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  • Tuvalu
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am 1. August 2009
Nachdem ich diesen wunderbaren "kleinen" Film schon vor 10 Jahren im Kino gesehen habe, kann ich das Wiedersehen auf DVD kaum erwarten. (Anmerkung: Daraus ergibt sich, dass sich meine Rezension auf den Film bezieht, nicht auf die DVD-Ausgabe, die ich noch nicht in Händen halte.)

Tuvalu ist vor allem eins: völlig anders als alle möglichen anderen Filme, die einem tagtäglich vor die Augen kommen.
1. ist er in Schwarzweiß gedreht, allein noch nicht so ungewöhnlich,
2. fällt aber auch im ganzen Film kaum ein verständliches Wort, allein die wiederkehrenden Geräusche, das Gegrunze des alten Mannes, das Wasserplätschern der Stammgäste des verfallenden Schwimbades machen den Sountrack aus. Wer da an Jacque Tatis Komödien denkt, liegt nicht ganz falsch.

Das ist natürlich gewöhnungsbedürftig, aber ein bisschen Horizonterweiterung lohnt sich, denn die einfache Liebesgeschichte mit ihren slapstick-haften Einlagen und ihrer aufgeladenen Atmosphäre wird Freunde von Fellini oder Tati garantiert in ihren Bann ziehen.

Chulpan Khamatova, die Darstellerin der Eva, habe ich seitdem nicht mehr so entwaffnend und berauschend gesehen wie in Tuvalu ("Luna Papa" mit Moritz Bleibtreu - wohl deswegen eher auf DVD zu haben - ist dagegen ein blasser Abklatsch).

Die Geschichte von Gut und Böse, vom Antihelden Anton, der ein Mädchen anschwärmt und gegen einen vermeintlichen Goliath (seinen eigenen Bruder) zu gewinnen versucht, ist längst nicht alles, was an diesem Film fasziniert.

Das Set - ein altes verfallendes Schwimmbad aus der Gründerzeit (?), das inmitten einer leeren Landschaft wie in einem Traum die merkwürdigsten Gestalten und ihre marottenhaften Angewohnheiten begrüßt, ist allein schon ein cineastisches Fest. Der eigenwillige Schauspielstil (eben ohne "richtige" Dialoge, fast wie ein Stummfilm und dann eben doch nicht: alles ist Gemurmel, Gebrummel, Geflüster - und man versteht trotzdem einwandfrei, worum es geht) erinnert daran, dass es abseits vom angelsächsischen Kino noch ganz andere Traditionen gibt, die es (wieder) zu entdecken gilt.

Tuvalu ist ein Sehnsuchtsort, eine kleine Inselgruppe im Pazifik (das echte Tuvalu ist übrigens vom steigenden Meerespsiegel bedroht und wird in einigen Jahrzehnten vielleicht evakuiert und versunken sein), im Film ist es die Projektionsfläche für die Wünsche der Charaktere, die sich in ein besseres, freieres Leben wünschen, aber sich doch ganz gut durchschlagen in dem, das sie haben.

Aus dem oben gesagten ergibt sich, dass weder Freunde von Actionfilmen, noch die Anhänger leichter Komödien hier auf ihre Kosten kommen werden. Wer es aber gern ein bisschen schräg mag, wen glatte Oberflächen und production value in Form von schnellen Autos oder schicken Häusern im Kino weniger interessieren als im wahrsten Sinn des Wortes "traum"-hafte Sequenzen und überraschende filmische Ideen, dem sei der Film wärmstens empfohlen.

Das Wort "Filmjuwel" ist überstrapaziert. In diesem Fall ist es aber meine ganz subjektive Meinung: die Entdeckung dieses kleinen Filmschatzes war die beste Überraschung heute bei Amazon.
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am 8. Januar 2004
Wie kann ein Film funktionieren, in dem man die tatsächlich verständlichen Worte an einer Hand abzählen kann, in dem es um ein verfallendes altes Schwimmbad geht und in dem keine einem durchschnittlichen Kinogänger wie mir bekannten Schauspieler mitmachen? Keine Ahnung- aber dieser Film schafft es.
Der Rhytmus dieses Films ist eher langsam und nimmt sich Zeit, die Charaktere sind schrullig und teils exzentrisch, aber allesamt liebenswert, und daß sie sich nur mit Lauten verständigen erscheint einem nach überraschend kurzer Zeit gar nicht mehr so ungewöhnlich. Störend ist es auf keinen Fall, eher beruhigend: man muß sich nicht anstrengen, um komplexe Dialoge zu verstehen, sondern kann sich einfach zurücklehnen und genießen. Seltsamerweise erinnerte der Film mich an Charlie-Chaplin- oder Buster-Keaton-Filme, obwohl das Tempo von ‚Tuvalu' sehr viel gemütlicher ist; vielleicht liegt es an den hier und da eingestreuten (intelligenten) Slapstick-Einlagen (nicht Dick-und-Doof-like!). Gewürzt wird das Ganze von einem wunderbaren feinen Humor, und so spielt sich einem dieser Film ganz unaufdringlich in's Herz. Ein wirklich wunderschöner, intelligenter, feiner Independent-Film, der zwar Anspruch hat, aber nicht damit protzt. Will sagen: ‚Tuvalu' ist mit Sicherheit nichts für Fans von Schwarzenegger oder Filmen wie ‚Ey Mann, wo ist mein Auto?', ansonsten kann ich ihn allen anderen nur wärmstens empfehlen.
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VINE-PRODUKTTESTERam 27. April 2003
Veit Helmer sagt:
"Der Film ist mein Kind, und ich habe das Gefühl,
dass es sehr verletzlich ist. Angst, dass es von seinen Klassenkameraden
gehänselt wird, weil es anders ist."
Für mich ein ungewöhnlicher Film voller nicht gewöhnlicher Situationen.
Der Film ist fast ohne Dialoge, allein das wunderbare Spiel der Darsteller hauchen ihm Leben ein und machen Tuvalu in jedem Land dieser Welt verständlich. Eine tragisch-komische Geschichte wird hier sehr charmant und kurzweilig erzählt.
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am 14. Oktober 2009
... der Film kommt bei den meisten Besprechungen nicht besonders gut weg. Sicher ist er etwas eigenwillig. Schauspieler und Kulisse können aber voll überzeugen. Vielleicht braucht es zum Verständnis dieses Films etwas mehr als Kritikersachverstand, z.B. Fantasie ...
... dann liegt man mit diesem verschrobenen Film goldrichtig.
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am 22. Januar 2004
Na was haben wir denn hier - einen Experimentalfilm?! „Tuvalu" ist ein Film, der nicht im geringsten mit heutigen Produktionen vergleichbar ist. Die erzählte Geschichte spielt keine große Rolle, die Dominanz liegt in der Umsetzung und der hervorragenden Darsteller. Stilistisch an Filme aus der Stummfilmzeit angelegt, fasziniert die Produktion vor allem durch die intensive atmosphärische Optik und skurile Inszinierung. Die Dialoge sind auf ein Minimum reduziert, die Komunikation findet hauptsächlich durch Gestik und Mimik statt. Die Farbdramaturgie spielt auch eine große Rolle; keine Szene des Films ist „realistisch" ausgeleuchtete. Duplextöne und harte Kontraste unterstreichen die nostalgische Atmosphäre. Erstaunlich, daß sich heutzutage ein soches Projekt noch realisieren läßt. Ein großes Lob an Regisseur/Filmemacher Veit Helmer für diesen cineastischen Traum. Sicherlich nicht jedermanns Geschmack, aber wer offen für subversive Filmkunst ist, wird wird mit „Tuvalu" bestens bedient.
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am 22. November 2003
Bei einem Film fast ohne Worte muss die Handlung einfach sein. Der Film lebt von seinen Bildern, der Ausleuchtung der Szenen, den skurrilen Charakteren. Die Einstellungen sind lang und es herrscht im Film selten Hektik. Die Bilder lassen den Augen Zeit. Manche Filmszenen erinnern mich an Metropolis, doch wird dort die Modernität verehrt, bleibt hier die Romatik der Vergänglichkeit. Die Farben sind sanft. Tuvalu ist eine Hommage an den Verfall.
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am 17. November 2002
Dieses einfallsreiche, träumerische, Werk hätte ich dem "Deutschen Film" nicht mehr zugetraut. Veit Helmer macht möglich, was seit Charlie Chaplin nicht mehr möglich schien: Slapstick-Komik verbindet sich mit einer eigentlich weite Strecken tragischen Handlung zu einer charmanten Geschichte. Besonderes Merkmal des Films: Dadurch, dass kaum gesprochen wird, ist der Film in allen Sprachen problemlos verständlich.
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am 16. Juni 2002
Tuvalu ist einer dieser Filme, die einem einfach nicht loslassen. Da kann dazwischen kommen, was will. Die Geschichte dreht sich um einen jungen Mann namens Anton, der bisher in seinem Leben nur das Schwimmbad gesehen hat, indem er arbeitet und seinem Vater vorgaukelt, dass es noch ganz intakt ist. Nach und nach zerfällt es aber. Die meisten der Gäste zahlen mit einem Knopf als Eintritt. Einer der Besucher ist die junge Frau Eva, in die sich Anton verliebt. Im Laufe der Handlung entsteht eine Hassliebe zwischen ihnen, während der Bruder von Anton alles dran setzt den Ruf des Schwimmbads zu ruinieren.
Die handlung des Films ist ziemlich naiv, aber so sind Märchen nunmal. Und wenn der Film fast ganz ohne Worte auskommt, ist das auch nicht weiter verwunderlich. Einfach nur wunderbar !
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am 28. Februar 2014
Tuvalu ist nicht nur ein Inselstaat im Pazifischen Ozean, sondern auch ein großer Independent-Film von Veit Helmer. Ich denke, wenn ich träume, ist es wie in Tuvalu. Es gibt nicht viele Worte, wenn sie nicht benötigt werden. Alles, was gesprochen wird, ist in einer Mischung aus (europäischen) Sprachen ...
Die ausdrucksstarken Akteure - unter denen besonders die Russin Chulpan Hamatova auffällt - erzählen mit großen Augen und Gesten eine berührende Geschichte.

Am besten kann man den Film an einem verregneten Sonntagnachmittag mit Muße anschauen :-)
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am 7. September 2004
Das weitgehend wortlose Spiel, die komödiantisch stummfilmartige Präsenz der Schauspieler mit übertrieben klaren Gesten sowie die skurile Atmosphäre eignen sich definitiv nicht für jeden Geschmack. Etweder wird man diesen ungewöhnlichen Film lieben oder man findet ihn grottenschlecht. Trotzdem ist eines sicher: Hat man ihn gesehen, wird man sich an ihn erinnern. Das ist es, was einen guten Film ausmacht.
Der Film hat FSK 0, trotzdem halte ich Tuvalu eher für ein Erwachsenenmärchen. Sofern man auf mundgerecht servierte amerikanische Action verzichten kann wird Tuvalu durchaus auch Fans von "Resident Evil", "Terminator" oder "Ey Mann, wo ist mein Auto?" gefallen. Tuvalu hat es jedenfalls auf Anhieb in die vorderen Reihen meines DVD-Regals geschafft und jedem, der allgemein DVDs sammelt, kann ich Tuvalu nur wärmstens empfehlen.
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