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TO SAVE EVERYTHING, CLICK HERE ist der englische Originaltitel dieses bemerkenswerten Buches - in etwa "um alles zu sichern, klicken sie hier". Der deutsche Titel SMARTE NEUE WELT nimmt nun sehr sichtbar auf die berühmte Dystopie von Aldous Huxley (1894-1963) Bezug, der gleich am Anfang zitiert wird und schon früh vor einer Entmenschlichung der Gesellschaft durch technischen Fortschritt warnte. Im Hinblick auf die allgegenwärtige Digitalisierung und Durchdringung der letzten verbliebenen privaten Refugien macht sich der streitbare Text diese Warnung durchaus zu eigen.

Evgeny Morozov, 1984 in Weißrussland geboren, vergleicht einige Belohungssysteme bei den "Brot und Spiele"-Events im Internet sehr treffend mit jenen Anreizen, die schon sowjetischen Parteifunktionären vertraut waren: Orden oder Online-Medaillen als Ansporn. Bewusst steht "das Internet" stets in Anführungszeichen - und verursacht so bei jedem Lesen ein Nachdenken über jenes scheinbar unfassbare und nicht direkt definierbare Phänomen, dem sich die Menschheit derzeit unterzuordnen hat - denn es ist das Internetzeitalter. Aber das Telegrafenzeitalter gab es auch schon. Und wie war es mit dem Fernsehzeitalter? Morozov nimmt klar Stellung gegen den "Internetzentrismus" und den "Solutionismus" ("Bestreben, alle komplexen sozialen Zusammenhänge so umzudeuten, dass sie ... als genau umrissene Probleme mit ganz bestimmten, berechenbaren Lösungen ... erscheinen").

Das Buch ist in 9 Hauptkapitel mit zahlreichen betitelten Unterabschnitten gegliedert und mit knapp 600 Seiten in der Druckauflage für ein streitbares Sachbuch schon sehr lang geraten. Aufgrund des flüssigen Sprachstils und einiger Gags am Rande gelingt es Morozov dennoch mühelos, den Leser bei der Stange zu halten. Der Lohn ist das Nachdenken über einige so bisher selten hinterfragte Grundtatbestände unserer smarten Realität, in der fast jeder viel zu viel von sich Preis gibt. Nur ohne ein Profil im sozialen Netzwerk ist man ja schließlich schon fast verdächtig ...

"Das Unperfekte, das Doppeldeutige, das Undurchsichtige, die Unordnung und die Möglichkeit, sich zu irren, zu sündigen, das Falsche zu tun: All das macht die menschliche Freiheit aus, und jeder ernsthafte Versuch, das abzuschaffen, wird die Freiheit gleich mit abschaffen." (S. 16)

Ein sicher nicht nebenbei und in kurzer Zeit konsumierbares Buch, das zum Nachdenken anregt!
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am 18. Juli 2014
Also irgendwie werde ich mit dem Autor bzw. seinem Buch nicht so richtig warm: auf den ersten 100 Seiten versucht Evgeny Morozov, uns den Unterschied zwischen dem Internet und der digitalen Welt zu erklären. In tausend Beispielen weist er uns darauf hin, wie viele Menschen die Begriffe und Funktionen nicht richtig auseinander halten können. Das bedeutet für den Autor offenbar erst mal, dass wir von Deppen umgeben sind und regiert werden. Darüber kann sich jeder selber ein Urteil erlauben, aber wirklich zielführend finde ich diesen Einstieg nicht.

Danach geht Morozov mit erhobenem Zeigefinger viele viele Fälle durch, in denen die digitale Welt nicht unbedingt zum Vorteil von uns Menschen gereicht.

Beim Lesen werde ich immer ungeduldiger: ich kann keinerlei Gespür dafür entwickeln, warum uns der Autor auf all diese Dinge aufmerksam macht. Was sind seine Ziele? Will er uns zur totalen Abkehr vom Digitalen raten? - Also ehrlich, Herr Morozov, da kann man doch von jemandem, der sich so viele Gedanken gemacht hat, mehr Konstruktivität erwarten!

Denn nicht das Digitale an sich ist schlecht, sondern das, was wir Menschen daraus machen - und das, was wir zulassen, das andere daraus erschaffen.

Insofern bringen diese zahlreichen Aufzählungen von toll recherchierten Details, auf welche Weise Jeff Bezos und andere Technokraten unseren Planeten ins Verderben stürzen, uns erst mal nichts.

Dann kommt etwas Interessantes, nämlich eine kleine Formel:
Wissen + Geschmack = aussagefähiges Urteil

Ohne profundes Wissen darf man nach Morozov am besten gar nicht seinen persönlichen Geschmack hinzupacken; auf jeden Fall kann man ohne die beiden Zutaten nicht zu einem aussagefähigen Urteil gelangen. - Darf ich (darf irgendjemand) also über dieses Buch überhaupt urteilen?

Im vorletzten der neun großen Kapitel geht es dann den "Daten-selbst- Aufzeichnern" (das sind die mit den Fitness- Armbändern und schlimmeren Gadgets) an den Kragen. Quasi endlos beweist der Autor anhand unzähliger Quellen und Beispiele, was diese Menschen denn für Idioten sind. Geht das nicht auch anders? Muss der Autor uns seine Meinung mittels schierer Masse an recherchierten Beispielen näher bringen – wenn diese doch schon nach wenigen Zeilen im Kapitel deutlich wird? (Aber so kann man ein Buch natürlich auch auf über 600 Seiten bringen.)

Letztes Kapitel: unser Wille, und warum uns die digitale Welt und das Internet selbstgefällig und müde machen. Wir werden von bösen Mächten beeinflusst, dir wir nicht mehr durchschauen. Allerdings probieren wir das in den letzten 100 Jahren im Wahlkampf und anderen Macht-Strukturen auch schon, ohne dass digitale Technik zum Einsatz gekommen ist. Natürlich wird alles durch die digitalen Möglichkeiten noch viel schlimmer. Aber was ist der Kern dieser Aussagen?

Mein Fazit: nur weil wir mit Hilfe der digitalen Technik Informationen schneller verarbeiten können als je zuvor, bedeutet das doch noch lange nicht, dass diese Technologie dafür verantwortlich ist, was wir als Menschen daraus machen. - Oder?
Klar gibt es Technologie- Heilsbringer, die von der digitalen Sache fanatisch überzeugt sind und damit zufällig auch noch viel Geld verdienen. Aber nur diese als Repräsentanten für das Digitale zu nehmen und daraus alles Unheil für uns Menschen abzuleiten, erscheint mir irgendwie zu indifferent.

Dann - ganz zum Schluss - im Nachwort gibt es noch einen Lichtblick: Da wird irgendwie klar, dass Morozov die Technik nicht für alles verantwortlich macht. Schön! – Aber eigentlich verstehe ich jetzt gar nichts mehr. Was stand denn dann auf den letzten 400 Seiten seines Buches wirklich?

Meine Vermutung ist, dass der Autor zwei Betrachtungen in seinen Gedanken miteinander verbindet: zum einen die kapitalistische Sicht der großen Internetkonzerne und wie sie unsere digitale Welt monopolistisch beeinflussen, und zum anderen die immer digitaler werdende Welt an sich. Im Hinblick auf die großen Internetkonzerne ergeben die meisten warnenden Worte des Autors auf jeden Fall Sinn. Aber man könnte die beiden Ansätze natürlich auch getrennt betrachten...

Oder muss man einfach so negativ über die digitale Welt und deren Gefahren berichten, um in der FAZ eine Kolumne zu bekommen?
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am 12. Februar 2017
Ich habe mir dieses Buch gekauft, um mich über kritische Sichtweisen des digitalen Zeitalters zu informieren.
Allerdings verliert sich Herr Morozov in endlosen Wiederholungen, Floskeln und erbärmlichen Verhgleichen auf fast 600 Seiten. Den informativen Teil könnte man auch auf einem Bruchteil davon unterbringen. Daher kann ich dieses Buch leider nicht empfehlen. Zumindest nicht zum lesen. Ab in den Kamin.
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Morozov stellt das Internet grundsätzlich in Frage. Gedankliche Schablonen sprengend, will er visionär wissen, wie das menschliche Zeitalter nach dem Internet aussieht. Beim Lesen denke ich: Der Mann hat recht, aber wie will er mich vom Internetrausch befreien?

Aber dieser Autor versteht es, den Leser anzusprechen und für seine Sache zu werben. So einzigartig selten ist seine Herangehensweise gar nicht. Morozov erinnert daran, dass es sehr frühzeitig auch Menschen gab, die einst nach dem Zeitalter nach Dampfmaschine und Radio fragten. Es gibt immer ein Zeitalter danach, spannend ist dabei die Frage, was macht die jeweilige neueste menschliche Errungenschaft aber indessen mit dem Menschen und der Gesellschaft, in der er lebt?

Viel Gutes gewinnt der Autor dem "Feigenblatt" Internet nicht ab. Er trifft dabei mein mehr und mehr wachsendes Bauchgefühl beim immer skeptischeren Umgang mit Internet und allem was daran hängt. Dabei lässt der Weißrusse keine Möglichkeit aus, sich auch über Unnützes in Bezug aufs Internet lustig zu machen und mir somit auch vor Augen zu führen, wie viel Blödsinn man im Alltag mitmacht und dabei die wirklich wichtigen Dinge des Lebens aus den Augen verliert. Ich denke Morozov wird auf dies wachsende Bauchgefühl bei vielen Lesern stoßen und hoffe sehr, der Leser wird sein Verhalten überdenken. Aber an ein Leben nach dem Zeitalter Internet zu glauben, dies fällt n o c h ziemlich schwer.

Der Autor legt ein hochpolitisches Buch vor, welches gut lesbar für jeden Laien ist und auch jeden Menschen in seinem Alltag anspricht. Morozov entpuppt sich letztlich nicht als Feind der Technik, aber doch als Mahner davor, eine immer ausgefeiltere Überwachungswelt zu schaffen, bevor wir eines Tages zu Sklaven unserer Erfindung geworden sind.

Vieles mag übertrieben klingen, aber bei Lichte betrachtet, stimme ich Evgeny Morozov in seiner Kritik zu!
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am 27. Dezember 2015
Was wollen wir? Warum wollen wir das? Mit welchen Mitteln können wir das Gewollte so erreichen, dass das Warum noch nachvollziehbar bleibt? - Das sind wichtige Fragen, die wir uns immer wieder stellen müssen.

“Das Internet” bietet uns hingegen Werkzeuge, die ggf. das “Was” noch lösen, uns aber über das “Warum” im Dunklen lassen.

“Das Internet” ist zu einem nicht unerheblichen Teil wie ein großer Haufen Spielzeug, in dem ein kleines Kind sitzt und wahllos mal mit dem einen und dann mit dem anderen spielt, ohne ein anderes Ziel als die momentane Befriedigung des Spieltriebs zu verfolgen. Es nimmt die Spielsachen als gegeben hin und nutzt die Möglichkeiten, ohne Einfluss auf diese zu haben.

Wir sind aber keinen kleinen Kinder und sollten unsere (fernen) Ziele formulieren und dann nach den Werkzeugen suchen, diese zu erreichen. Dabei muss immer klar sein, warum wir ein bestimmtes Ziel verfolgen. Wir dürfen uns nicht von den Anbietern der Werkzeuge vorschreiben lassen, wie die Ziele aussehen und gleichzeitig das “Warum” völlig ignorieren.

Dieses Buch regt so extrem zum (Über-)denken der momentanen Situation an, dass man es trotz des großen Seitenumfangs wohl zweimal lesen muss. Ich halte viele Gedankengänge und Formulierungen für sehr wichtig, da sie ein Problem beleuchten, dass im Alltag der meisten Menschen wohl kaum präsent ist, obwohl es das sein sollte.

Erschreckend sind gerade die Vorstellungen, in denen es um die “Automatisierung” von Gesetzen und Regeln geht und diese somit der weiteren Diskussion entzogen werden. Auch die Manipulation der Menschen ist ein Punkt, den es weiter in das Licht der Öffentlichkeit zu bringen lohnt. Zudem wird herausgearbeitet, dass viele Dinge, die “im Internet” passieren, sich völlig der öffentlichen Kontrolle entziehen und von Unternehmen kontrolliert werden, sich jedoch massiv auf unser Leben, die Politik und weitere Bereiche auswirken.

Wir müssen uns als Menschen nicht nach der Technik oder deren Möglichkeiten richten, sondern die Technik muss nach unseren Bedürfnissen geformt werden. Die Technik hat dem Menschen zu dienen.

Wenn wir unsere Werte opfern um Techniken möglich zu machen, die uns die Freiheiten des Menschseins nimmt, sind wir wohl nicht wirklich frei.

Dieses Buch sollte von möglichst vielen Menschen gelesen und diskutiert werden.
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am 2. Dezember 2013
„Gut ist besser als Perfekt“.

Dies ist eigentlich ein Satz, der im Zeitmanagement massiv verwendet wurde und wird. Um etwas „perfekt“ zu machen statt nur „gut“ (was durchaus in der überwiegenden Zahl der Fälle völlig ausreichen würde), bedarf es eines solch potenziert höheren Aufwandes an Energie, dass der Aufwand die (meist nur schmale) Verbesserung nicht rechtfertigt.

Da aber der Mensch, zumindest in den westlichen Hemisphären, von Schulzeiten an auf ein Noten- und Leistungssystem hin „geeicht“ wird, welches eigentlich Perfektionismus verlangt (dazu muss man nur die NC's der diversen Studiengänge sich zu Gemüte führen, für die ein bis vor 10 Jahren noch gutes bis sehr gutes Abitur kaum mehr ausreicht), ist der „Drang zum Perfekten“ im Menschen tief verankert und wird natürlich in der „digitalen Welt“ bis auf die letzte Spitze noch getrieben.

In der „smarten neuen Welt“ der digitalen Vernetzung und der technischen Gestaltung von Gesellschaft und Wirtschaft ist der „analoge“ Mensch einfach die größtmögliche Fehlerquelle. Nicht effizient genug, nicht schnell genug, nicht „perfekt“ genug und damit eben gegenüber Anforderungen immer schneller laufender Informationen und maschinengestützter Entscheidungen als „ungenügend“ zu kennzeichnen. Besser, man hört auf das, was die „Maschinen“ als Ergebnis vorschlagen, um möglichst keine Fehler zu machen.

Hier setzt Morozov mit seinen breiten und fundierten Gedanken ein.

„Gut“ statt „Perfekt“ als Maß und Ziel für den Menschen, so kann man seine Gedanken knapp zusammenfassen.
Mit weitreichenden Folgen.

Vor allem dahingehend, dass er ein leidenschaftliches Plädoyer dafür hält, dass nicht der Pulsschlag der digitalen Technik den Takt vorgibt und damit den Menschen als „Mangelware“ stehen lässt, sondern dass (jede, nicht nur die digitale) Technik sich nach der „analogen“ Verfasstheit des Menschen dienend zu richten hat. Nicht der Mensch ist für den Takt der Technik da, sondern die Technik für den Menschen.

Die Welt immer weiter „offener und vernetzter“ zu machen, wie Mark Zuckerberg es anstrebt oder „perfekt“ die gewaltigen, täglichen Datenmengen zu sammeln und auszuwerten (erklärtes Ziel nicht nur von Google), ständig und rund um die Uhr alle Probleme zu lösen (die „Atmosphäre“ des Silicon Valley), all das nimmt Morozov auf und, mit spürbarem Ärger, überaus kritisch, teils mit vernichtendem Urteil, unter die Lupe.

Wobei ebenso deutlich wird, dass Morozov nicht als „ewig Vorgestriger“ einfach eine Abscheu gegen Technik hätte.
Er selbst nutzt des Internet zielgerichtet und in breiter Form.

Aber die Haltung hinter den Technikjüngern, dieses „Verbesserung über alles“, dem setzt er mit seinen Betrachtungen eine deutliche und den Leser sehr überzeugende Grenze.
Eine Grenze, die sich nicht nur vordergründig gegen die „Mittel“ der Technik wendet. Diese können je nach Haltung „gut“ oder „überzogen“, „hilfreich“ oder „belastend“ eingesetzt werden. Wohl aber stellt Morozov überzeugt und in aller Klarheit den „Zweck hinter den Mitteln“ in Frage.
Jene technisch durchgestylte, allseits überwachte, ständig transparente und auf ständige Verbesserung zur Perfektion hin gerichtete Haltung.

„Das Vorhaben des Silicon Valley, uns alle in eine digitale Zwangsjacke zu stecken und Effizient, Transparenz, Gewissheit und Perfektion zu fördern .... wird uns langfristig sehr teuer zu stehen kommen“.

Das ist die Kernaussage des Buches, die Morozov selber formuliert und deren Validität er auf den knapp 600 Seiten des Buches nachweist. Allein schon über die „Risiken des algorithmischen Gatekeepings“ zu lesen, wie Suchfilter blindlings auf Stichworte reagieren und unkontrolliert damit zunächst Handlungen auslösen, verdeutlicht präzise treffend die ungute Entwicklung, die in den letzten Jahren an rasanter Geschwindigkeit gewonnen hat.

Ein hoch interessantes Buch mit vielen Beisielen und Fakten aus der „digitalen Welt“, die jeden kritischen Verstand alarmieren sollten.
Sehr empfehlenswert auch dafür, lieber in einer „guten“ statt einer „digital perfekten“ Welt leben zu wollen und dahingehend sich zu auch verhalten. Mit dann immerhin eigenen Fehlern statt einem bedingungslosen Hören auf ein „Rechnerergebnis“.

Ein nicht leicht zu lesendes, aber eines mit vielfachem Erkenntnisgewinn und jeder Menge „Aha“ –Erlebnisse.
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am 2. November 2013
Evgeny Morozov legt den Finger in die Wunde unserer neuen, selbst verschuldeten Unmündigkeit durch Einstimmen in die immer weiter ausgreifende Digitalisierung unserer Kultur. Die digitale Revolution ruiniert auf die Dauer subtil die gewohnte menschliche Freiheit. Der Autor ist bereits im angloamerikanischen Sprachraum durch seine Bücher "The Net Delusion. The Dark Side of Internet Freedom" (New York 2011) und "To Save Everything, Click Here. The Folly of Technological Solutionism" (New York 2013 - hier nun übersetzt) bekannt geworden. Nur wenige Wochen nach seiner deutschen Veröffentlichung erscheint übrigens mit ähnlicher, stärker geisteswissenschaftlicher Ausrichtung mein Buch "Die digitalisierte Freiheit. Morgenröte einer technokratischen Ersatzreligion" (Berlin 2013). Beide Bücher kritisieren mit Elan die kulturellen Folgen der bisherigen und vor allem auch der künftigen, längst politisch festgeschriebenen digitalen Revolution.
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