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am 12. März 2007
Bei diesem Buch handelt es sich um eine Aktualisierung einer bereits 1987 veröffentlichten Publikation. Es stellt die Bezüge zwischen Verne und dem Umfeld des 19. Jahrhunderts dar, besonders seine Rezeption aus dem Bereich Wissenschaft und Technik. Der erste Teil widmet sich der Entwicklung Vernes und seiner >Formung< als Schriftsteller. Unter der Rubrik Konstitution und Personalisation wird eine Fülle von Fakten zusammengetragen, die weitestgehend auf verfügbare Sekundärliteratur basiert. Interessant ist die Interpretation der gegebenen Umstände. Das dieser biographische Teil sich bei der Bezugnahme auf Fakten aus dem Leben Vernes öfters auf eine Auswertung des Werkes von Peter Costello: >Der Mann der die Zukunft erfand< bezieht, ist aus meiner Sicht nicht optimal. Es ist zwar nicht unüblich, aber es ist eben Wissen aus zweiter Hand; zumal Costello als erfahrener und geschickter Biograf viele Portraits geliefert hat und nicht unbedingt als der Verne-Spezialist gilt.

Im zweiten Teil wird unter der Rubrik Technik im Zeitgeist" das Werk Vernes unter technischen und strukturellen Aspekten beleuchtet. Gerade dieser Teil ist sehr informativ und er gibt eine Fülle von Fakten und Denkanstößen. Der Autor neigt umfangreich zu Klassifizierungen und oft werden die szenische Einfälle Vernes oder dessen Grundfabeln unter dem Aspekt der Thesen Bewegung im Raum", Raumbegriff" und anderer Theorien bewertet. Hier knüpft er an die Thesen Michel Serres an. Gern geht Zimmermann auf in den Werken Vernes genannte technische Details ein, bietet eine Vielzahl von Beispielen und auch dementsprechende Interpretationen. Gleichzeitig macht er auf Fehler Vernes beim Quellenstudium oder auf dessen freizügigen Anwendungen aufmerksam.

Bei der Vielzahl der Fakten und der Vorstellung der Werke Vernes ist es Zimmermann aber nicht immer gelungen, ergänzende Erkenntnisse der letzten Jahre zu Vernes Biographie oder den inzwischen neu entdeckten Textmaterialien in sein Buch einfließen zu lassen. Trotz zaghafter Andeutung neuester Technologien, merkt man dem Hauptwerk Zimmermanns die 80er Jahre als Entstehungszeit an.

Die von ihm im Text genutzte Systematik der Werksnummerierung Vernes erschließt sich dem Leser leider nicht, da die dazu notwendige Übersicht im Anhang des Buches fehlt. Mühsam versucht man die genutzen Kürzel nachzuvollziehen. Bei der Auswertung der erstellten Diagramme kam mir die Frage, warum bei einem Buch dieser Preisklasse die Beschriftungen durch unleserliche handschriftliche Notizen ausgeführt wurden.

Alles in Allem ein interessantes Buch für Literaturtheoretiker oder auch Verneasten. Dem gelegentlichen Verne-Leser zur Ausleihe, aber nicht zum Kauf empfohlen.
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