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Am 15. November 1959 drangen Perry Smith und Dick Hickock in das Haus der Familie Clutter in einem kleinen Haus in Kansas ein. Nachdem sie Vater Herbert, Mutter Bonnie und die beiden Kinder Nancy und Kenyon gefesselt haben, durchsuchen sie das Haus nach Bargeld. Frustiert durch die erfolglose Suche, schneidet Perry Herbert die Kehle durch und tötet ihn mit einem Gewehr durch einen Schuss in den Kopf. Danach ermordet er den Rest der Familie. Ihre Beute: Zwischen 40 und 50 Dollar.
Truman Capote hat über mehrere Jahre hinweg die beiden Täter, die ermittelnden Polizisten sowie Familienmitglieder interviewt, um die grausame Tat im Detail zu rekonstruieren. Ergebnis ist eine minituöse Schilderung der Tage vor der Tat aus der Sicht von Hickock und Smith, ihre folgende Odysee durch Amerika und Mexiko, ihr Prozess sowie ihre Hinrichtung am 14. April 1965. Dabei versucht Capote die Frage zu beantworten, wie zwei überdurchschnittlich intelligente junge Männer zu amoralischen Killern ohne jedwedes Mitfühlungsvermögen wrden konnten. Er beschäftigt sich eingehend mit der einsamen und lieblosen Kindheit der Täter, ohne diese jedoch als Rechtfertigung für die Tat zu nehmen.
Das besondere an "Kaltblütig" ist, dass Capote das Ergebnis seiner jahrelangen Recherchearbeit in einer klaren und gleichzeitig doch poetischen Sprache darstellt. Somit entstand kein um Objektivität bemühter Tatsachenbericht, sondern eine emotionalisierende Mischung aus Wahrheit und Fiktion, die noch heute das Publikum spaltet. Handelt es sich bei "Kaltblütig" um eine geniale Analyse einer brutalen Tat, oder um einen sensationsgeilen Roman eines publikumssüchtigen Egoisten? Die Entscheidung muss der Leser treffen.
Wer mehr über die Arbeit Capotes an "Kaltblütig" erfahren will, sollte sich den Film "Capote" nicht entgehen lassen, für den Philip Seymour Hoffman dieses Jahr den Oskar erhielt. Der Film konzentriert sich auf die Beziehung zwischen Truman Capote und den beiden Tätern.
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am 28. Januar 2012
"Kaltblütig" ist der legendäre Roman von Truman Capote. Der Untertitel "Wahrheitsgemässer Bericht über einen mehrfachen Mord und seine Folgen" ist etwas missverständlich, denn das Buch ist viel mehr als ein simpler Bericht. Mit diesem Buch begründete Capote ein neues Genre, die "non-fiction Novel". Also ein Roman, der auf wahren Tatsachen beruht. Copote hat denn auch den Fall, nachdem er vom Mehrfachmord in der Zeitung gelesen hat, vor Ort recherchiert. Dies wird schön im Film "Capote" dargestellt. Diesbezüglich spricht man auch von Faction, der Verbindung von Fakten und Fiktion. Mit anderen Worten nimmt sich der Autor die Freiheit, die Fakten schriftstellerisch frei zu bearbeiten und auch Lücken auszufüllen bzw. gewisse Sachen zu erfinden. Mit dieser Methode gestaltet z.B. heute der Schweizer Autor Alex Capus seine Bücher.
Wenn man "Kaltblütig" als Krimi liest, dürfte man enttäuscht sein, denn das Buch ist über weite Strecken relativ langweilig, da relativ ausschweifend und nicht geradlinig erzählt. Capote entwirft vielmehr ein grossartiges Gesellschaftsporträt, in dem er das Schicksal von verschiedenen Personen schildert. Zunächst sind die Opfer im Zentrum. Später beschäftigter er sich mit den Tätern, deren Herkunft, der Tat, der Jagd nach den Mördern, dem Prozess und der Exekution.
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am 14. September 2013
Ein geniales Buch, wie vom Autor nicht anders zu erwarten. Klare, nüchterne Sprache, spannend bis zur letzten Zeile, psychologisch schlüssig, immer objektiv und vorurteilsfrei, einfach ein reiner Lesegenuß!
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am 12. September 2006
Immer öfter müssen wir uns ja in letzter Zeit sowohl im Film als auch in Büchern damit auseinandersetzen, dass Menschen, die furchtbares zumeist Mensches verachtendes begangen haben, auch als Menschen mit einer Seele und Sorgen und Gefühlen dargestellt werden. Davon handelt auch T. Capote's "Kaltblütig". Die Story wurde ja schon oben beschrieben. Er nutzt, wie in seinen anderen Büchern auch, seinen Blick fürs Detail, seine einfache und dennoch oder gerade deshalb eindrucksvolle Sprache. Man erlebt beim Lesen parallel zwei Geschichten: einmal die des Mordes mit der Suche nach den Mördern und dem folgenden Prozess und dann die Geschichte der Mörder von der Planung bis zu deren Ende. Und beide Geschichten rufen völlig unterschiedliche Reaktionen und Emotionen in einem hervor. Capote ist genial und daran läßt er uns mit diesem Buch nur ein weiteres Mal teilhaben.
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In einem kleinen Ort in Westkansas wird eines Nachts im Jahr 1959 eine Familie brutal ermordet. Es gibt kein erkennbares Motiv, die Polizei tappt im Dunkeln. Durch den Hinweis eines Gefängnisinsassen können die Täter schließlich doch dingfest gemacht werden. Bei beiden gibt es Anzeichen einer psychischen Störung, trotzdem werden sie zum Tod verurteilt und schließlich gehängt. Truman Capotes Roman "Kaltblütig" ist die authentische Darstellung dieses Mordfalls und seiner Aufklärung. Aus Dokumenten, Aussagen und Erinnerungen der Beteiligten setzt der Autor nicht nur mosaikartig den Ablauf der Ereignisse zusammen, sondern versucht auch die Persönlichkeit der Täter und ihre Vorgeschichte zu beleuchten. Damit gelingt ihm mehr als ein spannender Krimi. Das Buch geht dem Leser unter die Haut, weil es ein wirkliches Verbrechen schildert und weil es Capote gelingt, nicht nur die Opfer, sondern auch die Verbrecher in ihrer Menschlichkeit darzustellen. Ein beklemmender Roman, der als Vorläufer des „New Journalism“ in die Geschichte einging.
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am 26. Januar 2009
beim lesen des buches stieg meine begeisterung von anfang bis ende. es ist nicht nur eine sehr gelungene kriminalreportage über einen grausamen mordfall im staate kansas, sondern auch ein literarisch geschickt und spannend aufgebauter roman darüber, was die tat konkret für hintergründe hatte, somit auch über die handelnden personen; die einen wurden nicht ganz zufällig zu mördern, die anderen mehr oder weniger zufällig zu opfern. dazu schilderungen der menschenwelt im mittleren westen sowie nicht- fiktives über amerikanische rechtssprechung und die todesstrafe. hat mich bis zum ende in atem gehalten. und ich denke drüber nach, wie schnell so ein leben zu ende gehen kann, wenn irgendwelche leute aus irgendwelchen gründen amok laufen (siehe die tageblätter der neuzeit).
gute literatur, sehr zu empfehlen.
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am 5. Februar 2009
Gegen Ende der 50er Jahre werden vier Mitglieder einer Farmersfamilie in Kansas umgebracht. Die Täter, zwei kleinkriminelle Außenseiter des Lebens, fliehen daraufhin erst nach Mexiko und später quer durch die USA - bis zu ihrer Verhaftung.
Ihnen wird der Prozess gemacht und sie werden zum Tode durch den Strang verurteilt.

Der Fall ist weitläufig bekannt und ging damals durch alle Medien.
So wurde auch der Schriftsteller Truman Capote auf dieses Verbrechen aufmerksam und zeigte starkes Interesse an der Tat. Die Brutalität, die scheinbare Gelassenheit der Verurteilten und das fehlende Motiv beschäftigten den Autor besonders und das ist es dann auch, was er in seinem Buch darzustellen versucht.

Warum wird ein Mensch zum Mörder?

Dieses "Warum" drängt sich einem in dem Buch immer wieder auf und man könnte es fast als eine psychologische Profilerstellung der beiden Täter anerkennen.
Die Handlung beginnt mit der Schilderung des letzten Tages der Clutter-Familie, ihrer sozialen Bindungen und Beliebtheit im Dorf, ihrer Zukunftspläne und Ängste.
Parallel dazu bekommt man bereits einen Einblick in die Vorbereitung der Tat, indem Capote in seinen Erzählperpektiven immer wieder wechselt, bis sich alles auf diese eine Nacht zuspitzt.

Allerdings erfährt man weiterhin weder das "Wie" noch das "Warum". Die zwei spannendsten Fragen spart sich der Autor geschickt für das letzte Drittel des Buches auf. Vorerst begleitet der Leser wiederum in paralleler Erzählweise die Flucht der Täter als auch die laufenden Ermittlungen in dem Fall.
Der Focus liegt hierbei jedoch eindeutig auf den zwei Mördern, Dick und Perry. In kleinen Häppchen bekommt man deren Kindheit, soziales Umfeld, kompletten Lebenslauf, emotionales Profil sowie innere Gedankenwelt serviert und entwickelt eine Art Sympathie und Verständnis für die beiden, besonders für den misshandelten, ständig gequält wirkenden Perry.

Die Rechtfertigung, das "Warum" dieser Tat schwebt einem dabei immer wieder vor Augen, aber eine auf wissenschaftlicher Grundlage abgefasste Antwort bekommt der Leser erst im Schlussteil des Buches in Form eines psychologischen Gutachtens während der Verhandlung zu lesen.

Auch das "Wie" kommt zwischen Dick und Perry nie zur Sprache; so muss man sich bis zu dem ausführlichen Geständnis der beiden nach ihrer Festnahme gedulden und erfährt beinahe Überraschendes.

Capote hat versucht, zu erklären, aber er macht auf den letzten Seiten seines Buches unmissverständlich klar, dass es wohl viel komplizierter ist, als man es in einem etwa 350 Seiten starkem Buch je zum Ausdruck bringen könnte.
Während des jahrelangen Wartens im Todestrakt lernen Dick und Perry weitere Verurteilte kennen, deren Mordtaten ebenfalls kurz geschildert werden. Auch bei ihnen ist absolut kein Motiv zu erkennen und zu alledem erscheinen auch sie einem sympathisch.
Das Problem ist nicht sichtbar, sondern viel tiefer verwurzelt.

Truman Capote schreibt in einfachem Stil ohne Schnörkel und Verzierungen. Sachlich, kalt und offen ist seine Erzählstruktur, was zur Folge hat, dass man dieses Buch kaum wieder aus der Hand legen kann, wenn man es einmal angefangen hat.

Capote hat in diesen Fall sehr viel Zeit investiert, persönlich mit den Zeugen und dem Umfeld der ermordeten Familie gesprochen, er hatte ein "enges" Verhältnis zu den beiden Tätern, v.a. zu Perry und besuchte sie regelmäßig im Todestrakt. Daher kann man sich in hohem Maße auf die Glaubwürdigkeit dieser Schilderung verlassen und dieser Fakt lässt neben der Sachlichkeit nicht einen Moment an der Authentizität des Erzählten, der Personen und ihrer Handlungsweisen zweifeln.

Fazit:
Dieses Buch ist sowohl Lesemuffeln als auch Leseratten zu empfehlen.
Ärgerlich sind allerdings die häufigen Rechtschreib- und Druckfehler in dieser Ausgabe und daher ziehe ich einen Stern ab...nicht für die Story, sondern für die mangelhafte Ausgabe.
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am 23. Februar 2008
Dies ist ein Buch, welches ich mir schon seit langem vorgenommen hatte zu lesen. Denn, wie jeder wissen dürfte, gilt es als ein Klassiker. Doch wie schon bei "Das Parfüm" bin ich leider auch diesmal enttäuscht worden. Entweder erwarte ich zu viel von einem sogenannten Klassiker oder diese Bücher sind zwar für viele ein Klassiker, jedoch aber nicht für jeden.

1959 : Die ehemaligen Häftlinge Richard "Dick" Eugene Hickock und Perry Edward Smith beschließen eine Familie in Kansas auszurauben. Dick hat von einem ehemaligen Zellengenossen erfahren, dass diese Familie - Clutter - ziemlich reich sein soll. In der Wohnung soll sich nach Aussage des Zellengenossen ein Safe befinden, auf den die beiden ein Auge geworfen haben. Mit dieser Hoffnung machen sich die beiden auf den Weg nach Kansas. Wie sich allerdings herausstellt, ist im Haus kein Safe und das Familienoberhaupt - Mr. Clutter - hat die Eigenart, dass er fast gar kein Bargeld bei sich trägt. Schließlich passiert, was angesichts dieser - für Perry und Dick - negativen Umstände passieren muss. Die komplette Familie Clutter wird ermordet. Ab dem folgenden morgen ist die ganze Gegend in Aufruhr.

Dieser brutale Mord, bei dem letztendlich 40 Dollar erbeutet werden, erweckt das Interesse des Schriftstellers Truman Capote. Mit diesem Werk beschreibt Capote die Vorgeschichte der Tat, die Tat selbst und die Ereignisse danach. Bis zur Hinrichtung der beiden Täter am 14. April 1965.

Das Ganze ist natürlich sehr gut geschrieben. Sehr flüssig, leicht und schnörkellos zu lesen. Dieses Werk wird heutzutage von vielen als DAS Werk der sogenannten Non-Fiction-Literatur gesehen. Aber dennoch ist es, wie schon oben erwähnt, meiner Meinung nach heutzutage nicht wirklich was Besonderes, aber lesenswert allemal.
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am 5. Dezember 2007
Dieses Buch begründete ein neues Genre in der Literatur: den Tatsachenroman. Truman Capote hörte von einem grausamen vierfachen Mord in einer amerikanischen Kleinstadt und beschloß, möglichst viel über den Fall in Erfahrung zu bringen und darüber zu schreiben. Er sprach mit den Angehörigen, den Nachbarn, den Fahndern und schließlich sogar mit den Tätern und ihren Familien. Durch diese aufwendige Arbeit gelingt es ihm die Lebensumstände und die Persönlichkeit der Opfer und der Täter exakt und eindringlich zu schildern. Das Verbrechen, das zunächst nur unerklärbar und monströs erscheint wird als Kulminationspunkt einer Lebenstragödie verstehbar.Die gesellschaftlichen Misstände wie kriminalisierende Gefängnisse, unmenschliche Justiz, staatlich sanktionierter Mord werden nicht angeprangert: ihre verheerenden Auswirkungen manifestieren sich in den Ereignissen.
Eine genau beobachtete, treffende Studie der Amerikanischen Gesellschaft, sowie der Innenansicht zweier Mörder.
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am 1. April 2005
Im Großen und Ganzen ein gut recherchierter Tatsachen-Bericht, der Einblicke in die Psyche der Täter ermöglicht, zeitgleich die schwierige Arbeit der Polizei skizziert und die kontroverse und immer noch aktuelle Diskussion über die Todesstrafe aufgreift.
Leider leidet das Buch an dem schleppenden Schreibstil des Autors.
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