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Kundenrezensionen

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am 30. Juli 2006
Mir hat dieser zweite Teil - geschrieben im Jahr 2002 - wesentlich besser gefallen als der ca. 3 Jahre zuvor entstandene Erstling. Ich finde es zeitgeschichtlich hochinteressant, beide Bücher miteinander zu vergleichen.

Der vielbeschworene "Neue Markt" hat sich inzwischen als Seifenblase entpuppt, und anstelle von Börsengrafiken prägt jetzt das Bild eines in ein Hochhaus hineinkrachenden Flugzeuges das Bewusstsein der "Generation Golf". An die Stelle der Angst, nicht die angesagteste Jeans zu tragen, nicht das richtige Deo zu benutzen, nicht die richtigen Läden zu kennen, ist die Angst getreten, seinen Job zu verlieren, zeitweise sogar die Angst, sein Leben zu verlieren. So stellt es der Autor dar; und dass ich ihm das voll abkaufe, liegt nicht zuletzt daran, dass ich neben den Inhalten auch seinen Schreibstil verändert finde: Von der zwischen Achselzucken und Larmoyanz schwankenden Schnodderigkeit des ersten Teils ist hier nicht mehr viel zu spüren. Zwar immer noch mit deutlich ironischem Unterton, wirkt dieser zweite Teil jedoch im Ganzen ruhiger, gesetzter, ja, wenn man so will, erwachsener. Ich spüre: Der Autor und sein Umfeld, das sich gern als repräsentativ für seine Generation verstanden wissen möchte, sind, ohne es zu wollen, in der Wirklichkeit angekommen.

Bei diesem positiven Gesamteindruck stören dann auch heftige stilistische Ausrutscher nicht mehr so sehr, wie etwa der auf Seite 143 (es geht um die Berliner Reichstagsverhüllung von 1995): "[...] links eine Frau mit wilden roten Haaren und einer Sonnenbrille, daneben ein Mann, der das Leiden Christo verkörperte" *schrei*. Und es stört nicht mal, dass der Text gegen Ende mit absurden Phantastereien über die Zukunft künstlich in die Länge gezogen wirkt.

Ich habe dieses Buch gern gelesen. Und ich würde mich freuen, würde sich der Autor mit einem Teil 3 erneut zu Wort melden, wann immer er etwas zu sagen hat.
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am 18. Juli 2003
Abgesehen davon, dass das zweite Buch immer sehr viel schwerer ist als das erste, abgesehen davon, dass Fortsetzungen von schon mal Dagewesenem auch schwerer sind - abgesehen von alledem stecken "wir alle" "ja doch noch immer" im Hangover des New-Economy-Crashs. Und "unser" Florian steckt in einer größeren Depression, die gewissermaßen sein ganzes "wir alle" allumgreifendes Wahrnehmungsfeld einschließt. Wie er meint. Das klingt jetzt vielleicht ein wenig nach einer Einleitung, auf die ein Verriss folgt. Kann schon mal passieren, wenn man sich selbst zu sehr zum Sprachrohr anderer macht, indem man sie zu penetrant mit einem "wir" zu vereinnahmen versucht. Aber die Freude an Literatur besteht unter anderem ja darin, selbst Gedachtes und selbst Empfundenes im Buch wiederzufinden und dann mit feuchten Augen heftig nickend zuzustimmen "ja, genau so ist es!". Um anschließend die möglicherweise eleganteren Formulierungen eines geübten Schreibers zu den eigenen zu machen, um bei der nächsten Cocktail-Party damit angeben zu können. ;-)
However - Illies hat neben seichten Konsum-und-Wohlstands-Anekdötchen auch durchaus Nachdenkliches zu bieten, und liefert damit den einen oder anderen Beitrag zur nächsten Cocktail-Party - und sei es nur der, dass man Illies einfach gelesen haben muss, um an der aktuellen Diskussionen über Trends und Zeitgeist teilnehmen zu können.
Vielleicht ist das dann auch schon die entscheidende Botschaft, dass neben einem leicht verkatert-depressiven Unterton gar kein klares Resumee übrig bleibt: Möglicherweise ist ein ratloses "Hä?" die zutreffendste Umschreibung "unserer" Zeit, in der "wir" zwar ausreichend intelligent sind, um jede Menge spannender und quälender Fragen zu formulieren, aber umso weiter von klaren Antowrten oder gar Lösungen entfernt zu sein scheinen als je zuvor. Es gibt keine Antwort, nicht mal eine Richtung, weil für jede Haltung unauflösbare Für und Widers auftauchen. Machen wir also einfach so weiter und fressen Nutella, bis uns die Wampe platzt.
übrigens steht die Nutella-Anekdote ganz am Anfang des Buchs, und deswegen sei die Vermutung gestattet, dass ein paar Rezensenten wohl gar nicht weiter gelesen haben als bis Seite zehn. Aber auch das ist egal: Die folgenden Seiten machen die Menschheit auch nicht klüger. Sie unterhalten nur noch ein bisschen...
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am 17. Juli 2003
Ich lese hier in den Rezensionen, daß sich ein Leser älter als die Generation fühlt und sich 100 % "reindenken" kann. Ich würde behaupten, daß ich ein wenig jünger bin als die Illies sche Generation Golf und ich kann das ebenso für mich beanspruchen. Genau das ist an diesem Buch (wie auch schon am ersten Buch) so interessant und spannend! Wer den ersten Teil mochte, wird auch dieses Buch mögen, diese Empfehlung kann ich auf jeden Fall aussprechen. Ich finde allerdings nicht, daß Illies großartig "erwachsener" geworden ist. Vielleicht ein bißchen nachdenklicher, aber ich finde, es ist eine Fortsetzung zum 1. Teil. Es gibt meines Erachtens ein paar zu viele Zeitbezüge zu ganz aktuellen Ereignissen der letzten Monate. Aber es ist super geschrieben und lustig und ironisch und ein bißchen arrogant! Und wir haben gerade den Golf II verkauft und den Golf III gekauft, ich hoffe, daß bis zum Golf IV (wir hängen ja immer ein bißchen hinterher, wo es doch schon den Fünfer gibt, nicht wahr, Herr Illies?) neuer Lesestoff vorhanden ist!
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am 15. Juli 2003
Wer den ersten Teil des Buches gelesen hat, sollte nicht zögern. Teil zwei ist sogar noch besser als das "Original". Die Parallele zum Golf drängt sich nahezu auf... Viele Andeutungen und interessante Einblicke in eine Welt, die wir doch alle kennen...
Unvergeßlich. Empfehlung!
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am 1. Januar 2004
Zwar bin ich einige Jahre jünger als Florian Illies, doch fand ich viele Details meiner Kindheit in seinen Beschreibungen der Generation Golf (1. Buch) wieder. Die Samstagabende frisch gebadet im Bademantel vor dem Fernseher voller Spannung auf das, was sich bei Thomas Gottschalk und „Wetten, dass..." nach der Eurovision ereignen würde, das IKEA-Kinderzimmer und die Sommerurlaube mit der Familie an der Nordsee um einige Beispiele zu nennen.
Doch wie ich nun im 2. Buch der Generation Golf erfahren musste, haben sich die Generationen, die in den Kindertagen so ähnlich verlaufen sind, nun drastisch verschoben.
Anscheinend befindet sich Florian Illies nun in der Midlifecrisis und hadert mit sich, seinem Werdegang und seinem gesamten Umfeld, dem Freundeskreis wie auch der weltpolitischen Lage. So zeichnet Illies ein sehr düsteres Bild unserer Welt, negativiert und verbreitet pessimistische Stimmung. All die Passivität und die Gleichgültigkeit mit der alles hingenommen wird, die Oberflächlichkeiten, die in seinem Freundeskreis dominieren, gingen mir spätestens nach der Hälfte des Buches, nachdem sich keine Besserung trotz Selbsterkenntnis anbahnte, furchtbar auf die Nerven und machten mich geradezu aggressiv. Wie kann man nur so verbittert, selbstgerecht und faul sein. Doch hier machen sich wahrscheinlich die Jahre bemerkbar, die zwischen dem Autor und mir liegen.
Diese inhaltliche Kritik, die mich das Buch nicht lieben ließ, steht natürlich im deutlichen Gegensatz zu Illies schriftstellerischem Können, das nicht Gegenstand dieser Beurteilung sein soll, sondern heraussticht wie schon in seinem 1. Buch über die Generation Golf.
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am 24. Dezember 2004
nachdem ich den ersten Teil total verschlungen habe und hinreißend fand war ich vom zweiten Teil etwas enttäuscht. Ich bereue zwar nicht das Buch gelesen zu haben aber es fehlt dem Buch an Witz und Stärke die der erste Teil besitzt. Ich denke ich bin mit zuviel Erwartung an das Buch rangegangen aber der zweite Teil gelingt ja selten so wie der Erste.
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am 21. August 2004
Der Autor lässt alle möglichen Erinnerungen an Ideen, Produkte, Menschen, Ereignisse der 90er Jahre Revue passieren und ich höre amüsiert zu. Das beschriebene Geräusch des Nutellaglases beim ersten Öffnen fasziniert auch mich noch heute. Ausserdem ein Ausblick in die Zukunft der Generation Golf (Doppelnamen auf den Grabsteinen etc). Leider ist die CD ganz miserabel gelesen - dafür gibt es zwei Punkte Abzug.
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In gewohnter Plauder-Manier läßt Frank Illies auch in „Generation Golf Zwei" seinen Gedanken freien Lauf und diese kreisen um Aktienverluste, Jobschwund und die alltäglichen Erfahrungen mit verwelkten Tulpen in altem Brackwasser und dem falschen Zeitpunkt, diese zu entsorgen. Profan und oberflächlich sagen die einen, treffend ironisch die anderem. Im ersten Teil „Generation Golf" hat der ehemalige FAZ- Feuilleton-Chef seinen Lesern (vornehmlich die Jahrgänge 1965-1975) eine Generalüberholung angedeien lassen. Es ging um Biene Maja, Fußball-Sammelbildchen und das Gefühl, nach Studium und unzähligen Auslandspraktika alles im Griff zu haben. Doch dann kam der 11. September, die Weltwirtschaftskrise, Krieg und allgemeiner Frust. Und schon stand eine Überholung des im Jahr 2000 verlegten Buches an.
Der 11. September, der wohl jeder Generation kräftig zugesetzt hat, und die kranke Wirtschaft sind die vorherrschenden Themen der letzten Jahre. Ohne ins überall angestimmte Jammerlied einzufallen, beschreibt Illies die kollektive Erfahrung, sich naiv dem Aktienboom hingegeben zu haben. Davon kann fast jeder ein Liedchen trällern - Gemeinsamkeit macht stark, gemeinsame Fehler noch mehr. Frank Illies schlägt stattdessen eine humorvolle und selbstironische Melodie an. Klar, richtig neu ist vieles nicht, aber eben gut beschrieben und das kriegt nicht jeder hin.
Zum Schluß bleibt mal wieder die Erkenntnis, ein typisches Exemplar seiner Generation zu sein und damit sehr viel weniger indiviuell als zunächst angenommen. Aber: Wenn man über sich lachen kann, dann gibt es bei der Lektüre häufigen Anlass. Genau das richtige Buch, für einen lauen Sommerabend am See.
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am 14. Juli 2003
Ja, was soll man da sagen - wohl noch lange nicht.
Florian Illies hat sich gegenüber den ersten Werken deutlich gesteigert. Trotzdem kommt es mir vor, als würde er genau das schreiben, was unsere Generation (auch ich bin Jahrgang 71) wirklich bewegt, was wir denken und fühlen. Illies hält uns allerdings ziemlich deutlich vor, daß wir zum größten Teil doch nur Mitläufer sind, die sich von den Medien, der Regierung und so ziemlich jedem, der glaubt, eine Meinung kundtun zu müssen, berieseln lassen und nur konsumieren, ohne sich dagegen aufzulehnen. Es macht einem deutlich, daß er damit leider wirklich Recht hat.
Obwohl noch immer aktuell hat er das Thema Sartup-Unternehmung so dargestellt, als sei es schon wieder 10 Jahre her, daß die Börse boomte und die Wirtschaft brummte. Vergessen wir wirklich so schnell, oder passiert einfach zu viel? Denn danach gab es ja wieder so viel Neues zu erfahren (uneingeschränkte Solidaritäten, Kriege, und andere makabere Zufälle).
Ich habe das Buch an einem Abend gelesen und kann und muß es weiterempfehlen. Es ist ein Restart der Pop-Literaten. Wirken lassen, darüber nachdenken und schließlich schmunzeln.
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am 31. Juli 2003
Florian Illies hat sich mit Generation Golf ein Denkmal gesetzt und es gleichzeitig geschafft endlich einen Namen für unsere Generation zu schaffen, mit dem sich alle identifizieren können. Um dieses Buch richtig einstufen zu können, muß man sich von der Vorstellung einer Fortsetzung des 1. Buches lösen. Illies beschreibt einen weiteren Lebensabschnitt der Generation Golf. Der "Nachteil" dieses Buches gegenüber dem vorangegangenen ist der viel kürzere Zeitraum, den er hier unter die Lupe nimmt. Daß die Ereignisse der letzten Jahre nicht dazu angetan sind, um in Jubelstimmung auszubrechen, wissen wir alle. Die Identifikation ist zwar vorhanden, doch leider fehlt etwas der Witz, die Wirklichkeit ist schon schlimm genug, als daß wir es in diesem Buch nochmal nachlesen müßten.
Generation Golf 1 kann jeder von uns auch in 10 Jahren nochmal lesen und jeder wird wieder bei jeder Seite lachen und sich amüsieren. Bei Generation Golf 2 wird das sicher nicht der Fall sein, weil dieses Buch eigentlich nur die Illies`sche Theorie bestätigt, daß wir die netten und schönen Erinnerungen doch ausschließlich mit unserer Kindheit und Jugend verbinden.
Meine Bewertung mit 3 Sternen beruht auf der Tatsache, daß dieses Buch zum Ersten mit dem Humor des Primus bei weitem nicht mehr mithalten kann und zum Zweiten einen sehr beschränkten Leserkreis anspricht. Im Sinne der Wahrung des Mythos "Generation Golf" sollte sich Illies mit einer Fortsetzung diesmal besser einige Jahre Zeit lassen, bis wir die Quarterlife-Crisis überwunden haben und in der Midlife-Crisis angelangt sind.
PS: Wer`s nicht glaubt, daß die Generation Golf alt wird, soll sich doch bitte den ergrauten Mitt-Dreißiger auf den ersten Werbefotos des neuen Golf V ansehen.
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