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Kundenrezensionen

3,9 von 5 Sternen
49
3,9 von 5 Sternen
Besser
Format: Gebundene Ausgabe|Ändern
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VINE-PRODUKTTESTERam 21. Mai 2013
Antonia Pollak ist zickig, egozentrisch und gelangweilt von ihrem wohlbehüteten Bilderbuchleben in der Wiener Bussi-Bussi Gesellschaft. Ein paar wohlgehütete (dunkle) Geheimnisse, die totkranke Schwester, ein Unfall, der fast den Tod des Sohnes bedeutet hätte, ein Geliebter und ihre sorgfältig unter Verschluss gehaltene Vergangenheit, mit der sie so gar nichts (mehr) zu tun haben möchte - fertig ist das Rezept für einen sehr unterhaltsamen, pointiert und scharfzüngig geschriebenen Roman von der Knecht, einer - so sagt man - Institution in Österreich!

Einige ihrer Figuren kommen etwas hölzern und leblos rüber, besonders Adam, Antonias gutsituierter Mann, den sie stets als ihre Rettung betrachtet hat und es dennoch vorzieht, nebenbei eine Affäre zu haben. Trotz des Gefühls, blendend unterhalten zu werden, habe ich mich mehr als einmal gefragt, um was es Doris Knecht in "Besser" eigentlich geht: Um Vergangenheitsbewältigung? Darum, dass sich die Unterschicht von der Oberschicht immer unterscheiden wird? Dass man seine Vergangenheit nicht ignorieren oder aus dem Gedächtnis löschen kann? Oder dass wir am Ende doch alle gleich sind?

Eines jedoch hat Doris Knecht mit ihrem Buch spielend hinbekommen: ich fühlte mich eines ums andere Mal ertappt und musste das Buch beleidigt auf Seite legen ..... nur um es kurze Zeit später doch wieder zur Hand zu nehmen, weil ich wissen wollte, wie es mit Antonia & Co. weitergeht!
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am 13. Mai 2013
Anfangs dachte ich: " Ach, was habe ich denn da gekauft!?" Das Buch wird aber von Seite zu Seite interessanter und spannender. Ich finde es absolut lesenswert.
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am 4. Oktober 2014
Wenn man den Gedanken schon fast aufgegeben hat, ein Buch zu finden das ehrlich und abgrundtief in eine Mutterseele blickt wird man von Doris Knecht überrascht. Da ist nichts neues, revolutionäres sondern nur ein schlichter Blick in viele kleine Abgründe. Kurz vor dem Sturz kann man verstehen, warum es manchmal so schwer ist sich festzuhalten. Sprachlich geschickt ohne schmückendes Beiwerk reiht sich Scham an Spaß an Trauer an Glück.
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am 15. Juli 2013
Aufgrund der über-positiven Rezensionen habe ich mir dieses Buch gekauft.
Leider war es nicht ganz das was ich mir erwartet habe. Der Stil von Frau Knecht ist nicht wirklich meines.
Das ganze Buch wirkt bemüht tiefgründig. Ewige Beschreibungen von irgendwelchen Nichtigkeiten sollen offenbar Tiefgang vermitteln und zum philosophieren animieren. Bei mir hat das jedenfalls nicht geklappt und ich war das ganze Buch über eigentlich nur genervt.
Auch wird die Geschichte nur angedeutet und bleibt irgendwie offen.
Für Leute die diese Art von Büchern mögen, könnte es aber durchaus ein guter Kauf sein.
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am 15. Februar 2016
Liest sich sehr schnell, flüssig, unterhaltsam und stellenweise auch verwirrend.
Die Protagonistin lebt in der Wiener Upper class, weil Ehemann vermögend, und merkt erst anhand von Schicksalsschlägen, die sie nicht wirklich betreffen, dass sie sozusagen "braver" werden muss, und ihren Liebhaber verlassen sollte, weil ihre Familie verschont geblieben ist. Sozusagen ein "Wink des Himmels"
Das Ende gefällt mir überhaupt nicht. Stellt sich für mich die Frage: Ist der Autorin nichts Passendes eingefallen?
Meiner Meinung nach muss man das Buch nicht gelesen haben.
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am 2. Juli 2015
Aufgrund der überwiegend positiven Bewertungen habe ich mir das Buch gekauft. Leider eine Fehlentscheidung.
Mit der Protagonistin wurde ich überhaupt nicht warm. Sie kam mir ständig genervt, viel zu zynisch, humorlos und unzufrieden vor. Ich konnte immer nur max. 1 Kapitel lesen, dann musste ich aussteigen um mich nicht von dieser Stimmung anstecken zu lassen. Das Buch hat für mich auch keinen richtigen Plot, es sind eher Aneinanderreihungen von Kurzgeschichten und bemüht wirkenden philosophischen Themen. Keine einzige Person dieses Buches kam mir "lebensecht" vor, außer vielleicht der Schwester von Antonia Pollak. Aber dieser Charakter wurde nur beiläufig erwähnt. Der Schreibstil von Frau Knecht ist sehr gewöhnungsbedürftig, die überlangen Sätze machen das Erfassen ihrer Gedanken nicht einfacher. Alles in allem: ich finde man muss es absolut nicht gelesen haben.
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am 20. Januar 2016
Inhaltlich zu stark belehrend, wie man es im Leben besser machen soll, um glücklich zu sein. Das ständige Reflektieren der Hauptperson verliert sich oft in Wiederholungen, die durchaus gestrichen werden könnten, und unzusammenhängenden Behauptungen ohne Begründung. Die für Wien charakteristische umgangssprachliche Diktion ist nicht konsequent durchgeführt (z.B. Wir trafen uns beim Gerngroß. anstatt: Wie haben uns beim Gerngroß getroffen.)
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am 27. August 2017
Da mir schon "Wald" von der Autorin großartig gefallen hatte, habe ich nun "Besser" gelesen. Wieder hat es Doris Knecht geschafft, eine durchaus nicht rundweg positiv erscheinende "Heldin" zu schaffen, sondern etwas viel schwieriger zu Bewerkstelligendes, nämlich eine menschliche Figur!
Als Kunst empfinde ich, dass das Buch aus vornehmlich Gedankenschnipseln und Beobachtungen der Ich-Erzählerin keine lediglich aus lauter "spannenden" Vorkommnissen und Cliffhangern bestehende, lineare Handlung konstruiert, sondern der Sog sich aus dem ambivalenten Charakter, der Authentizität der Beobachtungen und oft nur Angedeutetem entwickelt. Auch die anderen Figuren überraschen öfters, weil sie sich Klischees entziehen. Für Freunde unaufgeregter Gegenwartsbelletristik unbedingt lesenswert.
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TOP 1000 REZENSENTam 2. Juli 2013
Antonia Pollak könnte es zufrieden sein, lebt Sie doch in Wiens Besserverdiener Kreisen, hat einen Mann der sie liebt, zwei Kinder, ein vom Gatten bezahltes Atelier in der sie als Künstlerin wirken könnte, einen Liebhaber, einen Kreis von Freunden der ebenfalls Geld zur genüge und ansprechende Berufe hat. Da wird gemeinsam gegessen, geurlaubt und geschwätzt. Alles geordnet, aufgeschlossen, kurz: wohlsituierte, liberale, moderne großstädtische Bürgerlichkeit. Nur Antonia fühlt sich in diesem wohlstandverwahrlostem Leben alles andere als zu hause. Das Sie aus einem ganz anderem Milieu stammt, beschädigte Kindheit mit alkoholkranker Mutter, eigener Drogensucht und einer Schwester die als sie sie brauchte nichts mit ihr zu tun haben wollte, macht Sie misstrauisch auf dieses Milieu in das Ehemann Adam hineingewachsen ist. Diese Vergangenheit wird im Lauf des Romans nach und nach ausgebreitet und da sie auch Antonias Geheimnis ist, ihr Mann weiß von all dem nichts, wird sie zum Spannungselement des Buchs.

Hellwach, sarkastisch bis zynisch zerlegt Doris Knecht durch die Augen von Antonia gesehen gnadenlos das selbstzufriedene Leben ihres Umfelds. Sich selbst spart sie dabei nicht aus.
Wie in Knechts Roman "Gruber geht" wird hier abgelästert, analysiert, zurechtgerückt und besser gewusst, überspitzt und auf den Punkt gebracht, die ganz große Keule und das Skalpell geschwungen. Das ist gekonnt, temporeich, bissig, boshaft, brutal ehrlich, klar und auf den Punkt. Mal in kurzen stakkatoartige Abschnitten geschrieben, dann durchbrochen von langen, mäandernden, aber immer klar bleibenden Sätzen.
Nur: muss einen diese Analyse, diese Schmähschrift auf ein (und aus einem) Milieu interessieren? Es werden bekannte Urteile und Vorurteile über modernes, gebildetes, liberal links ökologisches Spießertum oder wie immer man das eingrenzen möchte hervorgeholt. Alles schon dagewesen und mitunter offene Türen einrennend; Ja, so sind sie diese Geldhaber, Latte Trinker, Toskana Fahrer, Kinder Überbehüter und Optimierer, Multikulti liebend so lange sie nichts mit Ausländern zu tun haben müssen, Öko Delikatessen Kocher usw. usf.
Nein das müsste nicht interessieren, wenn man nicht so verblüffend oft das Gefühl hätte das die Autorin einem direkt in den Kopf gucken könnte. Unabhängig davon ob das beschriebene Milieu einem nun nahe ist oder nicht, allzu menschliches kommt immer wieder zum Vorschein, völlig losgelöst von den beschriebenen Typen.

Dabei ist der Stil mitunter der Star, nicht der Inhalt. Der Roman besteht aus einer Aneinanderreihung von Charakter- und Verhaltensanalysen der beteiligten Personen, wobei Klischees nicht ausbleiben. Das Buch kommt wie eine Sammlung von Kolumnen daher, die durch die Aufdeckung von Antonias Vergangenheit geklammert werden.
Der Leser sieht die Personen nicht einfach handeln, er hört Gespräche nur mit den Kommentaren Antonias versehen. Nicht der Leser entlarvt hier in dem er Schlüsse aus Handeln und Dialogen zieht, sondern er hört Antonia dabei zu wie sie das Milieu seziert, verachtet und Verlogenheit aufdeckt.
Bei aller analytischer Härte zeigt die Autorin sich aber auch einfühlsam und nachdenklich.

Ist Besser besser als "Gruber geht" der gleichen Autorin, im gleichen Milieu spielend?
Nein, nur anders, eine andere Perspektive einnehmend und geerdeter durch die Vergangenheit Antonias. Wie schon bei "Gruber geht" findet Doris Knecht ein durchaus sanftmütiges und versöhnliches Ende. Es wird besser. Soviel Milde überrascht, ist im Kontext aber nachvollziehbar.
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am 8. September 2013
...in das Leben der Protagonistin Antonia gewährt einem Doris Knecht in ihrem neuen Roman "Besser".
Antonia hat eigentlich alles, was für ein vermeintlich glückliches Leben wichtig scheint - Ehemann, Kinder, Freundeskreis, Geld. Und trotzdem sind da die Schatten der Vergangenheit, die immer wieder nach ihr greifen...

Das alltägliche Leben der Antonia wird interessant und bewegend erzählt, ihr Verhalten und ihre zum Teil recht erfrischend bodenständige Sicht auf die Welt hat sie mir total sympathisch gemacht - ich würde gerne mal bei einem Latte Macciato oder Glas Wein mit ihr zusammen sitzen oder shoppen gehen!

Kein Buch für Fans seichter Literatur, alle anderen sind hier vervorragend aufgehoben. Absolute Leseempfehlung!
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