Sale70 Sale70w Sale70m Hier klicken Sonderangebote Book Spring Store 2017 Cloud Drive Photos UHD TVs Learn More TDZ Mehr dazu Mehr dazu Shop Kindle AmazonMusicUnlimited BundesligaLive longss17



Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 14. Dezember 2013
Ich wartete schon immer auf das erneute Ankündigen des Films in einem nahe gelegenen Programmkino - jetzt kann ich mir selbst "Kino" machen!
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 12. April 2017
Es kommt einem beim Betrachten der Bilder nicht so vor, aber es gibt eine Parallele zu HR Giger. CG Jung wie Giger haben als Capital Thema die Unvernunft vor Augen und nehmen im Erkenntnisprozess daran teil, das Seelenleben aufzudecken und darzustellen was daran keine Form und daher keinen Platz im Erwerbsleben hat, nicht mal auf SSD. Um überhaupt eine Brücke zu schlagen nutzen Sie ihre Kreativität, vor allem Giger, und betätigt sich als Archäologe der Kunst, aus allen Erdteilen, Jung. Exakte Wissenschaft sträubt sich ebenso wie Psychologie und Kapitalismuskritik, dem okkulten Fetisch das Tor zur Abendländischen Tradition zu öffnen. Doch irgendwas ist dran, am spirituellen Zinnober und es schadet nicht zu wissen, um mit den Worten des Observers zu sprechen, mit welchen Personen der Carl Gustav Jung zu Lebzeiten welche Art Kontakt hatte und wer mit ihm in welchem Verhältnis stand. Es werden viele Begegnungen angedeutet und als solches Mosaik der Andeutungen ist die DVD besser zu verstehen. Nun könnte eine Dokumentation über Stanislav Grof folgen. Wenn der nicht schon bei HR Giger zu Besuch angedeutet hätte, das ihm das Leben am Rande des Wahnsinns nicht ganz geheuer ist. Also doch lieber was medizinisches über THC.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 10. Januar 2012
Drei Schweizer Seen kommen vor in einem Dokumentarfilm zu C. G. Jung, dessen Todestag sich 2011 zum fünfzigsten Mal jährt: der Vierwaldstätter See, der Züichsee und der Lago Maggiore. Als Kind machte Jung mit dem Vater einen Ausflug auf die Rigi und fühlte sich Gott nahe. Dieser Macht begegnete er wieder in Gestalt eines Phallus, die in einer Höhle auf ihn wartete. Das hat ihn ergriffen und nachhaltig verstört. Als reifer Mann zog er sich für Wochen und Monate zurück an das Ufer des Zürichsee. In Bollingen lebte er in einem Turm, dort wurden für ihn die «Zwischenwände zu den Dingen durchlässig», er war offen für Stein, Pflanze und Tier. Am Lago Maggiore schliesslich scharte der alte Jung regelmässig Gesprächspartner um sich aus den unterschiedlichsten Wissensgebieten ' und begründete damit die interdisziplinäre Tagung, wie wir sie heute kennen und schätzen.

Die drei Seen sind einer von vielen möglichen roten Fäden durch das Leben des Schweizer Seelenarztes. Rüdiger Sünnner hat diese Fäden zu einem kenntnisreichen Film verwoben, der trotz seiner hohen Dichte an Themen und Informationen den Zuschauer nicht überfordert. Vielmehr betätigt sich der erfahrene deutsche Dokumentarfilmer mit Nachtmehrfahrten als kundiger Kapitän, der seine Passagiere mit sicherer Hand zu Inseln und Ufern geleitet, die es zu entdecken gibt. Auch die Untiefen, in die sich Jung zu Zeiten des Nationalismus verirrte, werden nicht ausgspart. Da sehen wir Dokumentar-Bilder, die in ihrer Deutlichkeit fast nicht zu ertragen sind.

Umgekehrt hat sich Rüdiger Sünner nicht davor gescheut, Träume und innere Gestalten zu inszenieren. Künstlerische Zeugnisse von Psychiatrie-Patienten im Burghölzli, eine tanzende Chinesin in einem Traum des Physikers Wolfgang Pauli, eine Bootsfahrt mit Odysee-Lektüre auf dem Zürichsee ' diese Szenen gehören zu den eindringlichsten Momenten eines reichen, inspirierenden Films. Dass darin auch noch Jungianer der ersten Garnitur zu Wort kommen, sei an dieser Stelle einfach nur erwähnt: Verena Kast, Eugen Drewermann und weitere sprechen angenehm unaufgeregt und verdeutlichen das Gezeigte. Ein rundum gelungener und unbedingt zu empfehlender Film.
0Kommentar| 24 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 19. Juni 2011
Das besondere Verdienst der Tiefenpsychologie C. G. Jungs besteht darin, mit der Einbeziehung mythischer und religiöser Symbolik den ganzen Menschen anzusprechen. Kaum zu überschätzen ist die Bedeutung, die sein visionäres Lebenswerk für eine dringlich nötige Erneuerung mythisch-symbolischer Welterfahrung hat.

Dabei gilt Jung als anspruchsvoller Autor. Leicht kann eine Einführung in sein Lebenswerk in trockene Begriffsstudien ausufern, was gerade bei einem Film ermüdend wäre. Die Besonderheit der Filme von Rüdiger Sünner besteht unter anderem darin, dass er sein Thema (sei es der Maler Paul Klee oder der UNO-Generalsekretär Dag Hammarskjöld) mit Bildern, Klängen und Worten eher umkreist, als etablierte Begriffssysteme oder die äußerliche Gestalt der portraitierten Persönlichkeit in den Vordergrund zu rücken.

So kommt auch 'Nachtmeerfahrten' ohne historische Filmaufnahmen und vor allem ohne umständliche Erklärungen aus, indem sich die Annäherung an Jungs Psychologie mit Hilfe von kontemplativen mythischen Bildern vollzieht. Besonders eindrucksvoll wirken dabei die atmosphärischen Bilder von Jungs Rückzugsort in Bollingen, die zusammen mit eindrucksvollen Originalzitaten u.a. aus dem legendären 'roten Buch' eine Ahnung von der mythisch-visionären Wahrnehmungsfähigkeit dieses außergewöhnlichen Psychologen vermitteln.

Kurze Interviewsequenzen und aus dem Off gesprochene Texte sorgen mit prägnanten Informationen dafür, dass sich der Zuschauer mit der Magie der Bilder nicht allein gelassen fühlt, ohne dabei je den Tonfall schulmeisterlicher Belehrung anzunehmen. Das Ergebnis ist eine magische Reise nicht nur in die Gedankenwelt Jungs, sondern in die Innenwelt des Menschen, bei dem Intellekt und Imaginationskraft gleichermaßen angesprochen werden.

Wer noch tiefer in die Materie eindringen will, dem sei ergänzend 'Matter of Heart: The Extraordinary Journey of C.G. Jung' empfohlen, ein Film, in dem auch Jung selbst ausführlich zu Wort kommt.
0Kommentar| 76 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 500 REZENSENTam 19. Mai 2013
Carl Gustav Jung, der Begründer der analytischen Psychologie und berühmtester Schüler Sigmund Freuds, starb am 6. Juni 1961. Zu seinem 50. Todesjahr hat uns Rüdiger Sünner einen Dokumentarfilm geschenkt, der Leben und Werk facettenreich in Szene setzt.

Herausgekommen ist dabei ein künstlerisch anspruchsvolles, jedoch nie überforderndes Film-Portrait über einen der großen Visionäre unserer Zeit. Jungs Lebensaufgabe war es, die Welt der unbewussten, archaischen Gefühle mit den Erfordernissen der modernen Welt zu vereinen, wo Rationalität und wissenschaftliches Denken herrschen.

Rüdiger Sünner, der sich in seinen Filmen schon mit Paul Klee, Rudolf Steiner und dem Mythenwahn des Nationalsozialismus auseinandergesetzt hat, findet starke Bilder und passende Musik zu den Themen, mit denen sich der berühmte Schweizer Psychotherapeut beschäftigt hat. Am eindrucksvollsten ist ihm dies am Turm von Bollingen gelungen: Jungs Refugium am Ufer des Züricher Sees, wo er im Alter die Hälfte des Jahres verbrachte. Nur das Plätschern des Wassers ist zu hören, das Knistern des Feuers, dazu Bilder der Weite des Züricher Sees, der einfachen Feuerstelle und der Steinskulpturen, die Jung geschaffen hat, um in die Welt der Mythen, Symbole und Archetypen besser eintreten zu können. In der Atmosphäre dieser Burg hat Jung »seine Zwischenwände durchlässig werden lassen«, um einzutauchen in die Welt der Imagination, der Träume, der Schatten, der Synchronizität und des kollektiven Unbewussten: »Es ist, als ob eine stille, ahnenreiche Familie, die sich über Jahrhunderte erstreckt, das Haus bevölkert,« zitiert Sprecher Gerd Heidenreich C. G. Jung.

Der Film streift seine Kindheit, berührt seine Tätigkeit als Assistent von Eugen Bleuler in der Klinik »Burghölzli«, geht auf das schwierige Verhältnis zu seinem Mentor Freud ein und erzählt von den Reisen nach Afrika, Amerika und Indien. Er endet mit den Eranos-Gesprächen am Lago Maggiore, wo der alte Jung regelmäßig Gesprächspartner aus den unterschiedlichsten Wissensgebieten um sich scharte und damit die interdisziplinäre Tagung gründete, wie wir sie heute kennen.

Ausreichend Platz bleibt auch für das »Rote Buch«, das geheime Tagebuch von Jung. Es wurde erst 2009 freigegeben. Dort enthüllt Jung seine Heldenreisen in das (Traum)-Reich des Schattens und der Visionen. Nicht verschwiegen wurde auch der Ausrutscher Jungs in der Zeit des Nationalsozialismus, als er sechs Wochen nach der Bücherverbrennung antisemitische Äußerungen machte (»Das arische Unbewusste hat ein höheres Potential als das jüdische «), die er öffentlich nie zurückgenommen hat. Zu Wort kommen Verena Kast, Eugen Drewermann, Hinderk Emrich, Sonu Shamdasani, Gerhard Wehr, Jörg Rasche, Robert Wimmer, Gary Lachman und Michael Lindner, und als Bonustrack gibt es ein 22-minütiges Interview der Züricher Psychologin Verena Kast, die in kurzen, klaren Statements Jungs Werk reflektiert.
0Kommentar| 6 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 9. Januar 2012
Dem Autor und Regisseur Rüdiger Sünner ist mit "Nachtmeerfahrten" ein nachdenklicher und lehrreicher Film über die mythologische Psychologie C. G. Jungs gelungen. Er nimmt mich als Zuschauer auch ohne Vorkenntnisse mit auf eine Entdeckungsreise in C. G. Jungs Welt seiner Träume und seiner Suche nach mythologischen Entsprechungen in der eigenen als auch in fremden Kulturen.
Dabei geht Sünner intelligent und einfühlsam vor und schafft mit allen wichtigen Teilaspekten und Schattenseiten in Jungs Leben ein umfassendes und klares Bild vom Leben und Wirken des Altmeisters der Psychologie.
Die Umsetzung des Themas in einer ideenreichen und phantasievollen Bild- und Textgestaltung hebt sich ab vom Mainstream der um Aufmerksamkeit haschenden Actiondokus, die im Fernsehen um Zuschauerschaft buhlen. Der Film "Nachtmeerfahrten" lief bisher nur im Kino. Dabei hätte er einen Platz in der deutschen Fernsehlandschaft verdient - allemal zum 50. Todestag des schweizerischen Psychiaters und Psychotherapeuten im Jahre 2011. Die bekannten Sprecher Frank Arnold und Gert Heidenreich veredeln diesen anschaulichen Film mit ihrer Stimme. Prädikat: sehenswert!
0Kommentar| 17 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 9. Januar 2012
Jedes neue Werk des Filmemachers, Autors und Musikers Rüdiger Sünner ist ein stilles Ereignis. Sünner ist ein Autorenfilmer, dessen Einstellung sich, frei nach Wim Wenders, bereits in der Einstellung zeigt: In ruhig komponierten Sequenzen, ergänzt durch Archivaufnahmen und suggestive Stimmungsbilder, nähert er sich seinen komplexen Sujets und umkreist sie in assoziativen Bildern von beinahe meditativer Rhythmik. In »Nachtmeerfahrten« tut er dies ähnlich eloquent, profund und persönlich wie zuvor in »Schwarze Sonne« oder »Das Kreative Universum«. »Nachtmeerfahrten« verknüpft Leben, Werk und Wirken des großen Psychologen C.G. Jung zu einem umfassenden Ganzen. Der Film spannt einen biografischen Bogen von der Kindheit im schweizerischen Pastorenhaushalt über Begegnung und Zerwürfnis mit Sigmund Freud bis hin zur Kollaboration mit dem NS-Regime. Dass der Film gerade auch die Schatten seiner Biografie offen thematisiert, hat für Kritik aus Fachkreisen gesorgt. Zu unrecht, denn das Verdienst der einfühlsamen Dokumentation liegt gerade darin, solche dunklen Kapitel zu beleuchten, ohne deshalb Jungs Verdienste in Psychologie, Mythologie und Symbolik geringzureden. Die hochkarätigen Gesprächspartner, darunter die Theologen Gerhard Wehr und Eugen Drewermann, der Musiker und Autor Gary Lachman und die Psychologin Verena Kast, arbeiten in ausführlichen Interviews die Nachwirkung von Jungs Werk, darunter auch dessen spirituelle Dimension, fachkundig heraus. Prädikat: Sehenswert.
(Erstveröffentlichung: Oya - anders denken. anders leben, 11/2011)
0Kommentar| 16 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 31. August 2016
Ich interessiere mich für die Psychologie und lese gern verschiedene Zeitschriften, Bücher dazu.

Leider sind die Ansichten von Jung absolut konträr zu den meinen. Das mutetet mir zu sehr mystisch/esoterisch an, denn schon zu Anfang des Film wird gesagt, dass Jung die ganze Natur als beseelt ansieht. Die weiteren Ausführungen bestägiten meinen ersten Eindruck, ich sah mir die DVD nur so weit an, dass ich nicht voreilig urteile. Der Rest habe ich mir gespart.
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 12. Dezember 2014
Wer sich schön mehr mit Jung und seiner Archetypen-Theorie befasst hat, für den ist diese DVD wohl eher nur als kleine Wiederholung bzw. Zusammenfassung.

Für diejenigen, die Jungs Leben per se als zu „seicht“ dargestellt fanden, sollten sich vielleicht den Spielfilm anschauen: „Eine dunkle Begierde“, basierend auf dem Briefwechsel mit Freud in schön spannender Hollywood-Manier...

Zu den Nazi-Sympathie-Vorwürfen: Bei anderen Dokumentation (die ich gesehen habe) wurde dieser Aspekt gänzlich ausgespart. Ich finde es wichtig, dass es wie hier überhaupt erwähnt wird und man sich damit auseinander setzt. Zwar war ich ziemlich geschockt über so manche Äußerung, das tut im Gesamtbild betrachten seinen Forschungsergebnissen aber keinen Abbruch, da sie für mich weiterhin völlig schlüssig erscheinen.

FAZIT: Für Jung-Einsteiger geeignet, die sich mit seinen immer noch aktuellen Analysen weiter ab vom festgefahrenen um immer gleichen Freund’schen (Kurz-)Sch(l)uss befassen wollen.
0Kommentar| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 25. November 2012
Ein echter Einblick in die Essenz der Jungschen Psychologie:

-Mystische Bilder,
-tiefgründige anspruchsvolle Sprache,
-angenehme, ernst zu nehmende Sprecher,
-hochinteressante Wissenschaftler, die Sünner zu Wort kommen lässt..
Und letztlich eine Bildfolge, die das Unbewusste anspricht und zum Wachstum einlädt!

Absolut empfehlenswert!
0Kommentar| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden