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am 8. Mai 2004
George Soros, weltbekannter Volkswirtschaftler, Börsenmakler und Philosoph, legt hier eine Abrechnung mit der amerikanischen Außenpolitik unter Präsident George W. Bush junior vor, die in deutlicher Tradition der Neo-Institutionalisten steht. Genau dieselben Thesen hat Joseph S. Nye in seinem - ebenfalls hervorragenden Buch "Das Paradox der amerikanischen Macht" vorgelegt. Die Hauptthese beider Autoren ist, dass eine auf Machtbeziehungen der Staaten basierende Außenpolitik zum Scheitern verurteilt ist. Sie sei - so Soros in Anlehnung an Nye - primitiv und sozialdarwinistisch, da sie die Bedeutung der Kooperation im Kampf ums Dasein ignoriere und den Schwerpunkt alleine auf die Konkurrenz legt. "In der Wirtschaft vollzieht sich dieser Konkurrenzkampf zwischen Unternehmen, auf dem Gebiet der internationalen Beziehungen zwischen Staaten. im wirtschaftlichen Bereich tritt der Sozhialdarwinismus in Gestalt des Marktfundamentalismus auf, in der internationalen Politik führt er zum Streben nach der Vorherrschaft der USA." Diese Thesen sind nun keineswegs neu. Hauptthese von Soros ist, dass die US-Regierung die schrecklichen Ereignisse des 11. September missbraucht habe, um eine Politik durchzusetzen, die "ohne dieses einschneidende Ereignis von der amerikanischen Öffentlichkeit nicht toleriert worden wäre. Der Traum der Bush-Regierung von der unumschränkten Hegemonie der USA lässt sich nicht verwirklichen und steht überdies im Widerspruch zu gerade jenen Prinzipien, für die Amerika stets eingetreten ist." (S. 8). Präsident Bush habe die Ereignisse um den 11. September als Vorwand genutzt, seine sogenannte "Bush-Doktrin" (das Recht eines Landes, präventive Militärschläge zu führen) umzusetzen. "Die Regierung des mächtigsten Landes der Welt ist politischen Extremisten in die Hände gefallen, die sich von einer primitiven Form von Sozialdarwinismus leiten lassen."
Diese - nicht neue - Kritik wird von Soros jedoch eindrucksvoll begründet und belegt. So belegt er die Ideologie der sogenannten "Neokonservativen" in der Regierung Bush (um Vizepräsident Cheney und den stellvertretenden Verteidigungsminister Wolfowitz) damit, dass er ihre Ideen, die sie 1997 in der Grundsatzerklärung des "Projekt für ein Neues Amerikanisches Jahrhundert", einer neokonservativen Denkfabrik und Institution zur Beratung von Politikern, im vollen Wortlaut veröffentlicht und sämtliche Unterzeichner, darunter Cheney, Jeb Bush, den Präsidentenbruder und Gouverneur von Florida und Wolfowitz aufführt.
Was das Buch jedoch interessant macht und meines Erachtens zahreichen ähnlichen Publikationen ähnlichen Inhaltes, die den deutschen Buchmarkt zur Zeit überschwemmen, voraus hat, ist, dass Soros bei aller Polemik (sein Ziel ist es explizit, mit diesem Buch dazu beizutragen, das Bush abgewählt wird) eine konstruktive Vision anbietet, die er - versehen mit einem eindrucksvollen philosophischen Grundgerüst - Stichworte: Reflexivität, Prinzipielle Fehlbarkeit, Offene Gesellschaft, menschliches Unbestimmtheitsprinzip - begründet. Dies bedeutet in eigenen Worten, dass es keine universelle Wahrheit gibt, da unser Verständnis der Welt immer mangelhaft bleiben wird. Kooperation, die Bereitschaft des Zuhörens und des Lernens, ein offenes Weltbild sind daher für eine funktionierende Welt außerordentlich wichtig. Feindbilder und geschlossene Weltbilder - wie für die Bush-Administration typisch, da diese Regierung dazu neigt, die Welt schwarz-weiß dualistisch in Gut und Böse, Freunde und Feinde, einzuteilen, lösen keine Konflikte. "Wenn unser Verständnis der Welt zwangsläufig fehlerhaft ist, kommt es entscheidend auf das Ausmaß unser Fehlinterpretation an. Aufgrund dieser Erkenntnis bemühe ich mich, stets alle Aspekte eines Arguments zu berücksichtigen. Besonders empfindlich bin ich gegen absichtliche Verfälschungen, wie sie durch Begriffe wie: "Krieg gegen den Terrorismus" und "Massenvernichtungswaffen" hervorgerufen werden." (S: 199). Wer also aufgrund von verzerrten wahrnehmungen oder Vorurteilen handle - ob auf dem Feld der Marktwirtschaft oder der Politik, wird damit langfristig scheitern. Dies geschieht, da ein solcher Trend sich zwar kurzfristig zunächst verstärkt, jedoch irgendwann der "Augenblick der Wahrheit" kommt, "wenn die Marktteilnehmer sich der Kluft bewusst werden, die ihre Sichtweise von der Wirklichkeit trennt. Darauf folgt eine Phase der Unentschiedenheit, in welcher der Trend nicht weiter durc! h den Glauben an den Trend verstärkt wird. Nach einer gewissen Zeit kehrt sich der Trend schließlich um, und es wird ein sich selbst verstärkender Prozess in Gang gesetzt, der in die entgegengesetzte Richtung läuft. Abhängig davon, wie weit der Boom-Bust-Prozess vorangetrieben wurde, kann seine Umkehrung katastrophale Ausmaße annehmen. Das zerplatzt das schillernde Gebilde so überraschend wie eine Seifenblase."(S. 202) Diese - auf die Wirtschaft bezogenen - Betrachtungen - überträgt Soros auf die Politik und hier konkret auf die amerikanische Innen- und Außenpolitik unter Bush: "Ich sehe gewisse Parallelen zwischen dem amerikanischen Hegemoniestreben und dem Muster von "Boom" (Entstehung einer Spekulationsblase) und "Bust" (Zusammenbruch)...Gegenwärtig ist die Blase kurz vor dem Platzen." (S. 12).
Es bleibt zu hoffen, dass Soros Prognosen Wirklichkeit werden und sein lesenswertes Buch dazu beiträgt, eine tolerantere Welt zu schaffen, in welcher Kooperation und Miteinander stärker bleiben als Konkurrenz und Machtstreben. Sich eine solche Welt vorzustellen, dazu trägt dieses hervorragende Buch sicherlich bei.
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am 23. Februar 2004
Dieses Buch von Soros liefert viele Argumente, die - von Europäern geäußert - sofort in den Verdacht des Antiamerikanismus gerieten. Sein Plädoyer, die USA sollten auf dem Wege der Kooperation zur Führungsnation der Demokratien werden, ist vorsichtig und für us-amerikanische Leser formuliert (denen Soros wohl eine gewisse Begriffsstutzigkeit unterstellt, so oft wird der gleiche Gedanke wiederholt). Soros vermeidet jedwede Auseinandersetzungen um Themen zu behandeln, die in den USA wohl als abgehakt gelten. Es ist eindeutig ein Buch für US-Leser (und eigentlich weniger für "alte Europäer") und es bleibt abzuwarten, was es dort bewirkt.
Positiv: Für deutsche Leser kann die vollständige Übersetzung der Grundsatzerklärung für ein neues amerikanisches Jahrhundert und das Aufzeigen, was deren Unterstützer jetzt so treiben, hilfreich sein.
Negativ: Es ist wenig Buch für viel Geld. Die 220 (und nicht 300!) Seiten hätten bei weniger "Luft" im Druck auf 100 bis 150 Seiten untergebracht werden können.
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HALL OF FAMEam 8. Juni 2004
George Soros kennen die meisten nur als erfolgreichen Börsenguru. Doch der gebürtige Ungar zeichnet sich auch durch sein politisches und soziales Bewusstsein aus. Und er hat eine sehr kritische Haltung zu seiner Wahlheimat USA. Insbesondere in der Außenpolitik von George W. Bush sieht er einen Grund dafür, dass sich Amerika seine legitime Führungsrolle in der Welt verscherzt. Fakt ist: Bush-kritische Bücher gibt es viele. Man möchte fast sagen: zu viele. Soros' Werk hebt sich jedoch wohltuend von der Polemik z. B. eines Michael Moore ab und bringt mehr Fakten als viele andere Bücher zum Thema. Der Glaube des Finanzgenies an die offene Gesellschaft, an menschliche Fehlbarkeit und kritische Reflexivität dienen ihm und dem Leser als Leitlinien zur Beurteilung der Bush-Doktrin. Trotz einiger Mängel im Aufbau ist dies eine gelungene und konstruktive Auseinandersetzung mit dem Selbstbild der USA. Wir empfehlen das Buch allen Lesern, die einen kritischen, aber nicht polemischen Blick auf das Amerika unter George W. Bush werfen wollen.
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am 24. Februar 2004
Ich hatte noch nie etwas von George Soros gelesen.Sein Name war mir bekannt. Er stand für mich für äußerst erfolgreichen Börsenhandel.Ich wußte, daß er ungarischer Jude ist. Von denen weiß man, daß sie auf vielen Gebieten, vor allem auf wisenschaftlichen, hervorragende Leistungen gezeigt haben. Ich hatte auch gelesen von seinen zahlreichen Stiftungen namentlich in den ehemaligen Ostblockländern, die ein erhebliches politisches Gewicht haben. Ich hielt diese Stiftungen -wahlweise- für den "spleen" eines Mannes, der offensichtlich zu viel Geld hat oder aber für Dependancen der CIA.- Schließlich glaubte ich, daß Soros das sei, was ungarische Juden zumeist sind- ungarische Nationalisten, oder aber schlicht ein erfolgreicher amerikanischer "Börsenjobber".-
Ich hatte mir dieses Buch auch nur wegen seines Titels gekauft. Denn ich halte den Weg, den die USA unter der "Bush-Administration" außenpolitisch eingeschlagen hat, für verderblich-nicht so sehr für die "übrige" Welt, sondern für die USA selbst. Sie "verspielen" die Weltmacht.Das wollte ich wieder einmal bestätigt haben.-
Soros hat mich nicht enttäuscht, nur so ziemlich alle meine Vorurteile über ihn weggewischt:
Das ist ein gebildeter Europäer, kein "bedenkenloser" Ami. Er hat in England studiert und ist offenbar besonders stark beeinflußt worden von dem aus Wien stammenden Philosophen, der in die Geschichte eingegangen ist als "Sir Karl Popper". Das war sozusagen ein "menschlicher" Philosoph, dessen Schriften man auch lesen kann wenn man nicht gerade Philosophie studiert hat.-
Die Lehre dieses Mannes von der Fehlbarkeit des Menschen, soziologische Zusammenhänge zu begreifen und recht einzuordnen, ja sogar naturwissenschaftliche, obwohl man da viel messen und wägen kann, hat Soros zutiefst geprägt. - Und von dieser ausschließlich europäischem Denken verbundenen "Plattform" erläutert der Wahl-Amerikaner Soros, weshalb die "WELTMACHT USA" eine Seifenblase ist.- Dieser Ansicht war schon der französische Höchstrichter Alexandre de Toqueville, der im Regierungsauftrag
im 19. Jahrhundert die USA bereiste mit dem Ziel, herauszufinden, wie man diesen relativ neuen Staat zu beurteilen habe. Aus diesem Auftrag ist ein Buch entstanden, das nach meiner Erinnerung -ich bin wirklich zu faul, in meiner Bibliothek nachzuschauen- "Die Demokratie in Amerika" heißt. Dort sagt dieser "hellsichige" Mann voraus, die USA würden zwar irgendwann die Weltmacht gewinnen, aber "subito" auch wieder verlieren. Nicht wegen des Verlustes militärischer Bedeutung, sondern wegen des Verlustes kultureller.Präziser: Rom, sagt T. , war ein brutaler Machtstaat. Aber, sagt T:Wo Rom auftrat, war die "pax Romana", manchmal Friedhofsruhe, meistens aber "römisches Recht", dessen Bedeutung man nicht unterschätzen sollte.- Was aber haben die AMIS zu bieten: Präzise Bomben und durchaus nicht eine neue Rechtsordnung.Das ist der Unterschied . Rom handelte machmal ebenso brutal und "völkerrechtswidrig" wie die USA gegenüber dem IRAK. Aber Rom hatte etwas anzubieten, eine Rechtsordnung-die USA NICHTS, allenfalls "Burger-King".-
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am 11. Juni 2005
Der zornigste Milliardär (und vielleicht auch habgierigste und skrupelloseste Spekulant) der Welt kontra George W. Bush (George Soros unterstützte im Wahlkampf aus Eigeninteresse aber dessen Kontrahenten Kerry mit seinem Konzept des liberalen US-Imperialismus, der die Verbündeten mit einbeziehen soll!) .
In diesem brandaktuellen Buch legt der Pseudo-Philanthrop und Psuedo-Globalisierungskritiker George Soros dar, dass die Bush-Administration ihre Außenpolitik nach denselben unsinnigen Prinzipien gestaltet, nach denen der Wirtschaftsboom der späten 90er Jahre des vergangenen Jahrhunderts ablief (die geplatzte "New Economy"). Er führt aus, dass Bush und seine Leute die Tatsache der militärischen Überlegenheit dazu benutzt haben, sich einer trügerischen Einschätzung der Welt zu verschreiben, dass nämlich Macht haben und Recht haben ein und dasselbe ist. Soros ist überzeugt, dass die Bush-Regierung dabei demselben Trugschluss aufsitzt wie damals die Finanzgurus, als der messbare Fortschritt auf allen Gebieten der Technologie zur Seifenblase der "New Economy" mutierte. Soros verbindet sein Wissen um ökonomische Entwicklungen mit einem leidenschaftlichen Eintreten für die "offene Gesellschaft", für die sich die von ihm geleitete Soros Foundation engagiert.
Das Netzwerk der Soros Foundation ist aber NICHT eine private Caritas, sondern ein Spionage- und Umerziehungs-Konzern, dessen primärer Zweck darin besteht, die geistige, wirtschaftliche, politische und schließlich militärische Eroberung vorzubereiten und zu sichern!
(Stiftungen = elegante Möglichkeit, Teile des eigenen Vermögens zu "verschenken", ohne die Kontrolle darüber zu verlieren, z.B. beeinflussen die Rockefeller- u. Carnegie-Stiftung massgeblich das US-amerikan. Bildungswesen, die Soros-Stiftungen kontrollieren mittlerweile grosse Teile Osteuropas in neo-kolonialer Weise, ebenso wie die Rotary-Clubs mit Lions und Kiwanis pro-anglo-amerikanische neoliberale Netwerke in Politik und Medien in Deutschland bilden.).
Die militaristische Außenpolitik der USA erhält derzeit von allen Seiten heftige Kritik - doch noch nie wurde sie so öffentlichkeitswirksam klarsichtig und radikal von einem Gross-Spekulanten formuliert. Kein Wunder! Denn hier schreibt ja ein "Insider".
Der Angst hat, dass Bush Junior und seine von Dick Cheney geführte Neocon-Administration, sowie Brezinski, Weltbank-Chef Wolfowitz und Richard Perle den Bogen endgültig überspannen und das ganze derzeitige räuberische Welt-Wirtschafts System mit seinen supra-nationalen Finanz-Institutionen zusammenbricht!
Diese NWO sollte ja bereits mit der die NATO-Oberhoheit festschreibenden und die nationalen Verfassungen und Bürgerrechte aushebelnden geplanten neoliberalen EU-Verfassung im Dienste der Mega-Konzerne und Privat-Banken zementiert werden.
David Rockefeller liess sich bereits 1994 vor dem Wirtschaftsausschuss der Vereinten Nationen wie folgt vernehmen: «Wir stehen am Beginn eines weltweiten Umbruchs. Alles, was wir brauchen, ist die eine richtig grosse Krise und die Nationen werden die «Neue Weltordnung» akzeptieren.» Derselbe stellte schon an der Bilderberger-Konferenz im Juni 1991 fest: «Die supranationale Souveränität einer intellektuellen Elite und der Weltbanker ist mit Sicherheit der nationalen Selbstbestimmung vorzuziehen.»
Finanzsystem, globales = Regelwerk im Dienst der Welthandelsorganisation, initiiert und wesentlich dominiert durch die USA. Der malaysische Ministerpräsident Dr. Mahatnir attackierte in seiner Eröffnungsrede vor der Organisation der Islamischen Konferenz (OIC) in Kuala Lumpur am 27.Juni 2000 aufs heftigste die New-World-Order-Elite und ihre Globalisierungsmafia. In seiner Rede vor Tausenden Delegierten und rund 400 Journalisten (übertragen per Radio auch nach Europa) sagte Mahatnir, das Finanzsystem der globalisierten Welt stürze die Nationen in den Bankrott, mache sie zu Armen und Bettlern und unterstelle sie der Herrschaft fremder Mächte. Mahatnir machte auch deutlich, welche Interessensgruppen hinter diesen Manipulationen stehen: «Sie haben die Idee einer Welt ohne Grenzen eingeführt, einer globalen Nation. Ihre Propagandamaschine stellte sicher, daß diese Idee allgemein akzeptiert wird.!»
George Soros gehört der ideologisch-liberalistischen transnationalen statt der anglo-amerikanischen US-Neocon-Fraktion dieser Gross-Kapitalisten an.
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