Hier klicken Sale Salew Salem Hier klicken Jetzt informieren Book Spring Store 2017 Cloud Drive Photos UHD TVs Learn More TDZ HI_PROJECT Hier klicken Mehr dazu Mehr dazu Shop Kindle AmazonMusicUnlimited longss17



Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 17. Dezember 1999
Gerade jetzt zum Goethe Jahr herrscht nun an neuen wie alten Goethe-Biografien keinerlei Mangel. Umso mehr ist diese etwas andere Form des Umgangs mit Goethes Vita aus der Masse hervorzuheben. Zur Rahmenhandlung: Lotte, jene Lotte aus Goethes "Werther", seine "Jugendliebe", trifft nach langer Zeit in Weimar an und bereitet sich auf den Besuch bei ihrem alten Freund Johann Wolfgang vor. Ein paar Tage bleiben noch bis zu jenem Treffen (im Mann-typischen "siebenten Kapitel"), und Lotte empfängt zahlreich Besuch von unterschiedlichen Persönlichkeiten, mit denen sie im Gespräch das Leben Goethes Revue passieren läßt. Aber die eigentliche Begegnung zwischen den beiden kommt auch nicht zu kurz... Kurzum, eine mehr als nur unterhaltsame, sondern auch informative und sehr persönlich geprägte Biografie des deutschen Oberdichters. Man muß aber schon an Goethe interssiert sein, und man muß auch den typischen Stil Thomas Manns mögen, beides Voraussetzungen, um Gefallen an dem Buch zu finden. Den hat man dann aber auch. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
0Kommentar| 8 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 16. November 2002
"Lotte in Weimar" verbindet zwei Typen Mannscher Schreibkunst: In eine einfache Geschichte, die, wenn sie mal dahinplätschert, dieses leicht und unglaublich flüssig tut, liegen Unterhaltungen eingebettet, Mono- und Dialoge, ähnlich wie in "Tonio Krüger", die man grob gesagt "philosophisch" nennen kann. Durch die ansprechende "Rahmenhandlung" wird aber dieser, für Thomas Mann so typische, philosophisch-artifiziell gestaltete Monologteil nie langweilig. "Lotte in Weimar" ist - im Gegensatz zu vielen anderen Romanen Manns - wieder ein Buch, eine Geschichte zum Mit-"Fühlen". Wenn man mit Lotte, der Charlotte Buff aus Goethes Werther, der Begegnung mit dem alt gewordenen Geheimrat entgegenfiebert, kann die Distanziertheit der Monologie niemals ferner sein.
Ein erfrischender und trotzdem nicht "leichter" Mann-Roman.
0Kommentar| 9 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 29. Dezember 2006
Helles Aufsehen erregt der Besuch Charlotte Kestners geborene Buff in Weimar im Jahre 1816 - 44 Jahre nach der legendären Bekanntschaft Lottes mit dem jungen Goethe.

Nach langer Reise im "Gasthof zum Elephanten" eingetroffen treten nacheinander die Handelnden (oder vielmehr Berichtenden) Kellner Mager, Miss Cuzzle - eine junge mit Skizzenblock bewaffnete Irin, Dr Riemer - Goethes ehemaliger Sekretär, Adele Schopenhauer und August von Goethe - der loyale Sohn des großen Geheimen Rates auf. Die Kulisse bildet das gemeine Volk vor den Toren des Gasthofes - ganz Weimar ist in Aufruhr über die Rückkehr "Werthers Lotte". Die Dialoge Lottes mit ihren Besuchern steigern sich langsam von der allgemeinen Bewunderung der einstmaligen Muße hin zur Darstellung der betagten Person Goethes und bereiten den Auftritt Goethes in 7. Kapitel vor.

Wie ein Schauspiel in drei Akten beginnt der Roman im "Gasthof zum Elephanten" (Bühnenbild: das Zimmer Charlotte Kestners), steigert sich zum Auftritt Goethes und seiner Einladung einer großen Gesellschaft zu Ehren Charlotte Kestners (das Haus Goethes), und endet im persönlichen und Aufklärung erhoffenden Wiedersehen der beiden Hauptdarsteller (Kutsche Goethes).

Sprachlich wundervoll (Mann bleibt schließlich Mann!), hinreißend nicht zeitgemäße orthographische Überraschung - dennoch vermissen ich den Rahmen der erzählten Geschichte zwischen den aufeinander folgenden "gesprochenen" Überlieferungen.
0Kommentar| 6 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 8. April 2007
"Lotte in Weimar" ist der zweitschwächste von Manns Romanen (ganz unten: "Königliche Hoheit"), weil er wie die vorsprechenden Emporkömm- und Nervlinge im salbadernden, geschwätzigen Ton verfasst ist und erst später, bei der Beschreibung der inneren Denkvorgänge Goethes - ein arroganter, selbstherrlicher Vergeistigungsapparat - ein bisschen Charme (durch Karikatur) entfaltet. Mit Westphal wird dieser auch formal schwerfällige Roman etwas unterhaltsamer - er gibt jeder Figur eine eigene Stimmlage bzw. Dialekt, was stellenweise zum Lächeln regelrecht zwingt. Trotzdem ein wenig ermüdend, was aber keinesfalls am Sprecher liegt.
44 Kommentare| 8 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 9. Juli 2013
Zu dieser Rezension s. meine Rezension zum gleichnamigen Film.
Thomas Mann muss man gerne lesen, sonst hat man an diesem Buch nicht viel Spaß. Seine Sprache ist wunderschön, doch oftmals nicht immer verständlich.
11 Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 20. Juli 2004
Wenn man so phantastische Romane wie "Der Zauberberg" oder die Joseph - Romane gelesen hat, erwartet man schon ein wenig mehr von Lotte in Weimar. Bisher konnte jedes Buch von Th. Mann mich in seinen Bann ziehen, aber diesmal war es ein Krampf sich durch die seitenlangen Dialoge zu arbeiten. Und immer dann, wenn man denkt, man hätte es geschafft, das Kaptiel ist vorüber, beginnt das nächste schon wieder wie das andere endete...
Ein wenig mehr Handlung und Abwechslung und weniger selbstverliebte und misslungene Dialoge hätten den Buch sehr gut getan.
Schade!
0Kommentar| 7 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 7. Januar 2006
Der Roman von Thomas Mann: „Lotte in Weimar" stützt sich auf den autobiographischen Briefroman von Johannes Wolfgang Goethe: „Die Leiden des jungen Werther". 44 Jahre später reist die gealterte und verwitwete Charlotte Kestner geb. Buff: nach Weimar und hofft auf dieser Reise Goethe noch einmal zu sehen. Sie quartiert sich mit Tochter und Zofe im Hotel "Zum Elephanten" ein, und ihr Ruf, die Inspiration für "Die Leiden des jungern Werther", eilt ihr voraus.
Jeder (auch das Personal) spricht sie auf Goethe an. Später treffen verschiedene Besucher ein wie eine irische Malerin, Dr. Riemer (ehemaliger Sekretär Goethes), Adele Schopenhauer und zum Schluss Goethe selbst
Leider ist der Roman zum Teil sehr trocken und zäh geschrieben. Ohne den Roman „Die Leiden des jungen Werther" gelesen zu haben, ist dieses Buch ist zu empfehlen
0Kommentar| 5 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden