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am 3. Dezember 2014
Vorwerfen könnte man George Barr – und in den kritischeren Rezensionen wird das auch hervorgehoben –, dass er zwar Photoshop-Wissen voraussetzt, aber dann manches Vorgehen der Bildbearbeitung doch zu detailliert programmspezifisch schildert. Manche der Methoden scheinen auch nicht sehr effizient, andere fragwürdig.
Viel mehr mag ich an dem Buch nicht kritisieren. Denn keine Fotobücher haben mir zu solchen Fortschritten verholfen wie die Bücher von George Barr, und das gilt auch für dieses. Er legt seinen Schwerpunkt auf Fragen der Komposition und Gestaltung und lenkt die Aufmerksamkeit des Lesers immer wieder auf diese Kernpunkte – seine Bildbeispiele (vor allem der Werdegang der Bilder) geben ihm recht. Dabei vermittelt er sein Wissen wohltuend frei von intellektuellem Wortgedrechsel, sehr praxisorientiert und nachvollziehbar. Wer vor allem an fotografischer Komposition interessiert ist, wird wenige Bücher finden, die Barrs Büchern gleichkommen.
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am 18. September 2010
Wie der Titel schon sagt schaut man George Barr über die Schulter. Es ist kein Buch mit "allgemeinen" Tipps sondern eher ein Buch mit typischen Barr Tips. Dieser Fotograf hat einen besonderen Stil von Fotos und wie er zu diesen gekommen ist wird von Sicht Georg Barr erklärt. Wer seine Fotos nicht mag hat also keinen Spaß an dem Buch. Für die Fotografen die seine Bilder mögen und auch in diese Richtung wollen ist es Gold wert.
Es schadet aber nix wenn man sich die Bücher von Barr mal zu gemüte führt. Sie sind es allemal wert sich einen Einblick in seine Art von Fotos zu verschaffen. Von seinen Tipps kann man sicher 70% für allgemeine Fotografie verwenden. Die Art von Barr mag nicht jeder, das viel in der Ich-Form geschrieben ist aber wie der Titel schon sagt. " Blick über seine Schulter"
Von mir gibt es jedenfalls 5 Punkte weil es genau meine Art von Fotografie trifft und mir der Erzählstil von George Barr sehr entgegenkommt.
Freu mich schon auf das nächste Buch von Barr.
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am 29. November 2012
Der Kanadier Georg Barr lässt sich über die Schulter schauen und bleibt mit keinem Tipp hinter dem Berg zurück. Das Buch ist aufgeteilt in foto-typische Kapitel, aus denen jeder Fotograf etwas für sich herausholen kann. Dabei bewertet er seine Aufnahmen selber, man kann seine Beurteilungskriterien kennenlernen und nachvollziehen, und der Leser wird in eine tiefe Sichtweise von Fotografie eingeführt. Dabei fällt man nicht über detaillierte Technik, sondern viel mehr über die Aspekte, warum ein Motiv herausgepickt wurde.
Georg Barr versteht sich als Künstler und setzt nicht nur die Fototechnik ein, sondern beschäftigt sich sehr stark mit nachträglicher Bildbearbeitung am PC. Auch hierzu fehlt es nicht an Tips; das geht sogar bis zu einer Einführung in PhotoShop. Ich kann das Buch jedem empfehlen, der jenseits von Blende und Auflösung eher Bildaufbau und formale Spannung in seinen Aufnahmen wirkungsvoll zur Geltung bringen möchte.
Ich habe das Buch anderen Fotofreunden weiter verschenkt und werde mich selbst mit seinen Anregungen in "Besser fotografieren" beschäftigen.
Walter Hs, Köln
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am 10. Januar 2012
Insgesamt ein schönes Buch mit ansprechenden Foto, interessanten Ideen und Gedanken, mit einer Fülle von wissenswerten Informationen rund um die Fotografie.
Die 23 Kapitel umfassen idR. jeweils 10 Seiten und widmen in einem angenehmen Erzählstil jeweils einem Thema.
Eingestreut sind optisch hervorgehobene Kernaussagen, die jedes Kapitel zu einem Miniworkshop werden lassen und viel Einblick geben, wie George Barr seine Bilder gestaltet.

Manche Bildmanipulation mag gewöhnungsbedürftig oder auch übertrieben wirken - die Entscheidung liegt beim Leser. Barr beschreibt seine Gründe und das Vorgehen ausführlich.
Weniger schön ist, dass manche Vorher-Nachher-Vergleiche mit unterschiedlich großen Bildern arbeiten, die aufgrund der Größenunterschiede keinen sinnvollen Vergleich der oft subtilen Differenzen zulassen.

Sehr wünschenswert fände ich mehr Systematik und Struktur im Buch.
Das Inhaltsverzeichnis ist nur grob nach Kapiteln gegliedert, den Unterthemen fehlt jegliche Seitenzuordnung. Das wäre noch erträglich, aber der Index umfasst gerade mal dürftige 1.5 Seiten für 286 Buchseiten. Wiederfinden funktioniert allenfalls über Post-it Einkleber. Aussagen wie "in einem späteren Kapitel darauf eingehen" bleiben weitestgehend nutzlos, weil unauffindbar.
Das lässt den Nutzen des Buches für mich sehr schrumpfen.
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am 4. Mai 2011
Im Buch "Der Blick über die Schulter" verrät uns der bekannte Fotograf George Barr, wie er ohne seine körperliche Anwesenheit uns bei der Bildgestaltung unterstützen kann. So jedenfalls die Verkürzung seiner einführenden Worte und daher dieser Titel.

Hier geht es nicht in erster Linie um die Beherrschung von Photoshop und Co, sondern um die Verbesserung von Bildern, die man macht. Dabei geht er sehr detailliert und an praktischen Beispielen voran und stellt auf seiner Webseite auch entsprechendes Fotomaterial zum Download zur Verfügung. Dann kann man an den praktischen Beschreibungen diese Ideen umsetzen und wesentlich besser nachvollziehen als nur den Text zu lesen (aber Copyright beachten!-Siehe Seite 4-5).

Besonders beeindruckt hat mich das Kapitel 4 rund um das Obst. Barr geht auch hier wieder sehr detailliert voran und zeigt auf, welche fotografischen Motive hier gleich um jede Ecke zu finden sind und wie man diese auch fotografisch perfekt umsetzen kann. Ich nenne hier zu diesem Thema nur ein paar Schlagworte: Bild strecken durch Transformation, Konvertierung in schwarz-weiß und die Auswirkung der verschiedenen Gradationskurven auf das Bild. Ebenso das Rauschen, welches sich im Schatten beim Aufhellen stärker bemerkbar macht und wie man dies mit relativ einfachen Mitteln wieder in den Griff bekommt. Letztendlich kann man aus einem Bild eine Vielzahl von verschiedenen Versionen schaffen, die alle toll werden (können). Geschmäcker bleiben verschieden.

Insgesamt besteht das Fotobuch aus 23 Kapiteln, die ähnlich wie die eben genannte Obstgeschichte aufgebaut sind und trotzdem unterschiedliche Methoden zur Optimierung des Bildes erläutern. Dabei geht es um Kontraste, Schärfemethoden, Mehrfachbelichtungen, Druckmöglichkeiten, Farbbalance in Serien (schwieriges Thema!), Belichtungsausgleichsmöglichkeiten und vieles mehr.

Ein Exkurs zum Thema hochwertiger Druck und am Ende des Buches ein Schnellkurs zum Photoshop machen dieses vielfältige Buch zum Vergnügen. Es hat knapp 300 Seiten und ist wie immer bei den Fotobüchern des dpunkt.Verlages auf edlem Papier gedruckt.

Es gehört meiner Meinung nach in jede Fotobibliothek eines ernsthaften Amateurfotografen und Semi-Profis.
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am 10. Juni 2011
Wer glaubt, schon alle Tricks draufzuhaben, wird durch George Barr hier eines Besseren belehrt.
Es geht hier nicht um das Fotografieren im Regen ohne Stativ oder um den vergessenen Polfilter im Schlosshof. Nein - es geht um um den berühmten Herrn "Korinthos Kackis" - alias George Barr.
Er bring hier ein Plädoyer dafür, dass sich sorgfältiges und korrektes Arbeiten immer auszahlt.

Der Kanadische Arzt beschreibt hier, wie aus scheinbar banalen Fotos Kunstwerke entstehen, wenn man nur die richtige Sorgfalt walten läßt und im richtigen Maße subtile Bearbeitungen durchführt.. Typische Objekte mit genauso typischen Tücken zeigen dem wirklich ambitionierten Fotograf, was man wie noch herausholen kann.
Einem schwer zugänglichen, blassen Wasserfall entlockt Photootoshop (oder jede andere Bildbearbeitung) eine faszinierende Farbepracht; eine langweilige Klippen- und Buschlandschaft zeigt plötzlich unglaubliches Profil nach der richtigen Umwandlung in schwarz-weiß. Genauso zeigen Obst, Skulpturen, Menschen, Technische Gegenstände Landschaften, Personen und fremde Länder (so ist Europa für einen Kanadier..) plötzlich ungeahnte Qualitäten, indem man einige wenige, aber gezielte Optimierungen durchführt.
Gekrönt wird das Buch dadurch, dass auch mal über die Grenzen der Ästhetik ("Spielereien") und einen Grad von Abstraktion diskutiert wird.

Sehr postiv an dem Buch ist, das auch moderne Techniken wie Image stacking (z.B. HDR) und z.B. Lensbabys behandelt werden. Dabei wird immer erst das Problem geschildert und dann schritt für schritt die Optimierung gezeigt. Positiv fällt auf, dass diese Rezepte auch ohne die richtige Photoshop-version funktionieren, da sie recht universell beschrieben sind. Auch berichtet er in kurzen Exkursen über Schärfemethoden, Rauschverminderung - ja auch über seine Erfahrungen mit bestimmten Objektivtypen. Das alles eher im Ton Experte zu Experte und ohne Oberlehrerton. (Dank auch des guten Übersetzers).

Selten habe ich ein Buch gelesen, das einen so breiten und gleichermaßen detaillierten Insider-Blick in die Künstlerische Fotografie bietet.

Den einzigen Sterneabzug (auf höchstem Niveau) muß ich dem recht "unterbelichtetem" Thema Menschen und einigen wenigen etwas lieblosen Kapiteln (z.B. Stilleben) geben, die nicht so ganz in den hohen Anspruch des Buches passen wollen.

Ich kann das Buch jedem empfehlen, der einen gewissen "Stillstand" in seiner Photografie befürchtet. Also erfahrenen ambitionierten Amateuren (insbesondere Wettbewerbsfotografen) und auch solchen, die in die professionelle Fotografie einsteigen wollen. Das buch ersetzt durchaus den einen oder anderen Expertenworkshop.
Für Einsteiger ist das Buch nicht geeignet.
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am 25. Juli 2011
Gleich vorweg - das vorliegende Buch ist kein Lehrbuch für ein Bildbearbeitungsprogramm oder eine Anleitung zum besseren Fotografieren. George Barr konstruiert nicht großartige Fotomontagen oder Spezialeffekte. Nein, er zeigt ganz einfach, wie Bilder, die ohnehin schon ausgezeichnet fotografiert sind, mit einfachen Werkzeugen und Techniken da und dort noch zur Perfektion gebracht werden, großteils unspektakuläre Motive, aber mit einem sehr sensiblen Blick gesehen.
In insgesamt 23 Kapiteln (die Einzelfotos, aber auch ganze Bildserien behandeln) wählt er Bilder aus (fast) allen Motivbereichen aus und zeigt ausführlich Schritt für Schritt den Weg zum anspruchsvollen Foto. Photoshopkenntnisse werden dabei allerdings schon vorausgesetzt, der Schnellkurs am Ende des Buches ist für einen Anfänger nicht wirklich hilfreich.
Dem Autor geht es nicht nur darum zu zeigen, wie er etwas fotografiert und dann (nach-)bearbeitet, sondern genauso um das Warum, er legt seine Gedanken offen und erklärt die Absichten hinter seinen Bildern.
Das Buch ist absolut lesenswert für Fotografen, die sich mit der Technik ihrer Kamera schon beschäftigt haben, einen Blick für gute Motive entwickelt haben und jetzt ihre Fotos perfektionieren wollen...

Johann Fenz (Fotoklub der VHS Horn, Österreich)
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am 12. Juni 2011
Anspruchsvolle Fotografie und Bildbearbeitung-stimmt. Anspuchsvolle Fotografie wird aber irgendwie vorausgesetzt, eindeutiger Schwerpunkt ist die Bildbearbeitung. Ich hatte mir mehr Tips bei der Motivgestaltung vorgestellt, aber ok. Die Bildbeispiele sind weit gestreut, Technik, Landschaft, Menschen, Details etc. Insofern für jeden was dabei. Der Text ist so geschrieben, wie jemand in einem persönlichen Gespräch erklären würde, was er wie und warum mit dem Foto angestellt hat um zu dem Ergebnis zu kommen, welches er sich letztendlich vorgestellt hat. Die einzelnen Kapitel sind immer ähnlich aufgebaut, die Bearbeitungsschritte wirklich immer wieder detailliert beschrieben und auch mit Bildmaterial dokumentiert. Photoshop User werden hier ihre helle Freude haben, die grundlegenden Bearbeitungsmöglichkeiten sind jedoch sicherlich auch auf andere Software übertragbar.
In Summe ein herausragendes Buch für die "Dunkelkammerfraktion". Wer Tips zur Bildgestaltung bei der Aufnahme sucht, ist hier falsch beraten.
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am 1. Juni 2010
Der Blick über die Schulter (dpunkt-Verlag)

Ein Buch, das mich gleich, nach dem ich es aufschlug und los las, fesselte. Ich bemerkte aber sehr schnell: es ist anders. Der Autor, George Barr, gibt eine Menge an Informationen. Er erwartet aber, dass Grundkenntnisse der Fotografie und Bildbearbeitung vorhanden sind. Dann schaute ich auf die Rückseite des Buches und fand bestätigt, für den Anfänger ist es nicht ausgewiesen.
In unserer Fotoclubszene erfahren wir manchmal, dass ein Fotograf ein paar Türchen öffnet und etwas von seiner Erfahrung weitergibt. Das leistet dieses Buch nachhaltiger, es ermöglicht, auch nachträglich noch mal nachzuschlagen. Wie in jedem guten Fotoclub, haben wir natürlich eine kleine eigene Bibliothek mit unseren Lieblingsbüchern, die wir besprechen und gemeinsam aussuchen. Dies Buch von George Barre gehört nun dazu.
Im 'Blick über die Schulter' sind 23 fotografische Themen enthalten, einmal quer durch alles, was fotorelevant ist. Einige Themen davon waren schon einmal vor der eigenen Linse, es bleiben aber viele, die noch als Arbeitsthema offen sind.
Jedes der 23 Kapitel beginnt mit der Definition zum Motiv, mit Tipps zur Aufnahme und Gedanken, wo denn entsprechende Motive zu finden sein könnten und warum es sich lohnt, so etwas zu fotografieren.
Die meisten anderen Fotobücher gliedern sich nach Aufnahme- oder Bildbearbeitungsthemen. Das ist praktisch, um schnell nachzuschlagen, wie sich diese oder jene Technik auf ein Bild anwenden lässt.
Einen ganz anderen Weg geht George Barr, er lässt sich tatsächlich über die Schulter schauen, wie er seine Bilder ersinnt und ausarbeitet. Dabei wird man in erzählender Weise an die Hand genommen und durch die Themenbereiche geführt. Interessant sind auch seine Textpassagen über die Motivsuche und was man sich manchmal trauen muss. Er sagt: 'Suche dir Motive, zu denen du nochmals hingehen kannst'. Damit trifft er genau meine Einstellung.
Passend zum jeweiligen Motiv ergänzen sich spezielle Arbeitsschritte. Photoshoptechniken erklären sich beiläufig speziell fördernd und passend zu den jeweiligen Motiven und Aufnahmen, jedoch nicht als wichtigster Bestandteil. Am Ende sind alle wichtigen Bildbearbeitungsschritte, die man braucht, erklärt.
Jedes Motivthema endet mit einem ausgearbeiteten Bild. Im Text 'Gedanken zum Bild' erfährt der Leser dann, warum dies die endgültige Fassung ist. Es gibt auch eine Einschätzung, ob es sich dabei um ein gutes oder mittelmäßiges Bild handelt. Im Zusammenhang mit den Abhandlungen, wie dies Bild entstand, den Gedanken zum Motiv und der Ausarbeitung, ergibt sich ein nachhaltiger, differenzierter Einblick. Setzt man dies nun in Beziehung zur eigenen Arbeitsweise, so ist ein Nutzen direkt ableitbar.
Gefallen hat mir vor allem die Vielfalt an fotografischen Themen, die alle mit interessanten Motiven gefüllt sind. Gefallen hat mir auch der Gestaltungsansatz, der weggeht von phrasierten Linienführungen und Schnittmustern. Wirkungsvoll wird aufgezeigt, mit welchen Mitteln der Bildbearbeitung Bilder zu erstellen sind.
Das Buch ermutigt, sich mit Bildern zu beschäftigen, sie nicht nur abzufotografieren sondern ihnen hinterher mit der Bildbearbeitung den richtigen gestalterischen Schliff zu geben. So wie es die Altmeister machten, wenn abgewedelt oder nachbelichtet wurde und sich die strahlenden Lichter durch nachträgliches Bleichen einstellten.
Mir wurde durch die Lektüre klar, warum ein Bild eine gut gestaltete Aussage haben muss. Ein Leitsatz ist: Je stärker die Gestaltung, umso weniger gibt es die Notwendigkeit für einen Bildschwerpunkt. Das ergibt diese starken, stillen Bilder, die es lohnt, immer wieder zu betrachten.
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am 25. April 2011
" Der Blick über die Schulter" von George Barr ist für mich das etwas andere Fotobuch.
Ich kann das damit vergleichen, wie wenn meine Frau wieder einmal ein leckeres neues Rezept ausprobiert und mich damit lukulisch überrascht.
Das Buch ist fast wie ein Kochbuch, läßt jedoch genügend Möglichkeiten der Selbstverwirklichung.
Es werden Bilder aus den gängigen Genres behandelt. Eingefangen, betrachtet und was nun? Verwerfen, oder kann man was draus machen?
Er läßt uns teilhaben an der Bildanalyse und schrittweisen Optimierung. Dabei zieht er alle Register und als wenn man bei der Aufnahme dabei war, möchte er uns am (guten) Ergebnis teilhaben lassen. Er vergleicht das Original mit dem Ergebnis und teilt seine eigenen Gedanken und Empfindungen mit. Man hat das Gefühl, das es ihn interessieren würde, was man selbst von den Ergebnissen hält. Aber er kann uns leider nicht persönlich erreichen. Dafür aber mit seinen Tipps und Tricks.
Übrigens; Er sieht es gelassen, wenn jemand mal nicht so begeistert ist, dafür ist es ihm wichtig, dass das Bild ihm selbst gefällt. Auch wenn er dann damit kein Geld verdient hat.
Bitte lest Euch unbedingt die farblich gekennzeichneten Textbereiche durch. Das sind zum Teil kleine Merksätze,
die man sich gut und gern hinter die Ohren schreiben kann, z.b. : " Mist bleibt Mist, auch wenn man ihn beschneidet. Gute Motive hingegen gewinnen oft durch das Beschneiden." Köstlich oder?
Ich habe das Buch oft weggelegt und alte Bilder herausgeholt und es auf seine Art versucht. Dabei soll hier nicht der Eindruck erweckt werden, das für
den Autor die Bildbearbeitung alles ist. Er gibt auch Hinweise zur Vermeidung von Fehlern und Anregungen zur Entstehung von Ideen.Er möchte uns animieren loszufahren, Motive zu suchen und daraus tolle Bildideen zu entwickeln.
Es ist schön, wenn mal ein Profi sich über die Schulter gucken läßt, um aufzuzeigen, warum das eine oder andere eigene Bild doch nicht so wirkt wie man gedacht hat und bei den Anderen nicht so ankommt, wie man es sich gewünscht hätte.
Nach diesem Buch, um auf die ersten Zeilen meiner Rezension zurückzukommen, kann man hernehmen, sich ein Genre aussuchen und einfach anfangen zu lesen und parallel zu arbeiten.
Man wird durch die schriftstellerischen Mittel durch einen Prozess geleiten, der einen tollen Effekt hat. Versucht es selbst mal.
Da dieser Titel sein zweites Buch ist, wird das erste Buch das Nächste sein, was ich mir zulege.

Viele Grüße an Herrn Barr und den dpunkt- Verlag

Stefan Stauch
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