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Während Lewis Trondheim, der Omni-Visibilis geschrieben hat, für mich zu den Top-10 im ewigen Comic-Olymp zählt, habe ich von Zeichner Matthieu Bonhomme bisher noch kein Comic in den Händen gehalten. Aber alles, auf dem der Name Trondheim steht, wird ohne Zögern von mir gekauft, und auch im Fall von Omni-Visibilis für gut befunden.

Denn die Story um den durchschnittlichen Nobody namens Hervé, der plötzlich für alle Menschen zum Sprach- und Guckrohr wird, hat ein demaßen hohes Tempo, eine so hohe Gagdichte und ist auch zeichnerisch dermaßen auf der Höhe, dass dieser Band geradezu nach einer actiongeladenen Verfilmung schreit.
Hervé wacht eines Tages auf, nachdem er tags zuvor noch einen Korb von einer Kollegin bekommen hat, und schon in der U-Bahn wird er darauf angesprochen, dass er in seinem privaten Umfeld beobachtet wurde. So wissen alle Mitfahrenden, dass er beispielsweise vier Stück Zucker in den Tee wirft und sich an diesem Morgen mit Teewasser verbrüht hat... Erst wird mehr oder minder laut über Hervé getuschelt, aber immer mehr seiner Mitbürger entwickeln immer mehr Begehrlichkeiten - und verfolgen den Nobody gnadenlos. Die einen halten ihn für einen Scharlatan, die Regierung will ihn beseitigen, und sowohl seine Freunde als auch ein Kidnapper versuchen, aus Hervés Fähigkeit Kapital zu schlagen...

Omni-Visibilis ist unterhaltsam und immer wieder überraschend geschrieben, die klaren Zeichnungen Bonhommes sitzen, die Kolorierung nur mit Cyan wirkt ebenfalls sehr spritzig und passend und Bindung, Druck und Verarbeitung der deutschen Ausgabe von Salleck Publications/Eckart Schott Verlag sind auch tadellos gelungen.

Was bleibt mir also anderes übrig, als volle fünf Sterne für dieses vergnügliche Comic-Abenteuer zu vergeben?! Kaufempfehlung.
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am 23. November 2016
Vielen werden den Einstieg in dieses Buch vermutlich über den Umweg „Der Mann, der Lucky Luke erschoss: Hommage 1“ oder „Texas Cowboys“ finden und das ist gut so. Auf der erste Blick mag dieses Buch vielleicht etwas puristischer wirken, reduzierte Farben, minimalistische Dialoge, wenn auch verpackt in einem wunderschönen Hardcover Band mit dickem griffigen Papier. Doch am Ende ist es ein Beispiel für die extreme Bandbreite die Matthieu Bonhomme auf hohem Niveau künstlerisch abliefern kann.
Daher ist dieses Buch alles andere als Trivial, es zeigt vielmehr deutlich wie man mit wenigen Mitteln eine unheimlich komplexe und facettenreiche Geschichte erzählen kann und das alles ohne große Effekthascherei und romanhafte Texte.
Allein das Skript ist beeindrucken, es erzählt die Geschichte von Hervé einem etwas nerdig veranlagten schüchternen Mann der sich in der Welt nicht recht behaupten kann, bei Frauen schüchtern wird und auch sonst eher mit dem Strom schwimmt als gegen diesen. Dieser wird nun zu einer Besonderheit, alles was er sieht, fühlt, riecht und schmeckt überträgt er in die Wahrnehmung der ganzen Menschheit. Diese nimmt nun plötzlich an seinem Leben teil, ob er es will oder nicht. Das dies zu Problemen ganz eigner Art führt ist klar. Doch Lewis Trondheim erzählt diese Geschichte gewitzt und alles andere als geradlinig und die Art der Probleme kann man sich nicht vorstellen. Dabei mäandert die Handlung nicht sondern überrascht den Leser immer wieder mit neuen Aspekten und Möglichkeiten die sich aus dieser Fähigkeit ergeben. Hervé hat Freunde diese helfe nicht immer wirklich, aber im Stile eines Buddy-Movie bereichern sie die Handlung dann doch ungemein. Kurze knackige Dialoge halten den Leser bei Laune und schläfern ihn nicht ein und tatsächlich wird nur das nötigste gesagt.
Der Rest wird visuell vermittelt, es gibt kein Redundanz und das ist schön. Matthieu Bonhomme zeichnet lebendige Szenarien und Charaktere, die in satten schwarz weißen Outlines daherkommen und akzentuiert durch einen Blauton, der Schatten und Highlights bietet und das Buch bereichert. Die Farben erinnern mich etwas an „Asterios Polyp“ von David Mazzucchelli, wobei der Vergleich etwas hinkt, aber ein gespürt dafür vermitteln was einen erwartet.
Autor und Zeichner sind ein tolles Gespann und dieses Buch zeigt das nicht viele Wort oder Farben nötig sind um großartige Geschichten zu erzählen. Oft werden Witze oder dramatische Momente langsam aufgebaut, wirken dann aber umso eindrücklicher und an ganz unerwartet Stellen.
Ein Buch das im Kanon der eingangs erwähnten Bücher unbedingt gelesen werden sollte. Eine wahre Bereicherung und ein Beispiel wie vielfältig und gut Comic sind.

Eine ausführliche Besprechung als Podcast findet man wie immer auf Comic Review, in der Ausgabe "CRFF229 – Omni Visibilis".
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am 7. März 2012
Jeder sieht was du siehst, jeder weiß wo du bist, jeder kennt deine Macken und aufs Klo möchtest du eigentlich schon gar nicht mehr gehen...
Das ist über Nacht die Welt von Herve geworden. Auf der Straße dreht sich plötzlich jeder nach ihm um, jeder weiß etwas von ihm das er nicht wissen sollte und seine Mutter mischt sich auch noch ein. Offenbar ist hier mehr passiert als ein geknackter Facebook Account offenlegen würde, denn alle Leute sind jederzeit, überall dabei. Und zwar live. Und zwar wirklich ALLE.
Herve wird innerhalb von Stunden zum Super-Promi, jeder will was von ihm, der lebenden Live-Kamera, seine beiden Kumpels helfen ihm und überlegen wie sich denn wohl Kapital aus dieser irren Sache ziehen lässt.
Lewis Trondheim erzählt diese Groteske voll absurdem Witz und mit sich steigerndem Tempo. Sehr schöne Ideen, wer,wie welchen Nutzen aus Herves Dilemma ziehen will. Im Grunde die ganzen Banalitäten auf Anschlag gedreht die man heute so mitbekommen kann, beim unvermeidlichen Handygespräch mithören, twittern, Facebook,youtube usw. Da wird Herve schon mal zum Kanal für politische Botschaften oder Grüße an die verflossene Freundin.
Was anfänglich ganz faszinierend klingt entwickelt sich zum echten Albtraum,zum Glück für uns Leser zu einem satirisch überspitzten voll gelungener Gags.Nicht gerade subtil, aber dieser Teil unser Wirklichkeit ist wohl nur mit Holzhammer zu toppen.
Die Zeichnungen von Matthieu Bonhomme allein sind ein Grund diesen Band zu kaufen. Klar und genau, mit Gespür für Tempo. Mimik und Körpersprache, grandiose Blickwinkel, liebevolle Details. Unterstützt jederzeit die Geschichte und hat einfach drive und Charme. Großes Kino.Wie schon im "Marquis von Anaon" oder "Esteban" - Bonhomme kann man direkt kaufen, er hats einfach drauf.
Absurd, witzig, durchgeknallt: Trondheim - Bonhomme halten uns den Spiegel vor. Hoffentlich sieht's keiner.
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am 27. Februar 2014
Die Story öffnet alltäglich und beinahe seicht.
Aber dann geschieht eine unfassbare "Kleinigkeit" und das Abenteuer nimmt seinen Lauf mit vielen Facetten, Wendungen und Überraschungen.

Ich bin überzeugt: in zwei Jahren läuft die Geschichte im Kino.
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