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Kundenrezensionen

3,4 von 5 Sternen
4

am 22. Januar 2010
Das Buch ist sehr hilfreich für alle, die sich mit dem Sterben auseinandersetzen möchten. Für sich selber aber auch für die Begleitung eines Menschen für den der Tod unausweichlich bevorsteht. Durch viele Beispiele aus der Praxis der Autorin als Psychotherapeutin bei Menschen die Hilfe beanspruchen in Bezug auf das Sterben erhält man wertvolle Hinweise um die Angst vor dem Sterben abbauen zu können.
9 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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am 15. Februar 2006
Die vielen eindrücklichen Berichte von Sterbenden geben Zeugnis und nehmen hinein in einen Bereich, dem die meisten Menschen hilflos gegenüberstehen: dem Sterbeprozess. Nicht mehr der Tod scheint heute Tabu zu sein, sondern Leiden und Ohnmacht. Die Neuauflage des vielgelesenen Buches von Monika Renz vermittelt klare Antworten auf brennende Fragen: Warum die Ohnmacht nichtt nicht machtvoll beendet werden darf, warum Euthanasie Selbstbetrug wäre und was Patienten in solchem Prozess hören müssen. Erfahrungen mit über 400 Patienten sind im Buch aufgearbeitet worden. Die häufigsten 10 Fragen, welche der Autorin gestellt wurden, werden klar beantwortet. Ebenso 10 Situationen des Umgangs mit überforderten Angehörigen. Wie können wir sie verstehen und ihnen beistehen? Auch die Frage der Kommunikation am Sterbebett erhält ein grösseres Gewicht in dieser Neuauflage durch die 10 treffsicher entfalteten Ratschläge. Sterbebegleitung wird kompetent in vielen Aspekten dargestellt: als Psychotherapie, als Musiktherapie, als Familienbegleitung, als spirituelle Begleitung und seeIsorgerische und persönliche Aufgabe. Trotz dieser praktischen Seite, geht nichts von der atmosphärischen Dichtheit der Erstauflage verloren: Monika Renz führt in Achtsamkeit und Sensibilität an die Innenwelten von Sterbenden heran. Das Buch ist ein Muss für alle in diesem Bereich Tätigen und ein grosser Gewinn für Angehörige.
20 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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am 28. November 2012
Ich finde es zwar gut, dass sich die Autorin mit Sterbenden beschäftigt und diesen helfen will. Als Leser habe ich jedoch nicht viel mit dem Buch anfangen können, da Frau Renz immer wieder den Glauben in den Mittelpunkt stellt.
4 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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am 27. August 2013
Rezension für die Neuauflage
Zeugnisse Sterbender
Todesnähe als Wandlung und letzte Reifung

Ob gläubig oder nicht, ob kirchlich sozialisiert oder nicht, diese Neuauflage von Monika Renz ist ein Gewinn für all jene, denen Menschenwürde ein Anliegen ist.
Die vielfältigen Zeugnisse des Lebens angesichts des Todes nehmen mit hinein in einen Bereich, dem die meisten Menschen verunsichert und hilflos gegenüberstehen: den Sterbeprozess. Die Lektüre fesselt: immer mehr interessiert und staunend nimmt man Anteil an der Innenwelt Sterbender, ihren Nöten und Visionen. Dies liegt sicherlich zum grossen Teil daran, dass die Autorin ihre Grundüberzeugung und Hoffnung lebendig weitervermitteln kann, dass nämlich Todesnähe einen intensiven Prozess auf Wandlung, spirituelle Öffnung und Reifung hin auslöst.

So unterschiedlich Sterbeprozesse durch Angst, Verweigerung, Kampf, Schuld und Läuterung hindurch auch verlaufen mögen, Todesnähe ist Durchgang / Übergang und Öffnung. Vom Nein zum Ja, vom Festhalten zur Hingabe, vom Machtkampf zur Erfahrung von Freiheit, Friede und neuer Identität

Die Musik- und Psychotherapeutin Dr. Monika Renz lässt uns teilhaben an ihren Erfahrungen mit 80 Sterbenden, die sie im Rahmen eines Forschungsprojekts an der Onkologie des Kantonsspitals St. Gallen begleitet hat. Dabei weiss sich die Autorin dem je einmaligen Wesensgeheimnis jedes sterbenden Menschen ebenso verpflichtet, wie ihrer Pionierarbeit in den Grenzbereichen menschlichen Lebens. Ihre Sensibilität und Hellhörigkeit lässt sie in psychischen und spirituellen Prozessen Abfolgen und Gesetzmässigkeiten erkennen. Ihre konkreten Übersetzungshilfen ermöglichen, die terminale Sprache Sterbender zu verstehen und mit ihnen noch in Grenzzuständen zu kommunizieren.

Wissenschaftliche Ergebnisse der Sterbeforschung und der transpersonalen Psychologie (z.B. Erforschung spiritueller Krisen und Grenzerfahrungen) fliessen ebenso ein, wie musiktherapeutische, körpertherapeutische, tiefenpsychologische und theologisch-spirituelle Ansätze. Bei all dem bleibt die Würde des Einzelnen und das Einmalige, das jedem Sterben innewohnt im Vordergrund. Die Fülle aussagestarker Berichte, die systematische Erschliessung und Aufarbeitung charakteristischer Verhaltensweisen und Phasenabläufe bei Sterbeprozessen ist beeindruckend.

In zweifacher Hinsicht messe ich dem Buch von Monika Renz eine einmalige Bedeutung zu: einerseits sind es die Aussagen über das Innenleben Sterbender und den Sterbeprozess als solchen. Damit werden für fachlich und persönlich Interessierte Zugänge des Verstehens und Begleitens erschlossen. Die Protokolle ihrer Arbeit verdeutlichen die grosse Chance einer sachkundigen und zugleich emphatischen Sterbebegleitung. Durch ihre Wärme, Zugewandtheit und zugleich mit grosser Klarheit und Sachverstand führt sie durch Prozesse hindurch. Sie ermutigt, tröstet, stärkt, konfrontiert, spiegelt, hält Ohnmacht mit aus. Stockendes kommt dadurch in Bewegung, Dunkles findet Klärung, letzte Reifungsschritte können bewusster und intensiver vollzogen werden. So öffnen sich dem Sterbenden Räume, in denen ein erfülltes Sterben von innen her möglich wird.

Anderseits stellt dieses Buch die letzten Wochen, Tage und Stunden eines jeden Menschen in ein neues Licht. Es rührt an letzte Sinn- und Wertfragen und leistet damit auch einen Beitrag zur Humanisierung und Bereicherung der ganzen Gesellschaft.

Gerade als Buch über das Sterben wird es zur Aussage über das Leben. Sterben in tiefer Menschlichkeit wird möglich, wo es der Autorin gelingt, sich selbst radikal in die Beziehung zum Sterbenden einzulassen. Dabei schwingt die ganze Bandbreite ihres persönlichen und spirituellen Weges mit. Hier spricht jemand ebenso kompetent wie authentisch.

Das Buch ist wertvoll für alle, die sich selbst mit den Fragen rund um das Thema Sterben und Tod beschäftigen. Eindringlich zu empfehlen ist es jenen, die Sterbende begleiten, ob als Arzt/Ärztin, PsychotherapeutIn, MusiktherapeutIn, SeelsorgerIn oder Pflegende/r, ebenso den betroffenen Angehörigen.

Maya Hässig, Zürich
Eidg. anerkannte Psychotherapeutin
4 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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