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Kundenrezensionen

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VINE-PRODUKTTESTERam 28. Dezember 2010
Format: Gebundene Ausgabe|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
1889 in einem jüdischen Getto in Russland wird ein Rabbi beim Meditieren nach einem Unwetter in einem Teich eingefroren. Von seinen Anhängern als eine Art Wunder bestaunt wird der fromme Mann fortan in seinem Eisblock als kalte Reliquie präsentiert und im Familienbesitz über Jahrzehnte weitergereicht. 1999 liegt er dann in Memphis in der Gefriertruhe der Familie Karp, wo ihn Teenager Bernie zufällig entdeckt und nach einem Stromausfall versehentlich auftaut. Begierig stürzt sich der zweifelhafte Heilige in die wunderbare Welt der Moderne und lernt schnell, aus seiner Situation Kapital zu schlagen. Bernie hingegen, bis dato eher weltlichen Dingen zugetan, ist fasziniert von der Geschichte seines Urahns und versucht seinerseits, die geheimnisvollen Bereiche spiritueller Mystik zu erkunden.

Schade, schade. Ich hatte mich - begeistert von der originellen Grundidee - wirklich auf dieses Buch gefreut, war aber von der Umsetzung ziemlich enttäuscht. Die beiden Erzählebenen (Reise des Eismanns vom 19. ins 21. Jahrhundert und seine Erlebnisse in den USA der Jetztzeit) funktionieren nicht wirklich, da der moderne Teil der Geschichte vernachlässigt und nur halbherzig abgehandelt wird. Insbesondere die Metamorphose des Rabbis vom Frömmler zum Turbo-Kapitalisten geschieht viel zu schnell und ist daher nicht glaubwürdig; hier hat der Autor eine Chance verschenkt und seine Möglichkeiten nicht ausgereizt, auch das Ende des Romans ist wenig gelungen. Der durchaus erkennbare Sprachwitz blitzt leider nur ansatzweise und viel zu selten auf, schade, denn hier hätte ein richtig großes Werk entstehen können.
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TOP 1000 REZENSENTam 26. Januar 2011
Bernie Karp ist ein gelangweilter Jugendlicher, den nichts weiter als TV und Essen interessiert. Eines Tages stößt er auf ein Familiengeheimnis - einen Rabbi, der tiefgekühlt im Keller der Familie lagert. Durch einen Stromausfall taut er auf und erwacht zum Leben bzw. kehrt aus seiner Meditation zurück.
Während Bernie ihn zuerst vor seinen Eltern versteckt, versucht sich der Rabbi einige Zeit später selbst in der Welt zurechtzufinden. Gebildet und trainiert von ständigen Fernsehen gründet der Rabbi das Haus der Erleuchtung. Hier gibt er jedermann und vor allem -Frau Unterrichtseinheiten und bietet sowohl Entspannung als auch Seelenheil.
Bernie unterdessen befasst sich, angestoßen durch den Rabbi, inzwischen mit den jüdischen Lehren und steigt immer tiefer und tiefer in die Materie ein. ...

Das Buch teilt sich grundlegend in 2 verschiedene Erzählstränge. Das Heute, das im Jahre 1999 beginnt und die Geschichte des Rabbi Elieser Ben Zephir, die 1890 mit dessen Meditation am See und dem Einfrieren beginnt. Immer abwechselnd wird Kapitel für Kapitel die Geschichte rückblickend bzw. im Heute weitererzählt.
Genauso wechselnd wie die Zeitform fühlte ich mich auch beim Lesen. Während ich die Kapitel der heutigen Zeit am Anfang einfach nur langweilig fand, waren die der Vergangenheit um so spannender. Der Leser erfährt viel über die Geschichte und auch das Leid der damaligen Zeit. Und während es in der Vergangenheit einen Großteil des Buches spannend zur Sache geht, bleibt es in der Gegenwart langweilig. Alles, was passiert, ist zum Großteil vorhersehbar. Der Teil, der es nicht ist, wirkt in sich zwar nicht unglaubwürdig, aber für mich einfach nur Fehl am Platz. So fühlte ich mich auch einen Großteil der Gegenwart nicht wie in einer Geschichte über einen Rabbi, sondern des Buddhismus. Kannte ich doch bisher sämtliche Beschreibungen und Überlegungen, die Bernie durchmacht, nur von da.

Leider schaffte es Steve Stern für mich nicht, die Vergangenheit durchgehend spannend zu halten. So hattte ich ab dem letzten Drittel des Buches das Gefühl, als wollte er endlich zum Ende kommen - so sehr rannte er durch die Geschichte. Nur um sich dann stellenweise wieder in detailreichen Beschreibungen zu verfangen und nicht so richtig vom Fleck zu kommen.

Leider ist jede Vergangenheit irgendwann einmal zu Ende erzählt und kommt im Heute an. An dieser Stelle hätte Steve Stern das Buch beenden sollen und hätte wohl eine schöne Geschichte erzählt. Doch leider musste es weitergehen.
Das Ende kam in jeder Hinsicht überraschend. Einerseits, weil ich es nicht erwartet hätte, andererseits, weil es so gar nicht passt. Ich muss gestehen, dass mich das Buch noch sehr lange nach dem Lesen beschäftigt hat. Allerdings nicht im Positiven, sondern einfach nur wegen dem Ende. Wie kann man ein Buch, was bis dahin mittlerer Durchschnitt war, nur SO beenden? Allerdings sind Geschmäcker ja durchaus verschieden und vielleicht ist es für einen anderen Leser das perfekte Ende....

Der Schreibstil an sich ist durchaus flüssig. Leider ist das Buch gespickt von jiddischen Begriffen, die mir vor allem in der ersten Hälfte des Buches jede Lust am Lesen geraubt haben. Dies liegt vor allem aber auch daran, dass es im Vorab-Exemplar kein Glossar gab, in dem man hätte nachschauen können. Auch das Internet gab nichts her. Doch dafür kann der Autor nichts. Irgendwann werden die Begriffe weniger, ab und an werden sie sogar erklärt. Das macht es leichter. Den Rest überlas ich dann einfach.
Wie bereits oben erwähnt, war mein Unterhaltungsfaktor sehr 2-geteilt. So ist es auch sehr schwer, ein abschließendes Fazit zu finden und auf einen Punkt zu kommen. Ich tue mich schwer damit, dem Buch einfach nur 2 Punkte zu geben, denn ich denke, dass es das eigentlich nicht verdient hat. Deshalb gibt es hier etwas sehr untypisches. Eine Bewertung des Buches in mehreren Teilbereichen:

die ersten 2/3 des Buches:
Vergangenheit: 4 von 5 Sternen
Gegenwart: 2 von 5 Sternen

das letzte 1/3 des Buches:
Vergangenheit: 3 von 5 Sternen
Gegenwart: 1 von 5 Sternen - und den auch nur, weil ich ja mindestens einen Stern vergeben muss.

Rein mathematisch lande ich jetzt bei einem Schnitt von 2 Sternen. Wenn ich könnte, würde ich 2,5 geben - geht aber nicht. Und da mir das Buch 3 Sterne im Vergleich mit anderen bisher von mir rezensierten Büchern nicht wert ist, bleibt es auch dabei.
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VINE-PRODUKTTESTERam 4. Januar 2011
Format: Gebundene Ausgabe|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
Bernie Karp ist ein eher träger, verfressener Teenager aus Memphis / Tennessee. Als er eines Tages im Keller des elterlichen Hauses nach Essbarem in der Tiefkühltruhe sucht, stößt er auf die eingefrorene Leiche eines Mannes.
Es handelt sich um einen Rabbiner aus Polen, dessen Leiche sich seit Jahrzehnten im Besitz der Familie befindet. Als es bei einem Gewitter über Memphis zu einem Stromausfall auch im Hause Karp kommt, wird der Rabbi plötzlich aus seinem eisigen Grab befreit und beginnt ein neues Leben im 21.Jahrhundert. Der Rabbi aus dem Schtetl Ostpolens entdeckt schnell, wie er mit seinen Kenntnissen der Kabbala und der jüdischen Mystik Geld machen kann!
Und Bernie entdeckt die Geschichte seiner Familie und die eigene Religion neu.

Steve Stern erzählt seinen Roman in zwei Zeitebenen, einmal die Geschichte von Bernie Karp und des aufgetauten Rabbis in den USA von heute, dann in der Rückblende die Geschichte polnischer Juden und ihr Schicksal. Die Verfolgung in russischen Zarenreich, die absolute Armut im Ghetto polnischer Städte und die Auswanderung in die USA mit dem damit verbundenen Aufbau eines neuen Lebens.

Beim Lesen merkte ich mehr und mehr, dass ich sehnsüchtig auf die Rückblenden im Roman wartete, denn die Geschichte um den Rabbi aus dem Eis wird noch einiger Zeit einfach einfach nur langweilig und nervt. Zu bizarr und an den Haaren herbei gezogen ist die Geschichte. Auch das Ende ist nur unbefriedigend für den Leser!

Die Rückblenden hingegen, in denen die Geschichte des jüdischen Lebens in Osteuropa und später die in den USA beschrieben wird, sind interessant geschrieben und Steve Stern beschreibt ohne Zweifel eindringlich und mit viel Sachkenntnis die Geschichte der jüdischen Einwanderer.

Auf dem Einband des Romans wird der amerikanische Schriftsteller Steve Stern als der neue Isaac Singer angepriesen, wie auch er beschreibt Stern das Leben der einfachen jüdischen Menschen und ihr Schicksal. Nach Lektüre dieses Romans aber glaube ich, dass Steve Stern noch sehr weit entfernt ist von einem Isaac Singer. Der Roman der gefrorene Rabbi" ist schlicht und einfach zu abstrus und bizarr, dass er den Leser wirklich fesseln kann.
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VINE-PRODUKTTESTERam 16. März 2011
Format: Gebundene Ausgabe|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
Bernie Karp ist ein durchschnittlicher Teenager, den es überall auf der Welt gibt: kein Interesse für irgendetwas, Bildung ist ihm nicht wichtig, Essen dafür umso mehr. Eines Tages während eines Stromausfalles entdeckt er in der Gefriertruhe im Keller seines Hauses den gefrorenen Rabbi Elieser ben Zephir. Dessen Seele hat beim Meditieren vor einhundert Jahren seinen Körper verlassen und so geschah es, dass der Rabbi durch unglückliche Umstände einfror und eine unglaublich Reise hinter sich gebracht hat nur um in einer Gefriertruhe in Memphis aufzuwachen. Und was macht ein Rabbi, dessen Seele nun endlich wieder seinen Körper gefunden hat? Genau, er versucht all das nachzuholen, was er verpasst hat, jedoch nicht auf spiritueller Weise. Und Bernie? Er versucht die Geschichte seiner Familie zu verstehen und seine eigene Religion überhaupt erst einmal zu entdecken.

Ich muss zugeben, dass ich enttäuscht bin. Ich habe das Buch dreimal angefangen und erst beim dritten Mal habe ich es geschafft, wenn auch mit dem Überspringen von Passagen, es zu Ende zu lesen. Ich hatte solche großen Erwartungen, da die Beschreibung so gut war und mich generell jüdische Autoren die ihre Religion als Thema machen, bislang auch nicht enttäuscht haben. Dieses Buch aber ist eine große Enttäuschung.

Es beginnt noch recht viel versprechend, mit den zwei Erzählsträngen, dem Heute und dem Damals, was die Reise des Rabbis und die Geschichte von Bernies Familie thematisiert. Dieser Erzählstrang hat mich auch wenn auch mäßig unterhalten. Das Heute allerdings hätte der Herr Stern meinetwegen weglassen können, da mich Bernie und der Rabbi nur genervt haben. Die Erzählweise, der Schreibstil und die Übersetzung sind gut. Der Humor ist subtil und hat mich nicht so begeistern können. Das Ende ist etwas womit man kämpfen muss, da es so gar nicht passte. Und alles im allem hätte das Buch um mindestens 100 Seiten kürzer sein können, da es sich stellenweise ziemlich in die Länge zieht, was meinen Kampf erklärt, es überhaupt durchgelesen zu bekommen. Die jiddischen Begriffe im Buch waren nicht abschreckend oder schwer verständlich, da sie dem deutschen doch etwas ähneln. Ein Glossar wurde dem Buch allerdings beigefügt (welches ich nicht beurteilen kann, da meine Ausgabe keines enthielt).

Ich weiß nicht, ob ich dieses Buch empfehlen möchte, da es viele gibt, die bei Weitem besser sind. Vielleicht ist es aber auch Geschmackssache. Meinen Geschmack hat es nicht getroffen, meine Erwartungen nicht im Geringsten erfüllt und mich nur mäßig unterhalten. Mehr als zwei Sterne kann ich deshalb nicht geben.
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am 15. Januar 2011
Dieses Buch besteht aus zwei Handlungssträngen, die sich am Ende vereinen. 1899 friert ein Rabbi beim meditieren ein. Er wird von Generation zu Generation weiter gereicht und gelangt so in gefrorenem Zustand bis nach Memphis.

Der dicke und träge Bernie findet ihn dann 100 Jahre später zu Hause in der Gefriertruhe und ist höchst verwundert darüber. Er befragt beiläufig seine Eltern dazu und diese reagieren mit einer kurzen Erklärung darauf, als sei es das Nornalste auf der Welt einen gefrorenen Rabbi zu besitzen. Eines Tages ist der 15-jährige Bernie allein zu Hause als es zu einem Gewitter kommt. Dadurch fällt der Strom aus, die Kühltruhe taut ab und damit der Rabbi auf.

Nachdem beide den ersten Schock überwunden haben, versteckt Bernie den Rabbi im Gartenhaus und über den Fernseher macht sich der Rabbi mit dem <<American way of life>> vertraut. Er versteht schnell, worauf es ankommt und eröffnet ein <<Haus der Erleuchtung>>, eine Art Lebensberatung, wobei Religion und Esotherik vermischt werden, bzw, die religiöse Seite ganz untergeht. Er verdient eine Menge Geld damit und ist, wie man unschwer erkennen kann, in unserem Jahrhundert angekommen...

Dieses Buch hat meine Erwartungen nicht erfüllt. Die Idee, einen Menschen in gefrorenem Zustand weiter zu vererben ist zwar grotesk, aber das ist wohl der jiddische Humor. Ich hatte mir mehr davon versprochen, und auch für Bernie hätte ich mir ein anderes Ende gewünscht. Dies ist nämlich die einzige Person in diesem Buch für die ich Verständnis aufbringen kann. Teilweise war die Geschichte auch langatmig, der Spannungsbogen wurde nicht durchweg gehalten. Außerdem hat mir das Glossar gefehlt, obwohl ich schon einige Bücher über das jüdische Leben gelesen habe, sodass ich viele Ausdrück
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Format: Gebundene Ausgabe|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
In dieser Erzählung geht es um einen Rabbiner und dessen Einflussnahme auf die Menschen in seinem Umfeld. Selbst im gefrorenen Zustand scheint die Anwesenheit des Geistlichen sich auf denjenigen auszuwirken, der sich in seiner Nähe befindet.
Zunächst besteht die Geschichte aus zwei Handlungssträngen; Der eine beginnt im Jahr 1889 als der Rabbi zufällig während einer Meditation am Seeufer vom Wasser verschluckt wird und so einfriert, der andere Handlungsstrang beginnt im Jahr 1999, in dem der Rabbi, auch wieder durch einen Zufall, auftaut. Gegen Ende des Buches treffen sich diese beiden Handlungsstränge und verschmelzen in der Gegenwart (Jahr 2002 und später). So ergibt sich eine komplexe Geschichte. Diesbezüglich und auch wegen der ungewöhnlichen und deshalb so interessanten Idee des Schriftstellers könnte man also durchaus von einem gelungen Buch sprechen. Die Umsetzung dieses Einfalls lässt jedoch immer mehr zu wünschen übrig: Was als 'jüdisches Märchen' mit Komik, Tragik und einer Brise Humor beginnt, verliert im Laufe der Erzählung immer mehr an Niveau und endet schließlich mit Gewalt, Sterben und einem triebgesteuerten, alten Mann, der besser eingefroren geblieben wäre. Sehr schade. Bedauerlich auch, dass Judentum den Hintergrund für eine immer primitiver und langatmiger werdende Geschichte bildet,.
Neben dem oben geschilderten 'Niveaulimbo' muss auch noch erwähnt sein, dass sich Steve Stern zunehmend in Details verliert, welche die eigentliche Handlung nicht voranbringen und einen anfangs interessant geschriebenen Roman immer mehr zu einer langatmigen Abhandlung werden lassen, deren baldiges Ende man beinahe herbeisehnt.
Schade, dass der Autor seine gute Idee so schlecht umgesetzt hat. Warum muss der Geistliche ein boshafter, perverser Mensch sein, dessen Gegenwart ein Fluch ist? Warum hat der Schriftsteller nicht stattdessen einen netten Rabbi erschaffen, der den Menschen Glück bringt, dessen Anwesenheit ihnen nicht Fluch, sondern Segen ist? Das wäre meines Erachtens die richtige Basis gewesen für ein echtes, jüdisches Märchen, an den sicher so mancher Leser seine Freude gehabt hätte.
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VINE-PRODUKTTESTERam 31. Dezember 2010
Format: Gebundene Ausgabe|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
Es passiert eigentlich nicht so häufig, dass ich ein Buch anlese und dann entnervt aufgebe. Bei diesem war es leider der Fall und auch nach drei Anläufen kam ich leider nicht über die ersten siebzig Seiten hinaus, weshalb es auch nur zu dieser geringen Punktzahl kommt:

Der Teenager Bernie Karp, mitten in der Pubertät und angenervt von seinem Elternhaus, findet beim hungrigen Durchwühlen in der Tiefkühltruhe plötzlich einen alten, bärtigen Mann in traditionell jüdischer Kluft, der in einem Eisblock eingeschlossen sein Dasein auf dem Grund der Karp'schen Tiefkühltruhe fristet. Für Bernie wirkt diese sonderliche Begegnung mit dem titelgebenden gefrorenen Rabbi wie eine Initialzündung und er will die Geschichte rund um den bärtigen Mann wissen und wie es kam dass dieser polnische Gelehrte aus dem 19. Jahrhundert plötzlich in der Tiefkühltruhe seiner Eltern liegt. Die ganze Geschichte verkompliziert sich zusehends, als eines Abends plötzlich der Strom ausfällt und infolge dieses Unfalls der Rabbi auftaut und plötzlich quicklebendig im Wohnzimmer vor dem verdutzten Bernie steht. Schon bald ergeben sich turbulente Missverständnisse und der Rabbi bringt nicht nur das Leben der Familie Karp gewaltig durcheinander '

Leider sagte mir der Schreibstil von Steve Stern absolut nicht zu: Ist der in der Gegenwart spielende Teil der Geschichte rund um den schockgefrosteten Rabbi noch gut lesbar und allgemein verständlich, entspinnt Stern aber nach 30 Seiten einen zweiten Erzählstrang, der vom L eben des schockgefrosteten Rabbiners erzählt und die Odyssee des Mannes im Eisblock nacherzählt. Dieser Erzählstrang macht den Hauptteil des Buches aus und verstörte mich vor allem durch die Unmenge von Jiddisch, das Sterns Schilderungen durchzog. Dies ist dem Lesefluss alles andere als zuträglich und störte mich ungemein. Nach knapp 70 Seiten hatte mich der gefrorene Rabbi dann soweit, dass ich ihn entnervt zur Seite legte und erstmal nicht mehr wollte. Nach einer Woche gab ich dem Buch erneut eine Chance, doch auch diesmal konnte ich mich nicht mit dem Buch anfreunden, sodass es auf die lange Bank geschoben wurde, mit dem Ergebnis, dass es auch heute noch da liegt.
Der vielversprechende Klappentext, aufgrund dessen ich mir das Buch zulegte, wird zu 70% bereits auf den ersten 20 Seiten abgehandelt. Statt sich auf Bernie und das Chaos, das der Rabbi verbreitet, zu konzentrieren, verweilt Stern lieber in der Vergangenheit und zeigt den absurden Umgang mit dem 'heiligen' Eisblock auf. Die Geschichte will in meinen Augen Vieles und scheitert an ihrem eigenen Anspruch: Sie ist nicht besonders witzig, im Falle eine Satire nicht bissig genug und auch nicht sonderlich erhellend. Da die zugrundeliegende Idee aber eigentlich ganz gut ist, bekommt das Buch von mir noch zwei Gnadenpunkte!

Ich für meinen Teil kann nur konstatieren: Vielleicht bekommt das Buch irgendwann noch einmal eine Chance, allerdings nicht so bald!
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Format: Gebundene Ausgabe|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
Das ganze wäre nicht so schlimm wenn der Verlag bei der Eigenwerbung für diesen Roman nicht beim Vergleich mit dem Nobelpreisträger Isaac Bashevis Singer die Latte dermaßen hochgelegt hätte. Das Sittengemälde einer Epoche, oder wenigstens einer Familie wie 'Die Familie Moschkat' will hier nicht entstehen.

Gern nimmt man dieses liebevoll gestaltete Buch in die Hand und ist schnell gefangen von der Geschichte des Rabbis, der von einem gehemmten Jüngling in der elterlichen Tiefkühltruhe gefunden und -Oh Wunder!- beim nächtlichen Stromausfall zum Leben erwacht. Der Blick zurück nach Galizien am Anfang des 20. Jahrhundert zeigt wie er dorthin kam.

Nun muss allerdings der ganze Bogen, von der Schtetl-Folklore inklusiver brandschatzender Kosaken bis hin zu den jüdischen Einwanderervierteln in New York und der zionistischen Besiedelung Israels herhalten, aber es entsteht dabei kein großes Epos. Dazu ist die Geschichte zu dünn und zu konstruiert, abgesehen von den üblichen Klischees. Leider lässt uns Nichteingeweihte der Verlag bei den vielen Judaika auch im Stich.

Ein Buch dass einen anfänglich fesselt, dem dann aber leider sehr schnell die Puste ausgeht.
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am 24. Januar 2011
Der kleine picklige pubertierende Bernie entdeckt in deren Tiefkühltruhe eines Abends einen gefrorenen Rabbi. Gelangweilt und ungeschockt erzählt ihm sein Vater, das es sich dabei um ein altes Erbstück handele und das es der Familie Glück bringen würde, doch Bernie kann sich vor lauter Grusen kaum noch retten. Doch als Bernie über das Wochenende allein bleibt und ein noch nie da gewesener Sturm aufzieht, schlägt der Blitz ein und der Strom fällt aus. Bernie, der eigentlich außer Sex nichts im Hirn hat, begutachtet nach einem Geistesblitz dann die Gefriertruhe und siehe da, der Rabbi ist bereits wach und begrüßt ihn auf jiddisch.
Die anfangs scheinbar aberwitzige Story über so manch nichtgescheiten Juden und über einen Rabbi, der ein Jahrhundert eingefroren war endet in einem für mich persönlich etwas zu langweiligen Ton. Die Seiten ziehen sich endlos dahin, bis Bernie den ganzen Lebensweg des Rabbis kennt und dann endet die Geschichte auch noch ganz anders als man denkt.....
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am 21. September 2011
Die Enttäuschung war dann doch ganz meinerseits. Die Idee dieser Geschichte ist im Grunde voll und ganz überzeugend. Zumindest soweit, wie man das Buch kaufen möchte. Das Gelesene ist dann doch sehr ernüchternd. Steve Stern hatte meiner Meinung nach eine gute Idee und hatte aber nicht das Talent es dem entsprechend auch umzusetzen. Der Anfang ist noch recht unterhaltsam. Alles Danachkommende hingegen nur zum überblättern geeignet. Ich würde es schön finden, wenn ein anderer Autor sich dieser Geschichte noch einmal annehmen würde. Es kann nur besser werden...
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