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Kundenrezensionen

4,3 von 5 Sternen
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4,3 von 5 Sternen

NR. 1 HALL OF FAMETOP 500 REZENSENTam 25. Februar 2008
Die Fabel von den Stachelschweinen ist auch ausserhalb der Schopenhauer-Gemeinde bekannt. Die Quintessenz in Kürzestformulierung lautet: Ohne Schmerz keine Nähe. Die 15seitige Einleitung unter der Überschrift "In der Liebe den Raum für Hass schaffen" gefiel mir und weckte grosse Erwartungen. Vielleicht die falschen. Denn während der Lektüre der fünf Fallgeschichten fragte ich mich oft, ob sie nicht auch in einem ganzen anderen Buch stehen könnten. Klar, irgendwie lässt sich jede Störung mit dem Begriffspaar "Nähe und Distanz" verbinden. Aber ich hätte mir gewünscht, dass der rote Faden sichtbarer und stärker gesponnen wird. Zumal die Autorin gut, aber nicht aussergewöhnlich gut formulieren kann. Es schien mir, als wolle sie sich irgendwo zwischen den Sprachkünsten von Sigmund Freud, Jacques Lacan und Donald Winnicott positionieren. Das sind zwar nicht ihre einzigen Vorbilder, aber wohl die gewichtigsten. Schön finde ich, dass Deborah Anna Luepnitz die Schwierigkeiten beim Beschreiben von Therapiepatienten zur Sprache bringt und gelungene Beispiele erwähnt.

Manchen Leser mag es erstaunen, wo und wie die amerikanische Psychoanalytikerin von Sigmund Freud abweicht. Ihre eigenen Wege rechtfertigt die Autorin nicht in schwer verständlichen Theorien, sondern im Erzählen der Therapiesitzungen. Durch Geschichten eine Methode zu vermitteln, halte ich denn auch für die eigentliche Stärke dieses Buches. Denn habe ich am Schluss einer Fallbeschreibung das Gefühl, fünf Monate und wenige Sitzungen seien tatsächlich ausreichend, dann überlege ich mir umso mehr, was die Fortschritte bewirkt haben könnte.

Mein Fazit: Gute Idee mit einem starken Beginn. Dann folgen fünf Fallgeschichten, die Einblicke in die menschliche Psyche und in die Arbeitsweise der Autorin geben. Gäbe es keine Berufskollegen, die Bücher nach dem gleichen Muster gestrickt haben, bekäme Deborah Anna Luepnitz locker fünf Sterne. Aber dummerweise gibt es noch bessere Versionen.
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am 16. Dezember 2015
Habe das Buch in Zeiten des Verfassens von Abschlussarbeiten psychotherapeutischer Behandlungen gelesen. Der Umgang mit Nähe in psychotherapeutischen Beziehungen ist die große Kunst des Geschehens, d.h. auch die Frage, ob der Kontakt der entsteht, zur Heilung genutzt werden kann. Frau Luepnitz gehört in die Kategorie der Therapeutinnen, die sich über die zwischenmenschliche Dichte, die in Therapien entstehen kann bewusst ist und hier sehr beteiligt Kasuistiken darstellt, die über das Zwischenmenschliche des Behandlungsvorgang Transparenz schaffen. Sie ist, wie sich das für eine gute Feldforscherin gehört ganz drinn und Teil des Systems und nimmt dann die Distanz ein, die nötig ist, um komplexe Beobachtungen verständig und präzise zu berichten. Was zur Darstellung kommt ist genau beobachtet und spannend geschrieben. Das jeweilige Darstellen von lebensgeschichtlich bedingter Angst, Aggressionen, Verwirrung etc., der einzigartigen Persönlichkeiten, die sich an Frau Luepnitz um Therapie wandtend, hin zu Klärung, Akzeptanz und Veränderung macht sozusagen Therapiesituationen gläsern.
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am 3. August 2013
Der Einstieg in das Buch war etwas schwierig.
Aber dann erwies es sich für mich als Schatz für wertvolle Erkenntnisse.
Es gab viele Aha-Erlebnisse und ist unterhaltsam geschrieben.
Ich würde dieses Buch weiter empfehlen.
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