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Gestalter, oft auch Grafiker genannt, müssen sich in der Hackordnung kreativer Berufe meist mit den unteren Plätzen zufrieden geben. Selbst wenn sie unter dem Titel Grafikdesigner auftreten. Aber selbstverständlich kennt auch diese Regel eine Ausnahme. Und die heisst Stefan Sagmeister. Den inzwischen mit Auszeichnungen überhäuften Österreicher zog es im zarten Alten von 29 Jahren nach Hong Kong, wo er bei Leo Burnett arbeitete. 1993 kehrte er nach New York zurück, wo er sich nach seinem Grafik und Design Studium an der Universität für angewandte Kunst Wien weitergebildet hatte. Nach der Gründung seiner eigenen Agentur ging es dann so steil aufwärts, dass er sich auch locker Auszeiten von einem Jahr leisten kann. Denn kommt er in sein Büro zurück, muss er sich zuerst durch die Warteschlange potenzieller Kunden durchkämpfen. Aber ist Stefan Sagmeister auch wirklich so gut, dass er diesen Ruhm verdient? Ich meine ja, ohne damit zu behaupten, unbekanntere Gestalter können keine Werke von Sagmeisters Qualität schaffen.

"Another Book about Promotion & Sales Material" nennt er sein neustes Opus. Und damit kokettiert er, wie es sich für einen Star gehört, mit den Gesetzen des Marketings und seiner Branche. Chantal Prod'Hom, die das Vorwort in Form eines Interviews schrieb, trifft den grossen Meister denn auch nicht einfach in einer Bar, sondern wird vom ihm empfangen. Er wirke entspannt und aufgeschlossen, schreibt sie, während ihm ein junger Kameramann auf Schritt und Tritt folge. Wer mit den Geschichten und Anekdötchen rund um Andy Warhol vertraut ist und dessen Werk trotzdem liebt, wird auch keine Mühe mit diesem Auftakt von Sagmeisters Buch haben. Wiedergegeben ist das Interview übrigens Deutsch und Englisch.

Die folgende Präsentation von Auftragsarbeiten ist in vier Kapitel unterteilt, deren Überschriften folgendermassen lauten: Kultur verkaufen - Verkaufen von Firmen - Meine Freunde verkaufen - Mich selbst verkaufen. Und damit das Ganze nicht allzu egozentrisch wirkt, kommen auch Martin Heller, Joseph V. Tripodi, Marian Bantjes und Mieke Gerritzen zu je einem Auftritt. Doch im Zentrum stehen dann doch die farbig abgebildeten Auftragsarbeiten, zu denen es jeweils kurze Erklärungen des Meisters gibt. Und die Angaben, wer als Art Director wirkte, das Design verantwortete und wer eben massgeblich beteiligt war. Natürlich werden auch Kundennamen, Daten und Formate aufgeführt.

Mein Fazit: Der Entschluss Stefan Sagmeisters, sein Büro ab 2011 jedes Jahr vom Januar bis März zu verlassen und nicht mehr sieben Jahre auf eine Auszeit zu warten, mag bei manchen seiner Berufskollegen neidische Gefühle wecken, korrespondiert aber mit Sagmeisters Arbeitsweise. Von seiner Konsequenz und Unbedingtheit zeugen auch die im neusten Buch vorgestellten Auftragsarbeiten. Sagmeister ist nicht nur gut, weil er berühmt ist - er ist auch berühmt, weil er gut ist.
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