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Kundenrezensionen

4,2 von 5 Sternen
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4,2 von 5 Sternen


am 8. November 2017
Ich habe lange gebraucht um dieses Buch einzuordnen. Nach kurzem Studium der Orginalfassung bin ich recht schnell auf Sekundärfassung mit standardsprachlichen Tex übergegangen, da es wesentlich einfacher zu lesen ist. Dennoch gibt es auch in dieser viele Ausdrücke, die dem in historischer Kriegsführung wenig Gebildeten sehr viele offenen Fragen aufwerfen. Ich denke, man sollte daher das Buch immer im Kontext gesamtheitlicher Abhandlungen von Historikern über den 30-jährigen Krieg lesen. Für mich waren die vielen sich wiederholenden Details oft mühselig. Dabei musste ich mir jedoch sagen, dass es dem Schreiber während dieser Zeit bestimmt niemals langweilig war. Mich überraschte die Gelassenheit, mit der er sich von der einen wie von der anderen Seite anwerben ließ und den Krieg vollkommen ohne jegliche Identifikation für die jeweiligen Ziele, ausschließlich als seinen Broterwerb sah. So wie die Gesellen eben auch auf Wanderschaft waren, so ist auch der Erzähler gewachsen und hat eine bescheidene Karriere machen können. Mit der gleichen Gelassenheit nahm er auch seine persönlichen Schicksalsschläge hin, mit seinen beiden Frauen, die im Tross mitzogen, den Kindern die bis auf zwei sehr früh immer verstarben oder auch mit seinen eigenen Krankheiten und Verwundungen. Man bekommt ein Mitgefühl mit und ein Empfinden für die Menschen jener Epoche.

Ein Stern Abzug für die fehlenden Fußnoten, mit denen hätte man die Begriffe außerhalb des normalen Sprachgebrauchs erklären können.

Ein Buch für jeden, der den 30-jährigen Krieg zu verstehen sucht.
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am 22. Oktober 2017
Ich interessiere mich für das Mittelalter und ebenso für den 30zigjährigen Krieg. Der Bericht dieses Soldaten war für mich hochinteressant und sehr gut zu lesen.
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am 8. Februar 2013
Das Tagebuch des Peter Hagendorf ist eine einzigartige historische Quelle zur Geschichte des 30-jährigen Krieges, denn es ist bis heute das einzige Selbstzeugnis eines einfachen Soldaten aus dieser Zeit. Als junger Mann zieht es Peter Hagendorf aus Abenteuerlust oder wirtschaftlicher Not zunächst nach Italien, wo er sich erstmals als Söldner verdingt. Nach diesen "Wanderjahren" kehrt er wieder nach Deutschland zurück, lässt sich in Ulm anwerben und zieht danach 22 Jahre lang über 20 000 Kilometer zu Fuß und zu Pferde quer durch Deutschland und die angrenzenden Länder von Schlachtfeld zu Schlachtfeld. In seinen Aufzeichnungen hält er dabei fest, was ihm wichtig erscheint: die endlosen Märsche, das Leben als kämpfender und plündernder Söldner, die Landschaften durch die er zieht, Geburt und Tod seiner Kinder (mit zwei Ehefrauen hat er 10 Kinder von denen nur zwei überleben), den Tod seiner ersten Ehefrau... Das Kriegsende 1648 erlebt er in Memmingen, sein Regiment wird ein Jahr später aufgelöst, kurz danach verliert sich seine Spur. Es ist das bleibende Verdienst von Jan Peters, der kurz nach der Fertigstellung des Buchs verstorben ist, diese Quelle aufgefunden und sowohl für den berufsmäßigen Historiker als auch für den interessierten Laien erschlossen zu haben.

Dieses Buch ist das perfekte Beispiel dafür, wie eine historische Quelle der Allgemeinheit zugänglich gemacht werden kann. Zum ersten enthält das Buch eine buchstabengetreue Abschrift der handschriftlichen Aufzeichnung von Peter Hagendorf. Ideal für den Historiker, der allen Textveränderungen skeptisch gegenüber steht, sich aber nicht der Mühsal unterziehen will, das Autograph selbst zu entziffern. Zum zweiten findet der Leser eine an die heutige Sprache angepasste Fassung, die deutlich leichter lesbar ist, aber dennoch den sprachlichen Charakter des 17. Jahrhunderts nicht aufgibt. Zum dritten beinhaltet das Buch ausführliche Hintergrundinformationen zu den Geschehnissen, die das Tagebuch beschreibt, sowie zur Person des Verfassers, über den inzwischen erstaunlich viel in Erfahrung gebracht werden konnte. Besser geht es nicht

Selten war ich von einem Buch über den 30-jährigen Krieg so gefesselt. Was die historischen Abläufe angeht, habe ich nichts wirklich Neues erfahren. Wie auch, welche Schlachten damals geschlagen wurden und wer gesiegt und wer verloren hat ist seit langem hinlänglich bekannt. Hier aber wird Geschichte nicht aus der Distanz erzählt sondern von jemandem, der tatsächlich dabei gewesen ist, und zwar nicht von einem privilegierten Offizier (aus dieser Personengruppe gibt es zahlreiche Überlieferungen) sondern aus der Sicht eines einfachen Fußsoldaten. Besonders interessant ist es dabei, die Geschehnisse einmal aus dem Blickwinkel eines Söldners, sozusagen des Raubtiers, berichtet zu bekommen, und nicht aus der Sicht der Beute (von Zivilpersonen gibt es einige mehr oder weniger umfangreiche Überlieferungen, das Tagebuch von Peter Hagendorf ist dagegen die einzige bis jetzt aufgefundene Aufzeichnung eines Söldners).

Insgesamt ein faszinierendes Buch das ich jedem, der sich für die Geschichte des 30-jährigen Krieges interessiert, nur wärmstens empfehlen kann.

HJ Schlicht
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am 17. August 2017
Da mich als hobbymäßiger Heimat- und Familienforscher insbesondere das Leben einfacher Menschen die in den Strudel historischer Ereignisse, die man aus dem Geschichtsunterricht kennt, geraten sind immer sehr interessiert.

Interessant war für mich insbesondere, dass Peter Hagendorf bei seinem bewegten 22000 km langen Umherziehen zwischen 1625 und 1648 durch Mitteleuropa auch in meine Heimatgegend Oberschwaben nach Biberach und Memmingen gekommen ist.

Ich selbst habe hier im evangelischen Taufbuch der Stadt 88400 Biberach den Taufeintrag seines Sohnes Quirinus vom 19.02.1639 gefunden als Peter Hagendorff mit seiner Frau Anna Maria wohl hier nach Biberach in der Ortschaft Degernau (Gemeinde Ingoldingen, Landkreis Biberach) im Jahr 1638/1639 sein Winterquartier hatte. Als Herkunft des Kindsvaters darin genannte Peter Hagendorff und seiner Mutter Anna Maria wird genannt "Eltern von Zerbst Im Fürstethumb Anhalt". Die Elteren und Paten sind "under löbl. papenheimp Regiment".

Es bestärkt die Authentizität des alten Tagebuches und auch die in Jan Peters Buch in den Seiten 202/203 verfestigte Vermutung der Herkunft aus Zerbst in Sachsen Anhalt.
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am 31. Januar 2014
Was schreibt Peter Hagendorf über seine Zeit als Soldat:
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Der Soldat Peter Hagendorf erzählt von seinen Gegnern und dem Elend der Menschen, die eingeschlossen sind, das Notdürftigste nicht mehr zu essen haben. Sie greifen zurück auf Tiere, die sie schlachten, wie Hunde und Katzen, um nicht zu verhungern, sie essen Wurzeln, verendete Ratten und Pferde, sie greifen nach dem Gras, das sie essen und die Haut von Schafen.
Dürr und bis auf die Knochen abgemagert sind die Menschen, die Hunger leiden, weil ständig Heere einfallen und alle Nahrungsmittel wie Getreide und Vieh an sich reißen. Menschen kratzen den Kalk von den Wänden und essen den auch noch. Tote, die in ihren Gräbern lagen, werden wieder herausgeholt und aufgeschnitten, die inneren Organe herausgeholt und die gegessen. Not macht erfinderisch und in dem Elend, das in diesem Krieg herrscht, lassen sich die Menschen so einiges einfallen.
Lebende Menschen werden getötet und verspeist. Es geht um die gegnerischen Truppen wie die Habsburger, die Niederländer, die Schweden. Ganze Städte brennen, nur noch der aufsteigende Rauch ist zu sehen.
Er schreibt über die Kämpfe, über den Weg, den er während des Krieges zieht und darüber, wie er als ein Söldner mit den anderen Soldaten bei den Bürgern, bei denen sie eindringen, plündern und ihnen alles entreißen, was sie zum Leben brauchen, weil sie selbst Hunger haben und essen müssen. Peter Hagendorf zeigt uns das Bild aus den damaligen Soldatenlagern, den Feldlagern. Das Buch beginnt von seiner Reise nach Italien und durchläuft Europa und den gesamten Kriegsschauplätzen der damaligen Zeit. Hagendorf ließ sich in Italien anwerben und zog dort mit dem Regiment unter dem Hauptmann Wortenburgk. Graf Pappenheim war einer seiner Gegner. Während des Kriegzuges bettelt er und er heiratet. Er schreibt nichts von Hunger, nur von Festmahlen, an denen er besonders gut gespeist und getrunken hat. Seine Frau wurde zuerst krank, dann er, dann war sie schwanger und verlor ihr erstes Kind. Hagendorf hatte keine Zeit zu trauern, mit dem Heer musste er immer weiterziehen und seine Frau im Tross mit dazu. Manchmal gibt es lange Zeit nichts zu essen und nichts in den Magen. Das Heer leidet Hunger, so auch die Frauen und Kinder, die im Tross mitziehen. Dann stirbt sein zweites Kind auf dem Kriegszug.
Die Hexenverbrennungen erwähnt er anhand eines 18jährigen Mädchens und gleichzeitig redet er von gutem Bier.
Oft spricht er auch vom Geld, vom Sold, den ein Söldner bekommt, so dass der Eindruck entsteht, er ging zum Heer wegen des Geldes.

Wie finde ich den Bericht/ die Erzählung:
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Realistisch aus der Sicht eines Soldaten, der den Krieg erlebte und gegen seine Feinde kämpfen musste, glaubwürdig und in bildhafter Darstellung ist das alles geschrieben. Die Reise und die Wege, die Peter Hagendorf sieht, in denen er kämpft, sind wie Bilder, die entstehen und zeigen, wie es in Deutschland und Europa zu seiner Zeit des 17. Jahrhunderts aussah. Die Ausdrucksweise ist einfach. Obwohl Stellen sehr romantisch und poetisch beschrieben werden, Bilder entstehen lassen, ist das Grausen, die Greuel des Krieges erst einmal. unterschwellig zu spüren.
Verliebtheit und Träumerisches vermischt sich mit den Schrecken des Krieges, den Schlachten und dem Gemetzel.
Nüchtern, ganz ohne Schnörkel, ist es eine Erzählung von Erlebnissen mit Landschaftsbeschreibungen und Eindrücken seiner Reise. Er schreibt in der Ich-Form.
Gefühle sind keine zu spüren, doch ich merkte doch, er hing an seiner Frau und an den Kindern.
Manchmal sind es nur Brocken, die Hagendorf schreibt, skizziert und sie schildert, so als ginge es um ein Telegramm, das er irgendwohin schickt. Ebenso ist es hier und da nur ein einziges Schlagwort, das uns einen Eindruck vermittelt, was er von den Gegnern hält und wie froh er ist, ihnen entkommen zu sein. Das ist es, was von seiner Seite einen Eindruck vermittelt, wie er den Schrecken des Krieges sieht.
Sachlich, doch auch eindringlich sind die Worte des ehemaligen Söldners, die einen Anflug des Gefühls an mich weitergeben.
Erschütternd, entsetzlich und gruselig, brutal. ohne genaueres zu sagen, ist von seiner Verletzung die Rede. Das, was er sagt, ist zwar lückenhaft, doch genau diese Lücken lassen wieder ein Bild entstehen. Es wird vollständig.
Präzise und sehr genau, wunderbar detailliert sind die einzelnen Vorgänge in Szene gesetzt von 1625 bis hin ins Jahr 1649, so dass ein genauer Eindruck und damit ein Gesamtbild dieses Krieges aus der Sicht eines einzigen 'Soldaten entsteht.
32 Bilder in schwarz weiß untermauern den Text und geben einen zusätzlichen Eindruck der damaligen Zeit. In einer Lasche der Buchrückseite im Innenteil befindet sich eine Karte von der gesamt zurückgelegten Marschroute der Jahre 1625 - 1649.
Es ist das Zeitalter, die Epoche des Barock, aus der dieses Tagebuch stammt und so ist die neue Rechtschreibung an das Original angelehnt, dass es vom Wortlaut her poetisch und romantisch angehaucht ist, obwohl es sich um den Krieg dreht, der in seinem Grauen und Schrecken kaum zu überbieten ist.
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am 2. September 2013
Ein einzigartiges Dokument, das durch den Verfasser sehr gut aufbereitet ist. Auch die Bemerkungen zur Neuauflage sind sehr verständlich und damit hilfreich. Es war ein Glück, dass diese Tagebuchnotizen zum Dreißigjährigen Krieg gefunden wurden.
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am 1. Mai 2013
Dieses Buch hat bei mir einen sehr zwiespältigen Eindruck hinterlassen.
Wesentlich hierfür ist, dass ich es gekauft habe, weil ich das wirklich sehr interessante Tagebuch des Peter Hagendorf lesen wollte. Dieses - in Form der Originalschrift als auch in modernem Deutsch - ist jedoch nur ein kleiner Teil des Buchs. Der weitaus größte Teil kann als Interpretation des Textes unter Verwendung sehr umfangreicher Hintergrundinformationen beschrieben werden. Sofern man bereits über die Hintergründe und den generellen Verlauf des Dreißigjährigen Krieges informiert ist erscheint dieser Teil sehr langatmig.
Zusammenfassend kann man sagen, dass es sich sicherlich um ein gelungenes wissenschaftliches Werk handelt, es aber eher nicht als "Unterhaltungslektüre" empfohlen werden kann. Hier würde ich Maurus Frieseneggers Tagebuch vorziehen, zumal dieses auch deutlich preisgünstiger ist.
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am 24. Januar 2013
...eine Quelle so aufbereitet, dass auch Laien in die Zeit des 30jährigen Kriegs versinken können...
Lange vergriffen und nun aktualisiert und angereichert aufgelegt.
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am 20. September 2016
Ich habe dieses Buch für meinen Freund gekauft und er hat es innerhalb von 2 Tagen ausgelesen. Es war sehr interessant und zeigt die Geschehnisse durch eigene Erzählung des Söldners , wie es damals zu dieser Zeit war. Ich kann es nur weiter empfehlen.
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am 2. Januar 2014
ich habe dieses buch schon lange gesucht und es endlich hier gefunden.
alles ok.
bassd scho
immer wieder bin zufrieden
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