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Kundenrezensionen

4,6 von 5 Sternen
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Ludwig II.: Der unzeitgemäße König
Format: Gebundene Ausgabe|Ändern
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am 21. Februar 2017
Der Autor hat diese schwierige Aufgabe einer Biographie bravourös gelöst! Es ist immer eine Herausforderung, einen Menschen zu beschreiben, der längst verstorben ist und seine Zeitgenossen mit ihm.
Herr Hilmes lässt sich nicht dazu hinreißen, in irgendwelche persönlichen Interpretationen zu verfallen. Alles ist seriös recherchiert und alles andere als reißerisch aufgemacht. Vermutungen werden auch als solche deklariert. Dennoch ist das Buch atemberaubend spannend, wenn man den König liebt. Es hat mir einige Nächte, die ich mit chronischen Schmerzen zubringen mußte, erträglicher gemacht...Danke dafür!
Für mich ist es die beste Ludwig-Bio, die ich kenne. Ich habe noch viel Neues erfahren.
Aber wo viel Lob ist, ist auch immer ein wenig Kritik:
Leider hat auch dieser Autor nicht verstanden, daß Ludwig weder an einer schizotypen Störung noch an einer Frontotemporalen Demenz oder sonstigen Mysteriösitäten litt!
Ludwig war schlicht und einfach eine HSP....eine Hochsensible Person! Was das psychiatrisch genau bedeutet, würde hier zu erklären zu weit führen, nur so viel: Ludwigs Denken, Handeln und Fühlen können wohl nur andere selbstbetroffene Hochsensible vollständig nachvollziehen!
Ansonsten vermisse ich in dem Buch noch eine nähere Beschreibung des Verhältnisses von Ludwig zu seinem Bruder Otto, denn das war ja doch recht innig und kommt hier in meinen Augen zu kurz.
Auch die vielen Zweifel, die Ludwig bisweilen an sich und seinem Leben hatte (wie man leicht seinen veröffentlichten Tagebüchern entnehmen kann), gehen hier etwas unter.
Am Ende hätte ich eine Einschätzung der Todesursache Ludwigs durch den Autor als gut befunden. Andererseits spricht es wiederum für den Autor, daß er sich auch hier in aller Konsequenz neutral und seriös verhält.
Alles in allem ein Klassebuch, daher absolute Kaufempfehlung!
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am 2. September 2017
Bereist man das schöne Bayern, ist es unmöglich, den Nachwirkungen der Regentschaft von König Ludwig II. zu entgehen. Am Starnberger See wird dem Reisenden dies besonders deutlich, wenn er am Ostufer des Sees bei der kleinen Gemeinde Berg Station macht, durch eine wild-romantische Parkanlage zur Votivkapelle spaziert und in Ufernähe das Kreuz im Wasser sieht, welches die Stelle markiert, an der der tote Herrscher im Juni 1886 aus dem See geborgen wurde. Und schon hat einen das Ludwig-Virus infiziert: Ausgehend von dem mysteriösen Sterben des Königs beginnt man sich für sein eigenwilliges Werk und Leben zu interessieren, beschäftigt sich mit seinem Wirken und seiner aufreibenden Zeit. Jeder, der die vielen Informationen in wohl geordnete Form gebracht, sie in historische und persönliche Zusammenhänge eingeordnet und schließlich in sprachlich angemessener Weise aufbereitet lesen möchte, ist mit der ausgezeichneten Biographie von Oliver Hilmes bestens ausgestattet.

Voraussetzung für das Gelingen dieser ambitionierten Arbeit war es, dass sich Hilmes uneingeschränkt der Originalquellen bedient hat. So schreckte er nicht davor zurück, im Geheimen Hausarchiv der Wittelsbacher noch den letzten Zettel umzudrehen oder sich in den erhaltenen Tagebüchern des Königs mit dessen „exzentrischer Handschrift“ abzuquälen. Er studierte Krankenakten und Obduktionsberichte und zog Fachleute zu deren medizinischen Bewertung heran. Er las Briefwechsel und diplomatische Berichte, die manchmal nur in Nebensätzen ein Schlaglicht auf den bayrischen Herrscher warfen. Er forschte den Lebenswegen der Personen nach, die sich im Umfeld des Königs bewegten, was für sich schon wieder einen Kosmos an erstaunlichen Begebenheiten nach sich zog, für die in diesem Buch kein Platz war. Mit viel Akribie und Spürsinn gelingt Hilmes damit die plastische Einordnung Ludwigs II. in seine Zeit und die herrschende Politik.

Bei der Lektüre dieser Biographie entsteht ein ambivalentes Bild des bayrischen Königs. Ein kunstsinniger, sensibler Charakter wird noch vor der Ausreifung seiner Persönlichkeit mit der Last eines Regenten in unsicheren Zeiten konfrontiert. All zu schnell flüchtet er vor den unliebsamen Aufgaben des Amtes, überträgt Verantwortung auf unsichere Gefolgsleute. Er schließt sich ab vor den unangenehmen Seiten der Herrschaft und schließt sich dabei in sich selber ein. Er baut sich die Welt eines Märchenkönigs, die mit der harten politischen Realität in der Zeit der Reichsgründung nichts zu tun hat. Hilmes gelingt es, zu vermitteln, das Ludwig eine überaus komplexe Persönlichkeit war, der man nicht gerecht wird, wenn man sie als neurotisch oder gar als verrückt bezeichnet. Es ist legitim, wenn der Autor nach solch eingehender Beschäftigung mit seinem Gegenstand, seine eigene Auffassung zur psychischen Befindlichkeit des Königs anbietet. Es ist eine mögliche Hypothese.

Ludwig war in mehrfacher Hinsicht ein „unzeitgemäßer König“. Hilmes verwendet diesen Ausdruck nicht ausschließlich negativ. In seiner Biographie widerfährt dem König späte Gerechtigkeit, denn Hilmes kritisiert, was kritikwürdig war, und lobt, was lobenswert war im Leben dieser bayrischen Ikone. Wenn er dabei manchen Schleier angehoben und Einblicke in intime sexuelle und finanzielle Details gewährt hat, muss das nicht für jeden Anhänger der bayrischen Monarchie eine Freude gewesen sein. Doch ganz sicher war es längst überfällig, dem unzeitgemäßen König eine zeitgemäße Biographie zu widmen.
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am 25. Juli 2015
Eindrucksvoll und anschaulich berichtet Hilmes über den Lebensweg Ludwigs von der Kindheit, über seine Zeit als Regent bis hin zum Tod, dessen Ursache bis heute nicht zweifelsfrei geklärt werden konnte. Ludwig wird in all seinen Facetten und Widersprüchen beschrieben. Auch geht Hilmes anhand von Zeitdokumenten Gerüchten nach, die er entsprechend belegt erhärten oder auch verwerfen kann.

Oliver Hilmes ist es mit dieser Biografie gelungen, wertungsfrei ein sehr umfassendes Bild von Ludwig II. zu zeichnen. Dieses wird durch eine Vielzahl an in der Biografie zitierten Zeitdokumenten untermauert. So wird nicht nur Bekanntes vertieft, sondern auch bislang unbekanntere Seiten werden dem Leser offenbart. Mich hat sehr seine Rolle im Krieg gegen Preußen im Jahr 1866 interessiert. Dabei war er zunächst sehr auf Neutralität bedacht, wurde dann aber im Rahmen der Bündnispflichten zur Mobilmachung gezwungen. Seine eigentlichen Kriegspflichten überließ er jedoch seinen Ministern, während er sich in der Schweiz mit Richard Wagner traf.

Hilmes hat sich aber auch intensiv mit der Krankengeschichte und dem geistigen Zustand Ludwigs befasst und versucht seine Krankheit nach den heutigen Wissensstand von Psychiatrie und Medizin zu ergründen.

Die Biografie ist flüssig und leicht zu lesen, auch die eingefügten Ausschnitte aus Originaldokumenten störten den Lesefluss nicht im Geringsten. Mich hat diese überaus gelungene Biografie veranlasst, auch andere Quellen nachzuschlagen und mich der Musik Richard Wagners nach jahrelanger Abstinenz wieder ein wenig zuzuwenden.

Mich hat diese Biografie sehr beeindruckt, sie zeigt mir den Menschen Ludwig, der die Schönheit und das Vollkommene liebte und sich damit umgab, um von den ungeliebten Pflichten in die Märchenwelt von Lohengrin und Co. zu entfliehen.
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am 30. Mai 2017
Auch wenn sich eine bayerische Politgröße mit dem Adjektiv >unzeitgemäß< schwer tut, ist das Buch m.E. sehr zu empfehlen. Gründlich erarbeitet, fleißig geschrieben und dabei durchaus unterhaltend. Über die befremdlichen Bauten des Königs habe ich bisher nichts so Plausibles gelesen wie hier.
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am 23. Oktober 2015
König Ludwig II. von Bayern, kein Zweifel, war ein exzentrischer Herr: Mit Anfang 30 schon hatte er auf Grund mangelnder Zahnpflege und wegen seiner ausgeprägten Liebe zu Süßigkeiten keiner Vorderzähne mehr, er wollte Bayern eintauschen gegen ein von ihm erträumtes Königreich auf den Kanarischen Inseln, sein eigenes Volk wollte er mit einer "Coalition" genannten Geheimpolizei bespitzeln und unterdrücken, er bespuckte, schlug und trat seine Diener, er wollte den preußischen Kronprinzen Friedrich Wilhelm, den späteren Kaiser Friedrich III.,"in Ketten legen" und entführen lassen, er befahl die Durchführung von Banküberfällen zur Linderung seiner Geldprobleme - starker Tobak für eingefleischte "Kini"-Verehrer also.

Das alles und noch vieles mehr kann man nachlesen in Oliver Hilmes hervorragendem Buch über den berühmten "Märchenkönig". Doch keine Angst - das Buch ist kein reißerischer Enthüllungsschmöker, kein effektheischendes Pamphlet, sondern eine anspruchsvolle, gründliche, wissenschaftliche und dabei gut lesbare Biografie über den bekanntesten Wittelsbacher. Der Autor schildert das Leben des Königs von der Abstammung und der Geburt bis zum Tod und dem ja letztlich bis heute andauernden "Nachleben". Der Leser lernt - schon der Untertitel des Buchs verrät es - einen unzeitgemäßen König kennen, der mit einem modernen Verfassungsstaat (Bayern war ja einer der ersten deutschen Staaten, der eine Verfassung bekam) nichts anfangen konnte, von einem mittelalterlichen Gottesgnadentum träumte (ein Treppenwitz der Geschichte, wenn man bedenkt, dass der letzte Kurfürst von Bayern seine Erhebung zum König ausgerechnet dem französischen "Usurpator" Napoleon zu verdanken hat) und in dem französischen ancien régime (also der Königsherrschaft vor der französischen Revolution) sein Vorbild sah. Das konnte nicht gutgehen. Ludwigs Abneigung gegen Demokratie und Volkssouveränität ging soweit, dass er gegen die konservative Mehrheit in Bevölkerung und Landtag stets liberale und preußenfreundliche Regierungen ("Ministerien") berief, um nur ja nicht dem verhassten Parlamentarismus seinen Tribut zu zollen, obwohl ihm die Konservativen politisch eigentlich wesentlich näher standen.

Oliver Hilmes zeigt auf, dass der Dreh- und Angelpunkt in Ludwigs Leben die Reichsgründung von 1871 war. Hierdurch verlor Bayern große Teile seiner Souveränität (wenn man so will ein Trauma, das bis heute nachwirkt), und umso schlimmer war es für ihn, dass Bismarck ausgerechnet von ihm als dem ranghöchsten deutschen Fürsten verlangte, er solle dem Preußenkönig Wilhelm I. die Kaiserkrone antragen. Bekanntlich gab Ludwig dem preußischen Werben nach, veranlasst durch Bismarcks geschickte Diplomatie und versüßt durch handfeste Bestechungsgelder, die Preußen aus dem "Welfenfonds" zahlte, dem eingezogenen Vermögen des von Preußen 1866 entthronten Königs von Hannover. Übrigens geht Hilmes ausführlich auf das Verhältnis von Ludwig zu Bismarck (beide führten einen regen Briefwechsel) ein: Der Bayernkönig, der sonst kein gutes Haar an Preußen ließ und insbesondere den preußischen Kronprinzen inbrünstig hasste, sah in Bismarck eine Vaterfigur und holte immer wieder seinen Rat ein (interessant für alle bayerischen Preußenhasser!), und für Bismarck war Ludwig ein zwar persönlich eigenwilliger, aber politisch verlässlicher - und durch Geldzahlungen bei Laune gehaltener - Verbündeter. Dies zeigt nebenbei, wie absurd die These ist, Bismarck habe Ludwig ermorden lassen.

Gleichwohl grämte Ludwig der durch die Reichsgründung verursachte Machtverlust, und er zog sich zunehmend in seine Traumwelt zurück. Ludwig II. war, dies ist bekannt, zeitlebens menschenscheu, was sich gegen Ende seines Lebens immer mehr verstärkte. Der Autor zeigt in beklemmender Deutlichkeit die persönlichen Probleme des Königs auf, die es rechtfertigen, von einem unglücklichen König zu sprechen. Seine Homosexualität konnte er nur im Verborgenen ausleben, seine Neigung zur Selbstbefriedigung hielt er, entsprechend der damaligen medizinischen Lehrmeinung, für eine gefährliche Krankheit, die er verzweifelt bekämpfte. Oliver Hilmes kommt zu dem Schluss, dass Ludwig II. an einer schizotypen Persönlichkeitsstörung litt und gegen Ende seines Lebens zusätzlich an Morbus Pick (einer seltenen Demenz) erkrankt war. Gerade die letztgenannte Diagnose, die unterfüttert wird durch einen hierzu passenden Befund bei der Leichenöffnung nach Ludwigs Tod, erklärt manche Absonderlichkeit, etwa die gegen Lebensende immer mehr zunehmende Vernachlässigung der Körperpflege und der Verlust von moralischen Hemmungen. Anders als sein jüngerer Bruder Otto war Ludwig II. bei seiner Absetzung nicht geisteskrank, aber - daran habe ich bei allem, was Oliver Hilmes berichtet, keinen Zweifel - nicht mehr regierungsfähig.

Aber Oliver Hilmes zeichnet hier keine Figur aus dem Gruselkabinett. Ludwig II. war, auch das wird deutlich, ein kluger und gebildeter Mensch, ein großer Förderer der Künste und nicht zuletzt der große Mäzen, der Richard Wagner durch unermüdliche Unterstützung ermöglicht hat, seine großen Werke zu schaffen. Zugleich schuf er mit seinen von den Zeitgenossen belächelten Schlossbauten (Nauschwanstein, Linderhof, Herrenchiemsee) der bayerischen Tourismusindustrie eine bis heute sprudelnde Einnahmequelle. Ludwigs Liebe zur Kunst ist ebenso sympathisch wie seine Abneigung gegen den Militarismus.

Auch auf Ludwigs Ende geht der Autor ein. Oliver Hilmes erteilt allen Verschwörungstheorien um einen Mord an Ludwig II. eine eindeutige Absage: Weder gibt es hierfür Indizien noch einen denkbaren Täter, der ein Motiv haben könnte. Stoff für Mythenbildung oder Heiligenverehrung bietet das Buch also nicht. Aber dafür erzählt es spannend und flüssig geschrieben die zur Teilnahme einladende Geschichte eines Königs, der mit sich selbst, seiner Welt und seiner Zeit nicht im Reinen war. Mit Ludwig II. endete im Grunde, auch das zeigt Oliver Hilmes auf, die vielbeschworene bayerische Monarchie, denn in der nun folgenden Prinzregentenzeit (Ludwigs Bruder Otto war schwer geisteskrank, sodass Ludwigs und Ottos Onkel Luitpolt die Regentschaft für den kranken König Otto übernahm) führte sich die Monarchie durch Passivität letztlich ad absurdum.
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am 9. Februar 2015
Eine neue, große Ludwig-Biografie war überfällig, und so ist Hilmes zu danken, dass er sich dieser Aufgabe gestellt hat. Hervorzuheben ist, dass er in den Archiven bisher Unveröffentlichtes aufspürte und damit die Erkenntnisse um den »Märchenkönig« tatsächlich erweiterte. Offenbart sein Buch auch nichts Sensationelles, so publiziert Hilmes doch neue Details, die auch jeden Kenner der Materie erfreuen (Krankheit Maximilians II., Tagebuch-Zitate, Privatmiliz, Staatsstreich, Emigration). Dafür sind dem Werk durchaus 5 Sterne zu verleihen.

Hilmes bemüht sich, objektiv zu sein. Aber der Neueinsteiger muss durch die Aneinanderreihung von bizarren Verhaltensweisen des Königs am Schluss zu der Feststellung kommen, dass Ludwig II. dem Wahn doch ziemlich weit verfallen war, wobei bis heute nicht geklärt ist, an welchem seelischen Defekt er eigentlich litt, was Hilmes auf Grund der selbst zitierten Quellen weiß. Er bringt aber nur solche Zitate, die die »Wahnsinns«-Theorie unterstützen, wobei vieles Gerücht, Hoftratsch und Vermutung war, dem auch die oft zitierten Herren Gesandten und Diplomaten unterlagen. Das aber kann der unbedarfte Leser nicht von der Wahrheit trennen. Warum hat Hilmes fairerweise nicht auch Leute zu Wort kommen lassen, die Gegenteiliges mitteilten? »Der König war ein herzensguter Mann, [...] man kann nicht behaupten, daß er geistesgestört war.« (Rudolph, Kammerdiener bis 1886!) - »Solange ich Dienst beim König hatte, bemerkte ich keine einzige Spur geistiger Verwirrung.« (Osterholzer, Leibkutscher bis 1882) - Und selbst vom peußischen Gesandten Werthern war zu hören, dass ein Volksvertreter noch im Mai 1886 »entzückt von Allerhöchstdessen Geist und Leutseligkeit« war. Schließlich vermeidet Hilmes sogar das bekannte Bismarck-Urteil: »Sein staatsmännisches Tun war keine Torheit. [...] Er versteht das Regieren besser als alle seine Minister.« (Bismarck 1883)

Dazu kommen noch einige »Ausrutscher«. So schreibt Hilmes doch tatsächlich, dass der König beim Gehen »die Knie fast bis zum Kinn hoch« zog, wie immer das anatomisch funktionieren soll. Falsch ist, dass Wagner 1865 Ludwig auf dem Hochkopf besuchte (er war allein dort), falsch ist, dass sich Paul von Thurn und Taxis »Friedrich« nach Friedrich von Telramund aus »Lohengrin« nannte (nach Friedrich Melot aus »Tristan und Isolde«) und falsch ist auch, dass in Linderhof die table volante (Tischlein-deck-dich) die Diener beim Servieren ersetzte und dass das chinesische Hofzeremoniell galt.

Der doch nicht ganz so objektiven Berichterstattung und den historischen Ungenauigkeiten fällt 1 Stern zum Opfer.
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am 1. April 2016
Das Buch wurde akribisch und genauestens recherchiert. Unglaubliche Details sind aufgeführt. Für mich das Standard Werk über König Ludwig. Äußerst sachliche Berichterstattung, niemals denunzierend oder ins lächerliche hinein. Es war sichtlich ein riesiger Aufwand die historischen Quellen zu finden sichten und auszuwerten. Vielen Dank hierfür. Der König erscheint in einem ganz anderen Licht als man das sich über die einfachen Standard Informationen vorgestellt hat.
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am 3. Juli 2016
Ich verschlinge geradezu alle Bücher von Herrn Hillmes und finde es gibt zu wenig davon Hier ist der Spannungsbogen von Richard und Cosima Wagner zu Ludwig II sehr gut ausgearbeitet auch wenn man vieles schon kennt,ist man gefesselt Darüberhinaus lernt man endlich auch etwas über Ludwigs politisches Handeln,das selbst bismarck positiv bewertet. Es gelingt Hilmes,dass man sich fast in diese kranke gespaltenen Person hineinversetzen kann und ihn nicht nur als Märchenkönig erlebt
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am 19. Juli 2015
Da wir gerade in Füssen im Urlaub waren und die Königsschlösser dort allgegenwärtig sind, wollte ich mehr über Ludwig II. erfahren. Bei Amazon bin ich auf dieses Buch gestoßen. Der Inhalt ist interessant, die Schreibfehler bei der E-Book Ausgabe sind jedoch so eklatant, dass mir die Freude am Lesen genommen wurde und ich den Preis als Frechheit empfinde.
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am 22. Dezember 2016
Eine äusserst informative Biographie, leicht zu lesen - damit meine ich, dass der Autor nicht mit allerlei Namen und komplizierten Beziehungsverhältnissen um sich wirft, sondern das Leben, Denken und Handeln Ludwigs II verständlich und informativ schildert. Habe das Buch jetzt innerhalb weniger Monate zum zweiten Male gelesen - mit grosser Begeisterung. Mehr Bilder wären sicher noch schön gewesen, aber daran soll es nicht scheitern. 5 Sterne von mir für dieses Buch, welches ich jedem Interessenten dieses Geschichtsbereiches nur empfehlen kann !
Danke an den Autor Herr Hilmes.
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