Shop now Shop now Shop now Shop now Shop now Hier klicken Jetzt informieren PR CR0917 Cloud Drive Photos Learn More Mehr dazu Mehr dazu Hier Klicken Jetzt bestellen AmazonMusicUnlimited BundesligaLive longSSs17



am 23. Februar 2011
Ein großer Roman ist Morton Ramsland da gelungen. Die bisher an dieser Stelle veröffentlichten Rezensionen der Leserinnen und Leser bezeugen, dass seine Familiensga über vier Generationen und über ein ganzes Jahrhundert zu überzeugen und zu begeistern weiß.

Kurzweilig und humorvoll lässt Ramsland die Geschichte einer dänischen Familie aus der Perspektive von Asger, dem Zweitgeborenen der 4. Erikson-Generation Revue passieren.

Ein beeindruckender Pageturner erster Güte, durchgängig unterhaltsam und belebt mit sympathischen, skurrilen Figuren, die uns in ihrer Art, mit ihren Schwächen und Fehlern so ähneln und damit über unsere eigene Mittelmäßigkeit hinwegtrösten. Aber eines fehlt mir bei aller Begeisterung: Die Betroffenheit.

Zwar ist es beeindruckend, wie Ramsland es schafft, durch seine Sprache, seinen Erzählstil und vor allem durch die geschickt gewählte Erzählperspektive aus Sicht des heranwachsenden Asger den Eindruck von Leichtigkeit zu vermitteln, auch wenn von Tod, Verfolgung, Konzentrationslagern, geistig behinderten Tanten, Vergewaltigung und ungewollten Schwangerschaften die Rede ist.

Aber ohne Betroffenheit, ohne das Mit-leiden des Lesers bleiben langfristig nur vage Eindrücke und Erinnerungen an unterhaltsame, kurzweilige, humorvolle Lesestunden, denen die Tiefe ein wenig fehlt.

Daher nur 4 Sterne für diese 5-Sterne-Unterhaltung.
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 4. September 2006
Im Klappentext steht, Hundsköpfe sei ein Kracher. Grob und amüsant, mutig, unterhaltsam und tiefsinnig. Dem kann nur zugestimmt werden. Uns wird eine Familiengeschichte ohne Pathos, eher distanziert als emotional und streng chronologisch erzählt. Die Schauplätze sind Dänemark und Norwegen, fast immer an der Küste. Man kann mit den Figuren nur eines machen, sie in sein Herz schließen: Segelohr, Appelkopp, Raffzahn oder die Großmutter, die nicht aufhört von einem Leben wie aus einem Arztroman zu träumen. Die einzelnen Geschichten können einen einmal zum Lachen, ein anderes mal fast zum Weinen bringen – manchmal beides gleichzeitig. Dem Klappentexter ist nur zuzustimmen: Hundsköpfe ist ein Kracher. Ein geniales Buch nicht nur für die kommenden Novemberabende!
0Kommentar| 42 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 5. September 2006
Hurra! Endlich mal wieder ein Buch, bei dem die letzte Seite eine Bedrohung ist, denn das Ende des Lesespaßes kommt nur allzu früh. „Hundsköpfe“ ist ein furiose Familiengeschichte aus dem hohen Norden, von einem Autor, der mit seinem wilden Reigen über die Familie des Protagonisten Asger Eriksson??? Töne anschlägt, die seit dem frühen John Irving keiner mehr bedient hat. Hier sind drei Generationen unter einem Dach, eine Familie, die sich über Geschichten definiert und in ihrem verwegenen und unsteten Leben zwischen Norwegen und Dänemark, der grimmigen Verteidigung der Jugendlichen, die sich durchschlagen und verteidigen müssen und Pubertätswirren, die einem Haare zu Berge stehen lassen. Wer sich „Populärmusik in Vittula“ gekreuzt mit einer Irving-Familienkatastrophe wie „Das Hotel New Hampshire“ vorstellen kann, das Ganze nur noch grobklotziger und herber, der findet hier ein Buch, das so wild und verwegen Tragik, Komik und ganz persönliche Schicksale fügt, dass man gleich nach mehr rufen möchte. Aber das halt nicht tut, weil „Hundsköpfe“ auch ein Buch ist, das weh tut und man Stoßseufzer gen Himmel schickt: Danke, dass man die Jugendhölle halbwegs unbeschadet überstanden hat. Jeder muss seinen eigenen Weg finden und sich mit seiner (Familien-)Geschichte auseinandersetzen.
0Kommentar| 30 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 10. Januar 2014
Man kann nicht sagen, dass das Buch langweilig wäre, es liest sich gut weg. Aber richtig fesseln konnte es mich nicht, richtig lustig fand ich es auch nicht und die Charaktere jetzt auch nicht wirklich packend, so dass man an der Geschichte dranbleiben muss. Die super Bewertungen hier kann ich nicht nachvollziehen, von mir gibt es keine Kaufempfehlung.
0Kommentar| 5 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 10. Oktober 2011
Ein Lesebeispiel als Beweis:

Neunzehn Monate nach Leilas (Mutter) erster Geburt (von Schwester Stinne) gab der Zirkus auf der Entbindungsstation eine weitere Vorstellung. Es gibt keinen Grund, sich zu wiederholen - aber auch ich wurde von Frau Mutters (Großmutter mütterlicherseits) vorwurfvollem Blick getroffen, von Askild (Großvater) unter dem Kinn gekitzelt und in Bjorks (Großmutter) sentimentalen Tränen gebadet - , aber als sich die früher so blasse und hilflose Anne Katrine (Tante) der Wiege näherte, wurde es jedem klar, dass es einen Unterschied zwischen den Säuglingen gab..."

Erzählt wird aus der Sicht des Enkels, der in Amsterdam lebt und nach Dänemark zurückkehrt, da seine Großmutter im Sterben liegt. Nun beginnt er seine Geschichte mit interessanten Perspektiven zu erzählen, wobei er bei seinem Großvater beginnt.

Wer Familiengeschichten mag, wird diesen Roman verschlingen; eine beeindruckende Geschichte, absolut lesenswert und voller überraschender Aspekte.
0Kommentar| 10 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 1000 REZENSENT VINE-PRODUKTTESTERam 15. Februar 2009
Romane aus Skandinavien, die in den letzten 20 Jahren ins Deutsche übersetzt wurden, kommen selten daher als solides Handwerk aus einem nahen, artverwandten Kulturkreis, sondern als klirrende Botschaften, die das gesetzte Bild unserer Nordnachbarn gehörig ins Wanken bringen. Meist bleibt nicht viel von der Vorstellung, unsere skandinavischen Nachbarn seien aufgeklärte, zurückhaltend lebende Völker mit einer gesetzten, demokratischen Tradition, überdimensionierter Toleranz und einem impliziten Hang zur Avantgarde.

Der in Dänemark lebende und 1971 geborene Morten Ramsland hat mit dem im Jahr 2005 erschienen Roman Hundsköpfe ein weiteres Verfremdungswerk aus Skandinavien auf den Markt gebracht, das - ähnlich wie die Populärmusik aus Witula in Schweden - bei heimischem Publikum Kultstatus erreichte und bei uns zum Geheimtipp für Liebhaber des literarisch Skurrilen wurde.

Im Grunde erzählt Ramsland eine Familiengeschichte, die zur Zeit der deutschen Besatzung in Norwegen beginnt und Ende der achtziger Jahre des letzten Jahrhunderts endet. Die Handlung umfasst die Familienbande von fünf Generationen, verwoben durch Schicksal und Unvermeidliches, magische Geschichten und irrationale Wendepunkte. Großvater Askild, einer der Protagonisten, schmuggelt und bestiehlt die deutschen Besatzer, um Geld für die Heirat mit einer Tochter aus höherem Hause zu beschaffen, wird gefasst, landet in einem deutschen KZ, kann unter mysteriösen Umständen fliehen und kehrt traumatisiert zurück. Ihm gelingt es, die Frau seiner Liebe zu gewinnen, aber er entpuppt sich als ein zerstörter Mensch, der zeit seines Lebens vom Alkoholismus begleitet wird. Als Schiffskonstrukteur scheitert er, weil er die Konstruktionszeichnungen immer wieder mit kubistischen Extravaganzen versieht, an denen alle Schmiede scheitern. So wandert er samt junger Familie von Werft zu Werft in Norwegen bis letztendlich Dänemark, alle durchleben das psychopathische Rondo immer wieder, dazwischen liegen die Kindheitssozialisationen der Nachkommen, die nur so von abstrusen Entwicklungen und tragischen Wendungen strotzen. Einen Teil zieht es zur Seefahrt, und diese Figuren tauchen wie die schwarzen Reiter immer mal wieder auf, übersät mit Tätowierungen und Papageien auf der Schulter, trunken oder fleischeslüstern, um gleich darauf von den Wellen in die imaginäre Exotik zurück getragen zu werden. Diejenigen, die in dem wie auch immer gearteten daheim" geblieben sind, das sich lediglich als zuverlässiges Provisorium entpuppt, durchleben die unerträgliche Enge der Provinz, mit ihrem Schein, ihrer Habsucht, ihrem Frevel und ihrer Brutalität.

Das einzige, was dieses Ensemble von-einander-weg strebender Individuen zusammenhält, sind die episodenhaften Geschichten, die von den einzelnen Familienangehörigen erzählt werden, ohne immer mit den Tatsachen kongruent zu sein. Aber sie setzen einen Sinn, der das Zusammensein begründet. Erst der letzten Generation gelingt es, das Brüchige der tradierten Lebenslüge zu enttarnen, ohne dass es ihnen damit besser ginge. Als die Alten sterben, lüftet sich die Wahrheit und es blitzt so etwas auf, wie eine letzte Verbundenheit, die sich aus einer vermeintlichen Erinnerung nährt. Ein Grund für eine gemeinsame Zukunft findet sich jedoch nicht und es kommt einem alles nur vor wie ein böser Rausch, von dem da erzählt wurde, aus einem Teil der Erde, der das halbe Jahr im Dunkeln liegt.
0Kommentar| 17 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 9. September 2012
Geschichten, die das Leben schreibt. Oder der Autor? Die Begebenheiten, die der Autor schildert, klingen so skuril, dass sie sich tatsächlich genauso zugetragen haben können. Teilweise erinnert mich die irrsinnige Komik an Christopher Moore. Andererseits steckt das Buch auch voller Tragik. Und sogar etwas Mysthik ist dabei. Also eine runde Sache, so wie sie mir gefällt.
0Kommentar| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 12. Oktober 2012
Wirklich eins der besten Bücher die ich seit kurzem gelesen habe.
Eine wahrer Schatz und eine ideale Leseunterhalung für den Abend.
Lustige, aber ehrliche Personen und eine Geschichte die Wendungen hat, die man sich, selbst im Laufe des Buches, nicht erahnen lässst.
0Kommentar| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 6. März 2010
Gefühlte 900 Seiten Familiengeschichten auf 480 Seiten die man (fast leider) durchliest, als wären es gerade mal 200. Dabei, trotz einer zuweilen mosaikartigen Erzählung, ein rundes geschlossenes Bild abliefern, das ist schon eine Leistung.

Wer mäkeln wollte, könnte mäkeln, das gegen Schluß die Erzählperspektive etwas kippelt, und das eine der Protagonisten selbst plötzlich dem Erzähler zu oft auf den Weg zurückbringen will, den er vorher so souverän geschritten ist. "Man muß nun auch mal zum Schluß kommen", scheint der Autor sich gedacht haben, dabei war das gar nicht nötig. Das er erzähltechnisch die Kurve bekommen wird, war immer klar.
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 25. Februar 2013
Eindeutig zu empfehlen! Hat mich persönlich berührt wie manchmal Handke, Innerhofer oder Hesse. Traurig und lustig gleichzeitig, ich habe bis jetzt nicht gewagt das letzte Kapitel zu lesen damit es nicht zu Ende geht.
0Kommentar| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

Haben sich auch diese Artikel angesehen

Sumobrüder
19,95 €

Brauchen Sie weitere HilfeHier klicken