die kämpferische, intelligente, gutaussehende und sich auf der Flucht vor der Gestapo befindliche Jüdin Rebecca mit ins Spiel kommt, kann die Unternehmung nur gelingen. Trotz aller Bemühung Himmler's, seiner Schergen und Verluste in den eigenen Reihen, werden Papiere gefunden und ausser Landes geschafft.

Aber: Der Empfänger der Papiere Churchill nimmt nur zur Kenntniß, was er zur Kenntniß nehmen will.

Lesenswert und unterhaltend ist das Buch für den, an Krimis mit NS-Kontext, interessierten Leser allemal, aber neue Erkenntnisse oder gar "kühne Fragen", wie der Klappentext einer Doktorin der Geschichte (auf der Taschenbuchausgabe) einen Glauben machen will, wirft das Buch nun wirklich nicht auf.

Solider "Dritte Reich"-Krimi.
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am 11. November 2012
Ich muss gestehen ich habe mittlerweile alle fünf Bücher gelesen und ich muß sagen ich fand sie alle spannend.
Wie richtig die Fakten dieses Buches im Detail sind kann ich als Laie natürlich nicht beurteilen aber ich denke
es könnte genau so gewesen sein.
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am 22. Februar 2012
....hätte man dieses Buch auch nennen können. Sydow löst im atemberaubenden Tempo einen Fall, findet einen hilfreichen Agenten, der ihn vorbehaltlos nach England auf Basis einer verblassten Schulfreundschaft mitnehmen will,.......... und für ausgiebige Touren durch Berlin ist auch noch Zeit. Der Stil lässt vermuten, dass der Roman in weniger Zeit geschrieben wurde.
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am 20. Januar 2011
Im vorliegenden Machwerk wird sich eher aus dem Handbuch für hoffnungsvolle Autoren bedient als daß Figuren mit Leben gefüllt werden - kein Klischee wird ausgelassen und doch kann keine der flachen Figuren mit Leben gefüllt werden, selbst die Bibel ist weniger vorhersagbar. Hinzu kommt, daß der Autor auch noch den Überblick über seine Protagonisten verliert und eine Nebenfigur der ersten Seiten plötzlich zum flüchtenden Freund des Kommissars macht.

Abgerundet wird dies durch ein schlechtes Zeugnis über die Qualität des Geschichtsstudiums an deutschen Hochschulen, von einem studierten Historiker hätte ich mehr Recherche und weniger Mythosverbreitung erwartet, das Berlin des Jahres 1942 war dann doch ein anderes.

Glücklicherweise habe ich dieses Buch über den "marketplace" erstanden und ärgere mich dennoch über das vergeudete Geld, hätte ich den vollen Preis gezahlt, sähe ich mich wohl genötigt, Schadenersatz und Schmerzensgeld zu fordern.
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am 27. März 2010
Auf den Walhalla-Code aufmerksam geworden bin ich ausnahmsweise durch das Cover. Da mich die deutsche und insbesondere die Berliner Geschichte seit Beginn der Zwanziger Jahre fasziniert, habe ich mir dieses Buch gekauft und ich bin nicht enttäuscht worden! Recht ansprechend verwebt der Autor die reale Welt mit der Fiktion und er zeichnet ein interessantes und treffendes Bild der damaligen Zeit. Einen Abzug gibt es nur, weil zum Einen das Ende vorhersehbar war und recht schnell klar war, wer auf welcher Seite steht, und zum Anderen, die Bilder der einzelnen Protagonisten durchaus ausführlicher gezeichnet werden konnten. Etwas mehr Seiten hätten sicher gut getan, kam doch das Ende des einen oder anderen Hauptdarstellers etwas zu plötzlich. In jedem Fall hat es mir großen Spaß gemacht, den ersten Fall von Tom Sydow zu verfolgen und ich freue mich schon auf "Odessa-Komplott"!
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