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Erdöl ist die unverzichtbare Grundlage moderner Industriegesellschaften. Nicht nur das es neben Erdgas die bedeutendste Quelle für elektrischen Strom liefert, ohne den die moderne Zivilisation zusammenbrechen würde, es wird auch als Grundstoff für die unzählige Produkte benötigt und liefert die Energie für fast alle Antriebstechniken.

Deshalb kann es nur von Vorteil sein, wenn man über alle bedeutenden Erdölquellen herrscht oder sie wenigstens kontrolliert. Darüber hinaus verhilft das fast schon religiöse Mantra ihrer bald nahenden Vergänglichkeit eine hervorragende Begründung für einen immer höheren Preis des Öls. Was bald nicht mehr zur Verfügung stehen wird, muss selbstverständlich immer teurer werden.

Engdahls neustes Buch versucht mit diesem Mythos aufzuräumen, der von interessierter Seite in den 1930er Jahren ins Spiel gebracht wurde und erklärt andererseits viele bedeutsame politische Entwicklungen der letzten Jahrzehnte unter dem Blickwinkel der Herrschaft über das Erdöl. Denn klar ist: Wer den Zugang zum Erdöl kontrolliert, herrscht über die Welt.

Erdöl - so haben wir das in der Schule gelernt - entstand aus den Überresten von urzeitlichen Pflanzen und Tieren. Wenn das so ist, dann sagt uns die Logik, dass diese Vorräte endlich sind. Merkwürdigerweise wird diese Entstehungstheorie aber nicht wirklich hinterfragt, noch ist sie gar bewiesen. Seit dem Ende der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts werden gewisse Kreise in den USA nicht müde, das baldige Ende der Ölreserven vorherzusagen. Doch statt zu Ende zu gehen, stiegen diese Reserven ständig an. Der sogenannte "Peak Oil" verschiebt sich seit seiner Erfindung immer weiter in die Zukunft.

Engdahl geht auf diese Merkwürdigkeiten recht ausführlich ein. Und er schildert, dass es eine alternative Theorie zur Entstehung von Erdöl gibt, die nicht von irgendwelchen Spinnern entwickelt wurde, sondern von namhaften sowjetischen Wissenschaftlern. Diese sogenannte abiotische Entstehungstheorie wurde sowohl in Laborversuchen als auch praktisch bestätigt. Denn die meisten Erdölquellen auf dem ehemaligen Staatsgebiet der Sowjetunion wurden entsprechend dieser Theorie entdeckt. Dort, wo dieses Öl aus der Erde sprudelt, hätte es nach der US-Theorie niemals auffindbar sein können.

Wenn aber Erdöl durch großen Druck tief im Erdinneren aus Gestein entsteht, also ein erneuerbarer Rohstoff ist, werden sofort alle Angstszenarien vor dem sogenannten Peak Oil hinfällig. Ganze Entwicklungsstrategien würden über den Haufen geworfen. Für diesen Fall, so der Autor, steht dann aber immer noch die Klimaangst zur Verfügung, die aus der Verbrennung von Erdöl oder Erdgas ableitbar ist. Der Autor widmet diesen Themen mehrere Kapitel seines Buches.

Wenn man den Titel dieses Buches liest, dann erwartet man solche Erklärungen eher nicht, sondern vermutet ein moralisierenden Text über die Macht der US-Ölkonzerne, die sich fast alle in den Händen der Rockefeller-Familie befinden. Doch das Buch ist erstaunlich sachlich geschrieben und analysiert viele Kriege oder Revolutionen der Neuzeit unter dem einfachen Gesichtspunkt der Zugangskontrolle zu den Erdöl-Quellen. Dann nämlich werden sie erst wirklich verständlich. Der Autor geht dabei chronologisch vor.

Den meisten interessierten Menschen wird klar sein, dass die beiden Irak-Kriege der USA ausschließlich wegen der riesigen irakischen Ölvorräte geführt wurden. Es geht dabei allerdings nicht darum, dass die USA dieses Öl wirklich brauchen oder sich sichern wollen. Vielmehr ist entscheidend, dass sie allein die Kontrolle darüber besitzen und nicht die politische oder ökonomische Konkurrenz, die ihnen gerade in Asien entsteht.

Das Buch erklärt beispielsweise auch die in den westlichen Massenmedien als "Arabischer Frühling" gefeierten Umstürze, die wohl alle von den USA nach bewährtem Modell inszeniert oder wenigstens gesteuert wurden. Man kann ihren Sinn erst verstehen, wenn man sie unter dem Gesichtspunkt der Zugangskontrolle über das Erdöl betrachtet. Unter eine solche Kontrolle fällt übrigens auch die Sicherheit von eigenen Pipelines oder die Zerstörung von Leitungen konkurrierender Staaten, so wie das im Tschetschenien-Konflikt geschah.

Der Autor schreibt, dass es den USA vor allem um die "Demokratisierung" der Wirtschaft in einigen arabischen Staaten ginge, was nichts anderes heißt als die Privatisierung der staatlichen Erdölindustrie, um sie dann in amerikanische Hand zu bringen und um zu verhindern, dass der chinesische Konkurrent wie einst im Irak oder in Libyen einen solchen Zugang erhält.

Selbst wenn man nicht alle Schlüsse des Autors teilt, erweist sich der Text als wahrer Augenöffner, denn gegen die Logik dieser Analyse kann man nur schwer ein Argument vorbringen.
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am 3. Dezember 2012
In genauer historischer Analyse wird der Aufstieg der USA zur Weltmacht durch die Kontrolle über den Weltölmarkt aufgezeigt.

Eingangs wird die wiederholte Niederlage Deutschlands aufgrund fehlender Sicherung des Ölnachschubs deutlich gemacht.

Um den Ölreichtum auch in finanziellen Gewinn umzumünzen wird die Wirtschaft und das öffentliche Leben auf hohen Ölverbrauch umgestellt, indem Straßenbahnen und Eisenbahnlinien aufgekauft und nachher stillgelegt werden.

Um den Ölpreis trotz Ölschwemme hochzuhalten, benutzt man die irrige Peak-Oil-Theorie von Hubbert.

Um den drohenden Niedergang der US-Wirtschaft abzuwenden, wird ein äußerst perfider Plan umgesetzt. In Saltsjöbaden wird beschlossen, den Ölpreis um 400% in die Höhe zu treiben. Durch die berüchtigte Pendeldiplomatie Kissingers wird der Sechstagekrieg ausgelöst und anschließend das Ölembargo durch die US-Marionetten in Saudi-Arabien und Iran verhängt, was den Preis in die gewünschten Regionen steigen ließ. Das hatte einerseits den Effekt der Dollarschwemme, andererseits wurden die Entwicklungsländer in die Schuldenfalle getrieben. Diese wurde durch die monetaristische Politik (die Zinsen wurden in einem bis dato unvorstellbaren Ausmaß angehoben) extrem verstärkt, sodass es daraus kein Entrinnen mehr gab. Infolge dessen waren die Schwellenländer gezwungen, ihre Bodenschätze weit unter Wert zu verkaufen und sich für Billiglohnproduktion zu öffnen. (Auslagerung der Sklaverei).

Um das und Sparprogramme in der Bevölkerung usw. rechtfertigen zu können, wird die Irrlehre von den Grenzen des Wachstums verbreitet. Die Erkenntnis der abiotschen Entstehung vom Öl wird unterdrückt, obwohl der praktische Beweis erbracht wurde.

Des Weiteren werden die Ölkriege abgehandelt, die allesamt das selbe Ziel hatten: Kontrolle über den Ölmarkt und Preisgestaltung. Zum Beispiel wurde der Iran-Irak-Krieg durch wechelseitige Waffenlieferungen an beide Seiten künstlich in die Länge gezogen, mit der Absicht eine Pattsituation zu erzeugen, sodaß beide Länder als Öllieferanten ausfielen. Ca. 1,5 millionen Tote und unfassbares Leid waren die Folge.

In früheren Zeiten herrschte das Faustrecht. Der Mächtigere unterwarf einfach den Schwächeren und beutete ihn aus oder assimilierte ihn. Heute ist es nicht anders, mit dem Unterschied, daß man in der Öffentlichkeit ein positives Bild abgeben muß und diese für sich manipuliert. Die Methoden hierzu sind bereits unglaublich raffiniert und zum Teil schwer zu erkennen.

Es wird deutlich, daß die "Demokratie" in den USA in Wirklichkeit eine Oligarchie einiger Weniger ist. Die Verflechtungen dieser Personen und ihre Machenschaften sind mit akribischer Sorgfalt (fast 400 Fußnoten) dargelegt.

Ein selten gutes Buch. Es wird vielen Blutsaugern dieser Welt ein Dorn im Auge sein.
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am 5. Januar 2015
Im Prinzip handelt es sich um die Fortführung des Werkes "Mit der Ölwaffe zur Weltmacht". Wie bei diesem Werk handelt es sich um ein äußert spannend geschriebenes Werk welches einen historischen Abriss über die Verknüpfung von geostrategischem Weltmachstreben der angelsächsischen Länder und der Herrschaft über die Öl Reserven liefert. Angefangen von der Vorkriegszeit des 1 Weltkrieges bis zu den aktuellen "Öl-Kriegen" im Irak und Afghanistan. Die Aussage des Autors dabei ist, dass sich eine politisch-militärischer Komplex mit dem industriellen Komplex der Finanz-und Energiewirtschaft zusammengetan hat um die Vorherrschaft über die Welt für die angelsächsischen Ländern zu gewährleisten. Das Problem dabei ist, dass der Autor diese Aussage so absolut setzt, dass sich am Ende hinter jeder geschichtlichen Entwicklung die zerstörerischen Handlungen dieser Kreise vermuten lassen. Auch die Aussagen, dass sich Öl immer wieder entgegen der gängigen wissenschaftlichen Theorien neu bildet (abiotische Theorie) ist problematisch da sie entgegen modernen wissenschaftlichen Erkenntnissen steht.
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am 20. Juni 2014
Eine ideale Ergänzung des ersten Buchs ("Mit der Ölwaffe zur Weltmacht", Kopp-Verlag) von W. Engdahl zum Thema Öl und Geopolitik. Allerdings ist der vorliegende Band besser übersetzt, wenn auch nicht optimal. Ab und an rumpelt es sprachlich doch noch gewaltig. Trotzdem ein Lob an den FB-Verlag für die Übertragung aus dem Englischen und das verbesserte Lektorat. Hier steht der Kopp-Verlag zurück. Insofern hat der Autor gut daran getan, den Verlag zu wechseln.
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am 27. Mai 2013
Das hier vermittelte Wissen ist enorm wichtig dafür, eine aufgeschlossene Gesellschaft zu schaffen. Ich hoffe auf viele weitere Leser.

Kriege werden (unter anderen) wegen Öl-Export und Öl-Kontrolle geführt. So kontrolliert man Nationen und Kontinente.
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am 20. April 2014
Ich will nicht auf Details des Buches eingehen - nur so viel, wer verstehen will was gerade z.B in der Ukraine (Farbenrevolution) passiert - für den ist es eine Pflichtlektüre - alleine die Quellenangaben sind phantastisch. Prädikat sehr wertvoll.
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am 6. September 2012
Was jeder politisch bewusste und informierte Autofahrer schon lange im Ansatz weiß, und woran er vielleicht manchmal auch noch denkt, während er der sich in schwindelnde Höhen schraubenden Euroanzeige beim Tanken zuschaut, das wird in diesem Buch auf eine ernüchternde Weise erneut beschrieben.

Das Buch verfolgt die Geschichte eines Jahrhunderts des Erdöls sowie die ungewöhnlich und oft schockierenden Mittel, mit denen in Amerika der Mythos von den begrenzten Ölreserven zur tragenden Säule einer weltweiten Macht von anglo-amerikanischen Eliten wurde. Sie werden in diesem Buch mit Namen genannt und genau identifiziert.

Doch dabei bleibt Engdahl nicht stehen. Er beschreibt genau, wie dieser Mythos, den man in fast religiöser Überhöhung als „Peak-Oil-Theorie“ bezeichnet hat, in der Gegenwart erschüttert wird. Und zwar von einer nach seiner Meinung nach stichhaltigen Theorie über den Ursprung des Erdöls tief im Erdmantel.

Nach dieser Theorie ist die Aussicht hoch, „ dass das Erdöl heute genauso in unbegrenzter Menge und zu erschwinglichen Preisen verfügbar ist wie die einst kostbaren exotischen Gewürze - nachdem das Geheimnis um ihren Ursprung gelüftet worden war.“

Das ist kurz gefasst, die These des Buches. Mir ist es nicht möglich, sie nachzuprüfen. Manches klingt mir doch arg nach Verschwörungstheorie. Dennoch schafft es ein Bewusstsein über die Zusammenhänge auch jüngster politischer und militärischer Auseinadersetzung mit dem Kampf um das Öl, der leider nicht aufhören wird, da auch die aufstrebenden Schwellenländer mit in das brutale Spie eingestiegen sind und ihre Einflusssphären abstecken. Es verheißt auf jeden Fall nichts Gutes. Es wird weiter, wie schon so oft, um Öl Krieg geführt werden.
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