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Kundenrezensionen

4,2 von 5 Sternen
11
IRAN - Islamischer Staat und jahrtausendealte Kultur
Format: Broschiert|Ändern
Preis:22,95 €+ 3,00 € Versandkosten


am 12. November 2014
Waren im August 2014 ein Monat im Iran unterwegs. Bis auf kleine Minilücken hat uns Peter Kerber auf Schritt und Tritt "begleitet". Aktuell, positiv, ausführlich, spannend geschrieben, sehr viele Details. Ein Muss für Iranreisen. U.a. weil die Alternative Lonely planet angeblich sehr mager ist (laut Infos von anderen Touristen).
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am 16. Oktober 2015
Das Buch selber ist inhaltlich genau das, was ein Reisender braucht, nicht einmal unsere Gastgeber hätten und überall dorthin geführt, was das Buch empfahl. Es handelte sich um ein sogenanntes Fehlexemplar mit etlichen schmaleren Seiten. Uns kam es auf den Inhalt an und es war mE unbenutzt. Lieferung schnell wie zugesagt.
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am 18. August 2013
Das Buch bietet einen begeisternden Überblick über das Land und seine Kulturstätten. Lobenswert für unabhängige Reisende sind die vielen Kontaktadressen, die auch für Auskünfte bei sich häufig ändernden Transportverbindungen, hilfreich sind. Die Auswahl der Hotels reicht bis zu einfachen akzeptablen Hotels und schließt auch Privatunterkünfte ein, die unter den vielen Hinweisen für Individualreisende aufgelistet sind. Das Kartenmaterial ist umfangreich und nützlich. Bei den Stadtplänen sollte für die nächste Auflage vorgesehen werden, die in Bau befindlichen U-Bahnlinien bereits mit aufzunehmen. Eine wahre Fundgrube ist dieses Buch auch wegen der zahllosen Hinweise für Naturliebhaber, wobei hier besonders auffällt, dass auch beeindruckende abgelegene Kulturstätten mit eingeschlossen werden. Ein Buch, das wärmstens für Reisen in dieses interessante Land empfohlen werden kann.
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am 13. Januar 2014
Ich hege eine große Bewunderung für die klassische Kultur und Kunst des Vorderen Orients.
Eine Reise war mir bisher aus verschiedenen Gründen nicht möglich.
Aber durch die anschaulichen, beinahe belletristischen und trotzdem unprätentiösen Schilderungen war ich der Alltäglichkeit so wunderbar entrückt, daß ich fast das Gefühl hatte, ich wäre dort gewesen.
Selten habe ich mich auf das Weiterlesen so gefreut und solchen Genuß dabei gehabt.
Die tollen Fotos sind vielfältig und eindrucksvoll, das I-Tüpfelchen in einem rundum gelungenen Buch,auch für
interessierte Nichtreisende.
Ich nehme es immer mal wieder gerne zur seelischen Aufmunterung aus dem Regal und um ein bißchen vom Orient zu träumen.
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am 17. Januar 2014
gutes Karten material und gute Reise be schreibung von Reise Know How. Liefe ung sehr schnell und zu ver läss ig.
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am 21. März 2014
war alles in ordung, bin sehr zufrieden...
da gibt es nicht viel zu ezählen, auch wenn hier mindestens 15 Wörter gefordert werden....
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am 3. April 2013
Mit dieser Rezension möchte ich meine Weitwanderfreunde aus der I.W.F. und dem Netzwerk Weitwandern ermuntern, einen meiner drei Wanderwege von Teheran zum Kaspischen Meer als Zweitbegeher zu wandern und anschließend mit diesem Führer durch das wunderschöne Land zu reisen.
Zum Weitwandern allein wird kaum jemand in den Iran reisen. Dazu wäre dieser Führer auch nicht hilfreich. Über das Wandern im Iran gibt es überhaupt noch kein gedrucktes Buch - es existieren nur hektographierte Blätter und Internetseiten von ein paar Abenteurern. Wer aber auf Grund der wenigen Veröffentlichungen über Weitwanderungen im Gottesstaat dieses faszinierende Land bereisen möchte, kommt ohne diesen Führer nicht aus.
Wenn man sein Wanderprogramm beendet hat, sollte man sich mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder einem Mietwagen auf den Weg machen und die jahrtausendealte Kultur und die unglaubliche orientalische Gastlichkeit der Bewohner erleben. Die Landessprache farsi braucht man nicht zu beherrschen, die jungen Iraner sprechen besser englisch als ihre europäischen Altersgenossen. Die Genauigkeit und Ausführlichkeit der Beschreibungen dieses Führers überraschen, und die zahlreichen sehr guten Fotos lassen bei jedem, der einmal in diesem Land gereist ist, Sehnsüchte wieder wach werden. Der für eine Individualreise wichtige praktische Teil ist äußerst umfangreich. Übernachtungs- und Einkehrmöglichkeiten sind mit Telefonnummern und Internetadressen angegeben. Preisangaben können natürlich nicht gemacht werden, da die Landeswährung starken Schwankungen unterworfen ist.
Für aufgeschlossene Europäer ist das Land heute ebenso leicht zu bereisen wie zu Zeiten des Schahs.
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am 1. Juli 2014
Da ich den Iran über lange Jahre hinweg regelmäßig besucht und dabei weite Teile des Landes erkundet habe, sind mir die gängigen Reiseführer recht vertraut.
Das gilt mittlerweile auch für Peter Kerbers Buch, das mir seit seinem ersten Erscheinen schon bei zwei Reisen ausgezeichnete Dienste erwiesen hat. Zum einen, weil es einige Lücken geschlossen hat, die meines Erachtens im Informationsangebot der Konkurrenz klafften und zum anderen, weil es auch für „alte Hasen“ zahlreiche neue Impulse liefert.

Mit Peter Kerbers Buch liegt ein umfassender Reiseführer vor, der neben
den grundlegenden Reiseinformationen nicht nur die Archäologie bis zu den
neusten Ausgrabungen in Jiroft (Djiroft) und die bedeutenden
kunstgeschichtlichen Höhepunkte, sondern auch das moderne Teheran behandelt.
Eingehende Beachtung finden auch die heilige Stadt Qom (mit Plan), die Wüstenregionen, Gebirge (S. 564 - Bergsteigen), ausgewählte Naturattraktionen (S. 568), attraktive Eisenbahnstrecken, weniger bekannte Feuertempelanlagen (Konar Siah, Rostaq), die Insel Qeshm und vieles andere. Zusätzlich werden Reiserouten vorgeschlagen, die Einblicke in den Iran abseits des Üblichen" ermöglichen (S. 548-550).
Bei all dem wird deutlich, dass der Autor über langjährige Erfahrung in diesem Land verfügen muss – anders wäre es nicht möglich, dergestalt detaillierte Kenntnisse und facettenreiche Eindrücke vor dem Leser auszubreiten.
Und dabei gelingt es dem Verfasser, nicht nur das mit der Kultur bereits
vertraute „Fachpublikum“ anzusprechen, sondern auch unabhängigen Reisenden
eine breite Palette an Hinweisen an die Hand zu geben, die es ihnen
erleichtern, Kontakte zu den Menschen vor Ort aufzunehmen und sich das
Land eigenständig zu erschließen.

Aus all diesen Gründen heraus ist dies der beste "Nimm-Mit-Reiseführer" für Iran.

Besonders, da ich über die praktische Nutzung des Buches während meiner
Reisen zu dieser positiven Ansicht gelangt bin, haben mich die kritischen
Äußerungen, die in der Rezension von timediver® getätigt werden, sehr überrascht. Nicht nur aufgrund der verschiedenen, völlig unnötigen Bemerkungen, wie jener, „ob Peter Kerber überhaupt weiß, über was er schreibt“, sondern vor allem aufgrund der vermeintlich sachlichen, jedoch nichtsdestotrotz falschen Angaben, die über das behandelte Buch gemacht werden.
Deshalb möchte ich aus der Perspektive desjenigen, der sowohl mit dem Iran und seiner Kulturgeschichte als auch mit den erwähnten Reiseführern vertraut ist, zu den dort zentral angeführten Kritikpunkten das Folgende anmerken:

1. Sarduri oder Sarduris wird nicht nur bei Kerber Sardur genannt. Der Rezensent erwähnt mehrfach den DuMont Kunst Reiseführer Iran von Dr. Mahmoud Rashad und nutzt diesen als Hintergrund, vor dem sich die vermeintlichen Fehler Kerbers abzuheben scheinen. Exakt der kritisierte Name wird jedoch auch dort genannt (S. 48). Über die Entstehung Urartus gibt es immer noch widersprüchliche Forschungsergebnisse.

2. Der Rezensent gibt an, dass „Shirkuh“ nur der Name des Gipfels ist. Nicht nur Peter Kerber, sondern auch die Einheimischen nennen jedoch das gesamte Gebirge „Shirkuh“ und nicht nur den Gipfel. Und auch Herr Dr. Rashad verwendet den Begriff für den gesamten Gebirgszug.

3. Das "beste" Hotel von Shiraz sei nicht aufgeführt, moniert der Rezensent. Es gibt jedoch in Shiraz nicht nur das von ihm wohl favorisierte „Pars“, sondern auch das ebenbürtige „Homa“, das zu den zehn bei Kerber aufgelisteten Hotels gehört. Und die Zeit ist ohnehin nicht stehengeblieben, so dass es vor Ort nun mit dem „Shiraz-International“-Hotel am Korantor bereits ein neues „Bestes“ gibt.

4. Dass kritisiert wird, dass im Kalender der Hinweis auf einen Feiertag fehlt, der in diesem Jahr auf den 26. Mai fällt, ist mir unverständlich, da erstens der Kalender in der Version des Buches, auf das sich die Kritik bezieht, nur bis zum 21. März 2014 geführt wird. Zweitens wurde der betreffende Feiertag, der 27. Rajab, im vergangenen Jahr aufgelistet, was die Kritik endgültig hinfällig macht.

5. Es wird die Behauptung aufgestellt, dass Kerber kein einziges Wort darüber verliert, dass in der Festung Qaleh Dokhtar erstmals das Bauelement der Ecktrompen Anwendung fand. Diese Behauptung ist faktisch unzutreffend, da in Verbindung mit dem Punkt „Trompen-Konstruktion“ auf S.107 auf Qaleh-ye Dokhtar hingewiesen wird.

6. Der Rezensent führt an, dass in der alten Jame-Moschee von Faraj ein Schild steht, auf welchem deren Entstehung auf das 7. christliche Jahrhundert datiert ist und bemängelt, dass Kerber dieser Datierung nicht folgt. Den wissenschaftlichen Quellen zufolge ist eine sichere Datierung jedoch nach aktuellem Stand gar nicht möglich. Im Übrigen weist Dr. Rashad in seinem Buch das späte 9. bzw. frühe 10. Jahrhundert (S.327) und damit die gleiche Entstehungszeit für Fahraj aus wie Peter Kerber.

7. Im Verweis darauf, dass im Feuertempel in Yazd das Jahr 1934 als Stiftungsjahr vermerkt sei, wird kritisiert, dass in Kerbers Buch lediglich von einer Zeit „um 1940“ die Rede ist. Auch hier wurde Dr. Rashads Angabe wohl übersehen, die das Stiftungsjahr auf die Zeit "um 1900" (S. 325) verlegt.

Ich schätze den Reiseführer von Dr. Rashad sehr und halte ihn, obwohl ich dem umfassenderen Werk von Peter Kerber den Vorzug geben würde, für ein großartiges Kunstreisebuch. Nicht nur deshalb sollte die Beckmesserei nun ein Ende finden.

Den Anlass dazu, mich an dieser Stelle zu Wort zu melden und auf die vorab gelesene, an Peter Kerbers „Iran“-Buch geäußerte Kritik zu reagieren, gab vor allem der Eindruck, dass der Rezensent lediglich das Ziel verfolgt, das Werk eines erklärtermaßen befreundeten Autoren zu bewerben. Aus diesem Grunde war es mir ein Bedürfnis, an dieser Stelle zu erläutern, warum ich Peter Kerbers Reiseführer für den besten halte und ein paar Dinge richtigzustellen.
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am 28. Juni 2014
Im Vorfeld unser 24- tägigen Privatreise durch den Iran haben wir uns mit zahlreichen Reiseführern befasst. Die Wahl fiel nach eingehender Prüfung letztlich auf den Band von Peter Kerber Iran", eine Entscheidung, die sich als absoluter Treffer erwies. Die präzisen Beschreibungen, die klare Gliederung, die ungeheuren Detailkenntnisse sowie die absolut verständliche sprachliche Aufbereitung sprechen für sich . Man stellt schnell fest, dass der Autor ,der jahrelang im Iran gelebt hat, das Land auch bis in die hintersten Winkel bereist und mit viel Liebe zu Land und Leuten diesen Reiseführer geschrieben hat. Alle Angaben, Karten und Zusatzinformationen sind präzise und top aktuell , so dass man sich absolut darauf verlassen kann.
Fazit: Dieses Buch Iran" von Peter Kerber ist mit großem Abstand derzeit wohl das Beste und ein Standardwerk für jeden Iranreisenden.
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HALL OF FAMETOP 1000 REZENSENTam 25. Mai 2014
Das vom Berliner Trescher Verlag im März 2013, bereits in zweiter Auflage, herausgegebene Reisehandbuch erscheint mit seinen 576 Seiten gegenüber dem 696seitigen 'Reise Know-How Iran: Reiseführer für individuelles Entdecken' weniger umfangreich, jedoch auch um 10 Monate aktueller.

Aber nicht nur deshalb hat sich timediver®, wie bei allen seinen 'Reisen nach Osten'für 'den Trescher' entschieden. In den letzten Jahren waren diese Druckwerke für mich immer die erste Wahl. Nur wenn es für das jeweilige Land kein Buch aus der Reihe 'entdecken' gab, musste ich auf die Produkte anderer, deutschsprachiger oder ausländischer Verlage zurückgreifen. Daneben nahm ich, soweit es mitunter auch im modernen Antiquariat angeboten wurde, als archäologische und kulturhistorische Ergänzungsliteratur einen "weißen Dumont" (Kunst-Reiseführer) mit auf meine jeweilige Tour.

Dieses Mal hatte ich natürlich auch den "DuMont Kunst Reiseführer Iran" meines Freundes und Reiseleiters, dem iranischen Ärchäologen, Islamwissenschaftler und Orientalistiker Dr. Mahmoud Rashad, mit im Gepäck. Dr. Rashad hatte 1998 bei Dumont den ersten deutschsprachigen Reiseführer für die "Islamische Republik Iran" veröffentlicht und von Beginn an seine Schwerpunkte auf archäologische und historische Aspekte gesetzt. Auf diese Pionierarbeit und und das heutige Standardwerk der 'Institution Dr. Rashad' konnten alle späteren Autoren aufbauen....

Mit mehr als 400 Farbfotos, über 50 Stadtplänen und Übersichtskarten, einer systematischen Gliederung und weitgehend ansprechenden Texten weist der - über eine 'langjährige Iran-Erfahrung' verfügende - Autor Peter Kerber eine recht umfangreiche Präsentation vor.

Kerber hat sein Informationsspektrum breit angelegt. Er bedient sich hierbei auch einer Reihe (farblich in beige abgesetzter) Essays und neugefasster Übersichtspläne, wie beispielsweise zu den Metrolinien in Teheran oder zum "Delegationen-Relief" der Apadama von Persepolis. Die praktischen Tipps, allen voran die Empfehlungen von Hotels, Gaststätten usw. sind daher auch recht umfangreich. Andererseits geht diese Vielfalt manchal zu Lasten der Qualität des Inhalts zu den vorgestellten archäologischen Stätten und kulturhistorischen Objekte. Die gewählte deutschsprachige Schreibweise oder die bloße Übersetzung eines Begriffes ins Deutsche, kann zudem aufgrund der vor Ort vorhandenen englischen Verkehrs- und Hinweisschilder zu Irritationen führen. Der Terminus 'Shirkuh-Gebirge' wirkt tautologisch und irritierend, denn "Shir" bedeutet 'Löwe' und "Kuh' bedeuted 'Berg'. Der 4050 Meter hohe 'Löwenberg' ist jedoch nur ein Gipfel des 'Löwengebirges'.

Daneben ist auch eine ganze Reihe von Versäumnissen, sachlichen Fehlern und Schludrigkeiten zu kritisieren; wie z. B. das Fehlen des besten Hotels von Shiraz, Hotel Pars. Bei seiner Präsentation der Feiertage des Iranischen/Arabischen Kalenders (S. 558/559) sucht man den gesamtislamischen Feiertag 'lailat al-mi‘rāğ' (Himmelsreise Mohammeds), der im Jahre 2014 auf den 26. Mai fällt, vergeblich. Ein großes Manko für die Reiseplanungen, denn an diesem Tag haben alle Geschäfte, Basare und Museen geschlossen. Laut Kerber sei der Feuertempel (Ateskadeh) von Yazd 'um 1940 von wohlhabenden Glaubensbrüdern aus Mumbay' gestiftet worden, obgleich eine Informationstafel vor Ort hierfür das Jahr 1934 nennt (S. 393). Offenbar ist ihm auch nicht bekannt, dass die heutige indische Stadt Mumbai - so ihre korrekte Schreibweise - bis 1996 Bombay hieß.

Auf Seite 49 fällt ein 'Bündel sachlicher Fehler' auf. Dort heisst es, dass 'hurritsche Stämme' um 830 von Sardur I. im 'uratäischen Staatsverband' zusammengefasst wurden. Hierzu ist anzumerken: Der Name des urartäischen Königs wird in den Quellen als Sarduri oder Sarduris wiedergeben. Er war nach Arame und Lutipri bereits der dritte König von Uratu und deshalb nicht derjenige, der den uratäischen Staatsverband gründete. Er verlegte vielmehr die Hauptstadt des Reiches nach Tushpa an den Van-See. Die Uratäer waren keine(C)huritter. Die Sprachen dieser beiden authochtonen kauskasischen Völkern waren miteinander verwandt. Die(C)hurriter hatten bereits im 15. vorchristlichen Jahrhundert im Land '(C)hurri' das Reich Mitanni mit der Hauptstadt Wassukanni gegründet. Nachdem Mitanni um 1350 v. Chr. von den indeoeuropäischen Hethitern erobert worden war, verloren die (C)Huritter an Bedeutung und wurden von den Hethitern und danach von den Assyrern vollständig assimiliert. Demgegenüberbegann die 'Zeit der Uratäer' erst im 9. Jahrhundert v. Chr.

Mitunter muss sich der Leser auch fragen, ob Peter Kerber selbst vor Ort gewesen war, bzw. überhaupt weiß, wovon er schreibt. Die Jame Moschee von Fahraj ist laut Kerber 'im späten 9. oder frühen 10 Jahrhundert im arabischen Stil' errichten worden (S. 397). Wenn der Autor diesen Komplex selbst jemals betreten hätte, wäre ihm sicherlich nicht das Hinweisschild entgangen, welches die Gründung der Moschee auf das 1. Jahrhundert nach der Hidschra (7. nachristliches Jahrhundert) datiert. Wenn Kerber zudem nur etwas von Archäologie vestehen würde, müsste ihm auch bekannt sein, dass es sich hierbei ursprünglich im einen sasanidischen Palast aus vorislamischer Zeit handelt!

Auch ein Foto und seine Titulierung, wie 'Säulen am Tor aller Länder' (Seite 495) erscheinen etwas konfus, weil sie das Wesentliche in den Hintergrund rücken. Statt eines Fotos des Tores gibt es lediglich eine Beschreibung desselben. (Einen Bildauschnitt der Tores, der lediglich zwei Lamassu zeigt, findet man auf Seite 105, zu Beginn des Abschnitts Kultur & Kunst).

Die architektonisch bedeutenden Stätten bei Firuzabad, Qaleh Dokhtar und Ardashir Kuhreh, werden viel zu knapp in wenigen Sätzen und ohne Fotos abgehandelt. Kein einziges Wort wird darüber verloren, dass in der Festung Qaleh Dokhtar erstmals das Bauelement der Ecktrompen Anwendung fand, welches den baulichen Übergang vom Quadrat zum Kreis ermöglichte.

Den dicksten Bolzen leistet sich Kerber jedoch mit dem Hinweis auf das Obergeschoss des Teheraner Nationalmuseum. Dort seien die goldenen Tafeln der Gründungstexte von Persepolis und andere Objekten aus verschiedenen Schatzkammern ausgestellt (S. 134). Er hat dabei übersehen, dass die 2. Etage des Museums bereits seit einigen Jahren geschlossen und die genannten Artefakte daher nicht zugänglich sind.

Trotz der hier nicht abschließend erörterten Kritikpunkte, lässt es sich auch mit diesen "Trescher" recht gut reisen, was noch eine Bewertung mit 3 Amazonsternen erlaubt. Das Reisehandbuch kann insbesondere denjenigen Reisenden empfohlen werden, die ihre Iran-Reise eher lockerer und allgemein orientiert angehen möchten. Für einen tieferen archäologischen und kulturhistorischen Einstieg bleibt jedoch der 'Dumont-Kunstreiseführer' jedoch unverzichtbar.

Yazd, den 25. Mai 2014
(modifiziert am 21. Juni 2014)
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