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am 7. April 2005
Wie passen Feminismus und die aktuelle Geschlechterdiskussion, Frauen in der extremen Rechten und deren Geschlechterideologie zusammen? Einfache, gängige Antworten gibt der Sammelband nicht. Fragen bleiben offen, neue Fragen entstehen. Die sieben Autorinnen lösen das Fragezeichen im Titel ein und unterstreichen ihren differenzierten sowie reflektierten Umgang mit dem Thema.
Kirsten Döhring und Renate Feldmann bringen in ihrem Beitrag unter dem Titel „Akteurinnen und Organisationen. Die Involviertheit von Frauen in der extremen Rechten" einen informationsreichen Über- und Einblick. Sie gehen auf tagespolitische Ereignisse ein, geben eine detaillierte Übersicht der bisherigen sowie bestehenden Frauengruppen/-organisationen, zeichnen deren Strukturen und Entwicklungen auf und stellen einen Bezug zur aktuellen Geschlechterdiskussion her. Näher betrachten sie rechte Magazine, von Frauen herausgegeben, und die Szene der Musikerinnen.
Ohne Überschneidungen schließt Rena Kenzo mit ihrem Aufsatz „Bücherfrauen und Labelmädel. Von extrem rechten Händlerinnen" an. Sie deckt auf - mit zahlreichen, konkreten Beispielen belegt - wo und wie Frauen der extremen Rechten im (Internet-)Handel involviert sind und als Kundinnen angesprochen werden. Ebenso hat sie extrem rechts orientierte Geschäftsführerinnen, Geldgeberinnen und Firmeninhaberinnen im kommerziellen Bereich aufgespürt. Besonders fündig ist sie im Buchhandel, bei Verlagen und Buchvertrieben geworden. Einige hat sie für ihren Aufsatz ausgewählt, geht ausführlich auf diese ein. Ein reichlicher Fundus an Informationen, übersichtlich repäsentiert.
Ähnlich wie die o. g. Autorinnen beleuchten die anderen vier Wissenschaftlerinnen ihre Schwerpunkte gehaltvoll und differenziert. Bei Michaela Köttig und Renate Bitzan, Cordelia Heß und Gabi Elverich geht es um aktuelle Forschungsansätze, um die Geschlechterideologie und deren Anknüpfungspunkte zu feministischen Konzepten, um das Verhältnis von Sexismus und Antisemitismus sowie um die Geschlechterpolitik des französischen Front National. Auch ihnen gelingt es, zumeist mit qualitativen Methoden, - Michaela Köttig arbeitet mit einem Fallbeispiel - ihr Thema komplex in einen Gesamtzusammenhang zu bringen und durch die Nähe zum Forschungsgegenstand viele konkrete, nie verallgemeinernde Fakten einzubringen.
Die Autorinnen präsentieren eine Vielfalt und einen Reichtum an Informationen, ohne an Verständlichkeit zu verlieren. Sie stellen Zusammenhänge her, die wenig publik sind. Vielleicht findet die eine oder andere Leserin Verknüpfungspunkte zu ihrem Alltag, zu ihrer inhaltlichen und praktischen Arbeit, die sie nicht vermutet hätte.
Der Sammelband regt an, eigene Denkmodelle zu hinterfragen, ohne dass die Leserin sich moralisch bedrängt fühlt.
Die Autorinnen verzichten durch ihre bewusste Themen- und Wortwahl auf jegliche Emotionalität und überlassen die Einschätzung des Inhaltes der Leserin. Das Buch macht ganz nebenbei sensibel dafür, aufmerksamer für rechte Tendenzen beispielsweise in den Bereichen der Spiritualität, Ökologie und Wirtschaft zu werden. Es inspiriert weiter zu lesen, weiter zu denken und weiter zu forschen. Die Literaturangaben sowie die Personen- und Sachregister bieten dazu eine gute Ausgangsbasis.
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am 27. Oktober 2015
Buch ist in einem guten gebrauten Zustand. Was ich jedoch GAR NICHT leiden kann: es wurde bereits benutzt, dass heißt es wurden Dinge unterstricken und gemarktert. Alles mit dem Bleistift und es wurde auch wegradiert...jedoch ist es immer noch sichtbar und das nervt ein bisschen...
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