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am 23. August 2000
Endlich als Hörbuch: "Novecento" von Alessandro Baricco Alessandro Baricco hat als Autor die einzigartige Gabe, seine Leser / Hörer von Anfang an in seinen Bann zu ziehen. Seine weltweit riesige, sich ständig vergrößernde Fangemeinde ist der beste Beweis für sein erzählerisches Talent. Mit "Novecento. Die Legende vom Ozeanpianisten" (als Hörbuch bei steinbach sprechende bücher) ist ihm eine unglaublich elegante, mitreißende Novelle gelungen, die - mittlerweile auch verfilmt - in einen eigenen, geschlossenen Mikrokosmos entführt: auf einen luxuriösen Atlantik-Ozeandampfer. Man schreibt das Jahr 1900. Matrosen finden auf dem Luxusliner ein ausgesetztes Baby und sie geben ihm den Namen seines Geburtsjahres: Novecento. Nie wird er "sein" Schiff verlassen und ganz selbstverständlich pendelt er mit dem Ozeanriesen zwischen Neuer und Alter Welt. Trotzdem bringt er es zu Berühmtheit über die Grenzen des Schiffes hinaus, denn sein Klavierspiel verzaubert die Menschen: Auf der Reise durch die Geschichte unseres letzten Jahrhunderts, swingt und jazzt es an Bord des Dampfers in nie gehörten Tonfolgen: Die Geschichte von "Novecento" klingt wie das Lied von der Reise ohne Ankunft und wie Freundschaftsmelodien mit melancholischem Unterton. Gelesen von Friedrich Schoenfelder wird die Audio-Version zu einem vollkommenen Hörgenuss: Die Sprache knistert leidenschaftlich und der Übergang von Prosa zu Poesie scheint fließend.
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am 14. Juli 2007
Die italienische Zahl novecento heißt 1900, das weiß man ja. Aber aus der Kunstgeschichte wissen wir auch, was z.B. cinquecento heißt: 16. Jahrhundert. Wenn man parallel dazu Novecento als 20. Jahrhundert versteht, wird so manches klar, was sonst keine noch so kluge Interpretation erklären kann. Das Baby, dem der Matrose in seiner Hilflosigkeit den Namen Novecento gibt, hat keine Eltern; es verdankt sein Entstehen keinem Zeugungsakt, sondern ist einfach da - eben das neue Jahrhundert. Der junge Novecento lernt nichts und kennt trotzdem nicht nur die Welt, ohne das Schiff, den Ablauf der Zeit, zu verlassen, sondern kann auch ohne Unterricht und ohne Üben perfekt alle Melodien der Welt spielen: Das neue Jahrhundert berechtigte zu Beginn zu den allergrößten Hoffnungen. Der Pianist Novecento wird dann übermütig, er rauscht mit seinem Piano durch den Saal und kann gerade noch zum Stehen kommen, bevor alles zu Bruch gegangen ist, aber einen großen Scherbenhaufen hinterlässt er doch. Das war der Erste Weltkrieg. Und so lassen sich viele weitere kleinere und größere Rätsel dieses Buches lösen, wenn man den Ozeanpianisten als literarische Verschlüsselung des 20. Jahrhunderts erkennt.
Das Geniale an diesem Roman ist es, wie der Schriftsteller (besser: der Dichter) dieser Tiefenstruktur eine Oberflächenstruktur verleiht, die dazu verführt, in Novecento nur die reale Person zu sehen, ein Baby geheimnisvoller Herkunft, das zu einem genialen Musiker heranwächst. Tatsächlich findet jeder Leser, der sich mit dieser Oberflächenstruktur begnügt, genug Stoff und genug Gründe dafür. Auch jener Rezensent, der diesen in der deutschen Übersetzung so genannten Ozeanpianisten als Metapher für die Lebensreise und Heimatlosigkeit des modernen Menschen deutet, hat keineswegs Unrecht. Mit der Sichtweise des selben Rezensenten, der Text zeichne vor allem ein poetisches Bild des Künstlers in seiner Weltangst, ist allerdings der tiefere Sinn wohl nicht getroffen.
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am 1. April 2015
Hab das Buch in 2 Stunden ausgelesen, es hat meine Erwartungen voll getroffen. Kurz vorher hatte ich das Stück in einem Theater gesehen, von einer Person erzählt.

Das werde ich immer und immer wieder lesen.

Hier ist auch alles vertreten. Was zum Lachen, was zum Nachdenken, was zum Traurig sein, dann wieder was zum Lachen und immer so weiter und zum Schluss das große Weinen.
Besonders gut hat mir die Stelle mit dem Flügeltanz im Sturm gefallen. Mein Kopfkino hat dabei so richtig doll funktioniert und mich echt zum Lachen gebracht.
Aber auch der Rest des Buches überträgt super Kopfkino.
Also Daumen hoch für dieses Buch.
Hab jetzt auch den Film gesehen, ebenfalls große Klasse und super gespielt.
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am 13. August 2001
Novecento - eine bezaubernde Geschichte von einem Kind auf hoher See, das sich so an seine Umgebung anpasst, dass es eher landkrank als seekrank wird - und daran zugrunde geht. Barrico beschreibt in Monologform den Werdegang vom Ozeanpianisten, einem Tastengenie, dem nicht einmal die großen Meister des Pianojazz das Wasser reichen können. Wie schon in 'Seide' lässt der Autor mit einer unbeschreiblichen Leichtigkeit die Geschichte von Anfang bis zum Ende fließen - obgleich man meinen könnte, der Dialog fehle bei einem alleinigen Geschichteerzähler, ist es genau umgekehrt - durch die Erinnerung des Erzählers erstrahlt der Bericht in neuem Glanz und man könnte glauben, es wäre erst gestern gewesen, als Novecento mit seinem Klavier die Wellen bespielt. Die Handlung ist schnell erzählt und lädt doch zum immer wieder lesen ein: Ein Kind wird auf einem Schiff ausgesetzt, von einem Heizer auf einem Kreuzfahrtschiff gefunden und wächst von da an dort auf - da der neue Vater fürchtet, man nehme ihm das Kind weg, sollte man herausfinden, daß es nicht ihm gehört, lässt er es von da an auf dem Schiff und somit bekommt Novecento (ital. für 1900 - das Jahr der Geburt des Kindes) Zeit seines Lebens keinen festen Boden mehr unter seine Füße. Die Abenteuer, die darauf folgen, werden von einem Musiker, der sich für lange Zeit an Bord befindet, wiedererzählt und aus seiner Perspektive in eine packende Geschichte verwandelt. Durch die einfühlsame Erzählung und die Form des inneren Monologes auf einer Theaterbühne hat Alessandro Barrico ein Werk geschaffen, welches einem träumen lässt und zugleich zu denken gibt: Die Welt in die wir hineingeboren werden, ist uns doch ein Leben lang am vertrautesten, und die Akzeptanz für Neues sinkt mit fortschreitendem Alter - sei es jetzt eine Stadt, ein Dorf - oder ein Schiff.
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Ein kleines Wunder, dieses Büchlein, das nicht mal ganze 70, recht kleine Seiten umfasst. Baricco selbst konnte sich nicht entscheiden, was es eigentlich ist. Er schwankte zwischen einem Bühnenstück (es gibt auch kleine Regieanweisungen das Bühnenbild bzw. die Schauspieler betreffend) und einer laut zu lesenden Erzählung.

Sei es wie es sei. Es ist auf jeden Fall eine schöne Geschichte, die innerhalb von zwei Stunden gelesen ist, aber über deren Sätze und Interpretation man noch lange nachdenken kann. Beispielsweise gelingt es Baricco auf 2 Seiten (S.55 f. "Rums") wunderbar den Bruch im Leben sehr amüsant als Zwiegespräch zwischen Bild und Nagel zu beschreiben. ("Rums" ist ähnlich zu sehen, wie der von Roger Willemsen in einem ganzen Buch beschriebene "Knacks").

Ein stilistisch sehr schön geschriebenes Märchen vom späteren Autor des Weltbestsellers Seide".
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am 24. März 2013
Novecento" ist eine originelle, sehr tiefgehende Geschichte mit sehr vielen Ansätzen zum Nachdenken und Philosophieren. Es geht um Lebensinhalte und persönliche Entscheidungen. Das Duell mit dem Pianisten erinnert etwas an die "Schachnovelle" von Zweig. Einige Passagen des sehr dünnen Buches (82 Seiten) muss man zweimal lesen, um die Worte richtig zu verinnerlichen. Obschon in der Erzählweise sehr bedacht und ruhig, haben einige Passagen auch etwas flapsiges. Entscheidend jedoch ist, wie sich Novecento am Ende entscheidet, das Schiff nicht zu verlassen, sondern seine Sehnsüchte schrittweise zu durchleben und dann damit abzuschließen. Nur so ist es ihm am Ende möglich, der Sprengung des Schiffes ohne Angst entgegen zu gehen. Er ist dabei so zielgerichtet und so bescheiden, auch so wissend, dass man dieses Buch durchaus jedem Menschen empfehlen kann, der sein Leben nicht nur drauflos leben möchte.
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am 21. September 2014
ich war überrescht, dass der ton genau so rauh wie im film war. allessandro baricco überreascht einfach immer wieder. bei jedem buch könnte man meinen, es habe ein anderer geschrieben. so vielseitig zu sein im stil ist eine hohe kunst! ein muss also für liebhaber des autors. zudem ist die geschichte herzzerreißend.
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am 24. Februar 2009
Mehr unbewusst habe ich mir das Hörbuch von Alessandro Bariccos "Novecento" als Bettlektüre vorgenommen und anfangs hatte ich die Schwierigkeit, dass ich sofort eingeschlafen bin, da die Stimmung auf dem Hörbuch meines Erachtens sehr ruhig gestaltet ist - passend zur Vorlage. Der anfängliche Verdacht, dass Langeweile aufkommen könnte, hat sich jedoch beim zweiten Versuch und beim bewussten Hören nicht eingestellt.
Ich denke, man muss generell in der Stimmung sein, um Baricco zu lesen, den seine unterschwellige Melancholie die ich in jedem seiner Bücher empfinde passt zumindest bei mir nicht zu jeder Tagesform.
Ansonsten finde ich die Adaption in Hörbuch-Format gut gelungen.
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am 19. März 2012
T. D. Lemon Novencento wird als Baby auf dem Ozeandampfer Virginian ausgesetzt. Die Mannschaft behält das Baby bei sich, und so wird aus dem Baby ein Kind und später ein Erwachsener ohne Identität - mit einer ausgeprägten Liebe zum Meer und zur Musik...

"Novecento - Die Legende vom Ozeanpianisten" von Alessandro Barrico wird von Friedrich Schönfelder gelesen.

Schönfelder liefert mit diesem Hörbuch erstklassige Arbeit ab. Er liest betont, emotional und intoniert die Charaktere gekonnt. Die Lesung von Schoenfelder zusammen mit dieser einmaligen Geschichte und den Klavierstücken von Matthias Suschke sorgen für ein ungewohntes, wundervolles Hörerlebnis, dass man sich nicht entgehen lassen sollte!

Mich jedenfalls hat dieses wunderschöne Hörbuch neugierig auf weitere Werke Bariccos gemacht - ich bin gespannt ob seine anderen Bücher ebenso beeindruckend, mitreißend und zugleich so sanft sind.

Ein tolles Hörbuch mit einem engagierten Sprecher und wunderschöner musikalischer Untermalung!
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am 12. Mai 2007
1900 liegt ein schreiendes Neugeborenes in einer Bananenschachtel im Ballsaal der ersten Klasse der Virginian auf dem Weg nach New York - Danny Boodmann T.D. Lemon Novecento. Niemals wird er sein Schiff verlassen, niemals das Meer von Seiten der Küste aus betrachten und niemals soll er unglücklich sein. Als weltbester Pianist wird er bald zur schwimmenden Legende ....

Eine wundersame Geschichte über die Menschen, die Amerika zuerst erblicken, über die Musik, "nach der Gott tanzen würde, wäre er ein Schwarzer" und über einen Menschen, der in seiner Musik lebt und sanft ihre Töne streichelt.

Vermutlich allerdings ein Buch das man ausgelesen hat, bevor der gleichnamige Film zu Ende ist (der in diesem Fall beinahe schöner und beeindruckender ist als das Buch, da ihm auch genügend Zeit eingeräumt wird, sich um Details zu kümmern und Szenen deutlich auszuschmücken.) Sehr gelungen finde ich den Beginn und auch das Ende des Buches, den Stil eines Bühnenstückes mit sehr wenigen Darstellern. Etwas getrübt wurde mein Lesevergnügen durch die eingepflegten Ausdrücke wie "Scheiße oder Rießenverarschung", die in dieser ästhetischen Geschichte meiner Ansicht nach Fehl am Platz sind und womöglich auch zu modern fürs beginnenden 20. Jahrhundert sind.

Mein Tipp: Zuerst lesen und dann den Film genießen!
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