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am 18. Juli 2014
... solide, faktenreich und spannender als so mancher Kriminalroman. Was aber bei ihm immer zu berücksichtigen ist, findet sich im Vorwort der Kriminalgeschichte. Er gibt im Gegensatz zu fast allen anderen Historikten nicht vor neutral zu sein. Diese Ehrlichkeit ehrt ihn, ihn der obwohl schon nicht mehr ganz jung, viel zu früh gestorben ist.
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am 14. April 2013
Es ist kennzeichnend für die Situation: Dieses Buch finden Sie in kaum einer Buchhandlung in der Provinz. Wo die Kirchen noch voll, die Menschen noch erdverbunden, die Familien noch gläubig sind, da kennt es kaum einer. Es ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Geheim-Tipp. Es ist skandalös, erschütternd, dramatisch im Inhalt, jedoch nüchtern, präzise schlicht in der Form. Es zählt auf, reiht Faktum an Faktum und so entsteht beim Lesen eine ganz neue Perspektive auf die katholische Kirche und ihr elendes Versagen gegenüber den Diktatoren und - einzig in der Weltgeschichte - auch gegenüber der systematischen, industriellen Vernichtung von Menschen durch die nationalsozialistischen Gewalttäter aller Gattungen und Bildungsgrade. Und: Wer es liest, dem dämmert, dass diese Kirche bis heute nicht bewiesen hat, wie sie es heute besser machen könnte. Und da wundert es den Leser des Jahres 2013 nicht, wenn er in den Nachrichten hört, auch der neue Papst Franziskus habe als Kardinal gegenüber der Diktatur seiner südamerikanischen Heimat gekuscht....Wieviele Kriegsgefangene, Mitläufer, Frauen (es gab noch keine Soldatinnen) mögen damals wie heute die Gottesdienste besuchen ohne zu wissen, welch einer perfiden Maschinerie sie ihr Vertrauen schenken. Deschner entlarvt, nennt die Namen, zitiert die Fundstellen, trägt Schicht um Schicht von der frömmlichen Patina einer Glaubensinstitution ab, die im Nachhinein den Gläubigen weiszumachen verstand, sie sei gegen Hitler gewesen und vorgegangen. (Aber das waren nur Einzelne und die wurden auch noch gebremst.) Das Buch läßt einen ratlos, wütend, leer und klein zurück. Wer an einen Schöpfer glauben möchte, oder das gewöhnt war, der wird nach der Lektüre einsam, schrecklich einsam...Einzig Vernunft und persönliches Gewissen bleiben.
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am 4. August 2014
Erst letzte Woche log wieder ein Vertreter der kath.Kirche frech in die Kamera,über die Rolle seiner Kirche im 3.Reich.
Von Widerstand und Unvereinbarkeit mit der Naziideologie war da wieder die Rede.Hätte ich es Dank Deschners Buch nicht besser gewußt,hätte ich ihm seine Lügen wieder geglaubt.
Lest dieses Buch Leute!Jeder,der nur den leisesten Verdacht hegt,dass mit dieser Kirche nicht alles so göttlich ist,wie es gepriesen wird,der wird hier aus dem Staunen nicht mehr herauskommen.Die Kirche ist ein Wille zur Macht und sie setzt ihn eiskalt durch und geht über Leichen.
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am 29. Januar 2015
Nachdem ich beschlossen habe, über meine Religion nachzudenken, war dies eins der vielen Bücher, das ich im Rahmen dessen gelesen habe. Es war inhaltlich für mich keine Überraschung mehr. Ein fundiertes und gut recherchiertes Buch, wie man es von Deschner gewohnt ist. Es müsste einen Warnhinweis erhalten, wie viele andere Bücher, in der Art, als die Auseinandersetzung mit diesen Dingen einem das Leben irgendwie auch schwerer macht, weil man sich in vielen Dingen so getäuscht sieht und einer oft übermächtigen Ignoranz anderer ausgesetzt sieht.
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TOP 1000 REZENSENTam 20. Februar 2013
Aus der Reihe "Unerwünschte Bücher zur Kirchen- und Religionsgeschichte" ist als Nr. 14 des Ahriman-Verlages ist Karlheinz Deschners Buch MIT GOTT UND DEN FASCHISTEN in einer gelungenen Neuauflage fast 50 Jahre nach der Ersterscheinung aufgelegt worden. Das "Warum" wird zu Recht im Vorwort mit "weil es sehr aktuell ist und sonst in Gefahr läuft in Vergessenheit zu geraten" begründet. Verdrängungsprozessen, ja einer gar gezielten Desinformationspolitik des Vatikans soll entgegen getreten werden. Eine gute Begründung, denn auch heute kann es nie genug Aufklärung, Vernunft und Wahrheit geben. Und Deschner war ja stets ein Gralshüter dieser Werte.

Über den Autor Karlheinz Deschner muss man nicht mehr viele Worte verlieren. Er steht an der Spitze der sachlich und wissenschaftlich fundierten Christentums- und Kirchenkritik, aber ist auch führender Literat der jüngeren deutschen Geschichte und einer der größten deutschen Humanisten in der Tradition von Voltaire und Nietzsche. MIT GOTT UND DEN FASCHISTEN beleuchtet er die Mitwirkung der christlichen Kirchen an den diversen Diktaturen und menschenrechtsfeindlichen Regimen gegen die von den Kirchen bis heute verbreitete Ansicht "heimliche Gegner" der Diktatoren und ein elementarerer Bestandteil des Widerstandes gewesen zu sein.

In der Deschner typischen Art der detaillierten historischen Aufarbeitung der Fakten und in vielen Stunden Archivarbeit entstand MIT GOTT UND DEN FASCHISTEN und ist spannend und hochaktuell wie zum Zeitpunkt seiner Entstehung. Das Werk wirkt nachhaltig diversen Geschichtslügen die sich durch das gesamte 20. Jahrhundert ziehen, wie der gezielten Legendenbildung des organisierten Widerstandes der katholischen Kirche gegen Hitler, entgegen. Natürlich gab es auch verdeckten Widerstand von Kirchenmitgliedern, aber nur genau so vereinzelt und in noch homöopathischeren Dosen wie in der allgemeinen Bevölkerung. Aber auch die Verbrechen der neueren Geschichte auf dem Balkan werden beleuchtet und damit dokumentiert auch Deschner auch die "vielleicht bestverschwiegensten Massenverbrechen der Neuzeit".

Der Vorteil der unzählbaren Fakten die Deschner heraus arbeitet schwenkt für mich gesehen auch ein ganz wenig um in eine leichte Überfrachtung. Ein Satz mit neuen Fakten jagt den nächsten, es bleibt kaum Zeit für Deschner - und damit auch den Leser - mal innezuhalten, zu analysieren oder kommentieren, nach Hintergründen zu fragen was die handelnden Personen bei diesen Taten beseelt hat. Dies ist kein Kritikpunkt an sich und sicher auch nur mein subjektiver Eindruck aufgrund der kaum zählbaren unvorstellbaren Verwicklungen und Dokumente. Es ist eben der bewusste Stil der nackten Fakten, die ja mehr als für sich sprechen. Die rund 220 Seiten ohne Anhang gliedern sich in folgende Hauptkapitel:

Vorwort zur Neuauflage
Vorwort des Autors
Der Vatikan und der italienische Faschismus
Der Vatikan und der spanische Bürgerkrieg
Der Vatikan und Hitlerdeutschland
Der Vatikan und der Zweite Weltkrieg
Der Vatikan und die Kroatengreuel
Anhang
Nachwort
Literatur

5/5 Sternen
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am 15. Februar 2013
"Der Vatikan im Bunde mit Mussolini, Franco, Hitler und Pavelic": diese im Untertitel des Buches "Mit Gott und den Faschisten" angeklagte verhängnisvolle Kooperation in solchem Ausmaß als erster, bereits 1965, aufgedeckt und so die Auseinandersetzung damit hierzulande erheblich intensiviert zu haben, ist das nicht hoch genug zu schätzende Verdienst des kirchenkritischen Historikers und Schriftstellers Karlheinz Deschner.
An Vertiefungen dieser Zusammenhaenge interessierte Leser seien hingewiesen auf eine beträchtlich erweiterte Darstellung jener Kooperation im Kontext der neueren Papstgeschichte (rund 1400 Seiten; erstaufgelegt bei Ki&Wi 1982/3; dann bei Rowohlt 1991): Unter dem Titel "Die Politik der Päpste - Vom Niedergang kurialer Macht im 19. Jahrhundert bis zu deren Wiedererstarken im Zeitalter der Weltkriege" wird dieses Werk Karlheinz Deschners - von ihm selbst als gleichsam 11. Band seiner gerade abgeschlossenen "Kriminalgeschichte des Christentums" (Rowohlt) verstanden - soeben neu aufgelegt im religionskritischen Verlag Alibri von Gunnar Schedel, nochmals aktualisiert durch ein umfangreiches Nachwort von Michael Schmidt-Salomon, Sprecher der Giordano-Bruno-Stiftung (Erscheinungstermim Ende März 2013; Näheres, auch zur Subskription, siehe die Website von Karlheinz Deschner).
Beiden Büchern kommt ein eigener historischer Wert zu, beide verdienen, gerade in Zeiten eines wiedererstarkenden Rechtsextremismus und einer nach wie vor beunruhigend verbreiteten Unwissenheit vieler Menschen über die "Kriminalgeschichte" ihrer Kirche, gerade auch im 20. Jahrhundert, eine hohe Resonanz.
Gabriele Röwer, Mainz
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am 29. September 2013
Brillant, historisch genau und politisch neutral recherchiert, wie man es von Karlheinz Deschner nicht anders gewöhnt ist. Wenn man die Gegenwart verstehen will ein Muss, eine Pflichtlektüre für alle denkenden Menschen.
Große Empfehlung!
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am 8. Januar 2016
Sein Vorwort von 1965 eröffnet Deschner mit der Aussage, 25 Jahre zwischen den Ereignissen und dem Bekanntwerden der Kollaboration der katholischen Kirche mit dem Nazi-Regime wären spät genug. Heute, 50 Jahre später, kann ich nur sagen "wenn der geahnt hätte, wie es heute ausschaut..."

Deschner analysiert sehr strukturiert die Beziehungen des Vatikans und des hohen Klerus erst zu den italienischen Faschisten und dem Abessinienkrieg, dann zu Frankos Spanien mit besonderem Augenmerk auf den spanischen Bürgerkrieg, um anschließend die Beziehungen des Vatikans zu Hitler-Deutschland genauer zu durchleuchten und mit einigen Mythen aufzuräumen.
Der vierte Abschnitt konzentriert sich auf die Position des Vatikans im zweiten Weltkrieg und im fünften und letzten Abschnitt schließlich auf die Verflechtungen von Vatikan und kroatischer Ustascha, einem besonders dunklen Kapitel in der Geschichte der RKK.
Im Fokus sind dabei primär institutionelle Verflechtungen. Positive wie negative individuelle Ausnahmen werden zwar nicht unter den Tisch gekehrt, aber im Kern steht immer die Rolle der Institution Kirche.

Das Buch ist sehr sachlich geschrieben, basiert auf einer Unmenge von Quellen und ist trotzdem, vielleicht sogar wegen des unaufgeregten Schreibstils, sehr angenehm zu lesen.

Ironischerweise endet das Buch mit der nicht ganz ernst gemeinten Spekulation, so belastet wie Pius XII sei, wäre es nicht überraschend, wenn man ihn heilig spräche.
Dazu kath.net vom 27.5.2014: "Papst Franziskus: Seligsprechung von Pius XII. tritt auf der Stelle".
Es fehlt wohl ein Wunder, um den Prozess zur Heiligsprechung weiter voranzutreiben... was mich wirklich überrascht. Derart üble Machenschaften, wie Deschner sie belegt, so zu drehen, dass Pius XII heute allen Ernstes als "Der Papst, der Hitler trotzte" verkauft wird - ohne weltweite Empörung auszulösen! - kann man nicht anders bezeichnen als ein Wunder!

Alles in Allem ein unglaubliches und packendes Buch, das in Anbetracht der gründlichen Geschichtsverfälschung der Kirchen heute sogar noch aktueller ist als 1965. Absolute Kaufempfehlung!
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am 21. Mai 2015
Die Thematik Staat und Kirche interessiert mich schon lange. Soweit ich beurteilen kann wissenschaftlich sauber recherchiert werden hier das Streben der Kirchen nach Macht und Klüngel mit den Herrschenden zu Tage gefördert. Ein Buch welches in der Zeit seiner ersten Auflage einen enormen Mut erforderte um es zu veröffentlichen. Man sollte sich vor Augen halten, daß in Deutschland im Jahre 2015 noch immer der Blasphemieparagraph geltendes Recht ist.
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am 20. Dezember 2015
Was für ein Buch. Der verstorbene Karlheinz Deschner war der Kirche schon immer ein Dorn im Auge. Trotz aller Defamierungen konnte sie aber seinen Büchern, welche auf wohl recherchierten Fakten fussten, nichts anhaben.
Auch das hier rezensierte Werk "Mit Gott und den Faschisten" ist eines davon. Es ist für die Kirche unbequem und gäbe es noch den offiziellen Index, dann würde es sicherlich dort zu finden sein.
Deschner zeichnet in diesem Buch das Verhalten einer Organisation und ihrer Führungskräfte in vier faschistischen Systemen wider, welches nicht nur denkenden, sondern vor allen Dingen gläubigen Menschen, als Warnsignal dienen sollte. Wer glaubt, der sollte dieses Buch lesen, zumal er ja nichts zu befürchten hat. Soll doch Jesus gesagt haben, "Die Wahrheit wird Euch frei machen!". Also sollte man sich der Wahrheit auch stellen.
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