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Kundenrezensionen

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am 6. Februar 2012
Wie Bilder wirken - von George Barr -

Für mich als ambitioniertem Fotografen, Teilnehmer an Fotowettbewerben und Aussteller eigener Bilder ist es immer wieder faszinierend, aber auch gelegentlich irritierend, zur Kenntnis zu nehmen, wie andere Betrachter Bilder sehen, wahrnehmen und diese interpretieren. Gelegentliches Unverständnis mit der Entscheidung von Wettbewerbsjuroren (nicht nur in eigener Sache), haben in mir den Wunsch geweckt, der Wirkung von Bildern ein wenig auf den Grund zu gehen und so bin ich unter Anderen auch auf das Buch von George Barr gestoßen.
Die interessante Aufmachung des Buches im quadratischen Format mit einem Titel in Spiegelschrift suggerieren dem Betrachter den Blick durch den Lichtschachtsucher einer analogen Mittelformatkamera. Für mich war das ein interessanter 'Eye catcher', aber die zurückhaltende Reaktion jüngerer Fotoenthusiasten und meine diesbezügliche Rückfrage nach dem 'Warum' machten mir dann sehr schnell klar, dass ich, Jahrgang 1953, nunmehr der 'älteren Fotografengeneration' angehöre: die 'jungen Fotografen' haben noch nie durch einen Lichtschachtsucher einer analogen Mittelformatkamera geschaut.
Bei der ersten Durchsicht des Inhaltsverzeichnisses und der damit verbundenen Suche nach Fotos und Fotografen, 'die man kennt', bin ich nur auf Harald Mante und Pete Turner gestoßen, die anderen Fotografen waren mir unbekannt. Das ist allerdings auch nicht ungewöhnlich, wenn man sich die kleine Mühe macht, über den Autor George Barr, seine Intention für sein Buch, sein Alter und seine Herkunft nachzulesen: 'Ein Weißer mittleren Alters in Kanada.' Er erklärt selbst seine subjektive Auswahl der Fotografen und ihrer Bilder, die er für das Buch ausgewählt hat.
Ich für meinen Teil habe es nicht als Nachteil empfunden, nicht zum tausendsten Mal eine Abhandlung über Ikonen der Fotografie und über Fotografen, 'die man kennt, oder kennen muss' zu lesen, sondern Bilder und Fotografen kennenzulernen, die mir bislang nicht bekannt waren. Das Anliegen ist ja nun auch herauszufinden, 'wie Bilder wirken'.
Um an dieser Stelle ein wenig von meinem persönlichen Resümee vorwegzunehmen:
Der Buchtitel könnte auch ohne weiteres und ohne dass dies nachteilig wäre lauten:
'Wie Bilder auf mich (George Barr) wirken'.
Den formalen Aufbau des Buches, das übrigens meines Erachtens zu Recht mit dem 'Deutschen Fotobuchpreis in Silber 2012' ausgezeichnet wurde, empfinde ich als angenehm. Kein Buch, das man von Anfang bis Ende in der vom Autor vorgesehenen Reihenfolge lesen muss, sondern man kann stöbern, seiner Inspiration folgen und sich seine eigenen Gedanken zu den sehr schön präsentierten Bildern machen. Ich habe mich mehr als einmal dabei ertappt, dass meine persönliche Wahrnehmung eines Bildes nicht mit der des Autors, oder gar des Fotografen übereinstimmte, die man Dank des Aufbaus des Buches differenziert erfahren kann,.......und das ist gut so!
Das einzig objektive sind die ebenfalls mehr oder weniger vollständigen Angaben zur Ausrüstung und Technik, aber mir ist schon lange bewusst, dass die Technik am wenigsten geeignet ist, die Wirkung von Bildern zu erklären.
Hat das Buch die Frage beantwortet, wie Bilder wirken?
Objektiv gesehen wahrscheinlich Nein, und es wird niemals ein Buch geben, das diese Frage für Jeden hinreichend beantworten kann. Für mich sind die Erläuterungen interessant und mehr als hilfreich gewesen und bereits die Anregung, sich mit den Bildbeispielen qualifiziert zu beschäftigen, bringen die Erreichung einer persönlichen Antwort ein wenig näher.
Lohnt sich die Lektüre dieses Buches?
Ja, ohne jede Einschränkung, denn es bietet hochwertige Bilder, erläutert die Intention des Fotografen und die Wahrnehmung des Autors und regt gegebenenfalls zu persönlichem Widerspruch an.
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am 26. November 2011
Dies ist wieder ein herausragendes Fotobuch von George Barr, der dieses Mal völlig neue Wege bei der Bildpräsentation geht.

Hier werden 52 herausragende Fotografien von unterschiedlichen Fotografen jeweils ganzseitig präsentiert. Dann aber wird es spannend. George Barr analysiert detailliert das Bild aus seiner Sicht und lässt anschließend den Fotograf zu Wort kommen (Man beachte die Reihenfolge!!!). Dadurch öffnet sich das jeweilige Foto dem Buch-Betrachter von 2 Seiten und man erfährt dabei, warum der Fotograf gerade dieses Foto gemacht hat. Barr dagegen schildert es aus der Sicht des professionellen Betrachters, so dass der Leser gut beide Gedanken nachvollziehen kann und sich dabei selbst ggf. eine dritte Meinung erarbeitet.

Anschließend folgt eine Biografie des jeweiligen Fotografen (natürlich mit einem Portrait von ihm), bevor zum Schluss auf die Technik zur Aufnahme eingegangen wird. Jedem Foto werden also insgesamt 4 Seiten gewidmet.

Zur Buchqualität braucht man eigentlich nichts sagen, wenn man weiss, dass es aus dem dpunkt.verlag kommt. Es hat wie immer eine sehr hohe Druckqualität und ist hervorragend gebunden.

Für wen kommt dieses Buch in Frage? Ich denke, es ist für alle Fotografen interessant, die sich wirklich mit einem Bild auseinandersetzen wollen.
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am 13. Juli 2012
Georg Barr ist zweifellos ein erfahrener und künstlerisch anspruchsvoller Fotograf, der mit seiner langen Berufserfahrung von über 40 Jahren sicherlich ein Recht hat, sich eine Meinung über seine Berufskollegen zu bilden.

Das vorliegende Buch ist eine subjektive Sammlung von 52 Bildern von Freunden und Wegbegleitern Barrs'. Nachdem Barr selbst aus Nordamerika kommt, erklärt dies auch, dass mir als Europäer viele der erwähnen Fotografen schlicht unbekannt sind. Unter den 52 Künstlern sind auch zwei Fotografen aus Deutschland.

Viele meiner Anmerkungen (z.B. vornehmlich männliche Fotografen aus Nordamerika und Canada) nimmt der Autor in seinem Vorwort bereits vorweg, somit hat jeder Käufer auch die Möglichkeit sich über diese Punkte vor den Kauf im klaren zu sein.

Vielleicht beeindrucken mich deshalb dann auch Bilder wie 'Herbstglühen im Wald' von Christopher Burkett oder 'Baumdetail, Herbst' von Charles Cramer nicht, da ich keine Ehrfurcht vor dem mir unbekannten Künstler habe.

Die Auswahl der Bilder ist sehr breit: Es finden sich klassische Portraits, Landschaftsaufnahmen, Tierbilder, Stillleben aber auch Photomontagen oder 'Bilder' die mit einem Scanner aufgenommen wurden.

Der Aufbau der Bilderanalysen ist durchgängig gleich:

Zuerst ist das Bild ganzseitig abgebildet, dann folgt die Analyse von Georg Barr, nun hat der Fotograf die Möglichkeit sein Werk zu beschreiben. Es schließt sich ein biografischer Teil über den Künstler an und zuletzt 'und dies finde ich sehr gut- wird die technische Seite der Aufnahme beschrieben. Bemerkenswert ist, dass sowohl klassisch analog erzeugte Aufnahmen, wie ich moderne Experimente wie z.B. Aufnahmen mit dem IPhone, besprochen werden.

Die Analysen der Bilder von Barr laden zu einer Reise über die Abbildung ein. Er lässt uns teilhaben wie er die Bilder betrachtet, wie er zuerst vielleicht das ganze Bild sieht, dann aber in die verschiedenen Details abtaucht. Er beschreibt die zentrale Aussage des Bildes aber auch welche Details der Betrachter in den Ecken finden kann. Um den Beschreibungen folgen zu können, benötigt der geneigte Betrachter sicherlich einige Minuten. Ich habe dann mit Hilfe des Textes auch immer wieder neue Details des Bildes entdecken können, die mir auf den ersten Blick verborgen blieben.

Der Druck des Buches erfolgt auf hochwertigen glattem Papier und die Seiten fühlen sich sehr hochwertig an, das Buch hat auch ein ordentliches Gewicht und kann gut als 'Coffee Table Book' bezeichnet und genutzt werden.

Mein persönliches Fazit:
Wer das Buch als Hobbyfotograf kauft um konkrete Tipps und Ratschläge zu erhalten 'Wie Bilder wirken' und welche Stilmittel wie eingesetzt werden können, damit ein Bild spannend und zu etwas besonderem wird, der wird enttäuscht sein. Das Buch ist kein 1x1 der Bildwirkung. Oft scheitert es bereits an der eingesetzten Technik und an der oft noch verwendeten analogen Bildentwicklung.

Wer einen schönen Bildband von nordamerikanischen Fotokünstlern sucht, wird mit dem Buch viel Freude habe. Die Beschreibungen sind informativ und fühlen durch die verschiedenen Ebenen des Bildes vom Offensichtlichen zum tiefer Verborgenen.
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am 15. Februar 2012
George Parr hat 52 eindrückliche Bilder zusammengestellt, die modern sind und ein breites Spektrum abdecken. Die Motive reichen von Landschaft über Architektur bis hin zum Stillleben als auch abstrakten Aufnahmen. Die Aufnahmetechniken sind praktisch über das ganze fotografische Gebiet gestreut und werden zu jedem einzelnen Bild erklärt. So findet man Fotografien die mit großformatigen Fachkameras aufgenommen wurden, neben Bildern mit Spiegelreflex und Polaroid, bis hin zu Bilder die auf dem Flachbettscanner erstellt wurden. Erstaunlich fand ich ein großformatiges Landschaftsbild das aus einem Mosaik einzelner Handyaufnahmen am Computer zusammengesetzt wurde. Auch die Mischung der Fertigungstechniken: seien es Direktabzüge oder durch elektronische Bearbeitung optimierte Bilder lassen beim Durchblättern keine Langeweile aufkommen.

George Parr führt uns aus seiner professionellen Sicht sehr gut in das jeweilige Bild ein. Seine Beschreibungen und Erklärungen lesen sich leicht und sind gut verständlich, was auch der guten Übersetzung angerechnet werden kann. Seine Analyse ist immer eine Seite lang und sehr hilfreich beim "Lesen" der Bilder. In große Tiefe geht es dann wenn die Bildautoren ihre Sicht, Gedanken und meist auch den Entstehungsprozess des Bildes beschreiben. Beim aufmerksamen Lesen erfährt man dadurch sehr viel mehr über das jeweilige Foto, entdeckt neue Nuancen, vielleicht sogar eine andere Bildaussage, als wenn man mit dem routinierten Blick und den eigenen gewohnten Gedankengängen das Bild betrachten würde. Und gerade dies birgt auch so manche Überraschung, die durchaus dazu führen kann den eigenen fotografischen Horizont zu erweitern.
Es ist sicherlich kein Buch, das man in einem Stück durchliest, sondern eines in dem man auf Entdeckung geht. Man liest einen Absatz und blättert dann wieder zu dem Bild um das Gesagte darin wieder zu finden. Das hebt es für mich über viele andere Fotobücher hinaus, da es mir mehr bringt als nur eine Fotogalerie auf Papier vor mir zu haben.

Das Buch hat für das was es vermitteln will das richtige Format. Größer wäre für manche vielleicht wünschenswert, würde es aber unhandlicher machen, was dann auch den Spaß am Buch einschränken würde. Die Qualität ist für ein Fotobuch stimmig, die Papierqualität sehr gut und auch der Druck kann sich wirklich sehen lassen. Die gezeigten Bilder sind klug ausgewählt und fesseln denke ich auch Betrachter, die selbst nicht fotografieren. "Wie Bilder wirken" ist kein Lehrbuch über Bildkomposition und Bildanalyse, aber es hilft einem auch gut über Phasen im eigenen fotografischen Schaffen hinweg, in denen man das Gefühl hat zu stagnieren.
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am 14. Januar 2012
Über das Cover mit dem Sucher einer klassischen Kamera und den Untertitel "52 grosse Fotografien" wird suggeriert, es handelt sich um ein Buch über klassische Fine Art Fotografie bzw. Meisterwerke der FOTOGRAFIE. Dem ist nicht so. Es handelt sich um ein Sammelsurium von BILDERN (Farbig, Schwarz-Weiss) die nicht unbedingt Fotografien sind. Beispielsweise sind auch Collagen, Photoshop Manipulationen (sind das noch Fotos?) und Scanner-Experimente (Papier auf Scanner gelegt und im Rechner zu einem Bild zusammengefügt) enthalten. Im Buch sind auch extrem gute Bilder enthalten - keine Frage, allein es fehlt mir ein durchgängiges Konzept. Die deutsche Übersetzung ist sehr lieblos. Beispiel: Minenarbeiter die am Cape Breton fotografiert wurden (Im Bild ist auch eine Englische Beschriftung der Dynamit-Verpackung zu sehen!) werden in der deutschen Übersetzung als "Bretonische Minenarbeiter" beschrieben?! (Liegt die Bretagne nicht in Frankreich?! - Cape Breton liegt in Kanada). Im Text wird von einer 4x5 Zoll Mittelformatkamera!?? gesprochen etc. Der Übersetzter hat scheinbar also von der Materie überhaupt keine Ahnung oder keine Zeit und Lust sich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Die Künstler im Buch sind zumindest in Deutschland relativ unbekannt. George Barr beschreibt nicht wie die Bilder wirken, sondern was ER sieht. Die Druckqualität ist gut aber nicht auf Topniveau. Insgesamt entspricht es nicht meinen Erwartungen, die aufgrund der bisher guten Bewertungen und des Preises geweckt wurden.
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am 1. Dezember 2011
George Barr stellt 52 kunstvolle Fotografien informativ und äußerst unterhaltsam vor

Der Autor George Barr stellt hier die unterschiedlichsten Fotografien von 52 Fotografinnen und Fotografen verschiedenster Stilrichtungen vor. Kreativ, kunstvoll, ja künstlerisch sind sie alle. Eines zeichnet wohl alle aus, es wird durchweg auf Effekthascherei verzichtet. So sind alle Bildwerke sauber gestaltet und leben nicht durch deren hohen fotografischen Qualität, sondern durch die Freude, die dem Betrachter bereitet wird. Also allein die Bilder, teils abstrakt, mal gegenständlich, sind für Bildgestalter und Freunde anspruchvoller Fotografie absolut sehenswert. Der Bilderbogen spannt sich von Strukturen, Architektur und architektonischen Details, Natur und Landschaften bis hin zu perfekten Portraits.

Aber es ist kein Bildband oder gar ein Bilderbuch, der Autor versucht tiefer zu gehen bei der begleitenden Bildbesprechung. Sehr ausführlich werden die Bilder, deren Gestaltung und vor allem deren Bildwirkung erläutert. Dabei wird der Leser vom allgemeinen zum besonderen geführt und Details werden nicht vergessen.
Bei jedem Foto kommt auch der jeweilige Autor zu Wort und erläutert was er sich bei der Aufnahme gedacht hat oder was er ausdrücken wollte, ob das Bild zuvor im Kopf entstanden ist oder später am Monitor kreativ kombiniert, montiert und arrangiert wurde. Oftmals erfährt man auch Hintergründe zu dem Projekt und den Zielen des Fotografen.
Eine kurze Biographie der Bildautoren gibt weitere Einblicke zum Leben und der Arbeitsweise der Fotografen und Fotografinnen.
Ein kurzer Technikteil offenbart zu Abschluß einer jeden Bildbesprechung mal mehr oder weniger Details zur Aufnahme- und manchmal auch der Entwicklungstechnik. Überraschend dabei ist die Vielfalt der fototechnischen Gerätschaften mit denen die 52 Meisterfotos aufgezeichnet wurden. Der Bogen spannt sich vom Mobiltelefon, über Bridgekameras, Spiegelreflexkameras aller verfügbaren Film- bzw. Sonsorformate bis hin zu Großformatkameras. Doch die Aufnahmegeräte spielen hier nur eine untergeordnete Rolle und stellen nur die Werkzeuge dar, die in erster Linie zuverlässig sein sollten. Denn die technische Bandbreite ist nichts gegen die inspirirende Vielfalt und feinfühlige Gestaltung der gezeigten Bildmotive. Dies ist der wahre Kern des Buches.
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am 28. Dezember 2011
George Barr - Wie Bilder wirken. Auch hier hat der bekannte dpunkt-Verlag wieder ein besonderes Buch in seiner Foto-Sparte herausgebracht. Es ist schön, dass es neben der Flut an technikorientierten Fotobüchern auch welche gibt, die sich mit dem wichtigsten Teil der Fotografie, nämlich mit dem BILD und dessen Wirkung auf uns beschäftigt. Der Hausarzt und enthusiastische Autor und Fotograf George Barr ist primär in den USA bekannt. Seine Essays und Veröffentlichungen, aber auch seine eigenen Bildkompositionen finden Anerkennung in der Szene. Das Cover des Buches hat für mich einen gewissen Charme und unterscheidet sich angenehm von anderen Titeln, die oftmals Ihren reißerischen Ursprung dem Marketing des Verlages geschuldet sind. Es zeigt in witzigere Weise die Mattscheibe einer Fachkamera mit dem entsprechend seitenverkehrt aufgebrachten Titel "Wie Bilder wirken". Es ist zum einen schlicht, zeigt Understatement, läßt aber auch ahnen wo der Autor seinen fotografischen Ursprung hat.

Das Konzept und der Aufbau des Buches folgen dem genialen Titelblatt. Letztendlich gibt es 52 Bilder, deren Wirkung in strukturell gleich aufgebauten Kapiteln "besprochen" werden. Zuerst wird das Bild in guter Qualität auf einer separaten Seite abgebildet. Dann folgen auf 2-4 Seiten die Interpretation von George Barr und Intention des Fotografen mit weiteren interessanten Hintergrundinformationen (Behind the scenes). Was ist nun der Reiz dieses Buches ?

Man beschäftigt sich mit der Wirkung von Bildern. Hierzu hat man 52 Bilder verschiedener Fotografen zur Verfügung. Also ein Bild pro Woche, was man sich ja als Vorsatz nehmen kann. Die Werke stammen von George Barr selbst, von bekannten und etablierten Größen der Szene (jedoch primär aus Nordamerika), aber auch von aufstrebenden Talenten bis zu Größen der Bildgestaltung wie Harald Mante. Durch das Lesen der Interpretationen beschäftigt man sich länger mit dem Bild, als wie man es vielleicht sonst täte. Dadurch eröffnen sich neue oder gar andere Sichtweisen. Bei dem ein oder anderen Bild eröffnet sich dadurch eine andere oder stärkere Wirkung, als beim schnellen "Darüberfliegen". Durch die verschiedenen Wertungen lernt man, was alles zur Wirkung eines Bildes beitragen kann und wie diese neben vielen allgemeingültigen Aspekten auch in der individuellen Interpretation des Betrachters liegt. Dies ergänzt um die Intention des Künstler und zusätzliche Informationen z.B. zur Entstehungsgeschichte erlauben einem weitergehende Sichtweisen. Hilfreich ist hier, dass das ursprüngliche Bild auf den Besprechungsseiten oben links immer "verkleinert" abgebildet ist, so dass der Bezug ohne ein lästiges Zurückblättern erhalten bleibt. Ich persönlich finde die Aufmachung und das strikte Konzept sehr angenehm.

Die einzige Kritik an diesem, aber auch an anderen Büchern von George Barr ist aus meiner persönlichen Sicht die Bildauswahl. Dies hat nichts mit der Qualität der Bilder zu tun. Es sind wahrlich Meisterwerke dabei. Aber wenn man fotografisch einen gewissen Bildstil bevorzugt und von diesem fasziniert ist, dann fehlen einem die letzten 10% der Begeisterung die hier gezeigten Bilder zu "verschlingen" und deren Beurteilungen vollends zu lesen. Die Bildauswahl von George Barr ist breit gefächert, aber letztendlich kommt sicherlich unbeabsichtigt seine bevorzugte Bildästhetik zum Vorschein. Es fehlt mir hier etwas an Breite, sprich neben der klassischen Fine Art Landscape Fotografie kommen mir aktuelle Stile, wie sie z.B. im Al Thani Wettbewerb gezeigt und gefördert werden, aber auch andere Sujets wie Sportfotografie zu kurz. Dies ist jedoch "jammern" auf höchstem Niveau, was meiner subjektiven Bildästhetik geschuldet ist. Darum keine volle Punktzahl bei der Bewertung.

Letztendlich mag dies aber sogar ein Vorteil sein, wenn man eben auch Bilder studiert, die nicht den üblichen Sehgewohnheiten entsprechen und somit man seinen eigenen Horizont erweitern kann. Fazit = SEHR LESENSWERT
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am 26. August 2012
Hallo,

ich habe nun das dritte Buch aus der Feder von George Barr gelesen und möchte dazu doch mal meine erste Rezension hier veröffentlichen.
George Barr hat sicherlich seine eigene Art Dinge zu sehen, zu fotografieren und zu erklären, aber ich komme bislang sehr gut damit klar.

In dem neuen Buch "wie Bilder wirken" wird man durch die Kurzbeschreibung a la "lernen durch das Studium
der großen Meister" ein wenig auf eine Spur gebracht, die das Buch meiner Ansicht nach nicht erfüllt und so wie ich George Barr bislang einschätze auch nicht erfüllen wollte. George Barr hat sich für seine Bildbesprechungen eher Bilder ausgesucht, die ihm gefallen und seiner Art der Erklärung dienlich sind; weniger Bilder, die allgemein bekannt und damit den Anspruch eines Meisterwerkes schon alleine deshalb auf der Fahne stehen haben.
Die Bilder sind vom Inhalt und der technischen Gestaltung breit gestreut, der Schwerpunkt liegt vielleicht etwas mehr auf materiellen Dingen aus dem Bereich Architektur-, Natur- und Sachfotografie, einige Poträts sind allerdings auch zu finden.

Von der Systematik stellt George Barr jeweils ein Bild ein, teilt seine Meinung recht ausführlich, jedoch nicht immer
klar strukturiert, mit und läßt danach, teils ausführlich den Bildautor zu Wort kommen. Dieser beschreibt seine Intention und teils auch recht ausführlich die Entstehung des Bildes und teilweise den Zusammenhang mit dazugehörigen Projekten. Danach folgt, für mich eher zu ausführlich, die Biografie des Autors ... wo, wie an welcher Universität studiert, wo und was bei wem veröffentlicht etc. Abschließend folgen Informationen zur verwendeten Technik. Manchmal kurz und beschränkt auf das Bild, manchmal auch eine eher ausführliche Darstellung der Werkzeuge und Techniken die der Autor insgesamt verwendet.

Es dauerte bei mir doch eine Weile bis ich mir für mich persönlich den Nutzen des Buches erarbeitet hatte. Ich schaue mir nun intensiv das jeweilige Bild an, mache mir Gedanken (teils mit Notizen) lese dann die Analyse von George Barr. Jetzt erfolgt ein erster Abgleich, danach lese ich die Sicht des Fotografen und gleiche das wiederum mit meinen Gedanken ab. Die Vita der Autoren und die verwendete Technik ... von iPhone bis Großbild, von digitaler Bearbeitung bis Platinabzüge aus der Dunkelkammer waren für mich eher von untergeordneten Interesse.
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am 1. Oktober 2013
Im 2011 erschienenen Buch von George Barr "Wie Bilder wirken" werden 52 individuell ausgewählte Fotografien präsentiert. Der Einband zeigt einen quadratischen Raster und den spiegelverkehrt geschriebenen Buchtitel. Die abgebildeten Bilder sind im Unterschied zu den bisherigen Büchern nicht von Barr selbst; diesmal hat er Aufnahmen von geschätzten Fotografen ausgewählt.

Einer jeweils 1-seitigen Darstellung des Bildes folgt eine detaillierte Analyse, in der Barr den Bildaufbau und die ganz persönliche Wirkung auf ihn ausführlich erläutert. Im Anschluss kommt der jeweilige Fotograf zu Wort und nimmt zu seinem Werk Stellung, geht auf Bildidee und -umsetzung, aber auch Biographie und technische Entstehung des Fotos ein.

Jedem Bild sind 4-5 Seiten gewidmet und die einzelnen Kapitel sind in sich abgeschlossen. Das Nette an dem vorliegenden Werk ist, dass man jedes Kapitel ganz nach individuellem Gefallen und Lust lesen oder einfach überblättern kann.

Durchaus positiv anzumerken ist das breite Spektrum der Fotografien, von Landschafts- und Naturaufnahmen bis zu Architektur, Stillleben, abstrakten Abbildungen sowie Personenportraits. Nun könnte man einwenden, dass dem Buch eine klare Richtung fehlt, aber der Fokus liegt eindeutig auf der Bildwirkung und damit das Buch seinem Titel gerecht.

Das Buch ist vom dpunkt.verlag aufgelegt, in guter Druckqualität und ingesamt ein schönes und interessantes Werk für Fotografen, die bereit sind, sich mit den Bildern auseinanderzusetzen und auf Details zu achten.
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am 14. August 2012
__Worum geht es?__

In diesem Buch geht es darum herauszufinden, was ein herausragendes Foto ausmacht. Der Autor und Fotograf George Barr hat sich 52 verschiedenster Fotos vorgenommen und sie detailliert analysiert.

Am Anfang jeder Bildbesprechung wird das jeweilige Foto ganzseitig dargestellt. Anschließend beginnt Barr zu erzählen: wie er auf das Bild aufmerksam geworden ist, was er über dessen Geschichte weiß und vor allem, was er von ihm hält. Dabei bleibt er immer erfrischend ehrlich, etwa als er meint: "Ich hatte Brigittes Konzept hinter der Gestaltung dieses Bildes nicht ganz verstanden, bis ich sie kontaktierte ..." (S. 29).Er schafft es, einem Bild viele Informationen zu entlocken. Und diese so locker und gleichzeitig so klar zu formulieren, dass es eine Freude ist, dieses Buch zu lesen.

An Barrs Analyse schließt sich jeweils ein Statement des Foto-Fotografen an. Auch er spricht über das Bild und seine Entstehung. Es folgt noch die Biografie des Fotografen, die ich jedoch in den seltensten Fällen gelesen habe.

__Und wie ist das Buch?__

Dieses Buch wurde mir ausdrücklich empfohlen als eines der besten Fotobücher überhaupt. Als ich es öffnete, hatte ich eine entsprechende Erwartungshaltung. Anfangs dachte ich: "Warum hat er denn diese durchschnittlichen Bilder mit reingenommen?" Denn einige Bilder hätte ich so auch machen können. Doch nach kurzem Lesen wurde mir klar: Es geht eben nicht darum, erst zu Fuß den Himalaya zu besteigen, um dann mit einer sauteuren Kamera ein Model eines aussterbenden Afrikastamms zu fotografieren. Sondern es geht um die Idee und das Sehen. Nicht mehr und nicht weniger.

Wer dieses Buch durchliest, sich in die Bilder vertieft und es schafft, den durch das Internet geübten 3-Sekunden-Blick auf mehrere Minuten auszuweiten, der wird aus diesem Buch einige Erkenntnisse ziehen, da bin ich sicher. Darum klare Empfehlung von mir!
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