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Kundenrezensionen

3,8 von 5 Sternen
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3,8 von 5 Sternen
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am 10. Oktober 2016
Mein Erstling bei Juli Zeh war "Unterleuten". Phantastisch. Dann "Nullzeit". Auch okay. Jetzt "Schilf". Nicht mehr okay. Völlig überdrehte Sprache. Immer wieder frage ich mich, was die Dame wohl genommen hat, bei der Abfassung des Textes. Da türmen sich Metapherngebirge, die man anfangs noch für ganz netten Juli-Zeh-Styple hält aber schon bald für skurril und dann nur noch für nervig hält.
Zum Mittendrin-Aufhören ist es vielleicht auch zu schade, aber anfangen muss man es auch nicht unbedingt. Schade.
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am 15. April 2017
Nach "Unterleuten" meiner zweiter Juli Zeh Roman....und vermutlich vorerst mein letzter. An den Schreibstil überbordend voller Metaphern und unglaublicher Detail-Genauigkeit hatte ich mich ja mittlerweile gewöhnt - verbunden mit schwarzem Humor und bis ins komödiantische überzogene Klischeedarstellungen wie in "Unterleuten" auch extrem unterhaltsam und kurzweilig. Dieser Story allerdings fehlt letzteres komplett und so kämpfte ich mich durch die Wunderwelt der Quantenphysik neben detaillierten Beschreibungen eines Hirntumors.
Die ersehnte Auflösung der Geschichte ist dann fast ärgerlich banal. Ich hatte bis zum Schluss noch auf die große intellektuelle Verschwörung gehofft - sozusagen als Belohnung für meinen langwierigen Kampf durch's Buch. War leider nichts.
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am 25. Juli 2017
Nach dem Gesamtkunstwerk "Unterleuten" und nach "Nullzeit" nun mein drittes Juli Zeh-Buch. Leider das am wenigsten Gelungene. Wenn schon die physikalisch-philosophischen Fachsimpeleien zwischen den beiden befreundeten Physikern (Oskar und Sebastian) weder überzeugen noch begeistern, so tut es die Tatsache, dass der schräge, zum Extremen neigende, Kriminalkommisar (Titelfigur Schilf) sich daran auch beteiligen muss, umso weniger. In der Summe wird das Buch zunehmend unglaubwürdiger, zu skurril, grotesk. Die Story zwischen Quantenphysik und Hirntumor wird zunehmend anstrengender, die Charaktere werden zunehmend grotesker; das Lesevergnügen leidet. Leider können die gelungene Sprache, die wunderbaren Sätze, die poetischen Bilder, mit denen Juli Zeh Geschehendes in malerische Worte und Zusammenhänge setzt , ihre herrlichen Beschreibungen von Landschaften und alltäglichen, natürlichen Ereignisse sowie die vielen gelungenen Metaphern, denen sie sich gekonnt bedient, das Vorgenannte nicht kompensieren. Schade. Ich weiß aus den eingangs genannten Werken, dass die Autorin zu viel Besserem befähigt ist.
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am 11. Februar 2014
Widersprüchlicher geht's kaum. Die Autorin (von der ich bisher nichts gelesen hatte) hat die Sprachgewalt eines Arno Schmidt ohne dessen exzentrisches Schriftbild. Sie kann wunderbare Sätze erfinden, indem sie Dinge und Ereignisse in ungewohnte Worte und Zusammenhänge fasst. Sicher werde ich auch andere Bücher von ihr lesen. Besonders mag ich ihre Naturbeschreibungen.

In diesem Buch erfindet sie eine Kriminalgeschichte, die im Kern interessant ist (liebender Vater wird durch Entführung seines Kindes zu einem Mord genötigt) und die in Probleme führt, die wir von Patricia Highsmith kennen. Leider ist der Krimi insgesamt eher schwach. Die Durchführung des Mordes selbst ist eine Mischung aus Stümperei und Zufall. Die Aufklärung der Entführung ist annähernd albern.

Eine weitere Schwäche sehe ich in den Personen, die das Buch erfindet. Im Zentrum stehen 2 'odd couples': zwei beste Freunde, von Beruf Physiker, und zwei ungewöhnliche Polizisten, der Titelheld Schilf und seine absurde Kollegin. Zeh neigt dazu, ihre Personen sehr genau zu beschreiben und zu charakterisieren. Das geht selten gut, vor allem wenn die Personen ins Extreme tendieren. Frau Zeh sollte vielleicht mal bei Highsmith nachlesen, wie man stimmige Charaktere aus ihren Aktionen aufbaut.

Die Dialoge mag ich auch nicht so recht glauben. Sie stimmen einfach nicht. Ich meine nicht so sehr die physikalisch-philosophischen Fachsimpeleien und Streitereien, sondern die Art und Weise wie in diesem Buch gesprochen wird. Es ist meistens 'falsch' im Sinne von unplausibel, unnatürlich, künstlich. Ein Besprecher benutzte das passende Wort 'aufgedonnert'.

Frau Zeh sagt über 'ihren' Mörder, er sei wie zu Gast im eigenen Leben. Das hat einen Anklang vom Fremden in Camus' Roman. Die Formulierung ist sicher nicht unbeabsichtigt gewählt, aber sie ist falsch und passt nicht zur Person.

Insgesamt ein enttäuschendes Buch, weil man denkt, die Autorin müsste es viel besser können. 3.5 Sterne.
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am 6. Januar 2017
Ich möchte Juli Zeh weder Intelligenz noch Kompetenz absprechen: aber dieser Roman war leider ein Reinfall. Blasse, unmarkante Figuren, sehr oberflächliche Abhandlung sonst faszinierender physikalischer Theorien, Sätze und Beschreibungen, bei denen man einschlafen muss (zu konstruiert und deshalb leblos) ... Ich tue das sonst nie und ziehe meine Bücher immer durch. Aber hier musste ich bei der Hälfte aufgeben, was ich bei "Nullzeit" grad noch verhindern konnte. "Spieltrieb" fand ich damals gut. Aber nach 2 Reinfällen muss ich vielleicht zu dem Schluss kommen, dass ich Juli Zehs Schreibstil einfach nicht mag. Ihre Themen interessieren mich brennend, aber an der Umsetzung scheitert es für mich.

Was mir auch bei "Spieltrieb" bereits aufgefallen war: Die Autorin tritt zu sehr in den Vordergrund. Ich hatte beim Lesen ständig das Gefühl, dass sie darauf erpicht war, klar zu stellen, wie intelligent sie ist. Das ist anstrengend.
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am 9. Dezember 2012
Inhalt:
Zwei Physiker (Oskar und Sebastian) konkurrieren miteinander, unendlich viele Welten konkurrieren mit einer einzigen, ein Mann liebt den anderen, der andere liebt seinen Sohn mehr, als ihn, ein Missverständnis führt zu einem Mord, ein Kommissar (Schilf) begreift und stirbt, der Vorhang fällt.

Setting:
Insbesondere Freiburg. Juli Zehs unbestreitbare metaphorische Kreativität haucht selbst Landschaftsaccessoires wie Bäumen und Vögeln figürliche Präsenz ein.

Charaktere:
Juli Zeh kreiert Figuren, die ins Groteske übersteigert, ja fast comicartig und deshalb einzigartig sind. Es macht ungeheuren Spaß, das seltsame Typenkabinett zu beobachten.

Sprache/Duktus:
Selbst wenn man Physik in der Schule frühzeitig abgewählt hat und mit den Konzepten, die Oskars und Sebastians Lebensinhalt sind, nichts anzufangen weiß, ist ‚Schilf’ ein außergewöhnliches und lohnendes Leseerlebnis. Juli Zeh findet über ihren ungebremsten sprachlichen Spieltrieb eine eigene literarische Form. Sie überschüttet den Leser mit ungewöhnlichen, aber zielsicheren Metaphern und nimmt tradierte Lesegewohnheiten auseinander, um sie in nie gelesener Form und mit überraschenden Ergebnissen wieder zusammenzusetzen.

Fazit:
‚Schilf’ gehört zu den bereicherndsten Büchern, die ich in den letzten Jahren gelesen habe. Selbst jetzt, beim dritten Lesen, strahlt das sprachliche Feuerwerk ungebrochen. Von der Suggestionskraft der Sprache kann man lange zehren, die Figuren ragen aus dem Heer der seelenlosen Charaktere, die uns aus dem Papierwald ohne Unterlass entgegenrieseln, meilenweit heraus. Ich kann nur empfehlen, ‚Schilf’ nach der Lektüre in die ‚Wiedervorlagemappe’ zu legen und von Zeit zu Zeit erneut zu genießen. Für Autoren ist das Buch ein Paradebeispiel dafür, was man textlich erreichen kann, wenn man den Mut hat, Denk- und Schreibschemata über Bord zu werfen und seine eigene Sprache zu finden. Thematisch ist das Buch hochaktuell. Sebastian, der 'Multiversum' – Vertreter, hätte heute deutlich mehr Unterstützer, als zur Zeit der Entstehung des Romans.

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Nice to know:
Eine Filmadaption von ‚Schilf’ kam im März 2012 in die Kinos. Die Kritiken sind bescheiden. Es macht sicher Sinn, zuerst das Buch zu lesen, um sich das Lesevergnügen nicht zu ruinieren.

Wer den wissenschaftlichen Hintergrund des Romans besser verstehen will, ohne zum Physikwälzer zu greifen, dem empfehle ich die ausgezeichnete und leicht verständliche TV-Serie ‚Der Stoff, aus dem der Kosmos ist’. Die vierteilige Serie lief kürzlich auf arte und die Folgen sind m. W. ab Ende Januar 2013 auch als blu-ray erhältlich.

Der Protagonist Sebastian verweist im Roman auf den bekannten deutschen Physiker Dieter Zeh, den er in einem Atemzug mit Stephen Hawking nennt. Witzigerweise findet sich in einem neueren wissenschaftlichen Werk des (realen) Quantenphysikers mittlerweile auch ein Hinweis auf den Roman 'Schilf' und seine Autorin. Die beiden sind übrigens nicht verwandt.
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am 3. Januar 2014
Dies war mein erstes Julie-Zeh-Buch und wird wohl vorerst auch mein letztes bleiben. Es war nicht so schlecht, dass man es weggelegt hätte, aber so wirkliche Freude ist beim Lesen nicht aufgekommen. Vor allem das Ende brachte einiges an Ernüchterung.

Anerkennenswert ist, mit welcher Akribie Julie Zeh sich hier mit physikalischen und philosophischen Theorie auseinandersetzt und die Protagonisten hierüber diskutieren oder sinnieren lässt. Das liefert durchaus Stoff für eine spannende Geschichte.

Ein riesiges Manko an diesem Buch - und hier muss man wohl einfach Julie Zehs Stil mögen - ist die blumige, metaphern-überladene Sprache, die Julie Zeh verwendet (Laternen tragen z.B. "Röcke aus Licht" usw.). In diesem Stil wird dann oft über Seiten hinweg eine Szene oder manchmal einfach nur Nebensächlichkeiten beschrieben. Ich kann zu diesem Stil einfach keine Verbindung aufbauen, daher hat mich das an diesem Buch etwas befremdet. Als ich dann noch gelesen habe, dass Julie Zeh in einem Interview sagte, dass sie ursprünglich viel mehr Metaphern verwenden wollte, war das ein weiterer Beleg dafür, erst mal keine Julie-Zeh-Bücher mehr zu lesen.

Der Krimi-Aspekt des Romans ist prinzipiell eher nebensächlich. Es ist sofort klar, wer der Mörder ist - aber das ist auch nicht der Anspruch des Buchs. Es geht eher um die erwähnten physikalischen und philosophischen Fragen und damit verbundene Gedankenspiele. Ganz nach dem Namen eines der Kapitel des Buches entscheidet am Ende der innere Richter, also die eigenen Moralvorstellungen, wen welche Schuld am Geschehen im Buch trifft. Das heißt, wenn man denn das Ende und die Bedeutung der Schlussszene durchschaut hat, was mir bisher nicht gelungen ist.

Fazit: Ein etwas zu skurriles Buch, dessen blumigen Stil man mögen muss. Das Krimi-Setting dient nur als Aufhänger für die Beschäftigung mit philosophisch-physikalischen Fragen. Ich würde es nicht noch mal lesen.
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am 5. Juli 2016
Wir haben dieses Buch in der Oberstufe 13. Klasse gelesen und imm Detail auseinander genommen.
Das Buch ist Objektiv betrachtet nicht gut.

Selbst mit Analysen und genauer Betrachtung ist das Buch nicht empfehlenswert
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am 19. Oktober 2007
Dieses Buch ist eines der besten die ich jemals gelesen habe. Es ist das erste von Juli Zeh überhaupt und ich bin restlos begeistert von ihrer Art zu schreiben. Sie erzählt eine Geschichte, auf so vielschichtige Weise. Details sind keine Details sondern wichtige Information.
Die Überlagerungen in der Wahrnehmung der Wirklichkeit, die physikalischen Ansätze und vor allem die Personen haben mir sehr viel Freude gemacht.
Das Buch hätte ich in einer Nacht durchlesen können, wenn ich nicht Angst gehabt hätte, aus Müdigkeit, nicht wirklich alles wahrzunehmen was diesen Krimi so anders und toll macht.
22 Kommentare| 11 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 31. Dezember 2011
Schilf hat mich von Anfang an fasziniert und bis zum Ende nicht mehr losgelassen. Die Handlung ist linear, in systematischer zeitlicher Abfolge, ohne große Sprünge aufgebaut und dennoch so komplex komponiert, dass vieles ineinandergreift und fesselt. Irgendwie spiegeln sich im Aufbau auch die verschiedenen physikalischen Anschauungen über die Wahrnehmung von Zeit und Raum wider, welche die beiden Protagonisten, Physikprofessoren, diskutieren: die Existenz einer einzigen, stringent wahrnehmbaren, messbaren und in Experimenten beschreibbaren Welt gegenüber einer Vielzahl von Paralleluniversen, in denen gegensätzliche und widersprüchliche Phänomene gleichzeitig und gleichermaßen auftreten können.

Phänomenal ist auch die Sprache, die Kleinigkeiten und Nebensächlichkeiten so bildhaft, lebendig, ja auch witzig beschreibt, dass das Lesen Freude macht und keinerlei Langeweile oder Drängen nach dem Fortgang der Handlung aufkommt. So sind auch die Hauptpersonen wie Sebastian (der Viele-Welten-Theoretiker) und seine Familie, sein Freund, Forschungskollege und Konkurrent Oskar (der Teilchenphysiker) sowie der Kommissar Schilf und seine Mitarbeiter so köstlich beschrieben, dass ich sie mir lebhaft vorstellen und mich in ihre Rollen leicht hineindenken konnte.

Ja, es handelt sich um einen Krimi. Auch ein Mord kommt vor. Er ging mir durch Mark und Bein, weil ich mich auch mit dem Mörder identifizieren und seine Tat verstehen konnte. Ich hätte doch in seiner Situation genauso gehandelt! Interessant ist, dass der Fall schon in der Mitte des Buches gelöst ist und dennoch vieles im Unklaren bleibt. Die Handlung läuft also weiter und endet in einem fulminanten, für Polizeiarbeit ganz untypischen Ende. Auch das ist einmal etwas anderes.

Für mich ist Schilf moderne, spritzige, vom Gewohnten abweichende Literatur, die ich gerne weiterempfehle.
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