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am 21. Juli 2010
Der Inhalt des Buches wird durch den Untertitel "Entwicklungsprozesse in der Praxis - Ein Continental-Projekt auf dem Weg zu Level 3" besser beschrieben, als durch die eigentliche Überschrift. Denn anhand eines Beispielprojektes werden alle SPICE Prozesse nacheinander von MAN über SUP, ENG und ACQ entsprechend dem HIS Scope beleuchtet.
Nach einer 30-seitigen Einführung in Autom. SPICE behandelt jedes Kapitel jeweils einen Prozess nach dem Schema
-Angewendeter Referenzprozess,
-Umsetzung im Beispielprojekt,
-Abbildung auf Automotive SPICE,
-Verbesserungsmöglichkeiten,
-Typische Probleme (bei der Umsetzung).
Wobei es meiner Meinung nach nicht immer gelingt, "Lücken aufzudecken und mit entsprechenden Maßnahmen zu beschreiben", wie auf S.3 angekündet. So werden die Verbesserungsmöglichkeiten und "Typische Probleme" nicht sehr kritisch hinterfragt. Stattdessen werden teilweise standard Consulting Phrasen aufgelistet, wie z.B. (in fast jedem beschriebenen Prozess) "Detailliertere Kompetenz- und Qualifikationskriterien sind für die Rollen zu benennen. Eine Skills-Datenbank wäre nützlich, ..." ohne dabei näher auf den Sinn und die Umsetzung einer solchen Forderung einzugehen. Ebenso wird das Thema Indikatoren und Metriken spärlich behandelt (auch hier nur platte Vorschläge z.B. "Änderungshäufigkeit von Objekten im KM" oder "Erkannte Mängel pro Zeitaufwand bei Reviews" ohne den Sinn und die Aussagekraft solcher Metriken zu hinterfragen).
Außerdem wird generell das (meiner Meinung nach große und ungelöste) Problem der Schnittstellen von autom. SPICE gegenüber z.B. der Hardwareentwicklung und Konstruktion höchstens mal in einem Nebensatz (S.105 Kap.10.4 "Es wird typischerweise nur zur Erfassung von Softwarefehlern verwendet.") angesprochen, aber leider ohne darauf einzugehen.

Generell ist das Buch stellenweise sehr trocken (Angewendeter Referenzprozess), aber auch lebhaft geschrieben. So werden für die Beschreibungen in "Umsetzung im Beispielprojekt" alle Rollen mit konkreten Namen besetzt (z.B. Projektmanagerin Laura Schäfer, Techn. PL Tim Hoffmann), was das ganze an dieser Stelle realitätsnah und verständlicher macht, gleichzeitig das Buch aber auch mit irrelevanten "Zusatzgeschichten" füllt.
Ebenso werden die eingesetzten Werkzeuge (Software-Tools) konkret beim Namen genannt, was für den einen oder anderen Leser sehr hilfreich sein kann.

Das Buch ist alles in allem interessant und führte bei mir zu der Erkenntnis dass auch bei Conti (noch) nicht alles rund läuft. Aber (leider) auch nicht viel mehr.
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