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am 15. September 2017
Da in der Buchbeschreibung alles Wesentliche gesagt ist, bleibt mir nur übrig auf die kleinen Dinge hinzuweisen, die für die Beschäftigung mit dem Nationalsozialismus unerläßlich sind:

Staatlicherseits wurde im Dritten Reich abgestritten, daß es sich um eine Diktatur oder Tyrannei handele. Das nationalsozialistische Menschenbild hatte nicht nur sadistische, sondern auch masochistische Züge. Die Pädagogik der Nationalsozialisten ist eine direkte Fortsetzung der von Katharina Rutschky so genannten "Schwarzen Pädagogik" im 19. Jahrhundert. Kurt-Ingo Flessau betrachtete die Verfasser der nationalsozialistischen Schulbücher und Lehrpläne als "'Schreibtischtäter'", da sie die Jugendlichen nicht nur zum Töten animierten, sondern sie auch in den Tod führten (S. 25).

Zur inneren Struktur der nationalsozialistischen Ideologie gehörten Willkürlichkeit und Widersprüchlichkeit. Selbständiges Denken und Urteilen wurde als Gefahr betrachtet. Manfred Rommel faßte das so zusammen: "Um für eine Sache zu sein, braucht man sie nicht zu kennen; im Gegenteil, es ist um so leichter, sich für eine Sache zu begeistern, je weniger man über sie nachdenkt" (S. 117). Körperlicher und seelischer Terror waren untrennbar miteinander verbunden. Doch es gab auch Lehrer, die anständig blieben, gleichgültig, ob sie nun in die NSDAP eingetreten waren oder nicht.

Das folgende Kindergebet drückt aus, um was es ging: "'Lieber Gott, mach mich taub, daß ich all den Unsinn glaub. Lieber Gott, mach mich blind, daß ich alles herrlich find. Lieber Gott, mach mich stumm, daß ich nicht ins Konzentrationslager kumm. Bin ich dann taub, blind und stumm zugleich, bin ich reif fürs Dritte Reich'" (S. 109).
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am 30. Mai 2006
Das Buch "Schule im Dritten Reich- Erziehung zum Tod" beschreibt eindrucksvoll, wie das nationalsozialistische Gedankengut in die Köpfe der Kinder eingebrannt wurde. In vielen Einzelbeiträgen von Zeitzeugen (Prominenten) werden Themen wie: "Rassismus im Unterricht" und "Militarismus im Unterricht" behandelt. Auch auf die familiäre Situation der damaligen Zeit wird eingegangen. Ich habe das Buch als Vorbereitung auf mein Lehramtsexamen gelesen, würde es aber auch für alle, die historisch interessiert sind, aber nicht nur etwas über die direkte politische Seite der NS-Zeit erfahren wollen, empfehlen.
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am 4. März 2012
Nicht nur die Rolle der Polizei, auch die von Schule, Lehrern und Schulverwaltung wurden bisher fast nie untersucht auf ihren Beitrag hin, mit dem sie zum Wirken und Absichern der NS-Propaganda beitrugen...
und zum allmählich besseren Verständnis, "wie das möglich war, was im Dritten Reich geschah".
In diesem Rahmen setzt Geert Platners Arbeit einen ersten (Stolperstein, Verzeihung:)Meilenstein
und Zugang zu Verständnis und katastrophaler Wirkung des gleichgeschalteten Schulwesens...,
wenn auch im ersten Teil mühsam zu lesen - bei all der Selbstbespiegelung des eigenen Tun
+ persönlicher Motive.
Für schmale Geldbeutel und ersten Zugriff empfehlenswert -
trotz besser zu nutzender, aber auch teurer völlig überarbeiteter Neuauflage von 2005.

Besonders einsichtig wird Platners Arbeit, wenn der Niederschlag staatlich vorgegebener Propaganda und Richtlinien
in Schüler-Hausheften, Klassenarbeiten etc. der Zeit von 1935-1940 verfolgt werden kann, wie sie dem Rezensenten im Original vorliegen.

gez.: Jürgen Jessen, Std.R.i.R., Hessisch Lichtenau
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am 18. Oktober 2009
Das Buch ist in einem super Zustand bei mir angekommen und hat sich zur Vorbereitung auf meinen Pädagogikunterricht in der Oberstufe gut bezahlt gemacht.
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