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Kundenrezensionen

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am 7. April 2006
Eigentlich wollte ich putzen - lautete der Titel einer der anderen Rezensionen. Ich selbst wollte eigentlich gerade frühstücken. Allerdings lag neben mir zufällig dieses am Vortag gekaufte Buch. Ich wollte nur die erste Seite lesen, um zu sehen, ob es sich lohnen würde, das ganze Buch zu lesen, denn ich hatte an diesem Tag eigentlich überhaupt keine Zeit zum lesen. Keine 24 Stunden später wußte ich es. Selten habe ich 430 Seiten in so kurzer Zeit verschlungen. Wenn ich mich richtig erinnere, eigentlich nie zuvor. Obwohl der Titel des Buches und auch dessen auffälliger Einband, keinen Krimi sondern vielmehr eine Dokumentation über spannende forensische Arbeit erwarten ließen, also eher irreführend sind, geriet diese sich nicht erfüllende Erwartungshaltung, ob des flüssigen Schreibtstils und der bedrückend spannenden Handlung schnell in Vergessenheit. Denn über forensische Zusammenhänge und die Chemie des Todes lernt man nicht viel mehr als die Chronologie des Fliegen- und Maden-Aufmarsches bei verwesenden Leichen. Wer sich also durch den Buchtitel hierzu mehr versprochen oder etwas ganz anderes erwartet hat, wird wohl enttäuscht sein. Wettgemacht wird das Ganze durch ein ungewöhnliches Thriller-Szenario mit sehr dichtem Handlungsrahmen sowie der Möglichkeit für den Leser aufgrund beiläufig gestreuter Aussagen an diversen Stellen des Buches den Täter selbst entlarven zu können. Auch die ideal passende, und nahezu sensorisch wahrnehmbare englische "Dorfidylle" erhöht die Eindringlichkeit der Geschichte. Das für geviewte Krimikenner nicht unbedingt verblüffende Ende gleicht allerdings eher einem kitschigen Trivialroman und steht den 400 vorausgehenden Seiten nicht sehr gut zu Gesicht. Die Mehrzahl der Leser wird das Ende aber dennoch zufrieden stimmen.
Wer an einem verregneten Herbsttag also nicht weiß, wie er den Tag rumbringen soll, wird sich mit der Chemie des Todes bestens unterhalten fühlen.
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am 22. April 2008
David Hunter hat sich als Allgemeinmediziner ins Landleben zurückgezogen. In einem kleinen Ort in Devonshire versucht er seiner Vergangenheit zu entkommen. Frau und Kind hat er verloren, seine Karriere als einer der bedeutendsten Rechtsmediziner im Bereich der Forensic an den Nagel gehängt. Hunter will nur seine Ruhe und die Vergangenheit vergessen. Als in dem kleinen Ort ein Mord passiert und eine entstellte Frauenleiche gefunden wird, kann Hunter seine Vergangenheit nicht verleugnen. Seine Forensic-Kenntnisse, vor allem im Bereich der Entomologie machen ihn zu einem wertvollen Helfer von Inspektor McKenzie. Weder Hunter noch McKenzie ahnen, dass eine grauenvolle Mordserie auf sie zukommt. Dabei wird Hunter nicht nur als Ermittler sondern sehr schnell auch als Betroffener in den Bann des Geschehens gezogen.

Chemie des Todes ist genretechnisch gesehen keine Überraschung. Es gibt Hunderte von Romanen, die in diesem Bereich arbeiten. Das macht die Story jedoch weder banal noch langweilig. Im Gegenteil. Chemie des Todes bietet eine perfekte Spannungsspirale und lässt einen an der Geschichte kleben, weil man wissen will, wie es weiter geht. Dabei ist der Stoff geradezu fürs Hörbuch gemacht. Wie Johannes Steck die Rollen spricht, ihnen einen ganz individuellen Charakter einhaucht, das ist ganz große Klasse. Von diesen Momenten lebt das Hörbuch. Also rein damit in den Player und zuhören. Johannes Steck wird auch sie begeistern. Chemie des Todes ist schlicht und einfach ein sehr gut gemachtes Hörbuch.
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am 26. Mai 2006
Es ist Simon Beckett zweifelsfrei gelungen, mit seinem Thriller ein hochgradig spannendes Buch zu präsentieren, das man kaum aus der Hand legen kann. Dabei bedient sich der Autor jedoch lediglich klassischer Spannungstechniken. Der Einbruch des Grauens in eine scheinbar heile Welt, die Verwandlung von sympathischen Charakteren in stinkende Leichen und letztlich auch das private Schicksal des introvertierten Arztes treiben den Leser von Seite zu Seite. Auch die Erzähltechnik aus der Rückschau heraus steigert die Spannung weiter, da David Hunter im Gegensatz zum Leser die Momente kennt und benennt, in denen jemand falsche Entscheidungen trifft, aber nicht den Grund dafür benennt. Etwas konstruiert wirkt einerseits die angehäufte Zahl äußerst drastischer Schicksalsschläge, die die einzelnen Hauptpersonen schon vor dem Einsetzen der Handlung erleiden mussten; andererseits fördert dies die Empathie bei uns Lesern und lässt uns mitfiebern.
Wer also einmal unausgeschlafen an seinem Arbeitsplatz erscheinen möchte, weil er / sie ein Buch nicht aus der Hand legen konnte, dem / der sei Simon Becketts "Die Chemie des Todes" unbedingt empfohlen. Es ist wirklich spannend bis zur letzten Seite!!
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am 17. März 2008
Das im Stil eines Ich-Erzählers vertonte Buch braucht nicht lange um den Höhrer in seinen Bann zu ziehen. Die Einführung in die Geschichte um den ehemaligen Forensiker David ist schön kurz und kompakt und hält nicht unnötig mit ellenlangen Vorgeschichten auf. Der Einstieg in die eigentliche Story gelingt ebenso mühelos. Es ist eine Geschichte ohne viel Schnick-Schnack und verwirrende Exkursionen drumherum, mit einer herrlich klischeehaften Figur des Dorf-Pfarrers. Das kleine englische Dorf und die Charaktere bekommen alle einen sehr eigenen Charme verpasst, der sich auch über den gesamten Verlauf der Story nicht ändert oder unglaubwürdig wird. Enttäuschen muss ich die, die hoffen im Verlauf der Geschichte schon erahnen zu können wer der Täter ist; den ganzen Ausgang der Story zu erahnen ist nicht möglich, wer gut ist, wird aber die ein oder andere Ahnung am Ende bestätigt finden :-)
Abzuraten ist jedoch jedem, der ein Problem mit einer genaueren Beschreibung von Leichen hat. Mit fast schon ekliger Liebe zum Detail schildert der Sprecher den Zustand der gefundenen Leichen, nichts für eine blühende Fantasie die einen im Schlaf verfolgt. Ich persönlich fand es noch erträglich, da fallen mir spontan ein, zwei Höhrbücher ein die schlimmer sind, wobei ich zugeben muss nicht so empfindlich zu sein auf diesem Gebiet.
Trotz all dem Positiven gibt es nur vier Sterne: Die Geschichte startet und verläuft in einem Stil der mir gut gefallen hat, das Ende leider erinnert ein bisschen an einen Hollywood-Streifen. Es scheint fast so, als hätte der Autor am Ende Stoff gesucht um noch ein paar Seiten zu füllen (gemeint ist dabei aber nicht der Epilog)
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VINE-PRODUKTTESTERam 22. Oktober 2007
Jawoll, endlich mal wieder ein Hörbuch, das mich voll und ganz gefesselt hat. Hier stimmt wirklich alles. Die Geschichte ist unheimlich spannend und gut erzählt, gewisse Sequenzen sind vor Spannung nur schwer zu ertragen ;-) Die Charaktere wirken lebendig, ihre Handlungen sind nachvollziehbar, das ganze Ambiente wirkt sehr authentisch, man kann sich wirklich sehr gut in die Geschichte "hineinfühlen".

Auch der Leser, Johannes Steck, ist hier in absoluter Höchstform, die Geschichte wird von ihm hervorragend und sehr lebendig umgesetzt, es macht Spaß, ihm zuzuhören. Da kann man dann auch die eine oder andere logische Ungereimtheit verkraften. Wie auch immer, der Gesamteindruck stimmt 100%ig, absolute Kaufempfehlung. Hier sind nur 5 Sterne möglich!
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am 31. Mai 2011
Zum Inhalt des Buches ist nahezu alles gesagt. Meine Rezension bezieht sich daher nicht auf den Inhalt, sondern auf die miserable Übersetzungsleistung, die sich der Rowohlt-Verlag hier anzukreiden hat. Wüsste man es nicht besser, man wäre fast zu unterstellen geneigt, es handle sich beim angegebenen Übersetzer um eine Übersetzungsmaschine.
Das gesamte Buch wimmelt nur so von sprachlichen Unzulänglichkeiten und seelenloser Übersetzungsqualität: fast jeder fünfte Satz besteht aus einem "hatte gehabt" oder "war gewesen". (Selbst umgangssprachlich wäre so etwas schwer erträglich; aber hier haben wir es nun in Druckform).
"... zum Wert eines Kunstwerks gehört auch die Perfektion seines Funktionierens", lehrt uns Umberto Eco [Quasi dasselbe in anderen Worten, S. 24]. Aber gerade dieses Funktionieren, das reibungslose Lesen, versagt vollends, wenn der Leser es mit Konstruktionen zu tun hat, die ihn stocken und grübeln lassen, ob man derartiges überhaupt in der eigenen Sprache "gelten lassen" kann.
Eine Kostprobe: In einer Szene des Romans werden zwei Hochzeichtskleider miteinander verglichen. Der englische Text (381)lautet: But the design, with its ornate panel of lace fleurs-de-lis on the front, was too distinctive to mistake. They were identical." Die deutsche Übersetzung (391): "Doch das Design mit den Lilien aus Spitze vorne war zu auffällig, um sich zu täuschen. Sie waren ganz gleich." Wahrlich, da wird einem alles ganz gleich.
Solche Übersetzungsleistungen sollte man einem Elfklässler um die Ohren hauen... Zudem ist es nicht nur eine maßlose Schweinerei dem Käufer, sondern auch eine Ungerechtigkeit dem Autor gegenüber.
So wie ein Kunde das Recht auf ein einwandfreies, also fachlich geprüftes Produkt hat, wenn er eine Stereoanlage oder einen Fernseher kauft, sollte man auch bei einem Buch das Recht haben, etwas als Altpapier zu deklarieren, wenn es als Produkt nicht "funktioniert". So wie eine Stereoanlage knacken und rauschen kann, so hat dieser Text in Übersetzung seltsame Hintergrundgeräusche, die einem den Spaß am Lesen und folglich am Gesamtwerk des Autoren versalzen. Der Rowohlt-Verlag sollte eine weitere, nun revidierte Fassung in Auftrag geben. Dem Kunden gegenüber wäre es nur gerecht.
1818 Kommentare| 93 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 2. Juli 2010
Nachdem ich eher zufällig mit dem "Modebuch", das überall empfohlen wird, angefangen habe und ohne richtige Lust an das Lesen ging, wurde ich absolut überrascht.
Ich habe das Buch verschlungen wie schon lange keines mehr und musste mir sofort den 2. Teil der Reihe besorgen, weil ich einfach nur begeistert von Schreibstil und Geschichte war.
David Hunter lässt sich als Landarzt in einem kleinen Dorf nieder, nachdem seine Familie bei einem tragischen Unfall gestorben ist. Vollkommen Durcheinander flüchtete er von London dort hin um alles zu vergessen. Doch seine Vergangenheit als forensischer Anthropologe holt ihn ein, als eine Leiche gefunden und um seine Hilfe gebeten wird.
Das ganze Buch ist durchgehend unheimlich spannend geschrieben, es passieren immer wieder unvorhersehbare Dinge, die den Leser erschaudern lassen. Dabei geht es nicht wie in anderen Büchern um ein sinnloses Abschlachten möglichst vieler Menschen, sondern um einen systematisch vorgehenden Killer, der sich nur ausgewählte Opfer vornimmt.
Simon Beckett schafft es seine Charaktere so zu zeichnen, dass mit den Figuren mitfiebert werden kann und das Ende einfach nicht mehr abzuwarten ist. Außerdem sind dem Leser sehr schnell alle wichtigen Charaktere bekannt, sodass das Rätseln um den psychopathischen Mörder auch dem Leser überlassen wird. Noch nie hat ein Autor es geschafft mich am Ende eines Buches noch einmal so sehr zu überraschen wie dieser. Die Aufklärung des Falls wird zum Sahnehäubchen des Buches.

Ich werde die David Hunter Reihe weiterlesen und freue mich auf die nachfolgenden Bücher. "Die Chemie des Todes" kann ich jedem empfehlen der sich für Thriller interessiert und Lust auf ein wirklich gutes Buch hat.

Könnte ich mehr als 5 Sterne vergeben, würde ich es tun. Einfach Klasse!
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am 2. August 2007
Wer die Gerichtsmediziner-Thriller der letzten Jahre verfolgt, dem fällt auf, daß sie sich zunehmend im Beschreiben des Schreckens zu überbieten suchen. Frei nach Motto: Was ekelt, wird gelesen. In Simon Becketts Roman steht mit David Hunter zwar auch ein Forensiker, aber Beckett teilt uns nur das Notwendige mit. Er verläßt sich auf die psychologische Beschreibung zunehmenden Mißtrauens und Angst in einem Dorf, das ihm dem Zugezogenen, der vor einem persönlichen Schicksalsschlag in die Anonymität geflüchteten Koryphäe seines Fachs mit der Enthüllung seines Geheimnisses zum Kreis der Verdächtigen zählt.

Die Verknüpfung von privater Flucht und dem Zwang, sich einem Psychopathen stellen zu müssen, ist gelungen und spannend erzählt. Wenn auch das Ende sehr dramatisch und in seiner scheinbaren Zufälligkeit konstruiert erscheint.
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TOP 500 REZENSENTam 9. Oktober 2016
Nachdem ich bereits das Buch gelesen hatte, war ich umso gespannter auf das Hörbuch. Meistens scheitern die Hörbücher an dem hohen Anspruch der Bücher, dieses jedoch nicht.

Es handelt sich bei dieser CD um eine ungekürzte Lesung des Romans mit einer Spielzeit von 708 Minuten. Der Autor Simon Beckett hat mit diesem Roman die David Hunter Reihe eröffnet.

Bei der Handlung geht es um David Hunter der sich als Rechtsmediziner zur Ruhe gesetzt hat und aufs Land gezogen ist um dort als praktischer Arzt zu praktizieren. Als eine Leiche aufgefunden wird, ist die örtliche Polizei auf seine Mithilfe angewiesen.

Der Sprecher Johannes Steck, bekannt als Schauspieler („In aller Freundschaft“) wirkte in vielen Audiobuch-Produktionen mit, was man auch merkt. Die angenehme Erzählerstimme lässt keine Längen aufkommen, sondern wirkt immer spannungsgeladen. Vor allem die wunderbaren Dialoge sind wahrlich geglückt und manchmal muss man sich vor Augen halten, dass es tatsächlich nur ein Sprecher ist.

Fazit: Lebhafte Vertonung eines tollen Romans, der dem Buch in keiner Weise nachsteht. Vor allem der Sprecher Johannes Steck hat mich überzeugt und dem Hörbuch Leben eingehaucht.

Info:
Bei dem Produkt handelt es sich um ein vom Händler/Hersteller kostenfrei bzw. zu vergünstigten Konditionen zur Verfügung gestelltes Produkt um es auf "Herz und Nieren" zu prüfen und zu bewerten.
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am 9. Juli 2015
"Chemie des Todes" war das dritte Buch über Dr. Hunter, das ich von Simon Beckett gelesen habe. Obwohl wieder spannend, war es das schwächste Buch. Das lag aber nicht an der Geschichte, sie war wieder sehr originell konstruiert, die Täterschaft überhaupt nicht vorhersehbar und das Ende überraschend. Trotzdem gab es zwischendurch einige Längen, ohne die das Buch fünf Sterne bekommen hätte.
Aber alles in allem wieder ein empfehlenswerter Thriller.
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