Hier klicken Sale Salew Salem Hier klicken Sonderangebote Book Spring Store 2017 Cloud Drive Photos UHD TVs Learn More TDZ HI_PROJECT Hier klicken Mehr dazu Mehr dazu Shop Kindle AmazonMusicUnlimited AmazonMusicUnlimited longss17

Kundenrezensionen

4,5 von 5 Sternen
141
4,5 von 5 Sternen
Format: Audio CD|Ändern
Preis:16,95 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 4. April 2010
In kurzen Kapiteln und schnellen Szenenwechseln, mit thematischer Vielfalt werden Hauptfiguren detailverliebt - dennoch nicht langatmig - und diverse andere Personen dieser Zeit mitreißend eingeführt.
Boyle schöpft wortgewandt aus dem Vollen seiner Textwerkstatt. Geistreich. Schwarzhumorig. Schlagfertig.
Die historischen Hintergründe faszinieren. Obwohl er sich beim Schreiben, laut eigener Aussage, nicht exakt an die Fakten hält. Ihm dienen die Erlebnisse des schottischen Entdeckers Mungo Parks, der um 1800 beauftragt wird den Verlauf des Nigers zu vermessen, als Basis für seine Story.
Vermutlich kein Stoff für sensible Nerven, folgt man den menschlichen Schergen und "Schakalen", die permanent um ihr Leben und ihre Existenz kämpfen müssen. Durch die bildliche und pralle Sprache des Autors wird Westafrika mit ihren Bewohnern, deren Lebensumstände, Vegetation und klimatischen Bedingungen lebendig.
Ein teuflischer Stoff, famos und rasant erzählt. Tatkräftige Protagonisten, die in bedrohliche Situationen sowohl auf dem afrikanischen Kontinent als auch in England geraten, die die Seiten "sprühen" lassen. Von der ersten bis zur letzten.
Ein Roman von epischer Breite, ein Zeitkolorit, gefüllt mit Emotionen und reich an überraschenden Wendungen.
Diese Macht der geschriebenen Worte! Starke Leistung!

Wie sagt Johnson, der Tragikwitzbold:

"... hier ist Afrika: Das Auge des Sturms. Gefilde der Geheimnisse. Herz der Finsternis."
0Kommentar| 3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 29. August 2010
Vergleicht man Boyles Wassermusik mit dem jüngeren deutschen Bestseller "Die Vermessung der Welt" von Daniel Kehlmann - ich habe beide nacheinander gelesen, und gewisse Handlungsstrukturen sind ja ähnlich - dann offenbart sich erst das Genie dieses Werkes. Kehlmanns Buch ist interessant und vielschichtig. Boyles Buch aber ist ein furioses Freudenfest der Fabulierkunst, aus dem es für mich überhaupt kein Entrinnen mehr gab. Vorsicht, mit äußerst kurzen Nächten rechnen, denn Boyles mutet sich und dem Leser keine Atempause zu!
Im Gegenteil, auf fast 700 Seiten schießt er wahrlich unentwegt irrwitzige Bilder, derbe Metaphern und brillante Situationskomik ab. Es geht mal deftig - Menschen werden wie Bockwürste aufgeschlitzt und Kamele furzen im heißen Wüstensand -, mal urkomisch und dann wieder mild gruselig zu (Boyles bringt mit Leichtigkeit ein fantastisches Element ein). Die Schauplätze wechseln dabei wie selbstverständlich zwischen Afrika, dem morbiden London um 1800 und einem beschaulichen Örtchen in Schottland.
Trotz der zahlreichen Handlungsstränge ist die Handlung immer perfekt durchkomponiert.

Der einzige Vorwurf an das Buch, den ich nachvollziehen könnte, ist, dass das immense Erzähltempo und das Bombardement an sprachlichem Witz so manchen Leser überfordern könnte. Mich hat gerade dieser nie nachlassende Erzählstrom in seinen Bann gerissen. Wassermusik ist eines der besten "Unterhaltungsbücher", die ich je gelesen habe. An dieser Stelle auch ein Riesenkompliment für die großartige Übersetzung!
0Kommentar| 3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 16. Februar 2010
Es ist eines der unglaublichsten Bücher. Kaum je bin ich in eine Geschichte so hinein gekippt wie in T.C. Boyles "Wassermusik". Die Sprache, der Handlungsverlauf, die Intensität - so farbig, so bunt, so dicht kann kaum jemand erzählen wie Boyle. Die Abenteuer, durch die der Protagonist taumelt, sind unerhört und atemberaubend.

Ein Schotte in Afrika
Der Entdeckungsreisende Mungo Park, ein blasser, dünner Schotte, versucht um das Jahr 1800 den Ursprung des Nigers zu finden. Abenteuerlich schlägt er sich durch den schwarzen Kontinent, begleitet von seinem erstaunlich gebildeten Butler, dem Ex-Sklaven Johnson. Das Afrikabild, das hier gezeichnet wird, ist dunkel, wild, unberechenbar und fremd.

Mehr als drei Leben
Mungo Park muss sich immer wieder gefährlichen Söhnen der Wüste, hungrigen Krokodilen und anrüchigen Herausforderungen stellen. Aber auch London, in dem die Parallelgeschichte des Gauners Ned Rise angesiedelt ist, ist ein kaum weniger gefährliches Pflaster. Das Schicksal führt schließlich die Beiden zu einem gemeinsamen Abenteuer zusammen. Als drittes und gänzlich anderes Lebenskonzept wird das der Verlobten und späteren Ehefrau des Entdeckungsreisenden, Ailie Anderson, in Schottland entfaltet.

Fatima - Sinne pur
Außer äußerst lustvollem Lesen hat mir dieser Roman noch zu einer essentiellen Erkenntnis verholfen: Sollte es ein Leben vor meinem jetzigen gegeben haben, dann weiß ich dank "Wassermusik", welches Schicksal ich damals hatte: Ich war Fatima, die üppige Königin der Wüste, die "nackt und unausweichlich wie die große weite unergründliche See" ist.

Diese Orientalin, die den schmalen Schotten mit ihrer Körperfülle zu verschlingen droht, ist schier überwältigend. Endlich wird der Entdeckungsreisende zum wahren Entdecker. "Er erklimmt sie, sucht mit den Füßen nach Halt, so viel Terrain zum Erforschen, Gebirge, Täler und Spalten, neue Kontinente, uralte Flüsse."

Oh mein Gott! "Wassermusik" ist mein absoluter Leib-Seele-Roman!
0Kommentar| 3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Ein ungewöhnliches Hörbuch, rasant, mitreißend und davon spülend. Der Autor T. C. Boyle gibt mit seinem Hörbuch Wassermusik einen Stoff dem Hörer zu verdauen, welches fast unmöglich erscheint. Dieser sehr krasse Stoff, welcher um die Jahre 1800 herum in England und Afrika spielt, zeigt zwei Schicksale, verwoben und doch getrennt.

Die beiden Hauptakteure Ned Rise und Mungo Park durchleben auf diesen 4 CDs Abenteuer und Schrecken, wie sie nur die Zeit schreiben kann. Der eine (Mungo Park) macht sich auf die Suche nach dem Flusslauf des Niger - eine aufreibende und zuweilen tödliche Angelegenheit, wie der Verlauf zeigt. Insbesondere dann, da Mungo Park nicht gerade zu den hellsten seiner Spezies gehört.

Ned Rise ist ein ganz anderes Kaliber, verschlagen, hinterhältig und doch zum Überleben geboren, schlittert er von einer Katastrophe in die Nächste. Diebstahl, Betrügereien, Leichenfledderei und Mord sind die Beimischungen seines Lebens. Ihm zu folgen bedeutet eine ständige Achterbahnfahrt.

Beide Handlungsstränge berühren sich leicht und es macht zuweilen richtig Spaß wie als Voyeur den beiden zu folgen und zu erleben was diese erleben. Diese originelle Geschichte zieht ihre Spannung insbesondere aus dem Umstand, das Afrika schon immer faszinierend auf die Europäer gewirkt hat und das eine kriminelle Lebensgeschichte genauso faszinierend bis fröstelnd auf den jeweiligen Betrachter wirkt. Das Leben um das 1800 in London war gewiss kein Zuckerschlecken.

Die CDs haben mich sehr überzeugt, ein außergewöhnliches Hörvergnügen in Händen zu halten. So ungewöhnlich der Stoff ist, in seiner Mischung aus Reisebericht und Zustandsbereicht (London um 1800) erreicht er eine dauerhafte Spannung, welche sich bis in dramatische Spitzen steigert. Der Umsetzung über die Sprecher Thomas Fritsch, Udo Schenk, Anna Thalbach, u.v.a. sei hiermit ebenfalls gedankt.

Sehr empfehlenswert, als Hörspiel ein echtes Geschenk an die Ohren.
0Kommentar| 10 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 27. April 2005
T. Coraghessan Boyles Worte haben hypnotische wie suggestive Kräfte.
Die äußeren und inneren Welten der Charaktäre in Boyles Roman werden fühlbar, riechbar, schmeckbar, als würde Einen das Buch einsaugen. Die einzelnen Protagonisten wurden für mich so plastisch (manche von ihnen auch ge/wichtig), als würde ich jeden Einzelnen persönlich kennen, ihn lieben, hassen oder fürchten. Diese intensive Beziehung ist äußerst anregend, kann hie und da aber schon mal zu Beklemmungen führen. Doch genau dann, wenn ein harter Bissen droht, im Halse steckenzubleiben, gibt es was Klares zum runterspülen, trocken wie ein guter Wiskey: Boyles unverschämt schwarzer Humor!
Selbst, wenn ich wollte, hätte ich das Werk nicht für mehrere Tage in die Ecke schmeißen können, denn sonst wäre ich wahnsinnig geworden!
ES IST EINFACH UNGLAUBLICH SPANNEND!
Den geschichtlichen Hintergrund, der Entdeckung einer uns Nichtbewohnern bis Ende des 18. Jhdt. unbekannten Welt- das "Reisen ins Innerste Afrika" durch Mungo Park- benutzt Boyle als Hintergrund für ein Netz weithin fiktiver Ereignisse, nach und nach zu einem Ganzen gewoben, und zur Entdeckung (Entlarvung?) ganz anderer Welten- zu finden in den Tiefen der menschlichen Seele.
Ein äußest unverschämtes Buch zum Totlachen, heimlich Weinen, Hoffen, Verzweifeln, Hassen, Jubeln... und -ähäm- dunkle Seiten in einem selbst entdecken...
Lest es! Ihr werdet nicht anders können. >:-))
Und horcht auch den leisen Melodien zwischen den Paukenschlägen. Sie sind voller Zärtlichkeit.
P.s.: Hurrah!!! T. C. Boyle kommt am 17.05.05 nach Hamburg und liest zusammen mit J. J. Liefers, seiner deutsche Stimme ;-) aus seinem aktuellen Buch "Dr. Sex)
0Kommentar| 10 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 9. Februar 2007
Zum Inhalt des Romans wurden ja schon alles gesagt: Es geht um eine sehr farbige und unterhaltsame Vermischung des Lebens eines Strolches und Taugenichts mit dem eines Afrikareisenden, der von Boyle meist liebevoll-höhnisch als "Der Entdeckungsreisende" bezeichnet wird.

Die durch die Bank humorvoll und anschaulich beschriebenen Protagonisten irren munter von Abenteuer zu Abenteuer - der eine auf der Flucht vor Justiz und Spießgesellen, der andere auf der Flucht vor dem grauen Alltag. Beide weisen schlitzohrige Züge auf, kommen aber im Großen und Ganzen trotz ihrer Fehler sympathisch rüber. Insgesamt witzig, exotisch und spannend, eine schöne Mischung, die viel Spaß macht.

Speziell zum Hörbuch muß ich sagen, daß ich noch nie ein derart munteres, fast übermütiges Stück auf CD gehört habe: Es ist weniger ein reines Vorlesen des Textes wie bei so vielen anderen Hörbüchern, mehr ein temperamentvolles Hörspiel, in dem die Dialoge spritzig und das Geschehen lebendig rüberkommen. Die Vielzahl der verschiedenen Sprecher, die äußerst gelungenen Geräusche sowie die vereinzelt eingespielte Hintergrundmusik tragen zur enormen Vitalität des Werks bei, das in keiner Sekunde langweilig wird.

Innsgesamt also eine tolle Version eines ohnehin schon gelungenen Buches - sehr zu empfehlen!
0Kommentar| 10 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 15. April 2011
Was für ein Gesellenstück! Boyle liebt es, seine Figuren in extreme Situationen zu bringen, und in seinem ersten Roman 'Wassermusik' beschreibt er mit großer Fabulierlust die zwei Westafrika-Expeditionen des schottischen Entdeckers Mungo Park, der sich um 1800 auf die Suche nach der Quelle des Niger gemacht hat.

In kurzen Kapiteln wechselt Boyle zwischen Mungo Parks teilweise haarsträubenden (und meist erfundenen) Abenteuern in der Ferne, dem Schauplatz London mit dem Trunkenbold und Trickbetrüger Ned Rise und schließlich Schottland, wo Parks Geliebte und spätere Frau Ailie Anderson auf seine Rückkehr wartet. Ungestüm treibt der Roman dahin ' und während man sich mit Boyles überbordender Phantasie vergnügt, mag man auch den Eindruck gewinnen, dass der Autor beim Schreiben ebenso großen Spaß hatte.
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 24. April 2010
"Wassermusik" ging beim Lesen runter wie Wasser...und rein wie Musik :-).

Ich hab dieses Buch getrunken, gefressen, verschlungen!! Einer meiner Alltime-Favoriten was Schreibkunst, Geschichten mit skurrilen Gestalten und Fabulierfreude anbetrifft.

Die Geschichte dreht sich um Halunken, Abenteurer, Forscher und ist verknüpft mit der historischen Figur Mungo Park, welcher ums Jahr 1800 ins Innere von Afrika (welches zu dieser Zeit noch einen grossen weissen Fleck auf der Weltkarte darstellte) vorstiess, um die Quelle des Niger zu finden. Boyle erwähnt aber, dass er sich viele Freiheiten erlaubte und der Roman allerhöchstens halbdokumentarischen Wert bezüglich dieser Figur darstellt.

Boyle entwirft in diesem Roman ein literarisches Feuerwerk wie es mir zwischen zwei Buchdeckeln selten entgegenstieg. Er schreibt deftig, wüst und heftig - voll sprühendem Leben und voller Überraschungen, rüde und laut, witzig und schrill und in einer so plastisch-bildhaften Sprache, dass der innere Film der beim Lesen entsteht schon beinahe greif-, spür-, riech- und hörbar wird.

Kommt hinzu dass ich ein Fan von vergangenen Zeiten bin und Boyle das Talent hat, eben diese wieder äusserst lebendig zum Leben zu erwecken und einen zu entführen in eine Welt voller Lust, voller Wahnsinn, Abenteuer, Liebe, Grausamkeit und Schönheit.

Von all den Boyle-Büchern die ich bisher gelesen habe ist "Wassermusik" immer noch der Favorit und auf seine Art einzigartig!!
0Kommentar| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Sprachliche Spannung,literarisches Genie, ab der ersten Seite! T.C. Boyle erzählt ohne alle Tabus das Leben des Entdeckers Mungo Park, der Ende des 18 Jahrhunderts den Verlauf des Nigers erkundet. Dabei beschreibt er Situationen und Personen so sprachgewaltig und deskriptiv, daß man wirklich meint dabei gewesen zu sein: die manische Obsession des Entdeckers trotz schlimmer Krankheiten, erniedrigendster Umstände und tiefer Liebe zu seiner Ehefrau Ailie wird dem Leser glaubwürdig und überzeugend nahegebracht - man wird in den Sog einer unglaublichen Sprachgewalt gebannt - dass man fast körperlich mitzuspüren scheint.

Ich bin begeistert von der Klarheit und Überzeugungskraft der vielen Personen und Nebenpersonen, die T.C. Boyle beschreibt. Sei es die Ehefrau Ailie, die in der Sekundärliteratur nur als Name existiert, sei der Gauner Ned Rise oder die Nebenrolle der Fanny oder der traurigen Gestalt des Georgie Glegg. Alle erweckt Boyle zu Leben, gibt ihnen überzeugende und tiefe Charactere mit Bedeutung für den Verlauf der Dinge. Im Zusammenspiel runden die Figuren die Geschichte ab und stellen die Verbindung zwischen dem exotischen Afrika, dem dreckigen London der Dickens Zeit und dem abgelegenen Schottland sicher.

Ein anderer Rezessent war enttäuscht, daß Boyle sich so stark an die Fakten aus Mungo Parks "Travels through the interior of Africa" gehalten hat. Ich habe das Buch dann auch sofort gekauft und quergelesen und kann nur sagen, daß bei mir der Effekt genau umgekehrt war. Eben daß er sich so treu an die Fakten hält aber die Situationen und Personen durch so viel Kreativität, Fantasie und schriftstellerische Kunst zum Leben erweckt ist für mich einer der Gründe, warum ich das Buch für ganz große Literatur halte. Er hat sich von den Fakten ausgehend eine ganze Geschichte zusammengesponnen mit einem Netzwerk an Personen und Verflechtungen, die durchaus so passiert sein können...aber vorgelegt wurde ihm das nirgends.

Ich kann nur sagen - lesen und entführen lassen.
0Kommentar| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 18. September 2010
Ich habe schon viele Bücher von Boyle gelesen aber die Wandlungsfähigkeit des Autors hat mich einmal mehr überrascht. Denn hier nähert er sich dem Stoff keineswegs so, wie er es bei seinen anderen Werken mit historischem Touch tut. Stattdessen springt er mitten in die Handlung und er legt mit einem absolut rasanten Erzähltempo los. Ungewöhnlich auch sein Schreibstil, welcher dieses Mal auch mit einigem an englischem Humor angereichert ist. Boyle geht damit fast in eine Richtung irgendwo zwischen Tom Sharpe und Terry Pratchett. Und weil er die Handlung in der gewohnten Qualität schildert denkt man sich die ersten 300, 400 Seiten: Das ist der beste Boyle, den ich je gelesen habe und vielleicht schafft er mit diesem Buch den Sprung in die Liga der ganz, ganz Großen. Leider kann er dann das Erzähltempo nicht mehr annähernd so hoch halten. Der zweite Teil des Buches (gleichzeitig die zweite Expedition) ist zunehmend weniger interessant und die Handlung verflacht die letzten 100 Seiten dann vollkommen. Das ist sehr schade, weil Boyle hier (mal wieder) nicht weit von einem brillanten Meisterwerk entfernt war.
0Kommentar| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

Haben sich auch diese Artikel angesehen


Brauchen Sie weitere HilfeHier klicken