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am 16. Juni 2007
Einfach ist es nicht, die Geschichte der Weihrauchstraße zu rekonstruieren, da die Quellen und archäologischen Funde nicht allzu üppig beziehungsweise glaubwürdig sind – oder einander widersprechen – und kulturelle wie politische Gegebenheiten teilweise die Feldforschung unmöglich machen. Dem Autor ist es gelungen, aus dem Gespinst von Mythen, religiösen Schriften und anderen Quellen eine logisch einwandfreie, kaum noch lückenhafte politische, Kultur- und Handelsgeschichte dieser Route zu erstellen, die sich zudem packend lesen lässt. Schon allein die Ausführungen über die Hintergründe des römischen Bedarfs an orientalischen Duftstoffen geben Aufschluss über die komplexen multinationalen Beziehungen in der Antike. Dank der ausführlichen Informationen über klimatische und politische Verhältnisse im antiken Arabien einschließlich auch der Beziehungen zu Äthiopien und Ägypten sowie aufstrebender und verlöschender Vorherrschaften einzelner Stämme und Reiche, die man aus dem Alten Testament beziehungsweise anderen lokalen Quellen kennt, wird für den Leser gut verständlich, welchen Einfluss die vielfach hart umkämpften Abschnitte der Weihrauchstraße oder vielmehr die Aussicht auf die dort abzuschöpfenden gewaltigen Abgaben auf die ganze Entwicklung der Region hatten. Zudem weiß der Autor die Beschwernisse und Bedrohungen der durch unwirtliche Gebiete und Wüsten, darunter die besonders lebensfeindliche Rub el-Chali, vorzüglich darzustellen, mit denen sich die Karawanen stets konfrontiert sahen. Frank Rainer Scheck geht unter anderem auch auf die besondere Eignung des Kamels für diese Handelsreisen ein.

Im Text finden sich zahlreiche Schwarz-Weiß-Abbildungen von Monumenten und künstlerischen Darstellungen zum jeweiligen Thema; in der Mitte des Buchs illustrieren prächtige Farbaufnahmen bedeutende Stationen der Weihrauchstraße. Karten am Anfang des Buchs ermöglichen es dem Leser, die Route zu verfolgen – leider fehlen manche der im Text hervorgehobenen Orte.

Das Buch gibt einen umfassenden Einblick in einen interessanten Abschnitt der Kulturgeschichte der Antike und weit darüber hinaus, lassen sich doch, wie der Autor häufig aufzeigt, die Folgen damaliger politischer Konstellationen und Abhängigkeiten sowie klimatischer Entwicklungen heute noch deutlich, oft dramatisch, erkennen. Über den geschichtlichen Aspekt hinaus vermittelt das Buch somit auch Verständnis für die Entstehung und die Besonderheiten der arabischen Kultur, die dem Westen immer fremd geblieben ist.
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Leider entspricht die nicht eben hochwertige Aufmachung des Buches nicht dem hervorragenden Inhalt - da hat der Verlag am falschen Ende gespart.

Trotzdem ist Frank Rainer Schecks "Die Weihrauchstraße" die Anschaffung wert. Es ist ein umfassend recherchiertes Werk, das Mythos, Historie und rituelle Anwendung im Sakralbereich sowie im Alltag sehr gut beleuchtet.

Die Reise, auf die der Autor den Leser mitnimmt, beginnt im antiken Rom, mit dem etwas provozierenden Kapitel "Rom stinkt". Allerdings war Weihrauch zu jener Zeit so unerschwinglich teuer, dass nur die Reichen -allen voran der Kaiser - ihn sich leisten konnten. Nero hat ihn tonnenweise bei der Beisetzung seiner Gemahlin Poppäa verbrennen lassen.

Wie der Weihrauch aus dem arabischen - und später auch aus dem indischen - Raum nach Europa gelangte, welche Tricks die Händler anwandten, um das Geheimnis seiner Herkunft vor ihren Kunden verborgen und damit den Preis hoch zu halten - das wird eindrucksvoll erzählt.

Von der Bibel bis zur Neuzeit - man erfährt praktisch alles über den Gebrauch des Weihrauchs, ob nun zu profanen oder zu sakralen Zwecken.

Einziger Wermutstropfen ist wie gesagt die allzu billige Aufmachung. Auch das Papier ist nicht gerade das beste. Aus Text und Fotomaterial hätte sich ein großartiger Bildband machen lassen. Daher nicht 5 sondern nur 4 Punkte.
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am 28. Juli 2013
es ist keine fliessende Geschichte, wie ich erwartet hatte. Viel zuviel Beiwerk, was mich gar nicht interessiert.
Vielleicht ist es mehr für Historiker o.ä. geeignet. Habe nach gut der Hälfte abgebrochen.
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