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Kundenrezensionen

4,8 von 5 Sternen
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4,8 von 5 Sternen


HALL OF FAMEam 16. April 2012
Radikalität ist gefragt - hier springt sie einem schon im Buchtitel entgegen. Energieexperte Hermann Scheer ruft zu nichts weniger als einer Energierevolution auf, die die Welt so gravierend verändern soll wie einst die Industrialisierung. Wenn man seiner Argumentation folgt, ist die Energiewende nicht bloß ein moralischer Imperativ, sondern eine natürliche Notwendigkeit. Warum bislang dennoch recht wenig passiert, weiß Scheer ebenfalls: Die Energiewende kennt auch Verlierer, und die wehren sich dagegen, solange sie können. In der Tat, die etablierten Energieversorger müssten - wenn man Scheers Maßnahmen für eine sofortige und komplette Umstellung auf erneuerbare Energie umsetzt - entweder umdenken, schrumpfen oder eingehen. Scheer meint es ernst, nicht nur provokativ: Seine Recherchen sind sorgfältig, und aus den Schilderungen der politischen Rahmenbedingungen spricht langjährige Erfahrung. Als Privatmensch möchte man nach der Lektüre gleich ein eigenes Solardach oder eine Mini-Windkraftanlage installieren. getAbstract empfiehlt das Buch Politikern, Entscheidern in der Energiewirtschaft, Umwelttechnikexperten und allen Bürgern, die bei der Energierevolution an vorderster Front dabei sein wollen.
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am 7. Oktober 2010
Hermann Scheer, Träger des Alternativen Nobelpreises, ist als Wissenschaftler und Präsident von EUROSOLAR genauso wie als langjähriges Mitglied des Deutschen Bundestages über die Grenzen Deutschlands bekannt für sein Engagement für erneuerbare Energien. Sein nun hier vorliegendes Buch erscheint zu einem denkbar günstigen Zeitpunkt mitten in der Debatte um das Energiekonzept der schwarz-gelben Bundesregierung mit der Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke und einer schwerwiegenden Behinderung des weiteren Ausbaues erneuerbarer Energien.

Beide Seiten des Debattenspektrums reklamieren die wirtschaftliche und ökologische Vernunft auf ihre Seite. Alle behaupten sie, ihre Politik diene der Rettung des bedrohten Weltklimas. Die Materie ist ungeheuer komplex und für einen Laien schon fast nicht mehr nachvollziehbar.

Wer sich dennoch die Mühe machen will, sich auf zugegebenermaßen sehr hohem Niveau, über die Position der Vertreter einer schnellen Energiewende zu informieren, die einen völligen und sofortigen Verzicht auf sogenannten atomare und fossile "Brückenenergie" für möglich hält und das auch ethisch, politisch und wirtschaftlich vorrechnet, der greife zu diesem Buch.

Es ist es wert, in der aktuellen Debatte wahrgenommen und diskutiert zu werden.

Am 14.10.2010, kurz nach der Veröffentlichung dieses Buchs ist Hermann Scheer überraschend gestorben. Die Stimme dieses "ungeduldigen Visionärs" ( Klaus Töpfer in seinem Nachruf in der ZEIT wird fehlen.
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Mit diesem Buch hat sich Hermann Scheer von uns - leider viel zu früh - verabschiedet. Es ist sein handfestes Testament für eine menschlich-begrenzte Zukunft auf dem Planeten Erde anhand nüchterner Argumente. Der Autor schreibt sich unserem Gedächtnis ein als universal-politischer Mensch deutscher Herkunft, auf den wir auch ein wenig stolz sein dürfen. Freilich: Dieses Buch ist keine neue Bibel mit göttlichen Offenbarungen, sondern ein bescheiden bohrender Beitrag zu Erhaltung der für uns Menschen nötigen ENERGIE, physikalisch,biologisch, ökologisch, ökonomisch, politisch, philosophisch-ethisch und psychologisch-psychoanalytisch und nicht zuletzt für den all-täglichen Mut zur Tat, den Schritt in die Zukunft, verbunden mit den Lehren der Trauer aus schmerzenden Erkenntnissen unseres häufigen Scheiterns in der Vergangenheit....Damals die Sirenengesänge vom "Turm zu Babel", heute die betäubende Propaganda von "Atomenergie für Krieg und Frieden"... und von verführerischen "Grossprojekten" zu Lande, zu Wasser, unter der Erde und in der Luft im modernen Utopia! Der Autor spricht in seiner ernüchternden Besorgnis einerseits persönlich zugunsten aller Kinder und Kindeskinder für ein warmes Zimmer im Winter und eine warme Mahlzeit jeden Tag, anderereits analytisch global-politisch für ein gesellschaftliches Leben, das entschieden mehr als bisher an der Verminderung der buchstäblich vor Hunger und Durst schreienden Ungerechtigkeiten unserer Gegenwart arbeitet. Das Buch ist keine Bibel, aber es verlangt wie jenes alte und neue Testament die Mühe des kritisch-aufgeschlossenen Lesens, des desillusionierenden Nachdenkens um willen erfolgreichen Handelns: Tua res agitur - jedermann und -frau sei tätig auf seine und ihre Weise und möglichst politisch-gemeinschaftlich aktiv zur Sicherung der uns Menschen not-wendigen ENERGIE für Humanität, Kultur, Vernunft und nicht zuletzt - möchte ich sagen - für wahrhaftige und wohlwollende zwischenmenschliche Beziehungen trotz aller vermeidbaren und unvermeidbaren Grenzen, Verwirrungen und Konflikte - "trotz Hölle, Tod und Teufel" sagte man früher: Variationen desselben Themas, die uns Menschen bis auf weiteres leider nicht erfreuen. Gleichwohl hat die Lektüre von Hermann Scheers "energetischem Imperativ" bei mir eine nachhaltig-bewegende Freude aufkommen lassen. Davon wünsche ich mir mehr bei unseren massgebenden Politikern und Politikerinnen aller Richtungen, denen ich dieses Werk daher ausdrücklich auch ans Herz legen möchte, damit spezifisch sie - wie wir alle im Bann der "Beschleunigung"(Hartmut Rosa 2005) gefangen - etwas mehr vor ihrer Berufskrankheit des "rasenden Stillstandes" Schutz suchen und finden.
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am 23. Dezember 2010
"Vermächtnis" ist ein großes, pathetisch klingendes Wort. Ich würde mich deshalb scheuen, ein Buch so zu nennen, außer bei diesem einen, dem "Energetischen Imperativ". In meinen Augen ist es tatsächlich Herrmann Scheers Vermächtnis an die Nachwelt.
Als Laie habe ich schon einige Bücher zum Energiethema gelesen, trotzdem hat dieses mir nochmals den Blick weit geöffnet. Die mögliche schnelle Energiewandel wird dabei umfassend betrachtet, was bei diesem komplexen Thema besonders angemessen ist. Eine Beschränkung auf die technische oder betriebswirtschaftliche Seite erneuerbarer Energien würde - wie es leider bei vielen Expertisen der Fall ist - den Gesamtkomplex unzureichend und deshalb verzerrt darstellen. Scheer dagegen bezieht vor allem gesellschaftliche, psychologische und strukturell-politische Aspekte ein, und zwar auf eine Weise, die man sowohl nüchtern und faktenreich als auch beinah weise nennen könnte. Seine Analyse vergangener Entwicklungen und des Ist-Zustandes sind glasklar und unbestechlich, und mit seinen kraftvollen Visionen verliert er niemals den Boden unter den Füßen.
Von der ersten bis zur letzten Seite ist dieses Buch also überzeugend, äußerst inspirierend und ermutigend. Trotz seines hohen Niveaus ist es auch für Laien gut verständlich. Ich jedenfalls habe es in recht kurzer Zeit durchgelesen.
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am 10. Juli 2011
Erneuerbare Energien ermöglichen ein neues Denken: dezentrale Energiegewinnung für dezentralen Energiekonsum.
Der Zuwachs der erneuerbaren Energie wurde regelmäßig unterschätzt. Inzwischen gibt es 100%-Szenarien und 100%-Initiativen, doch noch immer sprechen die Träger der überkommenen Energiesysteme davon, der schnelle Energiewechsel sei nicht realisierbar oder zu riskant.
SPD-Mitglied Scheer und nur noch der Grüne Hans-Josef Fell haben im Deutschen Bundestag gegen das Emissionshandelsgesetz, dem Kauf von Treibhausgasverschmutzungsrechten, gestimmt. Für Scheer ein Weg in die Sackgasse.
Das deutsche Erneuerbare-Energien-Gesetz hingegen ist ein Beispiel für einen revolutionären Alleingang, der bereits viele Nachahmer gefunden hat und wohl mehr Klimaschutzmaßnahmen angestoßen hat als das gesamte Kyoto-Protokoll.
Atom- und Kohlekraftwerke sind nach Scheer ungeeignete Brücken zu erneuerbaren Energien - sie sind Konkurrenz und somit Verdränger.
Scheer streift die Gefahren durch Atomkraftwerke und diskutiert ausführlich die Möglichkeit der Separierung und Lagerung des CO² der Kohle bei ihrer Verfeuerung.
Beim Vergleich der Kosten der alten Energien mit den erneuerbaren werden die sozialen Kosten oft nicht berücksichtigt, sie drücken nicht die "ökologische Wahrheit" aus.
Wenn man die Großprojekte Desertec (solarthermische Kraftwerke in der Sahara) und Seatec (Offshore-Windparks in der Nordsee) mit den realisierten Investitionen für die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien in Deutschland vergleicht, so sieht man, bei wem das Einführungstempo liegt.
Bei der Aufzählung von technischen Innovationen zu Batterien und Speichern von Strom sprudeln die Erfindungen nur so aus Scheer heraus.
Mit Solarstrom, der auf Gebäuden und frei stehenden Überdachungen erzeugt wird und Windstrom, der an Autobahnen und Schienenstrecken produziert wird, können die Akkus von Elektroautos und Lokomotiven gespeist werden.
Der Gegensatz von Ökologie und Ökonomie hebt sich auf: es gibt eine unökologische und damit verderbliche Ökonomie oder eine ökologische und damit natur- und gesellschaftsgerechte Ökonomie. Beispielsweise hat der Verbrennungsmotor des Autos keine Zukunft, im Gegensatz zum Elektromobil. Elektrofahrzeuge gehören folglich politisch forciert. Eine Fülle von weiteren Beispielen gibt Scheer für Baustoffwirtschaft, Chemieindustrie, Landwirtschaft, Schifffahrt, Flugverkehr, Kohlewirtschaft.

Scheer beschwört den "Geist von Rio", der Weltkonferenz über Umwelt und Entwicklung von 1992 mit der "Agenda 21", der nachhaltigen Entwicklung mit der Maxime "global denken, lokal handeln". Das Scheitern von Kopenhagen mahnt uns, die Weltklimakonferenz in eine Weltkonferenz für nachhaltige Energieversorgung und Klimaschutz zu überführen, etwa in Form einer jährlichen Sondergeneralversammlung der UN.
Statt der "Zwei-Grad-Leitplanke" als gerade noch tolerierbare Erderwärmung mit 450 ppm CO² in der Atmosphäre fordert Scheer den klimastabilen Wert von 350 ppm, erreichbar durch Rückholung von CO² durch Wiederaufforstungen und hydrothermische Karbonisierung zur schnellen Humusproduktion.
Ein weiterer Weg wären zinsfreie Kredite nach Art des 100 000-Dächer-Programms für Solarstromanlagen von 1999.
Alle Schwierigkeiten zum Energiewechsel sind leichter zu bewältigen als die Folgen des Weitermachens.
Motive für die Bewegung zu erneuerbaren Energien sind globaler Klimaschutz, unmittelbare Lebensqualität, technologische Innovation, neue ökonomische Perspektive, Selbstbestimmung und Demokratisierung der Lebensverhältnisse.

Auf der politischen Ebene entscheidet sich, ob der Energiewechsel beschleunigt wird. Der energethische Imperativ bedeutet: ultimative Beschleunigung!
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TOP 500 REZENSENTam 3. August 2014
Schade, dass Hermann Scheer damals mit hohem Aufwand und harten Bandagen als hessischer Energie-Gorbatschow verhindert wurde. Für einen Sozialdemokraten ungewöhnlich weitsichtig, wäre er 2008 fast Andrea Ypsilantis Superminister in Hessen geworden - und sie hielt auch gegen massiven innerparteilichen Druck an ihm fest. Also wurde auch sie mit bekanntem Ausgang abgeschossen.
Von der Abrüstungspolitik kam Dr. Scheer und trieb dann vor allem eine Energiewende politisch, gesellschaftlich und institutionell voran. Für ihn bedeutete das den Wechsel weg vom Vergeuden des fossilen Sparbuchs und hin zum Leben vom immensen täglichen Sonnen-Energieplus - direkt oder indirekt. Hierin und mit dem Titel folgt er offen dem entsprechenden "energetischen Imperativ" des Nobelpreisträgers Wilhelm Ostwald: „Vergeude keine Energie - verwerte sie!“. Scheer starb 2010, das Buch aus dem selben Jahr ist also auch ungeplant sein Vermächtnis.

"100% jetzt" kämpft gegen einen bequemen 'Konsens' oder 'Win-Win für alle', denn die großen konventionellen Energieproduzenten werden die Verlierer des nötigen Wandels sein. Je schneller dieser Wandel komme, desto besser, so Scheer. Er will hier ein Handbuch geben, wie ein Wandel durchzubekommen ist, gesellschaftlich, technisch und politisch. 100% erneuerbare Energie hält Scheer mit dem entsprechenden politischen Willen für deutlich rascher machbar, als es die Gegen-Lobbyisten mit viel Geld und Desinformation verbreiten.

Wer sollte "100% jetzt" lesen? Eigentlich jeder. Aufregen könnten sich a) quasi religiös noch an die Fusion oder das magische Verschwinden von Radioaktivität Glaubende, b) bezahlte traurige Lobbyisten des herkömmlichen ehrenwerten Stromgiganten-Kartells und c) die vielen Bequemen/Unkreativen, die lieber die Folgen von Kohle und Uran und ihre Begrenztheit auf andere Menschen und Generationen abwälzen möchten.
Das heißt nicht, Scheers Buch mit einer Bibel zu verwechseln. Lesen Sie auch ihn kritisch. Vielleicht ist dieses Buch Ihnen ja ein Anstupser, beim gesellschaftlichen Druck mitzumachen.

Vier bis fünf Sterne.
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am 8. Januar 2011
Eine sehr gute Zusammenstellung der Hinderungsgründe, warum erneuerbare Energien von den großen fossilen Energiekonzernen und ihren politischen Handlangern ausgebremst werden.
Außerdem wagt Scheer einen Blick in die Zukunft und beschreibt mit großem Tiefgang, was geändert werden muss, damit es zu einer bezahlbaren Vollversorgung mit erneuerbaren Energien kommt.

Prädikat: Lesenswert
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am 10. Februar 2011
Nichts weniger als den sicheren Weg zum Fortbestehen der Natur und zu einem besseren und freieren Leben für alle Menschen zeigt Hermann Scheer in seinem Buch mit dem etwas unglücklichen Titel `Der energethische Imperativ': Der konsequente, schnelle Ausbau und die weltweite Verbreitung der einfachen - und damit billigen - Techniken zur Gewinnung von erneuerbarer Energie bedeutet nicht nur ein Ende der Umweltzerstörung sondern auch den Gewinn einer - in wenigen Jahren - unschlagbar billigen, unerschöpflichen und für jedermann zugänglichen Energiequelle. Zudem macht Scheer deutlich, daß das entschlossene Handeln nationaler Regierungen den Würgegriff international agierender Konzerne lockern kann. Ein Buch, das jedem verantwortungsvollen - und nicht nur bis zum nächsten Wahltermin denkenden Politiker - und jedem noch nicht politikverdrossenen Wähler zu empfehlen ist.
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am 10. März 2011
Ein aufrüttelnder Aufruf, sich für den Wandel zu erneuerbare Energien zu engagieren. Hermans Scheer legt die Motivation der etablierten Energieerzeuger und Ihrer "Vasallen" offen und gibt Handlungsvorschläge für einen Energiewandel. Wer das Buch gelesen hat, fragt sich schon, was Stadtwerke dazu treibt, ausgerechnet die STEAG zu kaufen...
Unbedingt lesen - und umsetzen!
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am 13. März 2011
Hermann Scheer ist nicht nur ein ausgewiesener Fachexperte, sondern ebenso ein Politiker mit Erfahrungen auf nationaler und internationaler Ebene. Für mich war erstaunlich, wie flüssig und stellenweise geradezu spannend sich das Buch mit einer eher trocken anmutenden Thematik liest. Es ist gleichermaßen informationsreich wie ermutigend! Ich kann es nur weiter empfehlen. Insbesondere all denen, die sich für erneuerbare Energien engagieren und keinen falschen Heilspredigern auf den Leim gehen wollen.
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