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Kundenrezensionen

5,0 von 5 Sternen
7
5,0 von 5 Sternen
Spirituellen Materialismus durchschneiden
Preis:19,90 €+ 3,00 € Versandkosten

am 19. Juli 2014
Chogyam Trungpa hat eine sehr erfrischende und amüsante Weise die Funktionsweise unseres Geistes (engl. "mind") zu beschreiben. Dabei sollte man immer daran denken, dass das Lesen solcher Texte doch auch recht anstrengend sein kann. Es ist halt kein Roman. Mich hat das Buch immer wieder von meinen Problemen des Alltags heruntergeholt und eine Menge Einsicht parat gehabt. Für jeden Menschen mit Interesse am Leben und einem offenen Geist sehr zu empfehlen ;-)
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am 12. März 2009
Obwohl die meisten seiner Schüler den aufrichtigen Wunsch verspürten, den spirituellen Weg zu gehen, brachten sie ziemlich viel Verwirrung, Missverständnisse und Erwartungen mit. Chögyam Trungpa hielt es deshalb für notwendig, ihnen eine übersichtliche Darstellung des Weges zu geben und sie so vor möglichen Gefahren zu warnen. Die vorliegenden Vorträge wurden im Herbst 1970 und Frühjahr 1971 in Boulder, Colorado, gehalten. Zunächst werden die verschiedenen Möglichkeiten des spirituellen Materialismus und die vielfältigen Formen der Selbsttäuschung behandelt und danach die allgemeinen Grundzüge des wahren spirituellen Weges besprochen. Den Vorträgen folgen jeweils Fragen der Schüler und Antworten Chögyam Trungpas, die das Verständnis des Themas weiter vertiefen.
Die Texte Chögyam Trungpas haben auch nach über dreißig Jahren nichts an Aktualität verloren und gehören ins Handgepäck jedes spirituell Suchenden. Allzu schnell verfängt man sich in schicken Ritualen, exotischen Roben, Reisen in ferne Länder zu berühmten Lehrern und blickt stolz auf die Errungenschaften und die Zahl der Praxisjahre. Dabei hat man vielleicht nur einen spirituellen Kramladen" eröffnet, wie Chögyam Trungpa es auf den Nenner bringt.

Wahre spirituelle Praxis erfordert Hingabe und ein Sich-Öffnen. Es geht mehr darum, etwas aufzugeben als etwas hinzuzugewinnen, etwas hinzugeben, sich selbst hinzugeben und zu öffnen für alles, was ist. Die vielfältigen Täuschungen und Neurosen bilden dabei das Ausgangsmaterial für die spirituelle Praxis und werden umgewandelt. Stroh wird zu Gold gesponnen. Transformation, das ist das große Thema im Tantra. Entscheidend ist dabei nicht das Wissen von Wahrheit, sondern die lebendige Erfahrung dieses Wissens im Alltag. Das Wissen wird im Feuer des Lebens gehämmert und geschmiedet, bis es die Farbe von reinem Gold annimmt. Den wahren Führer auf diesem Weg findet man dabei in sich selbst, wenn man ganz und gar das ist, was dem eigenen Wesen entspricht. Jede Suche im Außen ist sinnlos.
Den Weg, den Trungpa vorstellt, nennt er zum einen den harten Weg". Zentral auf diesem Weg ist die persönliche Bemühung des Schülers, sich zu sich selbst zu bekennen, einen Prozess der Demaskierung zu durchleben und bereit zu sein, allein zu stehen, was sehr schwierig ist. Er bezeichnet den Weg zum anderen als den offenen Weg", auf dem der Schüler sich völlig bloßstellt und die Selbsttäuschung erkennt, der er unterliegt. Damit bietet sich die Chance, ganz man selbst zu sein, das, was man tatsächlich ist, die positiven und die negativen Eigenschaften, zu akzeptieren, den eigenen Weg zu finden. Welche Befreiung!

Dies alles klingt ziemlich anstrengend und lässt sich offensichtlich nur mit viel Humor ertragen. In der Tat ist für Chögyam Trungpa das Fehlen von Humor in der Praxis auch schon wieder ein Aspekt des spirituellen Materialismus. Also Schluss jetzt mit dem trockenen, ehrwürdigen Heiligkeitkeitsgetue und dem Religions-Dünkel. Beherrscht man Formen und Regeln perfekt, kommt allen Verpflichtungen nach und geht regelmäßig in die Kirche, kann man sich noch lange nicht auf der sicheren Seite wähnen. - Sehr interessant sind auch die Ausführungen über die Entwicklung des Egos, das Chögyam Trungpa mit einem Affen vergleicht, der in einem Haus eingesperrt ist. Weiß man erst mal, wie das Ego entsteht, lässt sich der ganze Prozess dann einfach umkehren.
Trungpa schließt mit einem Exkurs über Tantra. Während sich die Grundlehren des Mahayana-Buddhismus mit der Ausbildung von transzendentem Wissen befassen, beziehen sich die Grundlehren des Tantra auf den Umgang mit Energie. Wir werden ständig mit den Gedanken, Emotionen und Energien in unserer Beziehungen zu anderen Menschen konfrontiert. Tantra lehrt, diese Energien anzunehmen und sie nicht zu unterdrücken oder auszuschalten, sondern umzuwandeln, mit ihnen zu tanzen". Wie man sich das ganz konkret vorzustellen hat, erfährt man auf den letzten Seiten des informativen Buches.

Fazit: Empfehlenswertes und bereicherndes Buch für alle spirituell Suchenden, nicht nur aus den buddhistischen Schulen. Es enthält neben dem Titelthema eine sehr umfassende Einführung in den Aufbau und die Funktionsweise des Egos und den Umgang mit Emotionen. Zentrale Themen des Buddhismus und des Bodhisattva-Weges als auch des Tantra werden skizziert. Chögyam Trungpa behandelt das Thema anschaulich mit der ihm eigenen offenen und direkten Art, die direkt ins Zentrum trifft.
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am 4. August 2017
Dieses Buch gehört in den Bücherschrank jedes Menschen, der mit spirituellen Prozessen zu tun hat.
Die Themen sind in jeder Religion die gleichen, Materialismus ist eine der großen Versuchungen (Narzissmus ist die andere große) und man soll si im Blick behalten und ja, durchschneiden.
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am 7. Januar 2007
... wird hier mit offenem Wort von dem früh verstorbenen buddhistischen Lehrer der tantrischen Vajrayana-Schule, Chögyam Trungpa geführt. Es war eines der ersten spirituellen Bücher, die ich überhaupt in meinem Leben gelesen habe und wie ich heute noch meine, eins der wichtigsten. Trungpa beleuchtet schonungslos und zugleich humorvoll die Fallen, die wir uns durch unseren linear ausgerichteten Verstand auf dem Weg des Erwachens selber stellen. Besonders die Warnung vor den "Töchtern Maras", die uns gern innerlich für unseren vermeintlichen "spirituellen Fortschritt" beglückwünschen hat mich innerlich wunderbar geeicht, um mich vor gechannelten Schriften zu bewahren, in denen jenseitige Wesen, die sich als "Engel" oder "aufgestiegene Meister" ausgeben, unwissende Menschen mit lieblich gesäuselten pseudospirituellen Komplimenten einlullen.

Wer dieses Buch gelesen hat, wird auf vieles in der heutigen religiösen und spirituellen Szene nur mehr mit Kopfschütteln reagieren. Ich bin für dieses Buch sehr dankbar und halte es für eines der absoluten Standardwerke spiritueller Literatur.
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am 19. Januar 2001
Trungpas Buch ist großartig. Kein Esogesülze, sondern eine messerscharfe Darstellung eines echten esoterischen Pfades. Trungpa ist Repräsentant einer nichtdualen tibetischen buddhistischen Lehre und beleuchtet ebenso einfühlsam wie schonungslos all die Verwicklungen des Ego, die auch dann noch (und gerade dann) möglich sind, wenn man sich schon längst auf dem spirituellen Weg, kurz vor der Zielgerade zur Erleuchtung wähnt. Viele viele Spielarten des raffinierten Selbstbetruges deckt Trungpa auf und führt uns schrittweise zu immer höheren Stufen und damit auch immer subtilere Möglichkeiten der Verwicklung vor Augen. Dabei verliert Trungpa nie den Humor. Trungpa zeigt unter anderem auf, was Tantra wirklich ist, ein spiritueller Begriff der in unserer Zeit so mißverstanden und eingeebnet ist wie wohl kaum ein anderer. Wer sich für Spiritualität interessiert und irgendwo in der Nähe des Punktes ist, an dem er sich fragt, "ja wenn alles falsch ist oder Karma erzeugt, was soll ich denn dann überhaupt machen?", für den (natürlich nicht nur) ist Trungpas Buch Gold wert.
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am 29. August 2005
Viele Sachverhalte lassen sich am besten darstellen, indem man aufzeigt, was diese nicht sind.
Auf den Punkt entlarvend deutet dieses hervorragende Buch auf Mechanismen, die echter Offenheit/Spiritualität entgegenstehen und zeigt auch gerade dadurch in besonders scharfer und klarer Weise was diese tatsächlich ausmacht.
Da das hinter dem Entlarvten Verborgene in höchstem Maße sinnvoll, glückbringend und wahr ist, macht es trotz der notwendigen Demaskierung der sich leicht einschleichenden pseudospirituellen Tendenzen sehr viel Spaß dieses Buch zu lesen. Tatsächlich ist es ja sehr unbefriedigend wenn diese Ego-Strategien (z.B im Umgang mit dem spirituellen Freund oder Erfahrungen auf dem Weg) nicht durchschaut werden.
Ein gleichzeitig sehr kraftvolles und subtiles Buch, ich lese es immer wieder mit Begeisterung.
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am 25. April 2000
Kein einfach zu lesendes Buch, weil es genau da trifft, wo es treffen will, und das ist nicht angenehm. Fuer jemanden, der jedoch Herausforderungen in der Selbstreflexion sucht, ist es eine hervorragende Inspiration. Sehr geeignet fuer mehrmaliges Lesen.
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