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am 21. April 2013
Nicolas Carr hat ein Thema aufgegriffen, das zunehmend mehr diskutiert wird. Die Wirkung des Internets auf uns und unsere Art zu denken. Dabei wird die Diskussion meist euphorisch oder hysterisch geführt. Das vermeidet der Autor hier glücklicherweise. Bevor er allerdings zum im Titel angedeuteten Internet kommt dauert es. Er entwickelt, manchmal etwas ausschweifend, den Gedanken, dass die Dinge uns formen, nachdem wir sie geformt haben. Dabei geht er über die Schrift zu den Büchern und kommt dann beim Internet an. Auch wenn ich etwas ungeduldig die Kapitel über die Vorgeschichte las, tragen sie doch dazu bei, das Internet besser einschätzen zu können. Auch beim Aufkommen der Schrift und der Bücher machte man sich sorgen über eine drohenden Verfall der Wissenskultur. Trotzdem findet N. Carr zahlreiche, meiner Meinung nach überzeugende Argumente, die darauf deuten, dass das Internet (und allgemein die Nutzung digitaler Medien) einen merklich problematischen Einfluss auf die Art zu denken habt. Erfreulich an dem Buch ist, dass es die Entwicklung in einen größeren Kontext setzt, auf Dramatisierungen verzichtet und einige überzeugende Fakten liefert. Es ist ein wirklich guter Beitrag zur sicher noch lange andauernden Diskussion über den Einfluss des Internets.
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am 21. November 2017
aufschlussreiches und gut recherchiertes buch zu einem immer wichtiger werdenden thema. pflichtlektüre für alle im digitalen wahnsinn befindlichen menschen und natürlich für eltern...
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am 19. April 2016
werden angeführt und gut rübergebracht, angenehm zu lesen und interessant geschrieben, viele Quellen werden angegeben und einiges erklärt, was einem selber eher in der Nebelwolke erschien.
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am 20. September 2015
Nicholas Carr zeigt auf, wie die Entwicklung des Lesens (vom Buch bis hin zum Online-Lesen) unsere Art des Lesens und Denkens verändert ... Spannend und aufschlussreich - ohne dabei eine Seite in den Himmel zu heben oder zu verteufeln.
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VINE-PRODUKTTESTERam 27. August 2011
Das Buch muss man sich erarbeiten. Der Autor mag Google nicht. Und er schweift manchmal etwas vom Thema ab. Reden um des Redens willen. Die vielen Ergebnisse aus Untersuchungen und Studien, die aufgeführt werden machen das Buch für mich interressant.
Erzält wird die Geschichte der Menschheit mit Bezug auf Schreiben, Lesen, Denken. Es gibt viele Beispiele, wie sich unser Gehirn und damit unser Denken im Laufe der Zeit geändert hat. Ob die aktuellen Entwicklung gut oder schlecht ist (der Autor hält sie für schlecht) muss jeder selbst entscheiden. Aber man kann auch dagegen "andenken", wenn man will. Sehr aufschlussreiches Buch (wenn auch manchmal etwas langatmig).
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am 10. September 2012
In einem lesenswerten Buch beschäftigt sich der amerikanische Autor Nicholas Carr mit der Frage, wie sich unser Denken durch die immer ausgedehntere Internetnutzung wandelt. Dabei versteht er Denken" nicht nur metaphorisch, sondern auch ganz konkret: Was verändert sich in unserem Gehirn und seinen Verschaltungen?

Seiner Meinung nach eine ganze Menge: Im Gegensatz zur früheren Lehrmeinung haben aktuelle Studien der Neurowissenschaftler herausgefunden, dass sich unser Gehirn auch noch im Erwachsenenalter neu strukturiert, je nachdem, welche Fähigkeiten und Gewohnheiten trainiert werden. Diese Plastizität ist ein riesiger Vorteil, da wir uns so an die jeweils aktuellen Umweltbedingungen anpassen können - nur so ist Lernen überhaupt möglich. Und die Umweltbedingungen werden durch Medien vorgegeben: In den früheren Jahrhunderten mussten sich die Menschen erst mühsam an die Technik des lautlosen Lesens gewöhnen - heute fliegen wir leichtfertig mit den Augen über den Text, konzentrieren uns auf unsere Lektüre und verstehen alles, ohne es laut auszusprechen. Was für uns selbstverständlich ist, erschien noch vor einigen Jahrhunderten vielen Menschen wie Zauberei: Damals sprach man sich jeden Buchstaben laut aus, um sich mit einiger Anstrengung den Sinn des Geschriebenen zu vergegenwärtigen.

Das Internet ändert wieder unsere Lesegewohnheiten: Statt einem linearen Text gibt es ein Bombardement von Multimedia-Eindrücken, statt Konzentration lassen wir uns ständig von neuen Reizen ablenken, statt auf einer Seite zu bleiben folgen wir den Links zu anderen Websites. Laut Carr hat das Einfluss auf die Arbeitsweise unseres Gehirn: Konzentration und Fokussierung fällt uns zunehmend schwer, während ein oberflächliches Überfliegen zum vorherrschenden Betriebsmodus wird. Daher auch der Original-Titel des Buches: The Shallows" - was auf Deutsch sowohl Untiefen" wie auch die Oberflächlichen" bedeuten kann.

Dass der deutsche Verlag daraus dann Wer bin ich, wenn ich online bin...und was mein Gehirn solange?" gemacht hat, zeigt ein offensichtliches Marketing-Kalkül: Die Ähnlichkeit zum Bestseller Wer bin ich und wenn ja, wie viele?" soll wohl ausgebeutet werden, egal wie albern es sich auch anhört. Was wohl das Gehirn des Lektors solange gemacht hat, als er sich diesen Titel ausdachte? Aber zurück zum Thema: Carrs Buch illustriert an vielen historischen Beispielen und wissenschaftlichen Befunden die These des veränderten Denkens. Doch seine Argumentation ist nicht immer stringent:

Er beginnt mit eigenen Erfahrungen - angeblich habe er auch schon Konzentrationsschwierigkeiten - und geht weiter mit mediengeschichtlichen Überlegungen über die großen Innovationen: Sprache, Schrift, Alphabet, Buch, Druckerpresse und so weiter. Dann kommen die Befunde zur Neuroplastizität des Gehirns. Es wird erläutert, wie das Gedächtnis funktioniert, was Spiegelneuronen sind und warum unsere Erfahrungen mitunter sogar einen Einfluss darauf haben, welche Gene an- oder abgeschaltet werden, damit neue Synapsen und Nervenverknüpfungen entstehen. Die einschlägigen Autoritäten aus mehreren Jahrhunderten werden zitiert: Platon, Sokrates, Marshall McLuhan, Eric Kandel, Descartes. Aber auch über die Geschäftspolitik von Google und die Interpretation von IQ-Tests schreibt der Autor. Das ist alles sehr spannend zu lesen und regt zum Nachdenken an, doch seine ursprüngliche These wird durch diese Indizienbeweise nicht unbedingt gestützt. Denn wenn unser Gehirn sich so flexibel entwickelt, kann es sich auch jederzeit wieder auf das konzentrierte Lesen einstellen - der Autor berichtet selbst, dass er in einem Selbstversuch nur einige Wochen gebraucht habe, um sich vom Online-Modus wieder zu entwöhnen und konzentriert sein Manuskript zu schreiben.

Einige Rezensenten sehen in dem Buch eine radikale Abrechnung und Warnung vor dem digitalen Konzentrationsschredder" (so ein Zitat aus der Süddeutschen, das der Verlag auf dem Klappentext platziert hat). Nun ja, beim oberflächlichen Überfliegen, könnte man zu so einem Eindruck kommen. Wer aber das Buch aufmerksam und konzentriert gelesen hat, findet darin ein differenziertes Bild - sowohl über die digitale Welt, wie auch über unser Gehirn, das viel schlauer ist, als wir manchmal denken.
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am 12. August 2011
Ich finde das Buch wirklich sehr interessant, weil es nicht nur beschreibt, wie das Internet unsere Art zu Denken verändert. Der Autor blickt auch weiter zurück bis zur Antike und beschreibt, welchen Veränderungen unser Gehirn seitdem z.B. durch die Einführung von Büchern ausgesetzt war. Klingt auf den ersten Blick komisch, ist aber sehr interressant. Dadurch kommt aber das Thema Internet etwas zu kurz, was mich angesichts des Titels etwas enttäuscht hat.

Eine weitere Schwäche des Buches ist, dass es sehr langatmig geschrieben wurde. Die wesentlichen Botschaften würden wahrscheinlich auf 20 bis 30 Seiten Platz haben. Aber vielleicht ist diese Denke auch schon ein Resultat der Beeinflussung durch das Internet??

Fazit: Trotz der Schwächen unbedingt empfehlenswert!
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am 9. Juli 2012
Eine Onlinestunde am Tag bewirkt erstaunliche neurologische Prägungen durch physiologisch beobachtbare Veränderungen unserer Gehirnstruktur, und hat damit einen grossen, nachhaltigen und unserer mentalen Kontrolle zunehmend entzogenen Einfluss auf unsere Wahrnehmung, unser Wissen und unser jetziges und zukünftiges (soziales) Verhalten, genauso wie auf unsere weitere kulturelle Entwicklung.
Nachdem man lange glaubte, das Gehirn eines Erwachsenen würde sich nicht mehr verändern, ist inzwischen dessen Neuroplastizität bekannt und anschaulich zu erklären (Taxifahrergehirn). Zahlreiche Untersuchungen von Online-Aktivitäten beweisen, dass die Gehirne geübter Internet-Nutzer anders arbeiten als die ungeübter Personen und dass diese Veränderung sehr schnell zu bewirken ist. Unsere Konzentrationsfähigkeit hängt entscheidend vom Arbeitsgedächtnis ab, das er sich wie einen Fingerhut vorstellt, der bei Überlastung schnell überlaufen kann, noch ehe sein Inhalt ins Langzeitgedächtnis umgefüllt werden konnte. Auch das Entziffern des Hypertexts auf Webseiten, das Bewerten von Links und die Wahrnehmung von Werbung am Rand einer Webseite schwächen anders als reiner Text die Fähigkeit, das Gelesene zu verstehen und zu behalten. Untersuchungen der Blickbewegung hätten gezeigt, dass online gelesene Texte anders gelesen werden und die Verweildauer auf einer Seite zu kurz sei, um den Text komplett lesen zu können. Statt für Inhalte verwenden wir einen Großteil der geistigen Energie auf die Beherrschung der Internetmedien selbst.
Die Folge: wir lesen oberflächlicher, lernen schlechter, und erinnern uns schwächer denn je. Von den Anpassungsleistungen unseres Gehirns profitieren allein Konzerne, die mit Klickzahlen Kasse machen, währendem wir, mangels eigenem Denken, Zusammenhänge nicht mehr verstehen, und damit nicht nur anfälliger für Manipulationen werden, sondern diese zunehmend auch nicht mehr als solche erkennen können.
Die Welt ist weniger komplexer geworden, als unser Vermögen, ganz generell mit Komplexität umzugehen. Wir "wissen" zwar immer mehr über real existierende Probleme, verlieren aber zunehmend die grundlegende Fähigkeit diese zu lösen, und, als hätten wir Alzheimer, sind wir uns dieses Verlusts zunehmend weniger bewusst.
Vor allem das durch das Internet geförderte Multitasking nimmt dem Gehirn und damit den Menschen die Fähigkeit und Bereitschaft, Gedanken von längerer Dauer zu folgen und komplexe Zusammenhänge zu begreifen. Deshalb werden Beiträge bzw. Gedankengänge immer kürzer und oberflächlicher, weil die Menschen längeren und differenzierten Argumentationen nicht mehr zu folgen vermögen, geschweige denn ihre eigene persönliche Sicht der Dinge mit einzuflechten verstehen.
Die Geschwindigkeit dieses degenerativen Trends liegt wohl darin begründet, dass der Mensch seit jeher als biologisch-ursprüngliches Wesen zunächst nur auf Veränderungen in seiner unmittelbaren Umgebung konditioniert ist. Dieses Reflexverhalten war zwar gut, um sich vor Wölfen zu schützen und Beute zu machen, aber hindert den modernen Menschen daran, konstante Reize oder sehr langsame Veränderungen, überhaupt noch wahrzunehmen. Was wir hier erleben, ist der Rückfall von der, über Jahrhunderte (künstlich) kultivierte Fähigkeit einem roten Faden folgen zu können, in die unreflektierte und unfokussierte Öffnung sämtlicher Sinne in das uns direkt nur unmittelbar Umgebende des für einen Steinzeitmenschen Relevanten.
Beispiel unserer kulturellen Demenz ist z.B. die Tatsache, dass sich niemand mehr darüber wundert, dass seit dem Lärm der Industrialisierung kaum mehr Chopins und Beethovens entwickelt haben, genauso wie wir uns nicht darüber wundern, dass immer Weniger ganze Bücher lesen und wir zunehmend, als Menschheit, Gefahr laufen, ganz generell die Fähigkeit zu reflektiven Höchstleistungen für immer und unumkehrbar auszuradieren, weil das Gehirn, einmal verändert, mit der Veränderung die Fähigkeit eines neuronalen "Resets" verloren haben wird.
Diese hier ausgeführten Aspekte haben bereits ein kritisches Stadium erreicht: Wir sprechen nicht über abstrakte Gegebenheiten, sondern über eine konkrete - bedenkliche - Entwicklung.
Oder mit Stanley Kubrick: Wenn wir die Welt nur durch den Computer begreifen, verkommt unsere eigene Intelligenz zur künstlichen Intelligenz!
Aber wir sind nicht die Borg ( Star-Trek-Fans wissen bereits, was mit uns Menschen heute passiert) und drum gut beraten, wenn wir unser Tun etwas kritischer hinterfragen als es Apple, Google und Co uns suggerieren wollen. Es lebe das Buch und die Fähigkeit einem roten Faden zu folgen. Es lebe die Komplexität und die Fähigkeit damit umgehen zu können - und zwar jetzt, und nicht erst dann, wenn uns der Strom bereits ausgegangen ist!
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am 6. Oktober 2013
Unser Gehirn verändert sich, wenn wir surfen. Nicht nur emotional, sondern auch physisch-faktisch. Nicholas Carr erzählt uns von der kollektiven, fleischlichen Digitalisierung. Gruselig!

Nicholas Carr hat festgestellt, dass er sich zunehmend schlecht auf längere Texte konzentrieren kann. Mir geht es ebenso. Er führt das auf erhöhten Onlinekonsum und –verkehr zurück. Chatten, mailen, googeln – was macht das mit unserem Gehirn? Laut einer wissenschaftlichen Studie verändert sich tatsächlich die Gehirnstruktur zu Gunsten von Regionen, die nun stärker angesprochen werden…

Carr vergleicht diesen Prozess der Digitalisierung mit dem historischen Einschnitt der Mechanisierung der Zeitmessung: Seit es Uhren gibt und nicht mehr nur den Sonnenstand als Anhaltspunkt, wird der Tag Minute um Minute getaktet… Die Kartografie machte zusätzlich Entfernungen für uns einschätzbar und messbar.

Die allgemeine Produktivität hat sich damals und heute dadurch gesteigert, allerdings um den Preis menschlicher Veränderung. Carr sagt, dass Abstraktion, die unser Leben erleichtert, offenbar immer auch zur Veränderung des Menschen geführt hat. Wir verändern uns nicht nur psychisch, sondern auch physisch. Beunruhigend und erhellend!
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am 11. November 2011
Letztlich geht es in dem Buch darum, wie sich das Gehirn des Menschens dem seiner Umwelt anpasst. Bis vor wenigen Jahren war die allgemeine Annahme, dass sich unser Gehirn spätestens nach der Pubertät nicht mehr verändert und wir mit den im Säuglings- und Kindesalter herausgebildeten Anlagen für den Rest unseres Daseins leben müssen. Die jüngste Gehirnforschung belehrt uns eines Besseren und ja, unser Gehirn passt sich ständig den gegebenen Umweltbedingungen an. Wer wissen will, was die Ursache für die gesellschaftliche Kluft zwischen Jung und Alt ist und wer verstehen will, was mit unserer Gesellschaft geschieht, dem sei das Buch wärmstens ans Herz gelegt. Es verschafft viel Verständnis für die Denkens- und Handlungsweise der heranwachsenden Generation und erklärt wissenschaftlich fundierter, warum wir mittlerweile mehr Zeit alleine vor dem PC verbringen und dennoch hoch soziale Menschen "bleiben" (wenn auch auf eine andere Art und Weise).
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