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Kundenrezensionen

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am 28. September 2001
Als ich die ersten zwanzig Seiten des Buches las, war ich hellauf begeistert, meine Vergangnheit so exakt beschrieben zu finden.
Leider lässt diese Begeisterung mit steigender Seitenzahl zunehmend nach. Der Witz des Autors scheint sich ungefähr auf die erste Hälfe der Kapitel zu verteilen, die nächsten 50% wirken dann irgendwie, als hätte der Autor eine bestimmte Seitenzahl errreichen MÜSSEN. Einzig das IKEA-Kapitel ist nochmal wirklich GUT!
Alles in allem seinen Preis aber auf jeden Fall wert, und ein guter Anlass mit gleichaltrigen Leuten mal wieder herzhaft über die eigene Vergangenheit zu lachen!
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am 23. Dezember 2001
Wenn man das Buch an irgendeiner Stelle aufschlägt, kann man sich zwei, drei Seiten lang
angenehm unterhalten - als Generationsgenosse von Illies wird man Unzähliges
wiedererkennen. Vom pinken Labello bis zum roten Pelikan-Füller, vom Negerkussbrötchen
bis zu "Stück ma'n rück": Ein hübsches Schmunzel-Sammelsurium, keine Frage. Wenn man das
Buch jedoch von vorne nach hinten liest, erkennt man:. Für den, der da spricht, war das
angeblich "langweiligste Jahrzehnt des zwanzigsten Jahrhunderts" die beste aller möglichen Welten.
Ein gebildeter und betuchter Kleinstadtspiesser, der seine traurige kleine Welt gut beobachtet hat
und nun ernsthaft glaubt, sich zum Sprecher unser Generation aufplustern zu dürfen. Mich erinnert
das an die JU-Clique in meinem Abi-Jahrgang: Keiner konnte sie leiden, aber sie hielten sich für
unser Zentrum und Sprachrohr. Am Ende durfte einer von ihnen bei der Entlassungsfeier eine Rede
halten. Wir haben uns währenddessen draussen besoffen.
Generation Golf? In meinen verschiedenen Freundeskreisen der letzten 12 Jahre gab es
niemanden, für den dieses Auto irgendeinen Symbolwert hat. Hatte ich nur mit verschrobenen
und weltfremden Narren zu tun? Oder spricht Illies selbst nicht gottlob nur für eine Minderheit?
Man kannte sie ja durchaus, die Golffahrer, Barbourjackenträger und Fitnessstudiogänger,
aber ganz im Ernst: Mit solchen Leuten wollte man doch nichts zu tun haben. Bis zu unserem,
sagen wir mal, 14., 15. Lebensjahr sind Illies Beschreibungen sicher allgemeingültig, aber von
der dann stattfindenden Lagerbildung hat er nichts mitbekommen. Deshalb ist es auch egal, ob
seine Beschreibungen ernst oder ironisch gemeint sind: Er kennt nichts anderes. Dass es jenseits
der verhassten Alt-68er immer eine lebendige Alternativkultur gegeben hat: Kein Wort davon.
Was für ein prima Feindbild hätten Grunge und "Slackertum" der frühen 90'er abgeben können
für unseren braungebrannten Jahrgangssprecher! Aber mein Gott, noch nicht mal Die Ärzte
kommen in dem Buch vor,dass wäre doch das Mindeste gewesen, die waren während der
Pubertät doch ein ganz zentrales Erlebnis für unsere Generation. Zur politischen Einordnung
genügt es, den abschließenden Dank an Helmut Kohl zu erwähnen: Auch hier ist es ganz
gleichgültig, ob das ernst oder ironisch sein soll, denn in toto kennt Florian Illies überhaupt
nichts anderes als Helmut Kohl. Wäre ja auch nicht schlimm - wenn ihn nur jemand davon
abhielte, eine ganze Generation in Sippenhaft zu nehmen. Dagegen muss man sich doch wehren.
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am 13. September 2002
Dieses Buch las sich am Anfang wie ein Horoskop: Wie bei einem solchen traf einiges tatsächlich zu, vieles war aber auch Sache der subjektiven Interpretation. Wie auch immer; es machte Spaß und war unterhaltsam ohne jedoch tiefsinnig zu sein. Je weiter sich Illies aber von der Jugend bis zur heutigen Gegenwart bewegte, desto weniger konnte ich mich in seinem Bild unserer Generation (genau, ich gehöre dazu) wiedererkennen. Wie schon im richtigen Leben, so war es dann auch im Buch. Als Kind hatte man noch richtig Spaß, als Erwachsener findet man vor lauter Schranken seinen Weg nicht. Illies hat vor lauter Absicht, ein möglichst breites Themenspektrum abzugrasen, leider sein geplantes Ziel verpaßt.
Ich habe schon ein Problem mit dem Begriff Generation X, aber Generation Golf paßt mir nun gar nicht. Das schlimme ist: trotzdem fahre ich einen. Am meisten nervte der lehrerhafte Ton im letzten Drittel des Buches und die zunehmenden Pauschalisierungen mit denen dann auch der letzte Wiedererkennungswert verloren ging. Vielleicht sollte dies auch nicht so sein, jedenfalls bin ich Individualist und nicht angehöriger des Golf-Kollektivs. Schade das Florian Illies den Humor und die "Trefferquote" des wirklich guten Anfangs nicht über das ganze Buch retten konnte.
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am 27. Dezember 2001
Meine Eltern haben mir dieses Buch zu Weihnachten geschenkt. Sie meinten wohl, ich (BJ '72) würde mich darin wiederfinden. Nun ja, die aufgezählten Markenprodukte kennen wir alle. Die Poster von Duran Duran oder Kim Wilde schmückten auch mal meine Jugendzimmer-Tapete. Und die lustigen "Tele-Spiele" des Commodore 64 haben mir und meinen Freunden in den Schulferien so manche durchgemachte Nacht beschert. Alles "fetzig", "schrill" und "voll geil". Aber mit spätestens 15 war's bei mir damit auch vorbei. Das Problem des Florian I. ist: Er ist und bleibt ein Popper, "echt ätzend". Hat sich irgendwann der langweiligsten Jugendkultur der 80'er angeschlossen und bis heute einfach so weitergemacht. Abi, Studium, FAZ - immer brav und strebsam sein, immer CDU wählen, immer nachmachen was in diversen Trend-Bibeln steht, immer in die Sckicki-Läden rennen und verklemmt, mit dem Bier in der Hand, den ganzen Abend in der Ecke stehen. Und jetzt versucht er in diesem Generationsportrait allen anderen zwischen 1965 und 1975 Geborenen sein kleines, langweiliges Weltbild überzustülpen. Er vergißt dabei aber, daß er nur einen Teil dieser Generation repräsentiert. Diese Generation war doch in den 80'ern völlig fragmentiert. Kein Wort über Mods, Teds, Punks, Metalheads, Waver, Psychs, Skins, Scooter-Boys, Rude-Boys, Ökos, etc. Stattdessen pickelige Mathe- und Physikasse mit Aktenkoffern. Diese Typen gab es schon davor und wird es immer geben. Kein Wort über Einstürzende Neubauten, DAF und Die Ärzte. Stattdessen Nicole und Culture Club. Kein Wort über Hafenstrasse und Hamburger Kessel. Stattdessen Tennis-Daviscup. Kein Wunder, daß er die 80'er so langwelig findet.
Lieber Florian: Dein Buch bietet ein nettes Portrait über Dich und Deinesgleichen. Als Automobil zur Welt gekommen, wäret ihr wohl ein Golf geworden. Aber bitte maße Dir nicht an, Du und dein Milieu, in dem Du dich bewegst, sei maßgeblich für uns alle !
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am 3. Dezember 2008
Florian Illies Buch "Generation Golf" beginnt stark um dann Kapitel für Kapitel stark nachzulassen. Es wird von Kapitel zu Kapitel immer langweiliger. Konnte ich (Jahrgang 1974) mich anfangs noch öfter in diesem Buch wiederfinden, so häuften sich im Verlauf des Buches die Situationen, die ich gänzlich anders erlebt habe. Zum Beispiel war mein Schüleraustausch mit Frankreich einfach nur gut.

Vor allem glaube ich nicht, dass unsere ganze Generation in erster Linie auf das Aussehen achtet und schon als Student nur damit beschäftigt war teure Klamotten zu kaufen. Illies schreibt hier wohl eher über sein Leben, dass er anscheinend schon im Teenageralter als ziemlicher Spieser verbrachte. Einer ganzen Generationen dieses eher traurige Leben als Etikette zu verpassen ist doch sehr weit hergeholt.

An alle, die in den 60ern und 70ern geboren sind und bisher ein halbwegs spannendes und nicht nur auf Äußerlichkeiten ausgerichtetes Leben hatten, kann ich nur appellieren: Kauft dieses Buch nicht - ihr ärgert euch nur ob der vertanen Zeit.
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am 18. November 2004
ist herr illies nicht journalist? hätte man da nicht ein paar mindeststandards erwarten können:
1) akzeptablen schreibstil
2) geistreiche pointen
3) ausreichende recherche??? (nur ein paar kleine beispiele: prinz charles und o. bierhoff sind nicht derselbe jahrgang, schlümpfe können durchaus auch weiblich sein (schlumpfine), klaus fischer spielte 1982 längst nicht mehr bei schalke!)

hätte er diese kriterien erfüllt, hätte ich durchaus und gerne darüber hinweggesehen, dass er nicht zu den leuten gehörte, mit denen ich in meiner generation gerne verkehrte.
gut, seine motivation ist klar: auf den 80er-nostalgie-trip aufspringen und ohne jeglichen aufwand und ohne ideen schnelles geld machen. weiterer beweis: generation golf 2!
vom kauf wird dringend abgeraten!!!
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am 8. Januar 2002
Nach einem starken Anfang (Beschreibung eines archetypischen Samstagabends Anfang der 80er) lässt das Buch stark nach. Generell schließt der
Autor zu sehr von seinen persönlichen Erfahrungen auf eine ganze Generation. Mir (Jahrgang 70) fällt in meinem ganzen Abi-Jahrgang von 90 Leuten gerade mal 1 (!) Mitschüler ein, auf den die Merkmale der Generation Golf so in etwa passen. Sicher, es gab
solche Hansel, vielleicht sogar ziemlich viele, aber sie sind sich nicht die dominierende Gruppe.
Mein persönlicher Eindruck von dieser "Generation" ist eher der eines sehr, sehr heterogenen Haufens.
Die Beschreibung mag vielleicht auf den typischen
späteren Jura/VWL/BWL-Studenten zutreffen, aber waren die jemals anderst ? Generell findet sich in dem Buch viel alter Wein in neuen Schläuchen, eine
hedonistische, geschniegelte, konservative Generation, die sich an der linken Vorgänger- generation reibt, hatten wir das nicht schon Anfang/Mitte der 80er Jahre ? Aber das hat Illig in seiner Kleinstadt wohl nicht so mitgekriegt.
Auch ist der öfters recht snobistische/arrogante Unterton des ganzen ziemlich peinlich.
Dennoch, so zum Zwischendurch lesen ist das Teil recht unterhaltsam, es gibt genug lesenswerte
Datils über die 80er.
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am 27. September 2001
Moin, okay, fünf Sterne würde ich dem Buch nicht unbedingt geben, denn an ein, zwei Stellen ist es doch etwas zäh. Ansonsten aber kann ich mich über einige der schlechten Leserkritiken an dieser Stelle nur wundern. Was Herr Ilies beschreibt, das sind die 80er. Vielleicht waren es nicht die 80er in einem Frankfurter Plattenbau-Komplex, es waren auch nicht die 80er der DDR, denn Herr Illies ist nun einmal ein Kleinstadt-Wessi (wie 75 Prozent der bundesdeutschen Bevölkerung). Aber was er beschreibt, trifft dieses Zeitalter sehr genau. Was sein Buch sympathisch macht ist die Tatsache, dass er nicht der Supermann ist, der schon damals seine Zeitgenossen für ihren schlechten Gschmack verabscheute und über allen Dingen stand. Er ist ein vollkommener Normalo in einer Zeit, die von sich geglaubt hat, neonfarbene Brillenbänder seien etwas Normales! Dies zuzugeben, das bedarf heutzutage, in einer Zeit, in der jeder Mensch etwas Besonderes sein möchte, fast schon Mut. PS: Gewonnen hat die Taschenbuchausgabe bei mir übrigens auf Seite 34 im Kapitel über einen Schüleraustausch mit Frankreich. Ich möchte bestätigen, dass alles, aber auch wirklich alles, was er auf dieser Seite beschreibt, der Wahrheit, der reinen Wahrheit und nichts als der Wahrheit entspricht.Ich habe es genau so 1986 in Witten an der Ruhr genau so erlebt.
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am 23. Mai 2013
Teilweise konnte ich viele Phänomene, die Illies in diesem Buch schildert, wiedererkennen. So kam ich in der Grundschule durchaus die Bedeutung von Pelikan und Geha als kindische Statussymbole meit Mitschülern mit. Auch scheint "Wetten Dass" bei vielen Familien meiner Klassenkameraden gesehen worden zu sein.

Allerdings schildert Illies doch eine Kindheit und Jugend aus ziemlich kleinbürgerlicher Sicht. Dies zeigt sich unter anderem daran, dass nur die Vertreter der Mainstreammusik, nicht aber innovative Bands aus dem Punk-, Hardcore-, No Wave-, Metal- und Technobereich Erwähnung finden. Aber gerade in diesen Musikrichtungen gab es in den 80er Jahren zahlreiche gute Musiker, die auch von jungen Menschen gehört wurden.

Allerdings wohl nicht von Illies, der damit nur zeigt, dass er eine sogenannte Mainstreamjugend hatte. Für diesen Teil der damals jungen Menschen ist die Bezeichung Generation Golf vielleicht zutreffend, sicher aber nicht für den großen Teil der Jugend, die damals schon andere Musikformen kennenlernte.

Aber auch die Bedeutung des Golfs ist übertrieben. Als Traumautos galten bei uns doch eher Sportwagen aus Italien oder BMWs. Aber der Golf?

Die Abneigung gegen den Sonntag dürfte Illies ebenfalls nicht mit jedem gemein haben, war dies doch der einzige wirklich schulfreie Tag. Anscheinend schien sich Illies aber nicht mit sich selbst oder mit Freunden beschäftigen zu können.

Und was sagt es aus, wenn er schreibt, dass die seit Anfang der 1990er Jahren verbreiteten Seifenopern zum beherrschenden Fernseherlebnis seiner Generation wurden? Er war doch damals schon über zwanzig Jahre alt und eigentlich nicht mehr so jung, um mit dem Konsum eines derartigen sich ständig wiederholenden Schwachsinns anzufangen.

Zusammengefasst ist Generation Golf die Sicht eines zumindest damals kleinbürgerlichen, an die kulturlose Konsumgesellschaft angepassten Kindes und Jugendlichen auf die 1980er Jahre. Das muss man wissen, um sich nicht total zu wundern, warum man sich nicht in dieser Beschreibung wiederfindet.
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am 15. Juli 2006
Etwas mehr Struktur hätte dieser Bestandsaufnahme definitiv gut getan! So wie er in fröhlicher Beliebigkeit von den 70ern in die 90er springt und von dort zurück in die 80er, so scheint sich der Autor auch thematisch einer "guten Überleitung" kategorisch verweigern zu wollen. Von eigenen Kindheitserlebnissen geht es gnadenlos weiter zu einer Bewertung verschiedener Lifestyle-Magazine, woraufhin wir uns damit zu beschäftigen haben, was irgendeine Stefanie so für ein Mensch ist.

Stilistisch enttäuscht der Text - besonders in der 1. Hälfte - durch einen teilweise recht unübersichtlichen Satzbau sowie durch den recht bemüht wirkenden Versuch, unbedingt witzig sein zu wollen. Ungefähr ab der Mitte kommt diese Ambition zum Glück etwas zur Ruhe. Dadurch wird der Text dann stellenweise tatsächlich witzig. Inhaltlich hinterlässt er bei mir eher einen Nachgeschmack des Zweifels, und zwar in doppelter Hinsicht:

Zum einen zweifele ich daran, ob der Entstehung des Buches wirklich immer gründliche Recherchen vorausgingen, bzw. ob ihr ein sorgfältiges Lektorat folgte. Einige Passagen vermitteln eher nicht diesen Eindruck. So schwappte nach meiner Erinnerung die "Jogging"-Welle definitiv bereits Ende der 70er aus USA nach Deutschland, spätestens Anfang der 80er; auf keinen Fall aber erst, wie auf Seite 71 behauptet, Mitte der 80er Jahre. Und wer sich jemals das "Woodstock" - Video angesehen hat, der weiß, dass die Kleidung der Damen seinerzeit durchaus jede Menge an tiefen Einblicken gewährte, ebenso, wie meisten die Herren ihre durchtrainierten Oberkörper nicht verstecken mochten. Von jener unerotischen Verhüllung, die uns der Text auf S.167 suggerieren möchte, kann in diesem Zusammenhang jedenfalls keine Rede sein.

Zum anderen habe ich mich gefragt: Kann es tatsächlich sein, dass der durchschnittliche Angehörige der im Klapentext genannten Altersspanne (also der heute 31 bis 41 jährigen) Altbauwohnungen mit Parkettboden und Stuckverzierung bevorzugt, Daily-Soaps gut findet und "Monitor" hasst, Fitness- und Sonnenstudios bestürmt, kein schlechtes Gewissen entwickeln kann, wenn er andere für sich arbeiten lässt, und dass ihm die Auswahl des richtigen Deos in der Drogerie wichtiger ist als die Auswahl des richtigen Politikers im Wahllokal?!? Oder wird hier nicht doch eher nur ein Teil dieser Generation angesprochen - eine Minderheit gar -, der sich selbst für repräsentativ hält oder sich unbedingt dafür halten möchte? Der Text selbst räumt diese Möglichkeit ein; wenn auch bemerkenswert spät, nämlich erst auf Seite 159: "... aber so ist die Haltung unserer Generation, beziehungsweise natürlich des Starnberger-See-Düsseldorf-Bonn-Berliner-Teils von ihr, aber von ebendem ist ja ohnehin die ganze Zeit die Rede."

Was alle diese Kritikpunkte freilich entscheidend aufwiegt, ist die Wiederbegegnung mit längst vergessen geglaubten Namen, Produkten, Musiktiteln und Lebensgewohnheiten sowie der zuweilen herrlich "böse Blick" auf den Zeitgeist von damals und heute.

Als Angehörigem der "Generation Golf" ist mir dieses Leseerlebnis drei Amazon-Sterne wert ...
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