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am 16. Mai 2011
Artemis meint, er habe endlich seine Bestimmung gefunden: es ist seine Aufgabe, die Welt zu retten! Dazu holt er seine unterirdischen Freunde auf eine kleine isländische Insel, um sie von seiner Idee, den Klimawandel aufzuhalten, zu überzeugen. Nur leider gerät er während des Vortrages immer mehr durcheinander: er leidet unter dem Atlantiskomplex, einer unterirdischen Variante der paranoiden Schizophrenie. Doch bevor Holly etwas unternehmen kann, stürzt eine Marssonde über der Insel ab, tötet das Elfen-Einsatzkommando und lässt Holly, Artemis und Foaly verletzt zurück. Die beiden Unterirdischen drängen Artemis, sich etwas zu überlegen, doch sein poetisches und liebenswürdiges Alter Ego Orion hat übernommen- und treibt die beiden schier zum Wahnsinn.
In der Zwischenzeit kämpfen Butler und seine Schwester um ihr Überleben. Ein alternder Schwerverbrecher der Unterirdischen plant seinen Ausbruch und je aufrührender seine Ablenkungen, desto besser'

Schon das Zeitparadox war schwächer als seine Vorgänger, doch der Atlantiskomplex ist in meinen Augen der Tiefpunkt der Serie. Es passiert kaum etwas, Orion ist unerträglich- aber nicht auf die interessante Weise- und der Oberschurke ist etwas weit hergeholt. Außerdem rennt Opal Kobois jüngere Variante ja noch frei rum, was ist denn aus der geworden? Hoffentlich der Schurke des nächsten Bandes, sie ist viel interessanter. Dieser Band war leider- oder zum Glück?- viel kürzer als seine Vorgänger, also hoffe ich, dass Herr Colfer schon fleißig an einem Nachfolger schreibt und die Serie bald wieder zu Höchstform findet.
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am 19. Juni 2011
Der siebte Band der Artemis Fowl Reihe ist anders als alle zuvor, denn Artemis Fowl hat sich verändert. Er leidet unter einer Krankheit namens Atlantis-Komplex, ausgelöst wurde diese Krankheit durch seine Schuldgefühle und seinen Missbrauch der Magie. Die Krankheit zeigt sich in dem Artemis Persönlichkeit gespalten ist, er niemandem mehr vertraut und er panische Angst vor der Zahl 4 hat und sich zwanghaft auf die Zahl 5 konzentriert. Wie Artemis nun einmal ist, hat er wieder eine neue Idee, aber diesmal keine die jemanden schaden soll. Nein, er will sogar etwas Gutes für die Welt tun und zwar will er den Planeten retten. Doch nicht nur seine Krankheit, sondern auch ein alter Feind des Erdvolkes, welcher aus dem Gefängnis entkommt, machen seinen Plan zunichte und verwickeln ihn wieder in ein spannendes Abenteuer.

Ich persönlich finde es zwar ein wenig schade, dass sich Artemis so sehr verändert hat, aber die Idee ist sehr spannend und seine zweite Persönlichkeit, die nicht nur Hollys Nerven strapaziert, kommt glücklicherweise nur selten vor. Alle anderen Charaktere sind wie man sie kennt und auch ein alter Artemis taucht ab und an mal auf. Aus diesem Grund ziehe ich dem Buch keinen Punkt ab. Die Idee ist sehr spannend und wie immer kann man Eoin Colfers Bücher sehr schnell lesen, da er einen flüssigen und fesselnden Schreibstil hat. Auch sein Humor ist so toll wie eh und je. Da sich alle Bücher der Artemis Fowl Reihe zu lesen lohnen, sollte man diese in einer Reihenfolge lesen, beginnend mit dem ersten Band 'Artemis Fowl'. Man kann jedoch auch mit diesem Band anfangen, allerdings versteht man dann nicht alle Scherze und die Beziehungen zwischen den verschiedenen Charakteren auf Anhieb.
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TOP 500 REZENSENTam 25. Februar 2011
An seinem fünfzehnten Geburtstag präsentiert Artemis den Elfen seinen neuen genialen Plan: Er will die Welt retten! Dumm nur, dass ihm da, neben einer Amok laufenden Marssonde und ferngesteuerten tödlichen Robottern, eine kleine neurotische Störung namens Atlantis Komplex dazwischenkommt. Aufgrund seines jahrelangen Magiemissbrauchs hat es ihm sozusagen das Hirn gegrillt und er leidet an Ticks, Zwangsstörungen, Paranoia und Neurosen und das ist erst die erste Phase! Phase zwei ist viel, viel Schlimmer (für den Leser), denn in dieser Phase übernimmt ein gutes, aber leider romantisch verklärtes, Holly mit Komplimenten überschüttendes und deutlich weniger intelligentes alter Ego den Körper von Artemis Fowl, während der untätig, eingesperrt im eigenen Hirn und umzingelt von Vieren (Nein nicht Viren, hier ist tatsächlich die Zahl vier gemeint) zusehen muss, wie unbekannte Bösewichte versuchen seine Freunde zu töten, und dabei teilweise auch erfolgreich sind.

Der Autor hat wohl selber eingesehen, dass Artemis in Band 6: Das Zeitparadox einfach zu gut und langweilig wurde und versucht nun mit dieser Wendung, bzw. dieser Krankheit noch einmal irgendwie die Kurve zu kriegen, das gelingt aber nur bedingt. Wo ist das geniale, böse Genie geblieben? In diesem Teil kann man dem Autor nicht vorwerfen Artemis währe zu lieb und nett, nein es ist ja nicht Artemis, es ist sein alter Ego und das nervt ungemein, genauso wie Artemis Ticks nerven.
Für Action sorgen in diesem Teil hauptsächlich Butler im Gymnastikanzug und seine Schwester Juliett, aber ganz ehrlich, die Bruder und Schwester Getue ist auch nicht das gelbe vom Ei. Selbst Mulch Diggums hat irgendwie nicht mehr den alten Schwung, da können selbst Fowlys Witze nicht mehr viel reißen. Das Highlight des Buches ist eindeutig der neue Bösewicht. Er ist, deutlich interessanter, besser und genialer als Artemis. Er ist wie Artemis früher war und dennoch hat er (wie der alte Artemis) einen guten Kern und tut seine bösen Taten alle nur aus Liebe. Ich hoffe er bleibt uns erhalten, denn dieser neue Bösewicht hat Stil.

Fazit: Das Buch war nicht langweilig, weit gefehlt. Es liest sich gut und fließt dahin, aber es kommt nie Spannung auf und selbst die Toten, Charaktere, die man teils schon sehr lange kennt, sterben so nebenbei ohne dass es wirklich weh tun würde und man ihnen nachtrauern würde.
Aus der Serie ist irgendwie die Luft raus. Es werden Stereotype abgehandelt ohne dass sich die Charaktere weiterentwickeln, die Anrufe von Artemis Mutter, die wohl als Auflockerung gedacht waren, wirken deplaziert und peinlich und lassen Artemis noch mehr als Weichei erscheinen als er ohnehin schon ist. Es bleibt zu hoffen dass er durch die Behandlung seiner Krankheit wieder zu seinem teuflisch bösen Selbst findet.

Es gibt am Anfang des Buches zwar eine kurze Zusammenfassung für diesen Band wichtiger Ereignisse, dennoch dürfte es für Neueinsteiger schwierig sein der Handlung zu folgen, denn es wird sehr häufig auf vorherige Ereignisse und Personen zurückgegriffen ohne diese zu erläutern und zu erklären.

Die Reihe:
1. Artemis Fowl
2. Artemis Fowl. Die Verschwörung
3. Artemis Fowl. Der Geheimcode
4. Artemis Fowl. Die Rache
5. Artemis Fowl. Die verlorene Kolonie
6. Artemis Fowl. Das Zeitparadox
7. Artemis Fowl. Der Atlantis-Komplex
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am 2. Dezember 2014
Meine Meinung:
Endlich ist er wieder zurück aus dem Zeitmeer und jeder wartet auf den neuen Coup von Artemis, doch irgendwie scheint er verändert, und gar nicht mehr er selbst.

Artemis benimmt sich dieses Mal noch seltsamer als sonst, er scheint total neben der Spur. Zwar versucht er die Welt zu retten, doch sein Verstand scheint verloren. Er wirkt auf einmal viel "leichter" und gelassener und er kann sogar seine Gefühle erklären.

Holly und Foaly sind von der Wandlung von Artemis gar nicht begeistert, daher müssen sie nun die Welt retten und nebenbei probieren Artemis wieder aufzubauen und zu heilen. Es war schön Foaly noch näher kennen zulernen, denn er gibt nun nicht mehr nur den Technik-Freak sondern auch den Kriegshelden und kommt dabei gar nicht schlecht weg. Holly ist wie immer sehr tough und schlagfertig, es scheint als könnte nichts diese kleine Elfe in die Knie zwingen, außer vielleicht ein liebesverrückter Artemis.

Doch wovor genau muss die Welt gerettet werden, wenn Artemis und Opal eingesperrt sind? Ja es gibt sie noch, die neuen fiesen Bösewichte die probieren ihr eigenes Leben auf Kosten der Anderen zu retten. Toll fand ich, dass dieser Bösewicht eine Brücke zur Vergangenheit baut und wir einen kleinen "Aha"-Effekt haben. Und fast könnte man behaupten, dass es romantische Motive sind die ihn antreiben.

Das Ende des siebten Bandes fand ich dann irgendwie lasch gegenüber dem Aufbau der Spannung, irgendwie fehlte mir noch der kleine Kick.

Der Schreibstil ist gewohnt toll und flüssig, und man kommt auch nach langer Pause wieder gut in die Geschichte rein. Das Cover passt farblich und vom Stil zu den Vorgängern, auch wenn ich sagen muss, dass ich mir gern etwas "Modernes" gewünscht hätte.

Fazit:
Ein tolles neues Abenteuer rund um Artemis Fowl und seine Freunde. Mich konnte die Geschichte von Anfang an begeistern und mitziehen. Ein tolle Fortsetzung die, wie alle Bände zuvor, keinen gemeinen Cliffhanger zurücklässt.
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am 22. August 2012
Artemis Fowl ist zurück. Der irische Erfolgsautor Eoin Colfer bringt uns mit „Der Atlantis- Komplex“ die siebte Geschichte um das überintelligente Wunderkind mit ehemals starken kriminellen Tendenzen. Schräger aber charmanter Humor sind das Markenzeichen der Serie genauso wie eine interessante Interpretation von Gnomen, Feen und anderen fantastischen Kreaturen. In diesem Band leidet Artemis an einer mysteriösen Krankheit, die zu einer Persönlichkeitsspaltung führt, und diese wiederum bringt ungeahnte Seiten in dem Jungen hervor. Es sei nur so viel verraten: Artemis hatte schon immer ein Talent dafür, mit seiner so ungewöhnlich erwachsenen Art und seiner skrupellosen Intelligenz seinem menschlichen und nicht-menschlichem Umfeld auf die Nerven zu gehen, aber das ist nichts im Vergleich zu seiner gespaltenen Persönlichkeit.

All dies passiert natürlich zum unpassendsten Zeitpunkt, während einer Krise für die unterirdische Bevölkerung und hat auch Auswirkungen auf die wenigen wirklichen Freunde, die Artemis hat. Das ganze strotzt wieder vor amüsanten Szenen, und all die lustigen, beliebten Freunde und Bekannten von Artemis tauchen wieder auf. Ein schönes Wiedersehen, das aber leider genau deshalb ein wenig schwächelt. Kenner der Serie wissen schon, dass z.B. wenn Mulch seine Hosenklappe öffnet, mal wieder eine Rettungsaktion eingeleitet wird. Vieles ist somit leider ein wenig vorhersehbar. Lediglich die Krankheit von Artemis ist erheiternd frisch. Das soll aber nicht bedeuten, dass das Buch schlecht ist.

Eoin Colfers Geschichte ist für mich wie Pizza, selbst wenn sie mal nicht ganz so gut ist, ist sie immer noch lecker und besser als vieles andere. Gerüchteweise soll ja der folgende Band der letzte sein und viele Serien sind vor dem großen Finale noch mal eine Spur ruhiger. Insofern wäre dieser zwar immer noch gute Artemis-Fowl-Band ein Indiz für ein hoffentlich fulminantes Ende der Reihe. Aber das ist natürlich alles nur Spekulation.

Wer Artemis mag, wird auch hier Spaß beim Lesen haben. Wer ihn nicht kennt, sollte eh nicht mit diesem Band anfangen, sondern mit dem ersten, da sonst zu viele Anspielungen unverstanden bleiben.
(Maik Kade)
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am 30. Mai 2013
Artemis merkt im siebten und vorletzten Band der Serie selbst, dass mit ihm etwas nicht in Ordnung ist: da ist nicht nur seine zunehmende Paranoia, er ist auch noch auf die Zahl 5 fixiert, und hat panische Angst vor der Zahl 4, dem chinesischen Symbol für den Tod. Für Holly Short. Ist klar, dass er unter dem ominösen "Atlantis-Komplex“ leidet, der in erster Linie durch Schuldgefühle hervorgerufen wird und sich im ersten Stadium durch heftige Zwangsstörungen äussert. Sein vorübergehender Ausfall macht es nicht leichter, die Welt zu retten, als Oberschurke Nr. 2 (Turnball Root, Commander Roots grosser skrupelloser Bruder) den Ausbruch aus seinem Gefängnis plant…

Obwohl ich finde, dass dieser Atlantis-Komplex gar keine schlechte Metapher für die beunruhigenden Vorgänge ist, die sich im Laufe der Pubertät im Geist und Körper so abspielen, ist dieser Band wirklich keine Glanzleistung. Er leidet unter viel zu wenig Handlung pro Seite, und die wenige Handlung klingt wie ein Aufguss bereits bekannter Elemente. Ein wirklich positiver Aspekt ist, dass Eoin Colfer gegen die belletristischen Gesetze verstößt, die es (angeblich, meine Meinung ist das nicht!) verbieten, dass der Schurke ohne Wenn und Aber lieben kann. Turnball Root kann!

Ich hoffe, dass der Abschlussband (ich habe ihn noch nicht gelesen) das grandiose Finale wird, das die Serie verdient!
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am 10. Juni 2013
Artemis Fowl verfolgt einen genialen Plan: Er möchte die Erde vor der globalen Erwärmung retten. Dazu beordert er Captain Holly Short und andere Angehörige des Erdvolkes nach Alaska, um dort seine geniale Erfindung vorzuführen. Doch hier wird offensichtlich, was sich schon länger andeutetet. Artemis leidet am Atlantis Komplex, einer psychische Erkrankung die durch massive Schuldgefühle ausgelöst werden kann und sich im Anfangsstadium durch Paranoia und Zwangsstörungen äußert. Das ist auch der Grund dafür, dass sich Butler nicht an Artemis Seite befindet, als es plötzlich zu einer hochgefährtlichen Situation kommt. Aber auch Butler hat in der Zwischenzeit alle Hände voll zu tun.

"Der Atlantis-Komplex" ist bereits das siebte Buch der Reihe rund um Artemis Fowl von Autor Eoin Colfer (es gibt auch noch ein Ergänzungsbuch, das aber außerhalb der eigentlichen Reihenfolge ist).
In den vorherigen Büchern hatte man viel Gelegenheit sich an Artemis und seine Eigenarten zu gewöhnen und das ist auch genau das, was mir hier gefehlt hat. Artemis Fowl entwickelt durch seine psychische Erkrankung eine multiple Persönlichkeit, was der Grund ist, dass Artemis wie wir ihn kennen, hier nicht so oft auftaucht, sondern stattdessen Orion Fowl auf den Plan tritt. Orions Art ist zwar ebenfalls sehr originell und einige Lacher wert, aber er ist eben nicht Artemis und irgendwie habe ich den vermisst.
Sehr schön fand ich aber, dass andere alte Bekannte wie Mulch Diggums und Juliet Butler ihre Auftritte haben.
Insgesamt gesehen fand ich "Der Atlantis-Komplex" auch nicht so spannend wie einige der Bücher zuvor, denn für den Leser steht der Bösewicht von Anfang an fest und man wartet eigentlich nur darauf, wann auch Holly und Co. das feststellen und ihn fertig machen.
Die Reihe rund um Artemis Fowl soll mit dem bereits erschienenen Band "Das magische Tor" ihren Abschluss finden.
Empfehlen kann ich "Der Atlantis-Komplex" natürlich an alle Leser, die wissen wollen wie es weiter geht mit Artemis Fowl.
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am 13. April 2012
Natürlich erwarte ich als Fan der Reihe und von Sprecher Rufus Beck jedes Mal sehnsüchtig den nächsten Teil. Bisher dachte ich, Teil sieben wäre der letzte Teil der Abenteuer rund um den jungen Meisterdieb, aber es wird wohl noch einen Teil geben. In diesem teil zeigt sich Artemis von einer anderen Seite. Ihm ist plötzlich daran gelegen die Welt zu retten und ruft seine Unterirdischen Freunde zu einer Konferenz zusammen, um seine neue Idee vorzustellen. der sonst so souveräne Junge lässt sich jedoch plötzlich durch die Zahl vier erschrecken und fängt an Wörter zu zählen um sicher zu gehen, fünf Worte in einem Satz zu benutzen. Während der Konferenz kommt es zu einem Angriff bei dem Artemis, Foaly und Holly fliehen. Durch einen Schuss kehrt Artemis plötzlich sein zweites Ich heraus: Orion, einen romantischen in Holly schwer verliebten Jugendlichen. Foaly und Holly stimmen überein: Artemis ist krank; er leidet unter dem Atlantis-Komplex.

Idee: Die Idee passt für mich in die Reihe und hat einen neuen Aspekt versprochen.

Plot:Irgendwie lief dieses Mal alles so langsam ab. Es dauert ewig, bis etwas passiert. Natürlich gibt es wieder mehrere Handlungsstränge, die zum Schluss auch gut ineinander gefügt werden, aber das wurde in anderen Teilen schon besser gelöst.

Charaktere: Ich liebe die Charaktere, auch, wenn sie sicher in anderen teilen mehr Farbe hatten. Aber Foaly, bleibt einer meiner Lieblinge und ich habe mich auch sehr über das Auftauchen von Mulch gefreut. Ich finde es schwierig zu beurteilen, wenn man die Charaktere jetzt schon so lange kennt. Mir gefallen sie super, im Gesamtbild der Reihe. Jeder hat auf seine Art etwas und ist ausgefeilt. Deshalb werde ich mich bei der Bewertung der Charaktere nur zurückhalten, weil sie in diesem Band nicht ganz so präsent sind.
Hintergrund: Es ist Fantasy, da ist der Hintergrund immer schwer. Über die ganze Reihe gesehen hat mich nie etwas gestört oder ich habe etwas infrage gestellt. Da passte immer alles, weil es eben so abgedreht ist. Ich finde die ganze Idee mit dem unterirdischen Volk super. Sicher, über Artemis Hintergrund lässt sich streiten, aber selbst das er als minderjähriger eine Zeit ohne seine Eltern lebt verzeihe ich der Geschichte.
Sprecher: Was soll ich sagen: Rufus Beck, ein Garant für Hörvergnügen. Ich habe wirklich mal Artemis Fowl lesen wollen, aber mir fehlte die Stimme Foalys so sehr, das ich wieder zum Hörbuch gegriffen habe. Er kann sein schauspielerisches Talent mal wieder voll auskosten. Ihm kann ich einfach keine schlechte Bewertung geben, sondern nur jeden wärmstens ans Herz legen.

Fazit: Für mich ist das Ende zu offen, was ich so noch nie bei der Reihe erlebt habe. Ein bischen langatmiger und flacher als die Anfangsteile ist er schon, aber es ist der siebte Teil und da erwarte ich nicht mehr viel. Ich bekenne mich ein Reihenhasser zu werden. Irgendwann ist der Ofen aus und alle gute Munition verschossen. Aber ich mag die Charaktere und den Sprecher, deshalb freue ich mich auf den Abschluss der Reihe. Vielleicht wird das Ende wieder richtig gut. Mehr habe ich mir von Artemis zweitem Ich versprochen, oder dem Wechsel zwischen den beiden. Das hätte man sicher besser umsetzen können. Dennoch möchte ich jedem, der Spaß an leicht abgedrehten Geschichten und Charakteren hat (es ist ein Kinder- und Jugendhörspiel) Artemis Fowl ans Herz legen.
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am 16. Juni 2014
Ich habe 2009 "Artemis Fowl" kennen- und schätzen gelernt, habe in einem Rutsch Band 1-5 gelesen und kurz darauf kaufte ich das Hardcover vom "Zeitparadox". Aber nach Band 6 war dann erstmal Schluss für mich und Artemis. Klar, es gab ja auch keinen weiteren Band, aber mir hat das Zeitparadox nicht gefallen, es war irgendwie ab der Hälfte nicht besonders schön zu lesen, es setzte ein "too much" Effekt ein und mit der Zeit vergaß ich Artemis.
Zwischenzeitlich widmete sich Eoin Colfer der Anhalter-Reihe welches ich auch gelesen habe.
Nun war Urlaubszeit und ich suchte einen Strandschmöker. Sah, das es einen abschliessenden Teil 8 von Artemis gibt und musste mich natürlich erstmal dem siebten Teil widmen. Die Bewertungen verhiessen nichts gutes, nachdem ich schon Teil 6 mittelmässig fand. Jetzt habe ich den Roman zuende gelesen und finde ihn nicht nur besser als Teil 6 sondern allen vorherigen Teilen absolut ebenbürtig.
Man merkt die kleine Pause zwischen Teil 6 und 7, die wohl auch der Autor zugunsten "und übrigens noch was" eingelegt hat.
Es gibt ein paar Rückblicke und Erklärungen für die, die die alten Teile nicht mehr so gut in Erinnerung haben - so wie ich halt. Hie und da merkt man dem Autor auch den Schreibstil des Anhalter-Teils an.
Artemis Fowl selbst hat keine so große Rolle in den Buch, aber die mit seiner Störung fand ich gelungen ebenso wie das Drama um Turnball und seiner Frau. Wie woanders beschrieben haben bis auf wenige Ausnahmen eigentlich alle (noch lebenden) Figuren ihren (Kurz)Auftritt. Die technischen Spielereien sind mit dem Einzug von "Apps" auch im hier und heute angekommen,werden aber nur selten erwähnt und wirken nicht gekünstelt.
Das Buch lies sich sehr gut lesen und hat mich bis zur letzten Seite gefesselt. Ein unfertiges Ende kann ich nicht entdecken, obwohl ein paar offene Fäden umherschwirren. Freue mich jetzt auf den achten Teil und dort kommt dann (hoffentlich) alles zum Schluß.
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am 13. März 2013
Ich muss sagen, ich war von diesem Buch sehr enttäuscht.
Ich war und bin ein großer Fan von Artemis Fowl und habe die Reihe verschlungen. Nun bin ich beim Atlantis-Komplex angekommen und bin entsetzt.
Eoin Colfer hat alles über den Haufen geworfen, was er sich über all die Jahre aufgebaut hat.
Nicht nur dass Holly und Artemis auf einmal ineinander verliebt sind, nein, vom Artemis wie wir ihn kannten ist auch nicht mehr viel übrig. Er hat - ganz plötzlich - eine psychische Krankheit und wird mal so mir nichts dir nichts von einem anderen Wesen aus seinem Gehirn verdrängt. Und er will natürlich auch noch die Welt retten.
Als wäre das noch nicht genug, werden auch noch die Charakter und Verhaltensweisen der anderen Figuren völlig verändert, als hätte es die vorherigen Bücher gar nicht gegeben.
Noch dazu erfindet Eoin Colfer auf einmal Verwandte von Commander Root und Vinyáya, die in all den Büchern zuvor kein einziges Mal erwähnt wurden, obwohl sie auf einmal unsagbar gefährlich und wichtig sind. Er kramt alte und unwichtige Nebencharakter aus der verstaubten - und zurecht zugeschlossenen - Schublade und macht aus ihnen Hauptcharakter.
Die Story an sich ist ja schon ziemlich lächerlich, aber wenn man sich dann auch noch die ständigen untypischen Äußerungen von Foaly, Holly und Artemis anhören muss, wird es einfach nur unerträglich.
Wo bleibt der verbrecherische Touch, der die Bücher bisher immer begleitet hat? Wo die Genialität von Artemis? Wo die Souveränität und Einzigartigeit von Holly? Wo die Paranoia von Foaly? Und wieso wird Butler zu einem sentimentalen, nachlässigen Trottel?
Und die wichtigste Frage: Warum wirkt die ganze Geschichte so, als hätte man sie wie einen Flickenteppich zusammengenäht? Viel zu viele parallel laufende Abenteuer, es hat keinen roten Faden, keine Spannung, keinen Sinn.
Hier von mir nur 2 Sterne.
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