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Pina Bausch und das Tanztheater Wuppertal
Format: Gebundene Ausgabe|Ändern
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HALL OF FAMEam 18. November 2012
Es gibt keinen, der das Tanztheater in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts derart reformiert hat wie Pina Bausch, das „Wuppertaler Tanztheaterwunder“. 1940 als Tochter eines Gastwirts in Solingen geboren, wurde sie schon früh für den Tanz entdeckt. Mit 14 nahm sie schließlich ein Tanzstudium an der renommierten Essener Folkwang Schule auf. Kein Geringerer als Kurt Jooss, seinerseits ein Schüler von Rudolf von Laban, war ihr Lehrer. Ihre Zeit an der Juilliard School und an der Met in New York prägte ihr ganzes Leben – und doch entschied sich sich dazu, wieder nach Deutschland zurückzukehren, als das Folkwang Ballett rief. Zeit ihres Lebens wollte sie tanzen – und arbeitete dann doch überwiegend als Choreografin. 1973 wurde sie schließlich Leiterin der Ballettsparte am Wuppertaler Tanztheater und ist seitdem untrennbar mit diesem Haus verbunden. Pina Bausch begründete eine neue Form des Tanztheaters. Ihre Inszenierungen waren irritierend – so irritierend, dass viele Zuschauer, die nur das bürgerliche, das klassische Ballett kannten, empört den Saal verließen. Pina Bauschs Tanztheater war ganz anders. Nicht erstarrt in vorgeschriebenen Posen und einer angestaubten Ästhetik, sondern absolut lebendig, das Leben auslotend. Vor allem auch den Alltag und die Tiefpunkte. Bauschs Choreografien brachten Bilder, die so stark waren, wie man es im Bereich des Tanztheaters noch nicht kannte. Alltägliche Bewegungen setzten gänzlich andere Akzente als die Maniriertheit des klassischen Balletts. Pina Bausch entdeckte die Schönheit der Menschen in ihren natürlichen Bewegungen und damit berührte sie ihr Publikum. Sie präsentierte keine schönen Bilderbögen, die das klassische Tanztheater, sondern die großen menschlichen Themen wie Liebe, Angst und Tod. Bausch ließ ihre Tänzer zwischen Angst und Hoffnung agieren und zwischen Einsamkeit und Ekstase. In über 40 Stücken, die sie bis zu ihrem Tod im Jahr 2009 weltweit entwickelte, zeigte sie eindrucksvoll auf, wie eindringlich und berührend und wie nah am Alltag Tanztheater sein kann. Auch die Ausstattung ihrer Stücke war immer etwas ganz besonderes. Pina Bausch – das sind wehende bunte Kleider, ungewöhnliche Bühnenräume, Waldboden, Nelken und Gestrüpp etwa. Bis zu seinem frühen Tod im Jahr 1980 zeichnete ihr Gefährte Rolf Borzik für die Bühnenräume verantwortlich.
Vieles von dem Großartigen, von dem Neuen und Revolutionären, das Pina Bausch geschaffen hat, konnte die außergewöhnlich begabte Fotografin Ursula Kaufmann im Bild einfangen. Tänzer, die sich hingeben, auseinanderstiebende Wassertropfen, ungewöhnliche Bühnenräume. Man spürt, wie bewegend die ausdrucksstarken Stücke Pina Bauschs sind. Voller Dynamik und voller Wahrheit. Diesen Bildband zu betrachten ist ein Genuss. Ein einführender Text von Pina Bausch – über ihr Leben und ihre persönliche Entwicklung, Essays von der Journalistin Gudrun Norbisrath und einige Reden (u.a. von Jürgen Flimm) sowie ein ausführliches Werkverzeichnis und eine Biografie am Ende des Buches, ergänzen den Band auf perfekte Weise.
Ausstattung (Goldschnitt!) und Druckqualität lassen keine Wünsche offen. Dem Verlag Edition Panorama ist mit diesem beeindruckenden Bildband eine angemessene Würdigung des „Wuppertaler Tanztheaterwunders“ gelungen. Dazu kann man den Machern nur gratulieren!
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