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Kundenrezensionen

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am 1. Dezember 2016
Da nur wenige der etwa 900.000 Opfer überhaupt Treblinka überlebt haben, ist dieses Buch so außerordentlich wertvoll. Gleichzeitig ist es eine präzise Quelle mit exakten Beobachtungen unter vielen unterschiedlichen Mitgefangenen wie SS-Männern, viel wörtliche Rede und Wiedergabe von Befehlen, Anweisungen und Drohungen.
Es dauerte leider Jahrzehnte, bis im deutschen Sprachraum überhaupt der wahre Umfang des Holocausts und die Vernichtung der Juden wenigstens von einigen Wissenschaftlern, Politikern und Journalisten erkannt und vermittelt wurde. Hier beschreibt einer der ganz wenigen Überlebenden von Treblinka den Alltag, die Lagerhierarchie und Mentalität der Aufseher und Gefangenen entsprechend dem eigenen Erleben im Vernichtungslager; eine Skizze des Lagers findet sich im Anhang.
Eine hartes, faktenreiches, manchmal sehr poetisch und brilliant verfasstes, gleichzeitig vollkommen ernüchterndes Zeugnis, vielleicht nur auszuhalten, weil er den berühmten Aufstand von Treblinka schildert.
"Die Falle mit dem grünen Zaun" ist Teil der einzigartigen Serie von Zeugnissen des Fischer Verlages: "Lebensbilder- jüdische Erinnerungen und Zeugnisse", die sich mit den Lagern, mit Vertreibung, Flucht und Widerstand auseinandersetzt.
Der Herausgeber ist Professor Wolfgang Benz, der an der TU Berlin gelehrt hat, eine weltweit anerkannte Autorität. Im Vorwort schreibt er:
"Richard Glazar, der nach der frühzeitigen Niederschrift seiner Erinnerungen viele Jahre lang nicht mehr über seine Erlebnisse gesprochen hat, sieht seine Aufzeichnungen als Vermächtnis, als Tribut an die Wirklichkeit eines Völkermords, der von Unbelehrbaren immer wieder geleugnet wird, weil es aus ihrer Sicht keine "stichhaltigen Beweise" für die Existenz von Auschwitz und Treblinka, Sobibor und Belzec gebe."
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am 17. August 2000
22 Jahre zählt der Autor, als er im Herbst 1942 aus dem Ghetto Theresienstadt ins Vernichtungslager Treblinka deportiert wird. Aufgrund seines kräftigen Aussehen sortiert in ein SS-Mann aus dem Transport der zum Tode Bestimmten aus und er wird als "Arbeitsjude" eingesetzt. 10 Monate verbringt er im Lager in unmittelbarer Nähe der Todesmaschinerie bis zum Aufstand im August 1943. Nur 54 der über 800 "Arbeitsjuden" gelingt es zu entkommen, darunter der Autor. Sein Fluchtweg führt ihn auf abenteuerliche Weise bis nach Deutschland, wo er in Mannheim im Mai 1945 von den Amerikanern befreit wird. Das erlebte Trauma bestimmt sein weiteres Leben. In der Tschechoslowakei, seiner Heimat, wird er in den Nachkriegsjahren diskriminiert und politisch verfolgt, 1968 geht er in die Schweiz und lebt dort bis 1995. Drei Jahre später sucht er mit 78 Jahren den Freitod. Vielleicht eine Parallele zum Leben des italienischen Schriftstellers Primo Levi, dem Verfasser weithin bekannter Bücher über sein Leben und Überleben in Auschwitz. Auch Levi scheint sein Trauma nie überwunden zu haben und schied 1995 freiwillig aus dem Leben. Man sollte deshalb Richard Glazars Buch "Die Falle mit dem grünen Zaun" mit Respekt lesen. Die manchmal flapsig/zynisch wirkenden Passagen mögen irritieren, aber man sollte sich vor Augen halten, daß das Erlebte unmittelbar nach Kriegsende niedergeschrieben wurde und daß Menschen, die den Todeslagern entronnen waren, sich wohl nur durch Zynismus vor den schrecklichen Erinnerungen retten konnten, die sie heimsuchten.
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am 1. August 2013
Ein ehrlicher packender und grausamer Bericht über die Funktion des Lagers Treblinka. Wer dieses Lager besuchen möchte findet erst ca. 500 Meter vor der Lagergedenkstätte ein Hinweisschild.
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am 21. Juni 2010
Zeugnisse von Betroffenen wie dieses Buch sind Dokumente,die es zu bewahren gilt, als Lebenszeichen der damals zum Tode bestimmten Menschen, derjenigen die diese bararische, entmenschlichte Tötungsmaschinerie überlebt haben: zum Gedenken an die Opfer und
als Mahnung an uns und zukünftige Generationen. Kein Schicksal, kein Name sollte vergessen werden um es sinngemäß nach Paul Spiegel
auszudrücken. Dieses Buch, dieses Zeugnis ist so wichtig wie zum Beispiel Primo Levis "Ist das ein Mensch?" und viele, viele andere Berichte von Überlebenden dieser Zeit des Grauens. Ein Apell an unsere Geschichtslehrer: eines dieser Bücher und Schicksale im Unterricht besprechen!
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am 9. Juli 2007
...kann niemand haben. Dieses Buch schildert detailiert und präzise, was Richard Glazar in den wohl schlimmsten 10 Monaten seines Lebens erfahren musste.
Das Buch ist sehr lesenswert, auch für Leute, die sich nicht so sehr für Politik interessieren. Es ist bedrückend und interessant, informativ und bewegend.
Kurz und gut, es geht unter die Haut.
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am 2. Dezember 2016
Bericht des Treblinka Überlebenden Richard Glazar über das Vernichtungslager in Polen nahe Warschau. Spannend, schwer verdaulich, informativ und notwendig zu lesen.
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am 3. Dezember 2003
Die Lebensgeschichte eines Mannes, der 10 Monate in den Todeslagern der Nazis verbrachte, erschüttert jeden Leser.
Er überlebte, aber zu einem "normalen Leben" führte ihn kein Weg zurück. Man sollte dieses Buch nicht wie ich in einer Urlaubsstimmung oder an dunklen Novembertagen lesen ! Die Lebensgeschichte dieses Mannes "erlebt" man nicht nur mit, sie bleibt einem auch im Gedächtnis.
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