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Kundenrezensionen

2,8 von 5 Sternen
5
2,8 von 5 Sternen
Format: Taschenbuch|Ändern
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am 12. September 2007
im detail:
**einführung:
die einführung, genauer gesagt das erste drittel das mit "außendarstellung" überschrieben ist, ist der gelungenste teil des buches. eine solide aber flott geschrieben darstellung der entwicklung, voraussetzungen und funktionsweisen der wikipedia. kleine fehler im detail fallen innerhalb der insgesamt vergleichsweise ausgewogenen darstellung kaum ins gewicht. dass ich die auswahl der lesenswerten und exzellenten artikel weniger kritisch sehe, tut dem keinen abbruch. erfreulich hingegen ist, dass der autor sich kritisch mit der oft sehr einseitigen medienberichterstattung über wikipedia eingehend auseinandersetzt.
**benutzerführung:
das buch ist leicht zu lesen, in einem manchmal recht flapsigen tonfall geschrieben, der eher den journalisten, der auch unterhalten will, als den analytischen sachbuchautor heraushängen lässt. die gliederung außendarstellung - innenleben - zukunft ist nachvollziehbar, die länge der einzelnen kapitel angemessen. ein umfangreiches glossar hilft auch dem nicht-wikipedianer, obwohl die sprache gerade gegen ende des buches schon recht viel wiki-sprech voraussetzt - vermutlich geht der autor davon aus, dass man sich das bis dahin angeeignet hat.
**cover: bisschen einfallslose collage in smaragd und senf
**umfang: alles in allem 278 seiten
**inhalte:neben der einführung in das was die wikipedia ist, wie sie genutzt wird und wie sie entstanden ist, widmet sich das buch ausführlich einer innenansicht der deutschen wikipedia. in dieser hinsicht betritt das buch neuland, denn bisher waren tiefgreifendere analysen, die einem allgemeinen publikum zugänglich sind, in der regel auf die englische sprachversion beschränkt.
leider erscheint dieser teil vielfach sehr bemüht, politische positionen aus der wikipedia abzulesen, bzw den akteuren der wikipedia einen bestimmten politischen standpunkt zu attestieren. das wirkt vielfach wenig überzeugend und strapaziert oftmals den gegenstand über. die feinsinnigen unterscheidungen zwischen "linksterrorismus" und "bewaffnetem kampf", die der autor dabei für sich in anspruch nimmt und bei der wikipedia nicht unbedingt eingelöst sieht, mögen einen eindruck geben.
zudem scheint günter schuler einem grundlegenden missverständnis aufgesessen zu sein, was die vermeintliche phalanx der "projektverantwortlichen" angeht. unter diesen begriff subsumiert schuler die administratoren und macht sie somit kollektiv für eine reihe von regelungen, darstellungsweisen, ja für die grundsätzliche ausrichtung des projektes verantwortlich. es ist schade, dass ihm auch während der sechs monatigen recherche als "imbedded" journalist nicht aufgefallen ist, was für ein unkoordinierter haufen die administratoren der deutschen wikipedia ist. man kann gar nicht sagen, welche version die schlimmere ist - das tatsächliche oft vorhandene chaos, oder die von schuler diagnostizierte einmütigkeit.
das buch endet mit einem ausblick in die zukunft - die ratschläge von herrn schuler um wikipedia auf den seiner meinung nach rechten (linken?) weg zu bringen, kann man nach alldem nur noch schmunzelnd zur kenntnis nehmen - so empfiehlt er allen ernstes einen betriebsrat für autoren.
**hintergründe:der frankfurter journalist günter schuler hatte sich unter dem benutzernamen roger koslowski für einige monate in der wikipedia bewegt, um für ein buch über das innenleben der wikipedia zu recherchieren. zusätzlich führte er interviews mit einigen "prominenten" wikipedianern und besuchte zwei stammtische.
**extras:im anhang gibts eine editieranleitung für neu-wikipedianer
**fazit:teils gerade für außenstehende informativ und unterhaltsam, teils doch sehr angestrengt politisch bis verschwörungstheoretisch, dass das buch in der verlagswerbung nun als enthüllungsgeschichte vermarktet wird dürfte der reputation des autors nur bedingt zugute kommen.
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am 22. September 2007
Wer als Wortarbeiter wie ich gelegentlich, aber regelmäßig mit Wikipedia recherchiert, interessiert sich für die Glaubwürdigkeit dieses Mediums. Der Autor kennt sich als (Ex-)Wikipedianer gut mit dem Medium aus und liefert zunächst einmal eine Fülle von brauchbaren Beschreibungen. Wie Wikipedia funktioniert, erfährt man auf den rund 280 Seiten recht gut. Das Überraschende an dem Buch von Günter Schuler aber ist die Antwort auf die Frage: Wie funktionieren die internen Mechanismen von Wikipedia. Schuler vermittelt das Thema in einem insgesamt ansprechenden und unakademischen Stil. Ungewöhnlich für ein Sachbuch ist der schnelle Wechsel unterschiedlicher Darstellungsebenen - eine Dramaturgie, die mich durchaus in ihren Bann zog. Stellenweise liest sich "Wikipedia inside" fast wie ein Krimi. Zwar sind nicht alle Themenbereiche für jeden interessant. Gerade die eher kritische Haltung des Autors zur derzeitigen Wikipedia Community wird sicher Widerspruch provozieren. Ob man dem Autor in jeder Hinsicht folgen will, bleibt einem ja letztlich selbst überlassen.
Zu loben ist das Buch dafür, dass der Autor nicht halt macht vor der Beschreibung des Medienumfelds, in dem Wikipedia sich bewegt. Auf anderssprachige Wikipedia-Ausgaben geht Schuler leider nicht ein; so ist das Buch hauptsächlich auf die deutsche Wikipedia fixiert. Von dieser kleinen Schwäche einmal abgesehen, füllt "Wikipedia inside" eine Lücke, Vergleichbares ist nicht auf dem Markt. Absolut lesenswert, 4,6 Sternchen.
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am 17. September 2008
Im großen und ganzen kann ich mich poupou anschliessen. Bedauerlicherweise musste wohl ein bestimmtes Ergebnis herauskommen, was ein an sich gutes Buch schlecht macht. Das "inside" wirkt auch trügerisch, kurz dabei ist noch lange nicht drin. Leider hat der "Autor" zuviel geschrieben um das Buch für kippelnde Möbel zweckentfremden zu können.
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am 5. März 2009
Wikepdia ist in aller Munde. Ein Nachschlagewerk zu allem oder fast allem und jedem. Schon lange stellte sich mir immer wieder die Frage: und wie verlässlich ist das wohl meistgenutzte Internetlexikon. Nachdem jeder und jede darin Artikel verfassen kann, ist die Fehlerquote doch sehr hoch, möchte man zumindest meinen. Wären da nicht immer wieder Untersuchungen und Vergleiche mit herkömmlichen gedruckten Enzyklopädien, die Wikipedia eine nur geringfügig schlechtere Treffsicherheit als ersteren attestieren. Obwohl zwar jeder für Wikipedia schreiben kann, heißt das nicht, dass Artikel nicht immer wieder von anderen Benutzern auf ihren Wahrheitsgehalt überprüft werden und entweder ' so es sich dabei um Fakes handelt oder Juxartikel oder ähnliches ' gelöscht oder verbessert werden. Da klärt nun das Buch auf, das in seiner Aufmachung sehr übersichtlich und auch viel Wissenswertes über Wikipedia enthält. Nach einem kleinen historischen Abriss über die Internetenzyklopädie, werden sowohl die Gründer und ihre Intentionen näher beschrieben, und auf das Konzept, das Wikipedia zugrunde liegt, näher eingegangen, und nicht zuletzt auch auf die Ansprüche der Enzyklopädie und wie sie eingehalten werden. Man liest in Wikipedia inside sehr viel Interessantes über Wikipedia, vieles was der 'normale Benützer' nicht weiß und das doch oft auch für den Gebrauch recht nützlich sein kann. Interessant fand ich auch die eher grundsätzliche Fragestellung gegen Ende des Buches: Wird Wikipedia mit der Zeit die Wissenschaftslandschaft verändern, in dem Sinne nämlich, als dass unentgeltlich das Wissen der Gesellschaft oder den Benutzern zur Verfügung gestellt wird, was dann aber auch heißt, dass Wissen nichts kostet, und auch niemand mehr damit Geld verdienen kann. Und wird durch diese Ressource schließlich auch darüber bestimmt, was und mit wie viel Aufwand geforscht wird, da es doch nichts kosten soll. Und verdünnt sich so langfristig gesehen nicht auch die Figur des Wissenschaftlers und der Wissenschaftlerin, der bzw. die von der Uni oder einer sonstigen Forschungseinrichtung bezahlt, das erforscht, was eben sein Wissensgebiet ist, und worin er nicht zuletzt auch kompetent ist, weil er genau dieses Wissensgebiet studiert und darin Fähigkeiten erworben hat, zugunsten eines neuen 'Polyhistors', der mehr oder weniger frei dilettierend ein völlig neues Wissenschaftsmodell kreiert? An diese Frage schließt sich für mich auch gleich ein kleines Manko des Buches an, die darin besteht, dass es auf die Frage, wer denn nun wirklich die vielen Redakteure und Autoren sind, die die Einträge von Wikipedia verfassen und redigieren, zu wenig eingeht. Sind das Wissenschaftler 'innen, die schon einiges publziert haben und denen man vertrauen kann, so wie ja auch jedes Lexikon von solchen verfasst wird? Diese Frage scheint mir sehr wichtig, da sie doch sehr viel über die Seriosität und Glaubwürdigkeit von Wikipedia aussagt. Sonst finde ich das Buch sehr informativ und sozusagen als Einstieg in die Onlineenzyklopädie Wikipedia sehr empfehlenswert, wenngleich auch nicht objektiv oder neutral, da sein Verfasser ja selbst eine Zeit lang bei Wikipedia mitgemacht hat. Aber das wird ja auch gleich mal am Beginn des Bandes verraten.
Eine Anleitung zum Mitmachen bei der Onlineenzyklopädie und ein kleines Glossar sowie diverse Wikipedia betreffende Weblinks runden das Buch ab.
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Mehr Fragen als Antworten lässt der Autor hier aufbäumen, wenn er bereits wie der Gründer Wales zitiert "Wikipedia ist ein äußerst Demokratisches Proyekt".
Was ist damit gemeint? Wird geschichtliche Wahrheit der Beugung von 51% der Artikelschreiber bei Wikipedia gemacht oder darf die lesende Mehrheit sich auf Disskussionsseiten auf die am sozialen Zeitgeist gefragteste Artikelversion zur Veröffentlichung einigen.
Wie auch immer der Autor schaut erst mal lieber auf die Entstehung der Wikipedia und erklärt den Kontrollprozess.
Der Blick in die Kulissen ist ausreichend geschildert, auch wird auf Gefahren wie z.b Profilierung von Ethikmeinungen usw. hingewiesen.
Die Wahrheit liegt sicher in den nicht beantworteten Fragen;Auch wird wenig auf die Gefahr der Artikelstruktur hingewiesen was eigentlich fatal ist,steckt doch im sprachlichen Detail bzw.dessen Unterlassung die Wahrheit.
Da die meisten Artikel resümeehaft informieren nimmt der Leser oft viel indifferenzierte Meinung auf ohne die wahrhaft teuflischen Details zu kennen die bestimmte Vorfälle aufgewiesen haben.
So wird nur als Bsp. im Artikel zur Versenkung eines bekannten engl.Passagierschiffes darauf hingewiesen das dies mit Waffen zwar zum Teil mit beladen war, nicht jedoch das,dies ein Verstoß gegen geltendes Kriegsrecht war.
Nach durchschlagen des Buches fand ich es nützlich aber es ist sicher an der Zeit ein kritisches Buch das mehr auf die Details bei Wikipedia eingeht zu veröffentlichen.
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