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am 16. August 2014
Das Buch arbeitet gut die wesentlichen Unterschiede zwischen westlichen (Platon, Aristoteles) und fernöstlichen Denktraditionen (z.B. Taoismus mit Lao-Tse) heraus.

Diese Fragen handelt der Autor ab: Wie verfolge ich ein Ziel, wie nehme ich gestaltend auf die Welt, in der ich lebe, Einfluss? Welche Strategie wähle ich, um meine Ziele zu erreichen?

Gemäss François Jullien ist die moderne westliche Denkart, die uns Europäer geprägt hat und der wir kaum entrinnen können, folgende: wir machen uns einen Entwurf dessen, wie die Welt sein soll, beschreiben ein Ziel, das wir gerne erreichen wollen, und skizzieren dann einen Weg, einen Plan, eine Strategie, wie wir dorthin kommen.

So lesen wir in seinem Buch:

" ... alle machen das Gleiche, der Revolutionär entwirft das Modell des zu schaffenden Gemeinwesens, der General den Plan zur Kriegführung, die Wirtschaftswissenschaftler die Kurve des zu realisierenden Wachstums ... So viele auf die Welt projizierte Schemata und Idealitätsschablonen, die man dann in die Wirklichkeit umsetzen muss. Aber was heißt hier "umsetzen", wenn man es in der Wirklichkeit machen will? Zunächst würde der Verstand "mit dem Blick auf das Beste" etwas konzipieren; dann würde er sich mit einem Willen ausstatten, um dieses Modell der Wirklichkeit aufzuzwingen. Aufzwingen, das heißt: überstülpen, sozusagen durchpausen, aber auch mit Gewalt durchsetzen." (S. 15)

Für mich ist das letztlich eine defizitorientierte Haltung der Welt gegenüber, die wir ständig mit unseren Bildern, wie sie sein sollte, vergleichen und der wir ständig unseren Willen aufzuzwingen versuchen. Aus meiner Arbeit in der Erwachsenenbildung und in der Beratung weiss ich: das mangel- oder defizitorientierte Denken wirkt sich wie ein dunkler Schatten aus, der sich über unsere Idealvorstellungen legt. Und oft ist es so: Je größer und ferner dieses Bild der gewünschten Wirklichkeit ist, desto dunkler und länger ist auch sein Schatten, der Wachstum und Blüte verlangsamt oder sogar verhindert.

Der Autor präsentiert die Denktradition des Taoismus als Alternative: Achte darauf, was das Potential des gegenwärtigen Augenblicks ist. Bleib flexibel und folge der Situation. Fördere das, was deinen Interessen dient.

Dies erinnert an den geduldigen Gärtner, der sich vor allem im Schauen, Wahrnehmen und Nicht-Handeln übt. Um dann im rechten Augenblick jene Samen, die er im Boden aufgespürt hat, zu Wachstum und Blüte zu verhelfen.

Statt mit einer fixen Vorstellung, wie der Garten auszusehen hat, wendet er sich ihm mit wachem Geist zu. Seine Sinne sind nicht verengt durch eine fixe Vorstellung und er hat auch keinen detaillierten Plan im Kopf. In dem er sich fördernd dem widmet, was ist, in dem er auf die der Erde innewohnende Kraft vertraut, nimmt er eine ressourcenorientierte Haltung ein.

Der Gärtner weiss, dass nur jenes Kraft in sich birgt, das als Potential schon vorhanden ist. Er ist sich bewusst, dass nur das wachsen kann, was als Same vorhanden ist. Und er schimpft auch nicht mit dem Apfelbaum, dass er keine Kirschen trägt.

Da ich im Moment an einem Sachbuch zum Thema "Didaktischer Reduktion" schreibe, hat mich besonders das 12. Kapitel "Lob der Leichtigkeit" inspiriert. Dort zeigt der Autor mit der Metapher "Wasser im Flussbett", wie es gehen könnte: das, was man verändern will vollständig und ganz umfliessen, um es dann umso kraftvoller zu gestalten.

Mir hat das Buch zahlreiche Einsichten geschenkt:

-Eine Situation "lesen" und ihr Potential erkennen (statt den eigenen Plan aufzwingen)
-Die Umstände analysieren und bewerten (und ihre Potentialität nutzen)
-Wie Wasser sein (zuerst ganz in Kontakt treten, erst dann gestalten)

Fazit: Ein lesenswertes Buch für alle, die sich für mehr Wirksamkeit interessieren und mit wenig Mühe eine grosse Wirkung erzielen möchten.
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am 19. Januar 2011
"Verständlich geschrieben" ist nicht das erste, was mir zu dem Buch einfällt. Es ist ein philosophischer Essay. Das muss man schon mögen.
Aber dann: Raus aus den überfischten Gründen von den Griechen über Kant zu den Existenzphilosophen, hin - nein, nicht zu quasi-esoterischem Geschwafel vom Tao und Yin und Yang - zu einem klar sprudelnden Gebirgsfluss. Geschrieben hat Jullien auf französich. Es wurde ins Deutsche übersetzt. Der Gebirgsfluss ist also eher durch ein leicht milchiges Plexiglas zu sehen. Aber er ist da und zu erkennen, auch ohne chinesisch gelernt zu haben! Faszinierend.
Es gibt tatsächlich ein anderes Denken als Fußnoten zu Plato und Aristoteles, ausreichend anders, dass ich es hier nicht skizzieren oder verorten kann. Nicht besser oder schlechter. Aber anders ist wohltuend genug, um sich diese gedankliche Bildungsreise zu gönnen.
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am 13. August 2012
Dieses Buch ist ein Juwel unter den vielen Büchern, die versuchen, dem westlichen Leser ein Verständnis der chinesischen Philosophie näher zu bringen. Die Gegenüberstellung von westlicher und asiatischer Denkweise zum Thema "Wirksamkeit" anhand zahlreicher Beispiele sowie die behutsame Heranführung an das komplexe Thema auf theoretischer wie auch praktischer Ebene ist dem Autor auf faszinierende Weise gelungen. Anfangs nicht ganz einfach zu lesen, enthüllt das Buch allmählich immer mehr von der geheimisvoll anmutenden, chinesischen Effektivitätsstrategie, die auf einen langfristigen Erfolg ausgerichtet ist.
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am 2. Oktober 2010
Dieses tolle Buch führt in die faszinierende Andersheit des chinesischen Denkens ein. Sehr verständlich geschrieben!!
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