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am 25. Mai 2012
Sozialistisch kann man auch eine Gesellschaftsordnung nennen, in der Privateigentum weiter besteht, aber gesellschaftlich geplant und organisiert ist. Bewegungen, die das anstreben, nennen sich sozialistisch.

Nach Skizzierung der Frühsozialisten bis zum Abschluss der Industriellen Revolution geht Fülberth auf Überlegungen von Marx und Engels ein. Er historisiert dabei Einordnungen, die Marx vornimmt. So war der Staat für ihn ein Gewaltinstrument der ökonomisch dominierenden Klasse, eine Diktatur. Auch die Herrschaft der Arbeiterklasse war für Marx eine Diktatur - die des Proletariats, eine radikaldemokratische Auffassung.
Fülberth schildert die Entwicklung der sozialistischen Bewegungen in England, Frankreich und Deutschland. Vielfach Vorbild für andere Länder war die "Sozialdemokratie" (Erkämpfung des Sozialismus mit Mitteln der Demokratie). Eduard Bernstein revidierte mehrere Annahmen und Folgerungen der Theorie von Marx und Engels: Sozialismus sei kein Endziel, sondern eine Bewegung mit einer ständigen Aufgabe.
In Russland spaltete sich die Arbeiterpartei in Bolschewiki (eine Kaderpartei mit "demokratischem Zentralismus") und Menschewiki (mit offenem Organisationskonzept).
In den USA blieb eine radikale Arbeiterpartei randständig.
Ab 1914 stellten sich die sozialdemokratischen Parteien und Gewerkschaften fast ausnahmslos hinter ihre jeweiligen Regierungen.
Die Kriegswirtschaft als "Kriegssozialismus" bestimmte das Sozialismusbild (Kommandowirtschaft, Reglements und Direktiven, "Planwirtschaft") auch über 1919 hinaus als Staatssozialismus.
Für die Bolschewiki war die Oktoberrevolution Teil eines aktuellen Revolutionsprozesses hin zum Sozialismus. Truppen der Sowjetregierung jagten die Verfassunggebende Nationalversammlung auseinander, eine Absage an den Parlamentarismus und Bekenntnis zum Rätesystem, Spaltung zwischen Bolschewiki und Reformismus. 1917 gab es die entschädigungslose Enteignung von Grund und Boden, 1918 die Überführung der Großindustrie in staatliches Eigentum. 1921 dann die "Neue ökonomische Politik", Wiederzulassung von Marktbedingungen für Bauern und Gewerbe. Staatliche Macht und Großindustrie sollte unter sozialistischem Regime bleiben: das nannte Lenin "Staatskapitalismus". Mit dem Ausbleiben der erwarteten westlichen Revolution stand fest, dass die russische Revolution keine sozialistische gewesen sein konnte, wie die mexikanische (1910 - 1917), die türkische (1920) oder die chinesische (1911 - 1949). Unter Stalin kam die Zwangskollektivierung und der Terror des Geheimdienstes mit Millionen Toten, auch in Lagern. Das war kein Sozialismus, keine "Assoziation worin die freie Entwicklung eines jeden die Bedingung für die freie Entwicklung aller ist " (Marx), auch nicht dann nach Stalins Tod bis zum Ende der Sowjetunion 1991.

Ein weiteres Kapitel bildet die Geschichte des Ostblocks vom Kalten Krieg bis zur Abwicklung oder Zerstörung des Sowjetsystems. Georg Fülberth hat dabei besonders im Blick die sozialökonomische Entwicklung und die Zwänge auf beiden Seiten des "Eisernen Vorhangs" (den Begriff verwendet er nicht). Bei der Bilanzierung nennt er auch einige Vorzüge des Systems wie mehr Gleichheit, nachholende Modernisierung (besonders in der Bildung) oder Arbeitsplatzsicherheit.

Wo bisherige sozialistische Versuche wie der kommunistische (Staatssozialismus) oder der sozialdemokratische (Setzung von Rahmenbedingungen) gescheitert sind, bleibt für künftige Versuche als Lehren: Verstaatlichung der Rüstungsindustrie, um sie abzuschaffen; andere Eigentumsformen wie kommunales und genossenschaftliches; kapitalistisches Privateigentum unterliegt strenger öffentlicher Kontrolle.

Ein Überblick, der wissenschaftlich-sachlich einen knappen Einblick in ein komplexes Thema bietet.
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am 19. Dezember 2011
Einführung mit Bassiswissen und grober Einführung für Totaleinsteiger, mit weiterführenden Literatur im Anhang. Sortiert nach Zeitlichen Epochen und Menschen die diese Ideen prägten.

Empfehlenswert!
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