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Kundenrezensionen

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am 26. März 2007
Da hat man schon so viele philosophische und theologische Bücher gelesen. Und dann fällt einem dieses Kinderbuch in die Hände. Es beantwortet keine Fragen, es belehrt nicht, es ist weder rührselig noch verlogen. Und doch enthält es so viel Wahrheit und ist gleichzeitig nüchtern, tröstlich und vor allem voller Humor und Poesie. Beim Vorlesen muß man abwechselnd lachen und weinen. Eines der schönsten Bücher, die ich kenne, und keineswegs nur für Kinder geeignet. Allein schon die Zeichnungen sind eine Anschaffung wert. Und die Texte sind in ihrer treffenden Kürze und in ihrem hintergründigen Witz einfach genial.
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Ein wenig verstörend ist die Geschichte von Wolf Erlbruch schon, wenn er über ENTE, TOD und TULPE spricht oder er uns vielmehr mittels der Zeichnungen in die Geschichte einführt und uns mitnimmt in eine Erklärung für den Tod, welcher allgegenwärtig ist. Ist das ein Kinderbuch? Ist das ein Buch für Erwachsene? Ich weiß er wirklich nicht, es muss irgend etwas dazwischen sein aber es ist so gut gelungen das es mich am Ende faszinierte und ich lange darüber nachgedacht habe.

Das Buch wirft folgende zentrale Fragen auf:

Ist der Tod immer bei uns und warum?

Was ist der Zweck des Todes und könnte man ihn sogar gerne haben?

Verleitet er oder etwas anderes uns zu risikoreichem Denken und Handeln?

Gehört der Tod einfach zum Leben dazu und könnte er selbst ein wenig traurig darüber sein?

Die Geschichte zeigt uns die kleine Ente, welche dem Tod begegnet und der fortan nicht mehr von ihrer Seite weicht, es könnte ja etwas passieren. Mit der Zeit gewöhnt man sich aneinander und erkennt, dass jeder sein Recht auf Dasein hat. Man erlebt Ungewöhnliches miteinander und kommt sich sogar näher, doch dann passiert auch das Unvermeidliche - der Tod hat schließlich eine Auftrag und ist am Ende sogar ein wenig traurig darüber.

Ein ganz besondere Geschichte, welche das Thema Tod bis dato unerreicht dargestellt hat - ich bin wirklich begeistert!

Sehr empfehlenswert!
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Mit "Ente, Tod und Tulpe" hat Wolf Erlbruch eine Thematik gewählt, die Kindern nicht immer leicht nahe zu bringen ist. Ein erster kleiner Schock oder besser Zurückweichen vor dem dargestellten Tod wird so erst einmal verständlich.

Auch wenn der Tod (eine leicht schmunzelnde Figur mit einem weich gezeichneten Totenkopfschädel)direkt ins Bild gebracht wird, wird er vermutlich nicht direkt Entsetzen, sondern vielmehr Neugierde auslösen.

Was hat es mit dem Tod auf sich? Ist er immer da? Muss man ihn fürchten, lieben oder akzeptieren?

Betroffene vom Tod ist eine Ente, die mit ihm in behutsamen Dialogen ins Gespräch und in Kontakt kommt. Der Tod zeigt ihr, dass er immer in ihrer Nähe ist, für den "Fall". Dieser Fall steht für unterschiedliche Todesursachen und wird in gebührender Weise umschrieben, ohne zu direkt zu wirken oder Angst bei den betrachtenden und lesenden Kindern auszulösen. Die von Wolf Erlbruch verwendeten "Ente-Tod-Dialoge" sind sehr einfühlsam und bringen Kinder mit unterschiedlichen Vorstellungen vom Leben nach dem Tod in Berührung. So wird auf Engel, Wolken und Hölle bezug genommen und neben den Gefühlen beim Anblick des Todes auch auf die Gedanken eingegangen.

Tod und Ente freunden sich in diesem Buch immer mehr an und schließlich - als die Ente gestorben ist - wird der Tod in persona geradezu traurig.

Der Hintergrund des Bildes wird in einem zarten nachtblau verwandelt, um syo die veränderte Seelenlage zu symbolisieren.

Die Geschichte endet aber nicht mit dem Tod der Ente, sondern wird mit einem Ritual beendet, das ein Konglomerat verschiedener "Bestattungsriten" darstellt.

Der Tod legt die tote Ente behutsam auf einen Fluss, platziert eine dunkle Tulpe auf ihrem Körper und gibt "ihr einen vorsichtigen Schubs. Lange schaute er ihr nach." Konsequenterweise lässt Erlbruch das Ende offen, der Fluss schlängelt sich in die Weite und der Tod bleibt "fasst ein wenig betrübt" zurück.

Dieses Buch ist nicht gerade eine Einstiegslektüre für die Beschäftigung mit der Thematik Tod; aber sie kann nach einigen anderen Büchern hilfreich sein, sich mit Jenseitsvorstellungen und der Trauer der Zurückgelassenen zu befassen. Für Kinder unter 10 Jahren daher nur bedingt geeignet.

Man muss das Buch mehrfach lesen, um es an sich heran zu lassen und wird dann behutsam der "verwelkenden Tulpe nachsehen".

Die einzelnen Bilder sind von einer erfrischenden Konsequenz hinsichtlich des sparsamen Einsatzes von "Requisiten" und in den gedämpften Farben eine Wohltat. Ein wunderbares Erlbruch-Buch, das man - wie das Thema - an sich heran lassen sollte - zur passenden Zeit...
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am 14. April 2007
mit verlaub: das buch lebt von den filigranen und liebevollen zeichnungen.

diese sind in nahezu perfekter Symbiose mit dem konzentrierten text.

einfühlsam und universell. ein buch für den menschen. für kinder ein "verstehbuch", wenn es mit dem tod - in welcher form auch immer - konfrontiert sein sollte - für erwachsene ein buch der einfachen kunstvollen schönheit - lesbar und berührend für alle.
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am 30. Mai 2012
Meine Frau ist vor zwei Monaten gestorben. Heute erhielten mein Sohn (12 Jahre alt) und ich das Buch von einem Freund geschenkt. Wir haben es sofort gemeinsam gelesen. Die Reaktion meines Sohnes: "Ist das ein schönes Buch. Das hätte ich gerne selber geschrieben."
Ein besseres Kompliment gibt es für einen Autor nicht.
Aber ich gebe zu: Mein Sohn und ich haben viel über Leben und Tod gesprochen, und das schon seit Jahren, und er ist kein kleines Kind mehr. Vielleicht ängstigt das Buch Achtjährige. Aber wie Kinder reagieren, hängt, denke ich, großteils von den Erwachsenen ab.
Deshalb: Vor dem Weiterschenken selber lesen und abwägen, ob und wem es zuzumuten ist. Grundsätzlich aber ein lohnender Ansatz für viele Gespräche.
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Die Ente hatte so ein Gefühl, als schleiche jemand hinter ihr rum. Der Jemand ist der Tod, eine Figur mit Totenschädel, im karierten Mantel, Schuhen und mit einer Tulpe in der Hand. Das Leben sorgt schon für Dinge, die "Euch Enten so zustoßen" meint der Tod und denkt zum Beispiel an einen Fuchs. Die Ente sinnt nun notgedrungen darüber nach, ob sie nach ihrem Tod zu einem Engel wird; sie denkt auch an die Hölle tief unter der Erde, von der manche Enten erzählen. Die Ente kommt auf die Idee, dass ein leerer Teich zurückbleiben wird, wenn sie tot ist. Schließlich stirbt die Ente, ein sehr kleiner Tod bleibt zurück und wir erfahren, warum der Tod eine Tulpe mitgebracht hat. Während der Tod auf der letzten Seite das Buch verlässt, bewegen sich Fuchs und Hase um seine Füße herum.

Eindringlich spiegelt die Körpersprache der Ente ihre Empfindungen: sie kann schlank wie ein Ast sein, wenn sie sich erschreckt und ihre Brust deutlich herausdrücken, wenn sie dem Tod selbstbewusst entgegentritt. Auch die Körperhaltung des Todes lässt Raum, über seine Empfindungen nachzudenken. Die Behutsamkeit, die der Tod der Ente entgegenbringt, erschließt sich wohl eher erwachsenen Lesern.

Wolf Erlbruch stellt die Begegnung der Ente mit dem Tod sehr poetisch in ausgeschnittenen und auf hellen Grund montierten Kreidezeichnungen dar. Seine einfache Geschichte ist reich an Zwischentönen und spricht Leser aller Altersgruppen ganz individuell an. Ältere Kinder und Erwachsene zeigen sich von diesem Buch nachhaltig berührt. Ob man "Ente Tod und Teufel" für die eigenen Kinder schon im Kindergartenalter für geeignet hält, hängt davon ab, ob man seinen Kindern den Tod als Gestalt vermitteln möchte. Ich habe mich gegen diese Sichtweise entschieden, nachdem ich die Erfahrung gemacht habe, dass Kinder sich mit dem Tod von Angehörigen weniger poetisch als realistisch auseinandersetzen. Sie fragen zunächst danach, wo der Tote nun ist und ob sie oder die Eltern auch bald sterben werden. Wie bei allen Kinderbüchern zum Thema Sterben empfiehlt es sich auch bei Erlbruchs Bilderbuch, sich mit dem Thema zu beschäftigen, ehe die Familie aktuell von einem Todesfall betroffen ist.
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am 22. April 2015
Meine Kleine (4 Jahre) beschäftigt sich schon öfter mit dem Thema Tod, da bei uns leider bereits drei der vier Großelternteile verstorben sind. Das Thema beschäftigt sie doch relativ stark. Deshalb wollte ich ein kindgerechtes Buch, das uns etwas hilft, ihr das Thema vertraut zu machen. Ich habe mir dieses Buch gekauft, weil es mir von einer Freundin empfohlen wurde und die meisten Rezensionen gut sind.
Das Thema Tod ist kein Schönes, das ist klar. Ich möchte meinem Kind den Tod auch nicht totschweigen oder völlig verharmlosen, nur um es nicht zu beunruhigen, aber ich möchte ihr einen halbwegs versöhnlichen Umgang mit dem Tod ermöglichen und klarmachen, dass er zum Leben dazugehört.
Im Buch ist der Tod plötzlich da und bleibt bei der Ente Tag und Nacht, hängt praktisch wie eine Klette an ihr und folgt auf Schritt und Tritt. Die Realität ist sicher so, dass der Tod irgendwie immer präsent ist, weil er immer kommen kann. Das ist für uns Erwachsene schon kein beruhigender Gedanke, wir können aber damit umgehen, weil wir die Wahrscheinlichkeiten kennen. Für Kleine ist es meiner Meinung nach nur sehr erschreckend und beunruhigend, dass der Tod immer bei ihnen ist, weil sie diese Einordnung nicht machen können. Also keine wirkliche Hilfe im Umgang mit dem Tod sondern es schürt nur die Angst, dass es einen immer erwischen kann, selbst als kleines Kind.
Es wird aber noch "besser": Der Tod sagt zur Ente er sei da, falls sie einen Schnupfen bekommt oder sonst etwas passiert. Einen Schnupfen? Sicher auch Realität, dass Enten an Schnupfen sterben können, aber wie kommt das bei einem Kind an? Ich weiß jetzt schon, dass meine beim nächsten Schnupfen fragt, ob sie jetzt sterben muss oder wenn einer von uns den Schnupfen hat, ob wir jetzt sterben. Das können Kinder doch nicht differenzieren.
Die Ente stirbt letztlich so: Sie friert am Abend, geht schlafen und am nächsten Morgen ist sie tot. "Prima", auch sehr beruhigender Gedanke. Dann wird sie vom Tod in einen Fluss gelegt und treibt davon. Keiner weiß wohin. Überhaupt wird die Frage "was passiert mit uns nach dem Tod" nie beantwortet oder irgendwie für die Kinder fassbar gemacht. Natürlich auch Realität, dass keiner weiß, was nach dem Tod kommt, aber kleine Kinder brauchen Symbole, Rituale, Vorstellungen, was sein könnte. Ich will ja nicht, dass erzählt wird, dass wir alle als Engel harfespielend auf einer Wolke sitzen, aber kleine Kinder brauchen doch zumindest etwas bildliches, das ihnen zeigt, dass wir zwar nicht wissen, was kommt, dass wir aber Vorstellungen davon haben und diese Vorstellungen können vielleicht etwas tröstliches vermitteln, die dem Tod den großen Schrecken nehmen.

Alles in allem wirft das Buch nur Fragen auf und beantwortet keine einzige. Es wirft sogar neue Fragen auf und vermittelt, dass der Tod durch seine ständige Anwesenheit sehr schnell und sehr wahrscheinlich kommt. Im Kinderalter sollte man meiner Meinung nach erst einmal lernen, grundsätzlich mit dem Thema Tod umzugehen ohne das Gefühl zu haben, schon jetzt direkt und jederzeit davon betroffen sein zu können. Diese bittere Realität ist dann etwas für ältere Kinder, die das dann auch einordnen können und sicher trotzdem schwer daran zu schlucken haben.

Fazit: Das Buch haben nur ich und mein Mann gelesen und für absolut ungeeignet empfunden und es wird hier keine Verwendung finden. Wir müssen uns wohl nach etwas anderem umschauen.
33 Kommentare| 16 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Fazit I: Ein unglaublich beeindruckendes, wichtiges Bilderbuch für Kinder - für Kinder *only*? Mitnichten!!

~~~~~~~~~~

Irgendwann stellt jedes Kind die Frage nach dem Tod. In diesem Alter - ganz unbefangen. Eltern wissen das, sind trotzdem höchst irritiert und haben selten eine unbefangene Antwort parat.

So selbstverständlich der Tod im Leben ist, so selbstverständlich gehört er ins Kinderbuch!

~~~~~~~~~~

*Der Mensch möchte nicht gern sterben, weil er nicht weiß, was dann kommt. Bildet er sich ein, es zu wissen, dann möchte er es auch nicht gern; weil er das Alte noch ein wenig mitmachen will.

Ein wenig heißt hier: ewig.* [ Kurt Tucholsky / 1931 ]

~~~~~~~~~~

*Er strich ihr ein paar Federn glatt, die sich leicht gesträubt hatten, und nahm sie mit zu dem großen Fluss.

Dort legte er sie behutsam aufs Wasser und gab ihr einen vorsichtigen Schubs.

Lange schaute er ihr nach.

Als er sie aus den Augen verlor, war der Tod fast ein wenig betrübt.

Aber so war (ist) das Leben ...*

~~~~~~~~~~

Fazit II: Ein Buch, in das ich mich wirklich verliebt habe !

Ein Buch, das ich als *Opa* mit Sicherheit verschenken werde ...

Uneingeschränkt empfehlenswert !!!

meint -- Reinhard Busse
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TOP 1000 REZENSENTam 15. März 2010
Wer denkt schon soweit, ein philosophisches und theologisches Buch, dass in ganz einfachen Worten den Tod erklärt, ausgerechnet unter Bilderbüchern zu suchen?

Wolf Erlbruch erzählt in schnörkellosen und doch so wunderschönen Bildern und kurzen Texten die Geschichte einer Ente, die eines Tages den Tod hinter sich bemerkt. Der Tod wird zum Freund, als die Ente die Entdeckung macht, dass er zwar ihr ständiger Begleiter ist, aber gar nicht für ihr Ableben sorgen will, dafür sorgt das Leben schon selbst eines Tages. Sei es durch einen Unfall, einen Schnupfen oder den Fuchs! Allein bei dem Gedanken daran bekommt die Ente eine Gänsehaut. Der Tod begleitet die Ente ihr ganzes Leben hindurch bis sie am Ende vom ihm - zusammen mit einer roten Tulpe - auf ihre letzte Reise geschickt wird.

Die Geschichte ist zum Lachen und zum Weinen, ist tröstlich und voller hintergründigem Humor in den kurzen Dialogen zwischen Ente und Tod.
Eltern sollten sich dieses Buch alleine durchlesen, bevor sie es ihren Kindern geben. Obwohl die Geschichte in einfachen Worten und Bildern erzählt wird, sollten Eltern ihren Kindern für Fragen und Erklärungen zur Seite stehen. Das Buch ist aber keineswegs nur für Kinder geeignet, sondern auch für Erwachsene.
Leben und Tod gehen Hand in Hand, das eine kann ohne das andere nicht existieren. Der Tod, die Angst davor und die Trauer darüber sollten keine Tabuthemen sein, dass zeigt diese Geschichte auf eine besondere und poetische Art und Weise.
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Der Kinderbuchautor und Illustrator Wolf Erlbruch, geboren 1948 in Wuppertal, hat mit "Ente, Tod und Tulpe" ein ganz besonderes Büchlein geschaffen, das Menschen aller Altersgruppen anspricht und zum Dialog und zur Auseinandersetzung über Sterben und Tod mit Kindern einlädt. Behutsam und undogmatisch schafft er es, das Bewusstsein dafür zu wecken, dass der Tod von Anfang an Begleiter des Lebens ist.

Die Ente nimmt den Tod erst nach einer ganzen Weile wahr. Dabei war er von Anfang an in ihrer Nähe, "nur für den Fall." Zunächst macht ihr diese Entdeckung Angst. Doch dann fängt sie an, sich mit ihm zu beschäftigen und sich ihrer eigenen Endlichkeit bewusst zu werden. Sie nimmt ihn mit in ihren Lebensraum, auf den See, auf einen Baum und sitzt mit ihm im Gras. Sie reden über das Sterben, über religiöse Ideen, Angst und Traurigkeit. Wochenlang verbringen sie viel Zeit miteinander, bis die Ente zum ersten Mal in ihrem Leben plötzlich friert...

Am Ende kann der Tod sie nur noch aufs Wasser legen - und gehen lassen, fast ein wenig traurig. "Aber so war das Leben."

Die minimalistischen Zeichnungen sind liebevoll gestaltet. Warme Erdtöne dominieren. Einen Hintergrund gibt es nur, wenn er für die Erzählung benötigt wird, sonst liegt der Fokus klar auf den beiden Figuren. Den Tod stellt Erlbruch als Gestalt mit einem freundlichen Totenkopf, karierten Gewändern und Schuhen dar. Nach und nach verliert er für die Ente den Schrecken, und sie freundet sich mit ihrem ständigen Begleiter an.

Durch die bewusste Sparsamkeit der Darstellung fällt der Blick auf jedes Detail, so auch auf die im Titel erwähnte Tulpe, die der Tod bei der ersten Begegnung mit der Ente hinter dem Rücken hält. Am Ende legt er sie ihr auf den Leib. Und wenn man das Bändchen schließt, ist die blühende Tulpe das letzte Bild, das man mitnimmt.

Ein besonderes, ein zutiefst berührendes Buch.
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