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am 26. Januar 2013
Ich will nicht abstreiten, dass Anne Butterfield schreiben kann. Ob es nun ihre eigene Schreibe ist oder Übersetzung und Lektorat den größeren Beitrag geleistet haben, bleibt dahin gestellt. Aber ich hätte mir mehr Neues gewünscht.

Anne hängt sich an ihre Wanderung mit Hake Kerkeling. Als sie sich im Jahre 2010 zum zweiten Mal aufmacht, den Jakobsweg zu beschreiten, versucht sie - wie sie schreibt - das alte Gefühl wiederzufinden, die alten Einsichten. Warum ist es ihr nicht gelungen, ihre Erkenntnisse in ihr alltägliches Leben zu integrieren? Sie macht sich also mit dem Fahrrad auf, voller Ehrgeiz, mit einer vollen Agenda, viel Gepäck und viel Erwartungen auf den Schultern bzw. in den Packtaschen.

Die Erkenntnisse auf dieser zweiten Wanderung, die sie uns vermitteln will, bleiben aber diffus. Zunächst einmal die Erkenntnis, dass der Camino zu Fuß zu beschreiten ist, statt mit dem Fahrrad. Aber warum denn nun? Weil sie mit dem Fahrrad oft alleine unterwegs war? Oder weil die Radwege nicht so schön waren (weil nicht vorhanden und daher an der Landstraße entlang zu fahren) wie die Wanderwege? Dann die Fragen, die sie mit sich herum schleppt: Was ist der Sinn des Jakobsweges? Hm. Ist das für Anne nur der Anknüpfungspunkt, um Kontakt herzustellen zu anderen Pilgern? Sie fragt Priester am Rande des Camino, Herbergsmütter, andere Pilger ... und ich versuche mich zu erinnern, ob Annes Erkenntnis bei mir hängen geblieben ist. Irgendwie nicht.

Den Rahmen bildet die Fußball-WM 2010, die bekanntlich Spanien gewonnen hat. Anne schaut sich mehrere Spiele an, bewertet diese und lässt die Niederlage Englands gegen Deutschland nochmal vorbeiziehen. WM gab's 2001 mit Hape nicht.

Ihre Erinnerungen an den gemeinsamen Weg mit Hape Kerkeling nehmen einen nicht geringen Teil der Erzählung ein. Oder anders: Sie knüpft daran an, und die Lektüre von "Ich bin dann mal weg" wird fast schon vorausgesetzt, um einige Dinge zu verstehen. Ob aber der nicht-deutsche Leser die Anspielungen und Erinnerungen versteht? Ich glaube nicht.

Überhaupt scheint Annes Verhältnis zu ihrer damaligen Begegnung zwiespältig zu sein: Einerseits ist sie genervt darüber, dass andere Leute sie heimlich fotografieren, weil man sie erkannt hat, andererseits macht sie anderen Leuten gegenüber solche Anspielungen, dass man sie erkennen muss. Schließlich gibt sie sogar Autogramme und lässt sich als "Promi" mit anderen Pilgern fotografieren.

Ich hätte es für eine schöne Erkenntnis gehalten, wenn Anne als Anne gelaufen wäre und sich selber auch so erkannt hätte, nicht als diejenige, die damals mit Hape gelaufen ist. Ich hätte mir gewünscht, dass Annes Erzählungen mehr aus ihrem Leben heraus gekommen wären. Abgesehen vom Weg 2001 und dass sie eine Schwester hat, weiß ich immer noch nicht viel von ihr. Ist ja grundsätzlich ok, wenn sie stattdessen was Schönes zu erzählen hätte. Ich will ihr ja einen gewissen Humor - auch beim Schreiben - ja gar nicht absprechen, aber was ist der Sinn? Keine Reisebeschreibung, kein Road-Movie-Buch, keine "Wanderung durch die Mark Brandenburg" mit schönen Landschaftsbeschreibungen, kein Hotel- oder Herbergenführer.

Auch die spirituelle Frage konnte Anne mir nicht näher bringen. Einerseits erinnert sie sich an Kindertage in der christlichen Sonntagsschule, betrachtet Marien- und Jesus-Statuen und nimmt an diversen Gottesdiensten teil, andererseits reagiert sie auf katholisches Brimborium mitunter allergisch, als wenn dann die Wissenschaftlerin heraus kommen würde.

Insgesamt bedauere ich, dass ich in dem Buch keinen roten Faden, keine Entwicklung beobachten kann. Natürlich wusste Anne, dass sie sich an dem Buch von Hape Kerkeling messen lassen müsste, aber dass sie es so gar nicht schafft, ihre Erleuchtung (???) darzustellen. Es ist eher ein Wandertagebuch mit guten und schlechten Tagen, aber sie kommt dem Endpunkt nicht näher. Mir fehlt der Spannungsbogen. Und das Ende ist dann so plötzlich, weil ich dachte, auf den letzten 20 Seiten gäbe es ein erhellendes Fazit, doch als nur noch Übersetzungen, Quellenangaben und die Danksagung kamen (und einige Literaturtipps des Verlages), war ich doch enttäuscht.

Naja, ich bedauere dieses Buch nicht. Aber wer die Fortsetzung von Hape erwartet, liegt hier insofern falsch, weil dies nur der Anknüpfungen wegen bei dem einen oder anderen funktioniert, nicht aber hinsichtlich des Erkenntnisgewinns oder der zusätzlichen Weisheit dient.
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am 19. Mai 2013
Nach meiner Bewunderung für Hape Kerkeling und sein "Ich bin dann mal weg" war ich neugierig .... und bin am Ende fassungslos. Ich weiß absolut nicht, was das Buch soll. Wen interessiert schon wieviel Leute auf dem Jakobsweg die Wegbegleiterin von Hape Kerkeling erkennen, wie oft er ihr auf ihrem Weg gesmst hat usw. Die langatmigen Berichte von Fußballübertragungen im TV mögen fürs eigene Tagebuch ganz witzig sein, aber mich (als Fußballfan) haben sie gelangweilt. Ich habe mich trotzdem bis zum Ende durchgequält, weil ich immer hoffte, dass da doch noch die eine oder andere Erkenntnis kommt. Vergebens. Dieses Buch hat die Welt nun wirklich überhaupt nicht gebraucht. Hätte ich vor dem Kauf die Rezensionen gelesen, dann hätte ich mir das ersparen können.
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am 11. November 2012
Das Hape-Buch hatte ich zum Erscheinungsdatum bestellt und bin nach wie vor überzeugter Hape-Anhänger, dessen Buch witzig nicht nur den Camino, sondern auch seine Selbsterforschung beschreibt. So war ich gespannt auf dieses Buch hier.

Also, ich möchte vorausschicken, ich bin sehr gut im im "fremdschämen" - und das habe ich hier sehr ausgiebig getan. Wie sie kramphaft versucht, auf den Hape-Erfolg aufzuspringen, ist mehr als peinlich. Dass der Einband sehr ähnlich gestaltet ist und auch der Titel davon abgeleitet ist, will ich noch beim Verlag sehen, für den das natürlich eine sichere Vermarktungsstrategie war.

Nein, ich beziehe mich vielmehr auf viele Szenen, bei denen die Autorin krampfhaft versucht, die Menschen die sie trifft, darauf zu HEBEN, dass sie ja vermeintlich berühmt sei. So zB als sie in einer Bar aus dem Augenwinkel ein Blitzlicht wahrnimmt. "Hatten sie mich etwa eben fotografiert? Fragen konnte ich sie wohl kaum, ohne eingebildet und aggressiv zu wirken." und dann bezieht sie sich auf eine allgemeine Aufmunterungs-SMS von HK und sinniert dazu: "Ich hatte keine Ahung was er damit meinte [...]. Hatte er geahnt, dass ich ganz gewöhnlicher Mensch plötzlich im Rampenlicht stehen und darunter leiden würde?" Grade das tut sie eben nicht - im Rampenlicht stehen - und das scheint ihr wesentliches Problem zu sein, außer dass sie nicht mit sich alleine sein kann. Darum versucht sie immer wieder völlig verkrampft, jeden darauf hinzuweisen, WER sie denn ist. Als sie in Rabanal mti jemandem in einer Bar sitzt und der sinniert, dort könne es gewesen sein, wo HK seiner Begleiterin sagt, dass er in Deutschland eine Berühmtheit ist. Auf die Überlegungen ihres Gesprächspartners antwortet sie dauernd, 'ja, es war hier! - je genau hier - ich weiss es - ich bin nicht sicher, ich weiss es'. Um schließlich zu sagen "ich bin Anne". Und dann auch noch, 'wie großzügig es von ihrem Gegenüber sei, darüber hinwegzugehen, ohne es ihr übelzunehmen'. Ich hätte schreien können, "er ist nicht großzügig - es ist ihm einfach scheißegal!"

Vielleicht hätte es der Autorin geholfen, sich mal ehrlich mit ihrem offenbar mangelnden Selbstwertgefühl auseinanderzusetzen. Auch dafür ist es bezeichnend, dass sie so gar nicht mit sich alleine sein kann.

Ich glaube, ich habe das Buch fertig gelesen mit der gleichen angewiderten Faszination, mit der man jemanden mit einem nervösen Tick immer wieder anstarren muss. Gut, dass ich es wenigstens nicht gekauft, sondern nur ausgeliehen hatte.
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am 24. November 2014
Puuuh, was soll ich zu diesem Buch schreiben?
Ich habe ganz schön lange gebraucht, um es mir zuzulegen, obwohl ich durch das Buch von H. Kerkeling (das ich nach wie vor SUPER finde!!) darauf neugierig gemacht worden bin. Und da ich eh ein Fan von Reiseberichten bin, habe ich es mir letztendlich vor ein paar Monaten gekauft.

Das Buch an sich ist toll aufgebaut, mit einer Karte ganz am Anfang und einem Vokabular-Teil am Ende (Spanisch, Französisch, Italienisch und Latein), um die gängigsten Ausdrücke rund ums Pilgern parat zu haben. Es wird deshalb auch als offizieller Reiseführer gehandelt, glaube ich mich zu erinnern...

Zum Inhalt: Anne Butterfield, die Pilgerbekanntschaft von H. Kerkeling und dadurch eine enge Freundin von ihm, macht sich erneut auf den Weg nach Santiago de Compostela, allerdings dieses Mal mit dem Rad, weil, so ihre Überlegung, sie den Weg auf diese Weise hin und zurück radeln kann, und dadurch auch gleich noch ein bisschen mehr Zeit hat, mit den Wanderern auf dem Weg ins Gespräch zu kommen. Das gelingt aber nicht, weil die Wege nach Santiago für Radfahrer ganz andere sind, und Anne letztendlich diesen Plan aufgibt und zu Fuß wandert.

Leider muss ich zugeben, dass mich Anne mit jeder Seite mehr genervt hat. Sie ist eine ewig mäkelnde, kritische Person, die ständig rumzweifelt und griesgrämig einherstapft. Das ist an sich ja nicht total verkehrt, aber sie übertreibt es einfach. Ausserdem kam sie mir durchweg überheblich und etwas zu sehr von sich überzeugt vor, was mich irgendwann so genervt hat, dass ich mir die Seiten aufgeschrieben habe, auf denen sie (auf mich) so wirkt. Alles aufzuzählen wäre etwas zu viel, aber ein paar gehen schon:

- sie fragt sich, wie Hans OHNE SIE einen steilen Hang hinaufgekommen ist, wo doch weit und breit keine Bushaltestelle oder Bahnlinie zu sehen ist (S. 162 und S. 295)

- sie trifft auf Hape, der Kaffee trinkt und somit "in seinem Element ist" (klar, Anne war natürlich die einzige, die gepilgert hat) und will ihn subtil darauf hinweisen, dass er ihr zwei zusätzliche Kilo im Rucksack aufgehalst hat, weil er ihr seine Isomatte geschenkt hat (S. 228) - genommen hat sie sie aber schon, war ja geschenkt...

- auf S. 262 stellt Anne im Rückblick Hape einige persönliche Fragen, die sie am Ende, als es um den Oskar geht, ganz schön unverschämt kommentiert und sich ebenfalls ganz schön überheblich ihre Gedanken dazu macht ("Träum weiter, Junge)

- sie unterstellt Hans, dass ihm der Glaube fehlt (S. 288), dabei ist sie diejenige, die überhaupt nicht glauben kann. Im Gegenteil, als sie Gott bittet, ihren Opa (oder wars der Onkel?) nicht sterben zu lassen, er dann aber doch stirbt, ist für sie Religion und der Glaube gestorben. Sie hat nicht bedacht, dass Gott kein Flaschengeist ist...

- ihre "Menschenfeindlichkeit" kommt durch, als sie die ganzen Quereinsteiger sieht, die erst auf der Hälfte der Strecke den Camino beginnen zu pilgern, weil sie sich um ihre "Leistung" betrogen fühlt (S. 309 u. S. 315 u. S. 325) Hallo?? Geht's noch?

- und so ganz allgemein: ihre andauernde Lobeshymnen auf den Fußball und ihre Beschreibungen der Spiele, während des Caminos. Das fand ich nicht nur überflüssig - ja, es gibt Leute, denen es herzlich egal ist, wenn irgendwelche Typen in kurzen Hosen Ball spielen - sondern regelrecht lästig. Sowas hat in einem "Pilgerführer" nichts verloren.

Nun ja, vielleicht bin ich da ein bisschen zu mäkelig mit dem Buch, denn im Großen und Ganzen ist es ein sehr unterhaltsames und flüssig zu lesen. Aber wenn ich nochmal vom Camino lesen möchte, dann lese ich Hape Kerkelings Buch noch einmal.
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am 8. Februar 2016
Ich habe das Buch gesehen und direkt gedacht: "Das brauche ich!" Als es ankam, konnte ich es nicht abwarten, es zu lesen. Und es laß sich wirklich gut. Man war sofort mit dabei und ich war zunächst begeistert. Dies änderte sich im laufe der Zeit, da Annes aktueller Jakobsweg in den Hintergrund rückte und sie mehr ihre gemeinsame Pilgerreise mit Hape Kerkeling beschrieb. Schade... Dadurch wirkte das Ganze wie eine reine Nacherzählung. Wer "Ich bin dann mal weg" gelesen hat, für den is dieses Buch nicht sonderlich spannend.
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am 1. Februar 2016
Das Buch "Ich bin da noch mal hin: Mit Gott und Hape auf dem Jakobsweg" habe ich mit Interesse gelesen. Nach der Lektüre des Buches von Hape Kerkeling interessierte mich die Beschreibung des Jakobsweges aus einer anderen Perspektive. Was Hape Kerkeling erzählt und die etwas andere Sichtweise durch Anne Butterfield ist schon ganz interessant zu lesen. Deutlich wird, dass jeder Mensch seinen eigenen ganz persönlichen Weg geht. Jeder Mensch deutet die Welt um ihn herum im Lichte seiner ganz eigenen persönlichen Erfahrungen.

Es ist wohl so, das man als Leser immer gern biographische Bücher von Autoren liest, die einem auch sympathisch sind. Wenigstens ein wenig. Nun muss ich leider sagen, dass mir Anne Butterfield während meiner Lektüre immer unsympathischer wurde. Die Sache mit der sehr schlecht geplanten und durchgeführten Fahrradtour würde ich mal als Fehler verbuchen, der eben auch erfahrenen Pilgern passieren kann. Was mir aber die Protagonistin reichlich unsympathisch macht, ist die Tatsache, dass allzu offensichtlich Annes Interesse an dem Menschen Hape erst erwachte, als ihr bewußt wurde, dass Hape Kerkeling in Deutschland und über Deutschland hinaus ein sehr prominenter Mensch ist. Und das Interesse Anne Butterfields am Schreiben eines eigenen Buches erwachte allzu durchsichtig, als sie die Verkaufszahlen des Kerkeling-Buches sah. Werde reich und berühmt, schreibe deinen eigenen Bestseller. Begebe dich nochmal auf den Jakobsweg, gebe spirituelles Interesse vor und wandle auf Hapes Spuren, um darüber zu schreiben. Lasse hier und da etwas Inseiderwissen über Hape einfließen. Seine Fans werden es begierig lesen wollen. Deine Kasse wird Sturm klingeln, dank Hape. Nun ja.

Was mich dann aber richtig geärgert hat, ist Butterfields Geschichte von der versuchten Vergewaltigung. Da wird die kleine zierliche Person Anne in einer Herberge in Calzadilla de la Cueza von einem älteren Mann (den Anne für einen Dorfbewohner hält) auf das Bett gestoßen und sexuell bedrängt. Nur mit Mühe und heftiger Gegenwehr kann Anne den Kerl in die Flucht schlagen. Und was macht Anne? Sie ruft nicht um Hilfe, sie holt keine Hilfe anderer Pilger, sie wendet sich nicht an die Aufseher der Pilgerherberge, sie ruft keine Polizei. Wieso nicht??? Soll der Kerl ungeschoren davon kommen? Wie oft hat er es schon versucht und wie oft war er erfolgreich? Wie oft wird er es noch versuchen? Warum wird so etwas nicht angezeigt??? Es ist egal, ob die Anzeige bei der Polizei vielleicht keinen Erfolg hat, weil es keine Zeugen des Vorfalls gibt. Aber dann wäre die Sache wenigstens aktenkundig. Und der Vergewaltiger begreift, dass er mächtig Ärger bekommt, wenn er weitermacht.

Und dass dieser Kerl offenbar weitermacht, das wird in Annes Buch klar. 9 Jahre später treibt sich der gleiche Kerl immer noch in der Nähe der Herberge herum. Und wird von Anne sofort erkannt. Und wieder unternimmt Anne nichts. Sie könnte den damaligen Vergewaltigungsversuch immer noch bei der Polizei anzeigen. Sie spricht doch sehr gut spanisch und könnte sich gut verständlich machen. Macht sie aber nicht. Soll der Kerl sich doch das nächste Opfer suchen. Ich muss sagen, dass ich das besonders von einer so gebildeten und intelligenten Frau wie Anne nicht nachvollziehen kann.

Immerhin hatte der Vergewaltigungsversuch vor 9 Jahren Anne Butterfield so verstört, dass Hape Kerkeling in seinem Buch anschaulich beschreibt, wie verdrossen und mißtrauisch sie fortab ihm als männlichem Wesen begegnete. Sie entspannte sich erst, als Hape ihr offenbarte, dass er aus privaten Gründen nicht an einer sexuellen Bekanntschaft mit ihr interessiert sei. Da wurde er als Pilgerfreund akzeptiert.

Fazit: Bei mir bleibt von der Lektüre ein ungutes Gefühl zurück. Zu offenslichtlich wurde dieses Buch geschrieben und veröffentlicht, um Kasse zu machen, um sich an den Erfolg von Hape Kerkelings Buch "Ich bin dann mal weg" anzuhängen. Zu sehr ist mir auf die Nerven gegangen, wie oft Butterfield damit angibt, wie oft andere Pilger sie als Hapes Pilgerfreundin erkennen, sie bewundern und Fotos mit ihr machen wollen. Für mich hat das einen peinlichen Beigeschmack. Tja und dann die Sache mit der versuchten Vergewaltigung. Ich mag nicht glauben, dass die Sache von Butterfield nur erfunden wurde, um sich wichtig und ihr Buch spannender zu machen. So komme ich zu dem Schluss, dass ich dieses Buch aus den vorgenannten Gründen für nicht lesenswert halte.
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am 12. April 2016
habe im vorraus das buch von hape kerkeling gelesen und man findet auch schöne zusammenhänge. finde dieses buch hier nicht ganz so locker zu lesen aber auf ihre art dennoch interessant und für einen erfahrungsbericht empfehlenswert.
alles in allem lesenswert!
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am 19. Juni 2012
...scheint Anne fremd geblieben zu sein. Zwar fragt sie fast jeden danach, doch eine eigne Antwort findet sie nicht. Oder sie findet eine und handelt nicht danach. Sie erkennt, dass Nächstenliebe wichtig ist, doch dann rennt sie los, um ja noch ein Bett zu ergattern bevor es jemand anderes kriegt. Sie urteilt über andere z.B. über die Frühaufsteher, anstatt sich selbst zu fragen wieso ihr 2. Camino nicht so toll ist, wie der erste. Sicher, Hape Kerkeling wäre ein Begleiter, den sich viele von uns wünschen würden, aber allein an seiner Abwesenheit liegt es wohl nicht, dass sich der Sinn des Weges ihr verschließt. Sie blickt die ganze Zeit zurück, was für den Leser und Hape-Fan vielleicht toll, jedoch für sie selbst nur hinderlich scheint. Sie denkt die ganze Zeit an die Fußball-WM und ist so geistig gar nicht anwesend, nicht bereit und offen für den Camino, zu sehr im Weltlichen geblieben. Sie beschreibt anschaulich und über lange Passagen Kirchen und Sehenswürdigkeiten ohne wirklich gläubig zu sein, doch kritisiert zugleich den Kulturtourismus. Das sind Dinge, die meiner Ansicht nach nicht zusammen passen. Lesen ließ sich das Buch jedoch ganz gut. Sie kann gut erzählen und beschreibt die Umgebung anschaulich.
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am 20. Dezember 2012
Dieses Buch ist überflüssig wie ein Kropf. Während die erste Hälfte noch einigermaßen nützlich ist, weil man daraus erfährt, dass der Jacobsweg mit dem Fahrrad längst nicht so einfach ist, wie man es sich vorstellt, wird es spätestens mit der zweiten Hälfte ziemlich unerträglich. Wir bekommen immer mehr Beschreibungen der WM-Spiele (offenbar der wichtigste Punkt dieses Pilgerwegs)und immer mehr Schilderungen der Art "Bist du nicht die Anne, die mit Hape Kerkeling ..." usw. Peinlich.
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am 12. März 2015
Wenn Anne nicht schon aus Hapes Buch bekannt gewesen waere, waere dieses Buch wohl nie erschienen. Und das waere auch besser gewesen.
Aber das ist wohl auch der Grund warum das Buch einer Englaendering in Deutsch erschien. Belangloses geplappere, ohne jede Tiefe, mit klaeglichen Versuchen witzig zu sein. Meistens fuehlt es sich an, als ob sie muehsam die Seiten mit Nichtigkeiten fuellt. Zum Beispiel, wenn sie 5 Seiten mit einer eher flachen Predigt, Wort fuer Wort, fuellt. Oder seitenlang, wieder Word fuer Word, wie sie einer anderen Pilgerin die Entstehung des Christentums erklaert. Ich habe mich durch dieses Buch gequaelt und wuerde ihm einen Minus-stern geben, wenn das ginge.
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