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am 20. Juli 2005
Wer hat Gleb Kalaschnikwo ermordet? Galt der tödliche Schuss eigentlich seiner Frau, der Tänzerin Jekaterina Filippowna Orlowa? Der Mord am Casino-Besitzer Gleb Kalaschnikow ist der Dreh- und Angelpunkt von Polina Daschkowas „Club Kalaschnikow", einer Geschichte um Machthunger und Eifersucht.
Während der Ermittlungen von Wanja Kusmenko und Shenja Tschernow tun sich eine Vielzahl an großartigen Verstrickungen auf: u.a. eifersüchtige Geliebte, ermordete Ex-Geliebte und ein Obdachloser mit schier erdrückenden Beweisen. Und viele mögliche Täter mit verschiedensten Tatmotiven von Eifersucht bis Neid.
Das Hörspiel zeichnet durch die Handlungen der auftauchenden Personen aber auch durch deren kleinen Nebensätze - wie z.B. „Ein tolles Farbfoto" als Kommentar auf das Bild einer möglichen Tatverdächtigen - ein sehr aktuelles, zeitgenössisches Porträt Russlands. Ein Land, das nach dem Zerfall der Sowjetunion viele Verlierer und wenige Gewinner hervorgebracht hat. Sozialer Neid und Unzufriedenheit scheinen die häufigsten Emotionen der Verlier zu sein, Gleichgültigkeit und Berauschtheit durch Reichtum die der Neureichen. Auffallend ist, dass es keine Mittelschicht zu geben scheint - entweder leben die Charaktere in unermesslichen Reichtum oder unterhalb oder knapp über der Armutsgrenze. Eine bürgerliche Mittelschicht gibt es in Russland allem Anschein nach nicht. Diese kritischen, stringenten Beobachtungen Daschkowas scheinen dem Hörer authentisch - kommen sie doch selbst von einer scharfsinnigen Russin, und nicht von einem Ausländer.
Viele bekannte Schauspieler sprechen ihre Rollen wunderbar in diesem Kriminalhörspiel, darunter Dörte Lyssewski, Anna Thalbach und Sylvester Groth. Es erscheint nur etwas unlogisch, das zwei Nebencharaktere mit russischem Akzent sprechen, wo doch die anderen in einwandfreiem Hochdeutsch reden. Eine Laune des Regisseurs? Wie dem auch sei, es ist zwar nicht nachvollziehbar, aber stört die Großartigkeit der Gesamtkomposition in keiner Weise.
Wunderbar unterlegt ist das Hörspiel mit einer Xylophon-Komposition, die sich durch die gesamte Geschichte zieht und am Ende in voller Länge zu genießen ist. Insgesamt ein unterhaltsamer, spannender und kurzweiliger Krimi - jedoch ohne wirklich nachhaltige Eindrücke „von der typisch russischen Seele" zu hinterlassen.
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am 8. August 2007
Das Buch umfasst 445 Seiten mit relativ kleiner Schrift, ist also äußerlich ein ziemlicher Brocken und auch inhaltlich keine unbedingt leichte Kost. Man darf sich dabei vom Titel nicht täuschen lassen, der einem suggeriert, die Handlung würde durch das gleichnamige russische Sturmgewehr bestimmt. Besonders im ersten Teil des Buchs erfordern die vielen russischen Vor- und Nachnamen der Darsteller und deren Beziehungen untereinander die Konzentration des Lesers. Hierbei wäre es sogar sinnvoll, eine entsprechende grafische Übersicht anzulegen. Nach und nach erscheinen die Zusammenhänge jedoch klarer und es wird deutlich, dass Katja Orlowa, eine der Protagonistinnen der Handlung, bei der Lösung des Falls die Hauptrolle spielt.

Dieser Krimi unterscheidet sich von allen anderen, die ich bisher gelesen habe, in Folgendem: Erzählt wird hier nicht aus der Sicht oder mit dem ständigen Blick auf einen Krimihelden, dessen Ermittlungen sich wie ein roter Faden von Anfang bis Ende verfolgen lassen. Daschkowa begnügt sich nicht damit, einen Kriminalfall mit den dafür gerade nötigen Darstellern auszustatten, sondern präsentiert mit ihrer Erzählung eine umfassende gesellschaftliche Schilderung der Zustände im gegenwärtigen Russland, ohne dabei die persönlichen Schicksale auszulassen. Die Lebensläufe und das soziale Umfeld fast aller vorkommenden Figuren werden nach und nach dargelegt und genauso die Verknüpfungen der Beteiligten untereinander.

Die gesamte Erzählung erscheint sehr real und völlig frei von dem in anderen Büchern erkennbaren Wunsch des Autors nach Selbstdarstellung und sonstigen Spielereien. Daschkowa schreibt in einer sehr eindrücklichen, sorgfältigen und präzisen Art und Weise. Manch einem wird die enorme Fülle und Dichte des Inhalts vielleicht zu anstrengend erscheinen. Von mir erhält Daschkowa dafür die volle Punktzahl.
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am 16. September 2002
"Club Kalaschnikow" lässt uns eintauchen in das moderne Russland. Teilweise können wir erahnen, wie es in Russland heute aussieht. Der Roman macht es sich aber nicht zur Aufgabe näher über die Verhältnisse in Russland zu berichten, sondern im Mittelpunkt steht eine Primaballerina, die den Mord an ihrem Mann aufklärt. Dieser war Casinobesitzer und hatte mit der Mafia zusammen gearbeitet. Zudem hatte er viele Affären... Was war also der Grund für die Ermordung? War es ein Auftragsmord oder die Tat einer verzweifelten Geliebten? Der aufmerksame Leser kommt dem Täter recht schnell auf die Spur, was den Roman aber nicht langweilig werden lässt. Dafür ist das Buch zu gut geschrieben. Der Schreibstil ist klar und verständlich, die Charaktere interessant bis sympatisch, da macht es Spaß, auch bei den teilweise schwierigen Namen das Buch weiterzulesen. Vor allem wo die Autorin kurz vor Schluss nochmal für Verwirrung sorgt, so dass man zweifelt, die ganze Zeit wirklich auf die richtige Person getippt zu haben. Wer an einem guten Krimi aus einer etwas "anderen" Welt interessiert ist, könnte schnell Spaß an diesem Buch haben.
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am 3. Mai 2005
Wie auch in Ihrem anderen Roman, die leichten Schritte des Wahnsinns, beschreibt Polina Daschkowa das moderne Rußland wieder so gut, dass man meint man steckt mitten drin!
Die mitspielenden Personen werden zu Charakterpersonen, die man meint schon lange zu kennen.
Die Autorin springt immer wieder vom heute in die Vergangenheit - zuerst scheint es als würde die Geschichte von verschiedenen, unabhängigen Personen handeln; doch langsam schließt sich der Kreis...
Der Schluss könnte noch etwas mehr "Schmackes" vertragen, alles in allem aber ein sehr empfehlenswertes Buch!
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am 4. März 2006
ich weiß, viele finden den krimi zu lang erzählt, aber ich denke, jeder krimileser, der nicht nur an sex & crime, sondern auch an den charakteren und ihrem leben interessiert ist, wird (wie ich) diesen krimi lieben.
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am 20. März 2010
"Club Kalaschnikow" fand ich nicht so spannend wie manch anderes Werk von Daschkowa. In diesem Roman geht es um den Mord an einem Clubbesitzer, was drei Parteien auf den Plan ruft: die Familie, die Geschäftspartner (und Konkurrenten) und die Miliz. Zwischen so manch interessantem Moment werden viele Seiten Vergangenheiten und Beziehungen von und zwischen den Figuren behandelt. Der Täter ist, nachdem viele potentielle Täter aufgeführt worden sind, schnell entlarvt für den Leser, man fragt sich eigentlich nur noch, was das Motiv sein könnte. Nicht selten ist die Handlung vorhersehbar und am Ende erläutert der Täter seine Tat. Da letzteres bei Daschkowa zum Glück keine Gewohnheit ist, sei es ihr verziehen, denn eigentlich passt es ganz gut in die Geschichte und allzu breit wird es auch nicht ausgewälzt.
Wie so oft bei Daschkowa bleiben einige Fragen offen, die mit der Einführung und Beschreibung so mancher Figur aufgeworfen worden sind. Diese Figuren sind aber eher Randfiguren. Aufgeklärt wird nur, was direkt mit dem Mord zu tun hat. Das nimmt der Tat ihre Gewichtigkeit und zeigt, dass dies nur ein Fall ist von vielen Unglücksfällen in Moskau. Ich persönlich ärgere mich teilweise schon, wenn ich die Randhandlung interessant finde und diese Minigeschichten offen enden.

Insgesamt ein guter Roman. Wer Daschkowas Stil mag (so wie ich) und sich nicht von einem Haufen Namen (Charakteren) einschüchtern lässt, dem wird dieses Buch sicherlich ein paar Stunden Lesevergnügen bescheren.
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am 12. Dezember 2014
Club Claschnikowsehr spannend, intelligent geschrieben,habe es das erste Mal aus der Leihbücherei gelesen.Jetzt wollte ich es selbst haben. Nun habe ich es
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am 2. Dezember 2002
Der spannende Krimi bietet gute Unterhaltung und darüber hinaus bekommt der Leser einen Einblick ins heutige Russland.
Polina D. zeichnet gekonnt anschauliche Bilder aus unterschiedlichsten Lebensverhältnissen. Bittere Armut stellt sie gegen prunkvollen Reichtum, so dass der Leser aus der schillernden Welt der Nachtclubs in die ärmliche Wohnung einer Babuschka geschleudert wird. Ein Krimi, in dem nicht nur der Chefermittler bis zuletzt im Dunkeln tappt und viele falsche Schlüsse zieht.
Der dicke Wälzer ist eine willkommene Lektüre, die leicht verdaulich ebensogut im Winter auf dem Sofa, wie auch im Sommer im Strandkorb konsumiert werden kann.
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am 12. Januar 2003
p. daschkowa hat wiederum ein spannendes, total durchgestyltes buch mit "club kalaschnikow" geschrieben. irgendwahn ahnt man wer der täter sein könnte, trotzdem sind es nur vermutungen und man wird bis zum schluß auf "trab" gehalten...
lediglich zum schluß die erklärung für den inhalt des koffers (perücke etc. )habe ich etwas scwach empfunden....
aber keine details, sie sollten ja das buch noch genießen!
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am 3. November 2002
Schlägt man den Roman auf, fühlt man regelrecht, wie einem die Kälte Russlands ins Gesicht schlägt. P. Daschkowa beschreibt das heutige Russland so eindrucksvoll indem sie dem Leser eine Vielfalt an Personen und Lebensverhältnissen darstellt die so verschieden scheinen,sich aber doch so ähnlich sind.
Und in dem Kunterbunt an Personen geschieht plötzlich ein Mord, der jeden einzelnen zunächst verdächtig macht. P.Daschkowa gelingt es auf geniale Weise langsam die Beziehungen herauszukristallisieren, in denen die Verdächtigen stehen. Allein das macht diesen Roman schon zu einem hervorragenden Lesestoff! Man kann ihn nicht eher aus der hand legen, bis man am Ende angelangt ist, denn wie die Hauptfigur kommt man erst dann zur Ruhe, wenn der Mord aufgeklärt ist. Spannung und Erzählkunst vereinen sich hier und machen das Besondere dieses Romans aus. Warten wir also gespannt auf den dritten Roman von P. Daschkowa!
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