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Kundenrezensionen

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am 19. Dezember 2013
hörte von dem Buch in einer Kritikerrunde im SWR3 im KUZ in Mainz. Kritiker faszinierten mich über den Inhalt
super gut, schnell über amazon bezogen ohne aus dem Haus zu müssen
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am 20. Mai 2014
Ein sehr schönes Buch voller Geschichten in Geschichten. Man wundert sich, dass es vor 250 Jahren geschrieben wurde. Wer "Leben und Ansichten von Tristram Shandy, Gentleman" von Laurence Sterne mag, wird auch das mögen. Das Nachwort von Hans Magnus Enzensberger passt auch sehr gut.
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VINE-PRODUKTTESTERam 20. Februar 2010
Ein sehr amüsant und unterhaltsam zu lesender Klassiker, in dem einerseits die Ideen der
Französischen Revolution vorweg genommen werden, da der Diener Jacques seinem Herrn gegenüber ausgesprochen aufmüpfig und selbstbewusst auftritt. Andererseits ist ihre Beziehung so partnerschaftlich und freundschaftlich, dass der Gedanke der Revolution fern liegt. Jacques beansprucht auf Grund seiner Lebenserfahrung und Menschenkenntnis die überlegene Rolle in ihren Unterhaltungen, er ist die Schwatzbacke, sein Herr leidenschaftlicher Zuhörer - obwohl der Herr gegen Ende auch seine amourösen Jugendtorheiten erzählt.

Die beiden sind unterwegs, das Ziel scheint fast nebensächlich, sie gehen, um sich zu unterhalten und um Erzählungen auszutauschen, und erinnern an berühmte Vorbilder von Herr und Diener, etwa Don Quichote und Sancho Pansa. Dabei behauptet der Erzähler: "Ich mag nun mal keine Romane" (273), er wolle vielmehr eine "Historie" schreiben und nur "wahr" sein. Entsprechend geht er mit seiner Rolle als Romanschreiber spielerisch und nach Belieben um, was sehr modern anmutet. Dieser freie Umgang mit der Romanform lässt ihn zu dem kommen, was für ihn das Eigentliche ist, nämlich ständig Geschichten und oft deftige Sittenbilder aus dem wirklichen Leben mitzuteilen. Die Romanhandlung ist so nebensächlich wie das Ziel der Reise, die Erzählungen und der ständige Diskurs der beiden über dieselben und über die Ereignisse, die ihnen zustoßen, sind die Hauptsache, hier werden Verhaltensweisen und philosophische Themen erörtert, Vorurteile in Frage gestellt und Tabus (jener Zeit) angekratzt.

Die Beziehung zwischen Jacques und seinem Herrn ist ziemlich komisch, weil Jacques einerseits klug und unverblümt, andererseits voller menschlicher Schwächen und Widersprüche ist. Sein Herr ist im Vergleich eher etwas farblos, er zeigt die Torheiten und Anmaßungen seines Standes, andererseits liebt und respektiert er seinen ungewöhnlichen Diener durchaus und kann es ohne ihn nicht aushalten. Dann ist Jacques eben der Fatalist, der im Gegensatz zu seinem Herrn die menschliche Willensfreiheit leugnet (ein Hauptthema jener Zeit) , das bedeutet, dass er die Ereignisse gleichmütig hinnimmt, nichtsdestoweniger aber auch lamentiert bzw. energisch und aktiv versucht, das Geschehen zu beeinflussen. Er hat tiefe Einsichten, etwa dass das Böse oft das Gute hervorbringt und umgekehrt, oder dass sorgfältiges menschliches Planen oft unabsichtlich das Gegenteil erreicht - diesem Zweck soll wohl auch die längere Erzählung von der Mme de La Pommeraye dienen, die ihrem ungetreuen Geliebten eine ausgeklügelte Rache angedeihen lassen will und das Gegenteil erreicht.

Diderot ist ein starker, furchtloser Geist, dessen Gedankengänge immer noch mit Gewinn nachzuvollziehen sind, weil sie sich durch Realitätsdichte, Unkonventionalität, einen kernigen Humor und eine sympathische Menschenfreundlichkeit auszeichnen.
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am 4. Mai 2011
Ein schönes Buch, amüsant zu lesen. Eine Reise in eine ferne Zeit, die in einer Ansammlung von Anekdoten dargeboten wird und dabei sehr aktuell anmutet.
Die Erzählweise ist erfrischend, ständige Unterbrechungen werden im Dialog mit dir, lieber Leser, diskutiert. Das macht diesen "Bericht von Wahrheiten" aus. Einen Roman zu schreiben bräuchte nur ein wenig Phantasie und wäre daher viel leichter gewesen, teilt der Autor uns im vertraulichen Zwiegespräch mit. Diderot macht deutlich, wie viel Phantasie er besitzt. Eine Anleitung und Inspiration zum Geschichtenerzählen, das ist dieses Buch.
Die Geschichte von Jacques Liebschaft lässt dabei auf sich warten... und worum geht's hier? Wie im echten Leben gilt für dieses Buch: Der Weg ist das Ziel. Am Wegrand wartet der eine oder andere philosophische Denkansatz und paart sich mit einer gelungenen Formulierung. Locker leichte 5 Sterne und viel Anerkennung.
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am 11. Juni 2002
Alles ist droben auf der großen Rolle niedergeschrieben ...
... sagt der alte Fatalist Jacques bei jeder Gelegenheit zu seinem Herrn und hilft ihm auch damit, die abenteuerliche Reise, auf der sich beide befinden unbeschadet zu überstehen.
Reite nicht zu schnell und auch nicht zu langsam vor den Halsabschneidern davon, denn es steht eh auf der "Großen Rolle" geschrieben, wie Dein Schicksal ausgeht.
Aber wie geht denn die Liebesgeschichte weiter, die der Herr so begierig ist zu hören?
Goethe las diesen philosophischen Roman als Abschrift, denn zu Lebzeiten Diderots im 18. Jahrhundert war dieser Text noch nicht als Buch erschienen.
Und der alte Geheimrat war begeistert.
Diderot nimmt als Autor ironische Distanz zu den Figuren und der Handlung seines Romans ein, spielt mit der Erwartungshaltung seiner LeserInnen und schuf nicht nur mit diesem Kunstgriff, sondern auch mit dem ihm eigenen Humor ein noch heute lesbares Werk, das nicht umsonst zur Weltliteratur gezählt wird.
Hat man sich erst einmal "eingelesen" und an die "altertümliche" Sprache gewöhnt, wird es schnell zu einem Lieblingsbuch derer, die diesen Humor teilen.
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am 23. Dezember 2013
Seit Jahrzehnten DAS Lieblingsbuch. Hier in einer neuen, großartigen, den Facettenreichtum des geistreichen, witzigen, humorvollen, frivolen Romans herausarbeitenden Übersetzung. Dass dieses Buch fast 250 Jahre alt ist, merkt man ihm nicht an. Es gibt keine vergnüglichere Lektüre.
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am 26. März 2016
"Jacques der Fatalist und sein Herr" ist ein Roman des französischen Philosophen Denis Diderot, welcher vorallem an seiner führenden Arbeit an der epochalen "Encyclopédie" bekannt ist. Den Roman um die Hauptperson Jacques schrieb Diderot wohl in den 70er Jahren des 18. Jahrhunderts, wenngleich er erst nach dem Tode des Autors den Weg in die Öffentlichkeit fand.

Das Grundgerüst der Handlung bildet eine Reise des titelgebenden Jacques und seines Herren. Wohin? Diese Frage lässt der Autor zunächst ausdrücklich unbeantwortet. Um die Zeit der Reise zu überbrücken, beginnt Jacques die Erzählung seiner Liebschaft; doch erst zahlreiche Zwischenfälle, Unterbrechungen und Überlegungen (nicht zuletzt durch den Autor selbst), Nebengeschichten und Beobachtungen bilden das Gesamtkonstrukt der Geschichte. Vieles wird in teils urkomisch-anmutenden Dialogen wiedergegeben, wobei sich die Hauptfiguren nicht allzu sehr um die stringente Verfolgung ihrer Haupthandlung bemühen. Mit voller Absicht betreibt Diderot eine Demontage der seinerzeit vorherrschenden Erzählstrukturen, mischt sich ein, unterbricht, führt Diskussionen mit dem Leser, stürzt sich von einem Nebenstrang zum anderen - und bleibt doch auf Kurs, mit einem klaren Konzept, dem sich seine vielen Geschichten einfügen. Denn über allem schwebt seine Philosophie, ohne das diese der Erzählung zur Last wird; mit Raffinesse und einer gewissen Lockerheit setzt Diderot seine Gedanken in Widersprüche, durchdringt sie, zeigt ihre Unvollkommenheit auf. Es erübrigt sich ob seiner historischen und philosophischen Bedeutung und Wirkung, auf die Genialität Diderots einzugehen; findet man Gefallen an philosophischen Gedanken, eingepackt in einer zugegebenermaßen anfangs etwas wirr-wirkenden Erzählkonstruktion, wird man mit dem Werk keinen Fehler begehen.

Das reclam-Buch ist gewohnt schlicht gehalten, es finden sich auf den letzten Seiten hilfreiche Anmerkungen zu Ortschaften, Personen, Sprichwörtern, auf welche Diderot nur zu gern verweist. Daran schließt sich ein Nachwort des Autors an, welches die Ideengeschichte des Werks, eine Auseinandersetzung mit dem innewohnenden Gedankengut und eine prägnante Darstellung des Lebens Diderots beinhaltet.

Brach Diderot zu seiner Zeit mit vorhandenen Schemata, so wird es dem geneigten Leser aktueller Literatur heute nicht anders ergehen; die Freiheiten, die sich Diderot beim Schreiben nimmt, sind ungemein erfrischend. Die Möglichkeiten eines Autors, welche weit über die bloße Schilderung einer Handlung hinausgehen, werden in voller Fülle ausgeschöpft. Es ist, als führte man eher einen angeregten Diskurs mit dem Buch, als bloß in seinen Seiten zu lesen. Ein erhellendes Erlebnis.
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am 31. Juli 2016
Ich habe Jakob und sein Herr als E-Book gelesen.

Herrliche Geschichte, Philosophie die einen schmunzeln macht. Kurzweilige Lektüre.
Jakob und sein Herr, ergänzen sich bestens bei der Frage ist es Schicksal oder steuern wir unser Leben selbst?
Wenn die beiden Protagonisten versuchen, während ihrer Reise ihr Leben zu steuern, kommen sie immer wieder bei der Fragen an: "...war es Schicksal?"
Mein Schicksal lies mich jedenfalls diese schöne Geschichte lesen und dafür bin ich dankbar.
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am 1. September 2015
Jacques und sein Herr reiten durch die Gegend mit unbestimmten Ziel. Dabei plaudern sie, obgleich beide keine ausgewiesenen Intelligenzbestien sind, geistreich über dieses und jenes. Jacques glaubt, dass alles Tun in Gottes Buch bereits niedergeschrieben steht, sein Herr weist dies zurück und besteht auf die Freiheit der Zukunft. (Für die Rätselfreunde: "Truly, for some men nothing is written unless THEY write it.") Dieser Gag zieht sich durch den Text, reichert sich aber nicht an, sondern ist bereits nach kurzer Zeit ausgelaugt. Geschichte um Geschichte schachtelt sich ineinander, erzählte und erlebte. Um den Leser bei Spannung zu halten, bedient sich Diderot der Cliffhanger-Technik - allein kaum jemand hat so viel Kraft, so lange am Felsen zu hängen. Der Text hat keine Dramaturgie, keine Dynamik, das Palaver ist, abgesehen von ein paar eingewirkten Lebensweisheiten, reiner Selbstzweck, wie es die Franzosen so lieben. Und was zu Beginn frisch und amüsant erscheint, wird über die Seiten zäh und zäher wie abbindender Gips.
Doch als Lektüre zum Amüsement für Zwischendurch, in kleinen Happen, durchaus geeignet.
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