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am 5. Januar 2015
Gewohnt gut beschrieben und erzählt. Andrea Maria Schenkel bereitet dieses Geschehnis gut auf. Spannendes Buch bis zur letzten Buch seite
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am 3. Oktober 2007
Dieses (Hör-) Buch ist nach - und ähnlich - wie Tannöd ein genaues psychologisches Protokoll von Tätern und Opfern. Jedes einzelne Opfer wird in seiner Lebenswelt vorgestellt und der Leser erfährt, wie es dazu kommen konnte, dass diese - zum Teil bestialisch - ermordet wurden.

Warum waren sie allein in der Großstadt? Warum waren sie alleine nachts unterwegs? Und warum hat der Täter keinerlei Unrechtsbewusstsein?

Das Buch vermeidet jede Bewertung. Andrea Maria Schenkels Sprache zu kritisieren ist fehlgeleitet - sie hat im Gegenteil das reduktionistische Denken des (Trieb-) Täters in eine eben solche Sprache gegossen. Das Böse ist Teil dieser Welt. Und auch wenn es abartig erscheint, so hat es doch seine Begründung. Die Umwandlung des historisch belegten Falls Eichhorn in einen Täter namens Kalteis" ist meines Erachtens durchaus originell.

Dem Hörbuch gereicht zum Vorteil, dass es im regionaltypischen Dialekt variationsreich für Männer- und Frauenstimmen von Monica Bleibtreu vorgetragen wird.

Fazit: Eine literarisch aufbereitete genaue Dokumentation eines Serientäters aus Prozessakten und Zeugenaussagen, brutal ohne jede Effekthascherei.
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am 21. September 2007
Dieses Buch ist nach und ähnlich wie Tannöd ein genaues psychologisches Protokoll von Tätern und Opfern. Jedes einzelne Opfer wird in seiner Lebenswelt vorgestellt und der Leser erfährt, wie es dazu kommen konnte, dass diese - zum Teil bestialisch - ermordet wurden.

Warum waren sie allein in der Großstadt? Warum waren sie alleine nachts unterwegs? Und warum hat der Täter keinerlei Unrechtsbewusstsein?

Das Buch vermeidet jede Bewertung. Andrea Maria Schenkels Sprache zu kritisieren ist fehlgeleitet - sie hat im Gegenteil das reduktionistische Denken des (Trieb-) Täters in eine eben solche Sprache gegossen. Das Böse ist Teil dieser Welt. Und auch wenn es abartig erscheint, so hat es doch seine Begründung. Die Umwandlung des historisch belegten Falls Eichhorn in einen Täter namens Kalteis" ist meines Erachtens durchaus originell.

Dem Hörbuch gereicht zum Vorteil, dass es im regionaltypischen Dialekt variationsreich für Männer- und Frauenstimmen von Monica Bleibtreu vorgetragen wird.

Fazit: Eine literarisch aufbereitete genaue Dokumentation eines Serientäters aus Prozessakten und Zeugenaussagen, brutal ohne jede Effekthascherei.
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am 19. Oktober 2017
Das von der Autorin Andrea Maria Schenkel verfasste Buch Tannöd als Tatsachenstory hatte es mir angetan. Die Handlung war spannend aufgebaut und der Lesestil las sich locker.

Das hier offerierte 186 Seiten umfassende Buch "Kalteis" der Autorin indes hat mich sehr enttäuscht. Auch in dieser Handlung handelt es sich um einen Tatsachenbericht aus den dreißiger Jahren, wo in München junge Frauen einem bestialischen Mörder zum Opfer fielen. Hauptprotagonistin ist die junge Kathie Hertl, die mit ihrer Familie unweit von München in einem Dorf wohnt und sich als Dienstmädchen in der Großstadt verdingen will. Sie sehnt sich nach Freiheit und einem besseren Leben, losgelöst von ihrer Familie und die Vergnügungen als junge Frau kosten wollend.

Kalteis hat mich nicht mitgerissen. Zu viel und langgezogen wird über Kathie berichtet, unterbrochen durch Vernehmungsprotokolle des 1939 gefassten und später hingerichteten Mörders Josef Kalteis. Die von der Autorin beschriebenen Tötungspraktiken an den weiblichen Opfern hätten in dieser Form zudem nicht unbedingt geschildert werden müssen.
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VINE-PRODUKTTESTERTOP 500 REZENSENTam 14. August 2007
In kurzen Kapiteln werden die Opfer des Frauenmörders Josef Kalteis vorgestellt; dem gegenüber finden sich Auszüge aus den Vernehmungen durch die Münchner Staatsanwaltsschaft. Es funktioniert über die relativ kurze Distanz von ca. 150 Seiten ganz gut - ob es auch über 300 Seiten funktioniert hätte, weiß ich nicht. Die Vorstellung der jungen Frauen (Opfer) bleibt an der Oberfläche, jedoch entseht vor dem inneren Auge ein ganz stimmungsvolles Bild von München in den 30er Jahren. Opfer, wie Täter, alle unpolitische Leute in einer hochpolitischen Zeit. Auf ein "Umerziehungslager" in Dachau wird auch desöfteren verwiesen. Über 150 Seiten hinweg bleibt die Spannung jedenfalls erhalten. Viele Leser werden sich mehr erwartet haben, auch das kann ich verstehen.
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am 24. März 2013
Es ist ja eigentlich ein Tatsachenbericht. Kalteis ist Eichhorn. Ich kannte diesen Fall von Erzählungen meiner Mutter die selbst einmal von dem Mörder auf der Strasse angesprochen wurde, sich aber rechtzeitig in Sicherheit bringen konnte.
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am 28. August 2013
Leider war ich doch enttäuscht von diesen Roman, er war langweilig und nicht zu vergleichen mit Tannöd. Kann ich nicht weiterempfehlen-
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TOP 1000 REZENSENTam 24. August 2014
„Immer wieder wollte ich es haben, in einem Rausch war ich, nicht mehr ich selbst war ich, danach habe ich mich immer geschämt, aber nach einiger Zeit war das vergessen und ich bin wieder los. Wie ein wildes Tier, das ist der Trieb, ich bin wieder los … immer wieder.“

München, Ende der 30er Jahre. Ein Serienmörder hat dafür gesorgt, dass immer wieder junge, hübsche Frauen spurlos verschwunden sind. Frauen wie Kathie, die mit großen Träumen von einem besseren Leben vom Land in die große Stadt gezogen ist.

Zu Beginn des Buches ist der Täter bereits inhaftiert, verurteilt und seine Hinrichtung steht bevor. Eine öffentliche Bekanntmachung ist unerwünscht, denn der Täter ist ein guter Deutscher, ein Arier, Mitglied der NSDAP und „jeder Schaden, der dem Ansehen der Partei und der nationalsozialistischen Bewegung entstehen könnte, (ist) zu vermeiden.“

In zahlreichen Rückblenden erleben wir die Verhöre des Täters Josef Kalteis und die Geschichte der Opfer. Die Verhöre zeichnen sich dadurch aus, dass nur die Antworten von Kalteis aufgeführt sind, die dazugehörenden Fragen aber fehlen. Diese fehlen aber überhaupt nicht, man kann aus den Antworten leicht schließen, wonach gefragt wurde. Aber durch die konsequente Aneinanderreihung seiner Aussagen werden die Widersprüche, in die er sich verwickelt, nur umso deutlicher. Eine besondere Brisanz haben die Verhörprotokolle, da man als Leser ja schon weiß, dass er schuldig ist. Da man bereits weiß, worauf alles hinausläuft. Wenn ich unter diesen Voraussetzungen lese, wie er begeistert schildert, wie gerne er beim Schweineschlachten hilft und die einzelnen Abläufe detailliert beschreibt, dabei auch noch zugibt, wie toll er es findet, wenn er die Angst bei dem Tier wahrnimmt, dann läuft mir ein Schauer den Rücken hinunter. Zumal er einige dieser Abläufe präzise wiederholen wird, aber dann nicht an einem Schwein.

Und dann die Geschichten der diversen Mädchen… Man lernt ein Mädchen kennen, erfährt, wie es dazu kam, dass sie an dem Abend, der ihr letzter werden soll, alleine nach Hause fährt und nicht in Begleitung – und die ganze Zeit weiß man, dass dies alles auf ihre Ermordung hinausläuft. Diese vorweggenommene Spannung finde ich toll! Besagtes Ende gestaltet sich unterschiedlich. Bei dem einen Mädchen erfährt man nur, dass sie verschwunden ist, vermisst gemeldet wurde. Bei einem anderen wird die Tat einschließlich einer fiesen Verstümmelung detailliert geschildert. So weiß man auch, was mit den anderen geschah. Schlimm, dann eine Mutter bei der Suche nach ihrer vermissten Tochter zu erleben!

Ganz besonders intensiv lernen wie Kathie kennen. In Rückblenden begleiten wir sie bis zu ihrer Kindheit. Mit großen Träumen und Wünschen kam sie vom Land nach München, hoffte, dass hier ihr Leben eine entscheidende Wendung zum Besseren erfährt. Und natürlich träumt sie von einem Mann, einem Traumprinzen. Ein gutgläubiges, unerfahrenes, einfaches Opfer!

Unterstützt wird alles durch eine konsequent einfach gehaltene Sprache. Kurze, abgehackte Sätze. Dialekt und falsche Grammatik. Nicht immer einfach zu lesen, aber dadurch traten mir die einzelnen Personen nur umso deutlicher vor Augen. Einfache Menschen, ohne große Bildung. Auch bei Josef Kalteis muss ich ein gehöriges Maß an geistiger Armut einräumen. Heute würde man so einem Menschen mindestens verminderte Schuldfähigkeit wenn nicht gar Unzurechnungsfähigkeit attestieren und ihn in eine psychiatrische Anstalt einweisen. Aber dies hätte ja dem Ansehen der Partei Schaden zufügen können…

Der Roman basiert auf einem historischen Kriminalfall. Der Quellennachweis verweist unter anderem auf Vernehmungsprotokolle der Polizeidirektion München aus den Jahren 1930-1939. Das Buch ist sehr kurz (nur 187 Seiten), was ich an sich bedauerlich finde. Aber so kann man es „mal eben“ schnell zwischendurch lesen – mir hat es heute netterweise eine lange Wartezeit beim Orthopäden vertrieben.
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am 12. August 2007
Nach den Vorschusslorbeeren für das Zweitwerk der Autorin muss ich leider deutlich widersprechen:
Der Roman - von Krimi ohnehin keine Spur - enttäuscht dramaturgisch wie sprachlich in jeglicher Hinsicht.
Geboten wird weder ein tieferer Einblick in die Psyche des Mörders, noch wird zumindest ansatzweise Interesse für die Opfer (die in jeweils einzelnen, absolut repetitiven Kapiteln, die sich in ihrer unerfreulichen Klischeehaftigkeit in nichts voneinander unterscheiden, vorgestellt werden) erweckt.
Spannung: Fehlanzeige!
Zudem ist der Sprachstil der Autorin nicht nur grundsätzlich arg primitiv (nur selten kommt sie über Subjekt-Prädikat-Objekt hinaus), vor allem ist der Stil weder der Zeit (30er Jahre) noch den einzelnen Charakteren angemessen.
Geboten wird hier einzig und allein Münchner Lokalkolorit auf Stammtischniveau in einer pseudo-bayrischen Kunstsprache.
Ärgerlich, dass die Autorin für dieses weitgehend inhaltslose Werk den tatsächlichen Fall ausschlachtet, ohne sich ihm auch nur im Entferntesten zu widmen.
Einziger Pluspunkt des Buches: angesichts des geringen Umfangs und des Simpelstils dauert die Lektüre nicht all zu lange...
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am 6. Februar 2011
Kein Roman im klassischen Sinne. Das Buch kommt in einer sehr fragmentierten Erzählung daher und schreibt teilweise aus Sicht der Opfer, teilweise aus Sicht der Zeitzeugen und zwischendurch in Form einer scheinbar protokollierten Anhörung des Täters. Die einzelnen Kapitel stehen erst bei längerem Lesen in einem mehr oder weniger direkten Zusammenhang, zeichnen aber abschließend ein gelungen, rundes Bild von den Ereignissen.

Sprachlich ist das Buch eine kleine Herausforderung und sicherlich nicht Jedermanns Sache. Man wähnt sich im München der 1930'er Jahre. Ob der Sprachstil übertrieben klischeehaft ist oder nicht, muss dabei jeder selbst entscheiden. Als potentieller Leser sollten Sie auf alle Fälle Probelesen.

Mir gefällt der Authentizismus, der gerade durch den fragmentarischen Aufbau, den bayerischen Sprachgebrauch und das Einstreuen von Vernehmungsprotokollen erzeugt wird. Wie nah das Buch damit allerdings wahren Ereignissen kommt, habe ich nicht recherchiert. Ich finde, dass dieses 150 Seiten schlanke Buch trotz des zügigen Durchlesens eine überraschend dicht Erzählatmosphäre schafft und zumindest für ein paar Stunden Kurzweil verspricht.
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