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am 10. Juli 2017
Ich bin eigentlich kein Fan von Fantasy in Büchern. Wenn, dann ertrage ich das nur in einem kleinen Rahmen, von selbst erdachten Welten nehme ich generell Abstand. Aber von diesem Buch wurde so viel gesprochen und es wurde so dermaßen in den Himmel gelobt, dass ich es unbedingt mal probieren wollte. Und siehe da – es hat bestens funktioniert!

„Die Stadt der träumenden Bücher“ ist mein erstes Buch von Walter Moers und wird garantiert nicht mein letztes sein.

Ich habe noch nie eine Geschichte gehört, die so fantasievoll und unterhaltsam ist. Auf jeder Seite merkt man die Liebe zum Detail, sei es bei der ulkigen Namensgebung oder den absurden Romantiteln. Dieses Buch hat einen Charme, den man sich kaum entziehen kann.

Doch fangen wir von vorne an: Der junge Dichter Hildegunst von Mythenmetz macht sich auf den Weg nach Buchhaim, einer Stadt, in der es überall um Bücher geht. Er möchte das Rätsel eines mysteriösen Manuskripts lösen und lernt dabei die merkwürdigsten Wesen kennen. Noch dazu begibt er sich in außerordentliche Gefahr.

Der Einfallsreichtum, den Moers hier zum Besten gibt, scheint dabei keine Grenzen zu kennen. Jeder noch so unwichtige Charakter bekommt einen Namen, jedes Buch einen Titel. Er beschreibt die verschiedensten Epochen der Literaturgeschichte und würzt diese mit jeder Menge Humor. Für ihn ist keine Idee zu absurd.

Dementsprechend wird man als Leser von Namen und Anekdoten regelrecht erschlagen, wobei man jedoch schnell merkt welche Namen wirklich wichtig sind und welche nicht. Also keine Sorge, man muss sich nicht jeden Namen merken.

Besonders angetan haben es mir hier die Buchlinge. Und hier hat sich Moers ebenfalls etwas ganz Besonderes einfallen lassen: Denn der Name jedes Buchlings ist ein Anagramm für einen realen Schriftsteller. So kann man während des Lesens miträtseln, was sich hinter den Namen verbirgt. Auch hier wird wieder deutlich, wie viel Liebe und Arbeit Moers in diese Geschichte gesteckt hat.

Ebenfalls zu erwähnen sind die wunderschönen Illustrationen in diesem Buch. Als hätte der Autor nicht schon genug Liebe zum Detail in der Geschichte bewiesen, stammen auch diese Illustrationen aus seiner Feder. Ein Gesamtpaket, das sich sehen lassen kann.

Fazit

Ich habe irgendwo mal gelesen, dass dieses Buch als „Eine Liebeserklärung an die Literatur“ beschrieben wurde. Und das kann ich hundertprozentig unterschreiben! Ein absolutes Meisterwerk!
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HALL OF FAMETOP 50 REZENSENTam 16. Februar 2018
Der Einstieg in dieses Hörbuch ist mir zugegebenermaßen etwas schwergefallen. Da ich die früheren Bücher von Walter Moers nicht kannte, brauchte ich fast 30 Minuten Zeit zum Eingewöhnen, bis ich halbwegs verstand, in welcher Mission unser Ich-Erzähler, ein Lindwurm mit dem Namen Hildegunst von Mythenmetz, in der mysteriösen Bücherstadt Buchhaim überhaupt unterwegs ist (er macht sich auf die Suche nach dem Autor eines ganz besonderen Manuskripts …).

Gewöhnen musste ich mich auch an (den leider viel zu früh verstorbenen) Dirk Bach als Sprecher des Hörbuchs. Denn er liest es nicht auf herkömmliche Art, sondern er zelebriert diese Erzählung. Dabei (über)betont er anfangs beinahe jede zweite Silbe, spricht teilweise sehr laut, schreit manchmal. Aber selbst wenn mir das zunächst wirklich auf die Nerven ging und einiges an Konzentration abverlangte, wollte ich seinen besonderen Erzählstil im weiteren Verlauf definitiv nicht mehr missen. Ist man in dieses sehr fantasie- und detailreich gestaltete Bücheruniversum mit seinen zahlreichen, teils höchst skurrilen Bewohnern, erst einmal eingetaucht, lässt einen die Story nicht mehr los.

Trotz oder gerade wegen der vielen positiven Rezensionen war ich anfangs etwas skeptisch, ob dieses Buch auch meinen Geschmack trifft. Doch ich kann mich den meisten hier nur anschließen – es ist wirklich richtig klasse geschrieben und in höchstem Maße unterhaltsam.

Wichtig zu erwähnen ist noch, dass es sich bei diesem mp3-Hörbuch erfreulicherweise um eine ungekürzte (!) Lesung mit einer satten Spieldauer von rund 17 1/2 Stunden handelt. Die Daten der insgesamt 3 mp3-CDs im schön gestalteten (Klapp-)Pappschuber lassen sich übrigens problemlos auf mobile Abspielgeräte übertragen.

Klare Empfehlung!
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am 1. August 2013
Hildegunst von Mythenmetz ist angehender Schriftsteller, und er ist ein Lindwurm.
Am Sterbebett überreicht ihm sein Dichtpate den perfekten Text, geschrieben vor Jahren von einem unbekannten Schriftsteller.

Vom Tod des Paten und von der Reinheit des Textes überwältigt, begibt sich Hildegunst von Mythenmetz auf die Suche nach dem Unbekannten, in der Hoffnung, in ihm seinen neuen Dichtpaten zu finden.

Eine vage Spur führt ihn nach Buchheim - die Stadt der träumenden Bücher - wo ein turbulentes Abenteuer beginnt.
Denn neben träumenden Büchern gibt es Bücherjäger, Buchlinge, gefährliche Bücher und den haarsträubenden Untergrund der Stadt, dem es zu entrinnen gilt.

Ein märchenhafter Roman, in einer fantastischen Welt namens Zamonien, wo Bücher und Literatur einziger Lebensinhalt sind.

Der Autor bedient sich einer wundervollen Sprache auf hohem Niveau und zieht den Leser mit sich nach Zamonien.

Allerdings unterbricht sich die Geschichte laufend selbst. Während man mit Hildegunst von Mythenmetz von einem ins andere Abenteuer hetzt, verliert sich der Autor in schillernde Details, die oft nur mühsam zu lesen sind.

Nur allein, um einen Blick auf diese liebevoll gestaltete Welt zu erhaschen und die Bekanntschaft des sympathischen Hildegunst von Mythenmetz zu machen, kann ich dieses Buch empfehlen.

(c) NiWa
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am 4. Juni 2013
Der wunderbare Titel dieses Buches hat mich auf Anhieb angesprochen und so kaufte ich es ohne wirklich zu wissen, worauf ich mich einließ. Überrascht wurde ich dann natürlich von der Tatsache, dass der Protagonist und Erzähler dieser Geschichte eine zivilisierte, schreibende Echse ist. Aber davon ließ ich mich erst einmal nicht verstören und schnell wurde ich in den Bann dieser völlig unbekannten Phantasiewelt gezogen. Etwas vergleichbares hatte ich bis dato noch nicht gelesen, daher verschlang ich das Buch innerhalb drei Tage. Unglaublich wie diese Welt erschaffen wurde, mit fast belanglosen Beschreibungen verschiender Kulissen und Darstellern, als wäre das alles vollkommen normal. Ein phantasiereiches Konstrukt, das anmutet wie eine weit entfernte Realität.
Etwas Überrascht war ich im letzten Drittel des Buches über die Wandlung Mythenmetz's. Wirkt er am Anfang wirklich als Erzähler und fast schon wie eine nebensächtliche Randfigur, die alle Begebenheiten nur studiert, um sie später ein mal nieder zu schreiben, kommt später immer mehr sein Charakter zum Vorschein: sein Starrsinn, seine Ironie und sein Humor. Schade, dass wir diesen Mythenmetz erst so spät kennen lernen dürfen und er nicht von Anfang an diese interessante Persönlichkeit ist. Vielleicht aber verändert er sich auch im Laufe seines Aufenthalts in den Katakomben und wird erst mit der Gesellschaft von Humokoloss zu einem interessanten Lindwurm.

Alles in Allem wirklich lesens- und bewundernswert!
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am 14. Mai 2015
Vor vielen Jahren begeistert "Die 13 1/2 Leben des Käptn Blaubär" gelesen, habe ich zufällig "Das Labyrinth der träumenden Bücher" als Mängelexemplar gefunden und erworben. Glüklicherweise rechtzeitig erkannt dass es einen Vorgänger gibt, nämlich das vorliegende Buch. Und in der tat hat es sich gelohnt dieses zu kaufen und ZUERST zu lesen. Sensationeller Wortwitz, der die Fantasy beflügelt und ein umfangreiches, buntes Kopfkino erschafft, wie schon lange nicht mehr bei einem Buch. Abenteuer, Humor, Dramatik - alles in einem Buch. Es ist so gut, dass der Nachfolger keine Chance hat, das einmal erklommene Niveau zu halten. Hier hat das Orm sich erst einmal erschöpft.

Absolut Lesenswert und leicht verdiente 5 Sterne!!!
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am 14. März 2013
Einfach nur toll, dieses Buch! Mein erstes Buch von Walter Moers. Es ist heutzutage nicht mehr leicht, einen modernen Schriftsteller zu finden, der solch einen guten Schreibstil hat. Die Ausdruckskraft, der Ideenreichtum und die Phantasie, die in diesem Buch stecken, haben mich sofort begeistert. Schade, dass ich nicht schon früher auf diesen Autor aufmerksam wurde, dadurch sind mir einige Jahre an Lesefreude entgangen. Ich werde mir, wenn ich diese Rezension beendet habe, sofort ein anderes Buch von Walter Moers bestellen, so begeistert bin ich. Ein Genuss ist es auch, endlich mal wieder auf ein Buch gestoßen zu sein, in dem es nicht von Rechtschreib- und Grammatikfehlern wimmelt, die einem die Lesefreude rauben. Und zeichnen kann der Mann auch noch! So, und nun muss ich mir das nächste Buch bestellen, damit nicht noch Entzugserscheinungen aufkommen!
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am 30. Januar 2013
Hildegust von Mythenmetz . . . wie wunderbar!

Mein absolutes Lieblingsbuch! Selten ein so geniales Werk gelesen. Eine Liebeserklärung an Bücher, Literatur und die Dichtkunst.
Ein phantastisches Spiel mit Sprache.
Und dazu diese Zeichnungen ... einfach nur gelungen!

Das ist mein Lieblingsschmöker. Damit in eine kuschelige Ecke und man kann es immer und immer wieder lesen.

Ich habe übrigens auch die CD Version, gesprochen von Dirk Bach. Damit habe ich sogar meine Kinder begeistern können. Hildegunst von Mythenmetz und Dirk Bach ist eine richtig geniale Kombination.

Ich würde jedem Buchliebhaber dieses Buch wärmstens empfehlen!

... und wenn ich könnte würde ich hier 6 Sterne geben!
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am 13. November 2012
Walter Moers, Jahrgang 1957, wurde dem breiten Publikum bekannt durch die Figur des Käpt'n Blaubär und dessen Seemannsgarn, das er seinen drei Enkeln auftischte. Die verbindende Klammer zur Stadt der träumenden Bücher ist das 1999 erschienene Die 13 ' Leben des Käpt'n Blaubär", das die Reihe der bislang 7 erschienenen Zamonienromane eröffnet. Die Bücher lassen sich nacheinander, durcheinander aber auch einzeln lesen. Namensgebend ist der erfundene Erdteil Zamonien, der eine Unzahl verschiedenster Daseinsformen beheimatet. Anders als die für sehr junge Leser gedachten Seemannsgeschichten des Käpt'n Blaubär wenden sich die Zamonienromane an ein älteres, ein erwachsenes Publikum.

In Buchhaim, der Stadt der träumenden Bücher, aber noch viel mehr unter ihr, tief im Untergrund, dreht sich alles, restlos alles um's Buch. In jeder Straße gibt es dutzende Antiquariate, in jedem Gasthaus, an jedem öffentlichen Ort finden täglich Lesungen und Schreibwettbewerbe statt. Jeder in Zamonien, der irgend etwas mit Buch zu tun hat, als Leser, als Schriftsteller, als was auch immer, kommt an Buchhaim nicht vorbei.

Hildegunst von Mythenmetz, ein junger Saurier aus Lindwurmfeste, will in Buchhaim den Autor eines Manuskriptes finden, das nicht nur er allein für das Beste hält, was jemals geschrieben wurde. Dabei muss er einige Abenteuer bestehen und überstehen, falsche von echten Freunden unterscheiden und sich selbst ein wenig besser kennenlernen. Ein Entwicklungsroman ist es deshalb aber nicht.

Moers schreibt in der ihm eigenen Art. Aufzählungen wie zum Beispiel die zamonischer Schriftsteller und deren Werke füllen da schon mal eine halbe Seite. Eine Extraportion bester Unterhaltung gönnt er dem Leser durch die Verwendung von Anagrammen, die aufzulösen nicht immer gelingt. Ojahnn Golgo von Fontheweg ist noch als Johann Wolfgang von Goethe zu erkennen, auch Rainer Maria Rilke in Ali Aria Ekmirrner ist noch eine der einfacheren Aufgaben.

Die Stadt der träumenden Bücher" wurde 2005 ausgezeichnet mit dem Phantastik-Preis der Stadt Wetzlar. Es ist eine der schönsten Liebeserklärungen an das Buch. Nicht weniger.
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am 19. März 2012
Sehr skeptisch und sehr lange habe ich dieses Buch umkreist: Soll ich es kaufen ' oder besser nicht? Rein äußerlich betrachtet ging ich davon aus, es sei ein Kinderbuch ' bestenfalls ein Jugendbuch. Wobei mir die Klappengestaltung dennoch gefiel.

Ich hatte angenommen, mich würde eine sehr Fantasy-lastige Geschichte erwarten. Inhaltsangaben und Klappentext waren keine große Hilfe. Überall die gleiche Antwort: Ein 'Muss' für jeden Bücherwurm. Dennoch nur wenige Angaben über den Inhalt des Buches. Im Nachhinein kann ich es verstehen. Unvoreingenommen und skeptisch betrachtend dieses Buch zu lesen war genau das Richtige. Ich hatte große Bedenken und Zweifel, dass mir ein Buch von Walter Moers gefallen könnte.

Allerdings hat mich seine Erzählkunst voll und ganz in ihren Bann gezogen und immer noch entdecke ich mehr Parallelen zu den großen Schriftstellern unserer Zeit: Ojahnn Golgo von Fantheweg = Johann Wolfgang von Goethe.

Es gibt wunderschöne Illustrationen, die die phantasievolle Reise noch lebendiger erscheinen lassen.
Die ganze Geschichte ist ein großes Liebesgeständnis an Bücher und die Kunst der Literatur.
Somit konnte es gar nicht anders sein: Dieses Buch hat mein Herz erobert.

Desweiteren gibt es nette Tipps und Anleitungen für Autoren, die Mut machen nicht aufzugeben. Natürlich ist das eine oder andere mit einem 'Augenzwinkern' zu verstehen.
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am 13. Mai 2010
Lange war ich mir nicht sicher, ob dieses Buch wirklich was für mich ist. Ich habe es auf die Wunschliste gesetzt und wieder gestrichen. Irgendwann hat es mich aber doch nicht mehr losgelassen und die positiven Bewertungen haben mich letztendlich überzeugt.

Kurz zum Inhalt:
Die Geschichte wird in Ich-Form von Hildegunst von Mythenmetz, einem Lindwurm-Dinosaurier und angehenden Schriftsteller, erzählt. Ja, sie lesen richtig! Man muss schon zu Beginn einiges an Fantasie mitbringen, um der Handlung mit der notwendigen Ernsthaftigkeit zu folgen.
Hildegunst lebt in der Lindwurmfeste und wird von seinem Dichtpaten Danzelot von Silbendrechsler unterrichtet, bis dieser im gesegneten Alter von achthundertachtundachtzig Jahren sein Leben aushaucht. Kurz vor seinem Tod übergibt er Hildegunst ein Manuskript, geschrieben von einem genialen Dichter. Hildegunsts Interesse ist geweckt. Er will herausfinden, wer der Verfasser dieser begnadeten Zeilen ist und macht sich auf den Weg nach Buchhaim, der Stadt der träumenden Bücher. Dort erwarten ihn schon jede Menge Abenteuer mit den Bewohnern der Stadt, mit Antiquaren, Buchhändlern und Künstler-Agenten, aber auch mit Bienenbrot, Trompaunen-Orchester und natürlich mit vielen Büchern. Dann bekommt er einen entscheidenden Hinweis auf den Verfasser seines geerbten Manuskriptes und...spätestens ab hier müssen sie selbst weiterlesen.

Mein Fazit:
Dieses Buch hat bereits auf den ersten Seiten von mir Besitz ergriffen. Es beginnt mit einem sehr schönen Gedicht und einer darauffolgenden Warnung, die dem Leser sofort Lust aufs Weiterlesen macht - falls er denn kein Kamillenteetrinker oder Waschlappen ist. Spätestens bei Danzelots "Dressur des blauen Blumenkohls" (und das bereits auf Seite 14!) habe ich mein Herz völlig an dieses Werk verloren.

Es sind so viele Dichter und Schriftsteller in Anagrammen versteckt, dass ich oft nicht zum Weiterlesen kam. Stift und Papier lagen immer griffbereit. Ich konnte mir einfach nicht verkneifen, nach den tatsächlichen Namen zu forschen oder Zitate und besonders schöne Sätze und Gedichte herauszuschreiben.
Dieser Abschnitt gefiel mir besonders gut:
"Die träumenden Bücher" sind die antiquarischen Bestände von Buchhaim - nicht mehr richtig lebendig, aber auch noch nicht richtig tot. Ihre eigentliche Existenz haben sie hinter sich, den Verfall vor sich. Nur wenn ein Buch von suchender Hand ergriffen und aufgeschlagen, erworben und davongetragen wird, kann es zu neuem Leben erwachen. Und das ist es, wovon all diese Bücher träumen."
Ich sehe sie alle vor mir, die alten, vergessenen, mit Spinnweben überzogenen Schätze vergangener Zeiten. Nur zu gerne hätte ich mich Hildegunst von Mythenmetz bei seinem Gang durch Buchhaim angeschlossen, wäre mit ihm in das Labyrinth der Stadt hinabgestiegen und hätte den "Muff vertrockneter Schwarten" in mich aufgenommen. Von einer Teilnahme bei seinem unfreiwilligen Aufenthalt in den Katakomben Buchhaims hätte ich aber sicher Abstand genommen.
Mit manchmal ungläubigem Staunen habe ich die fantastische Welt betrachtet, die der Autor vor meinen Augen entstehen lässt, habe mich köstlich amüsiert beim Konzert des Trompaunen-Orchesters und mich geschüttelt bei der Herstellung des Kometenweins.
Und dass ich einmal wegen eines brennenden Buches in mein Taschentuch schluchzen würde, konnte ich mir vor dieser Lektüre auch nicht vorstellen.

Eins steht für mich völlig fest: Nicht nur Hildegunst von Mythenmetz, sondern auch Walter Moers in seiner Funktion als "Übersetzer" sind ganz eindeutig vom Orm durchdrungen.
Es lebe Buchhaim - die Stadt der träumenden Bücher - und alles, was darin, darunter und rundherum kreucht und fleucht!
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