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Kundenrezensionen

4,6 von 5 Sternen
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4,6 von 5 Sternen
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am 10. Juli 2017
Während ich das Buch gelesen habe, habe ich mir immer wieder die Frage gestellt: Wer kommt auf die Idee, dieses Buch mit Erich Maria Remarques "Im Westen nichts Neues" zu vergleichen oder gleichzustellen (so wie es in verschiedenen Kritiken zu lesen ist)? Das grenzt an Spott und Hohn.

Mir war von vornherein natürlich bewusst, dass das Buch nicht die tatsächlichen Erlebnisse des Autoren wiederspiegelt, sondern
eher auf Erzählungen, Briefen oder Augenzeugen berichten beruht. Allerdings merkt man das auch deutlich.

Teilweise werden im Buch Behauptungen aufgestellt, die lediglich die Meinung des Autors sind und nicht belegt sind, z. B. Falkenhayns Taktik, Frankreich bei Verdun bewusst "weißbluten" zu lassen bzw. weitere subjektive Schilderungen über Misshandlungen der Zivilbevölkerung von beiden Seiten, etc...

Ich würde mir das Buch nicht mehr kaufen.
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am 21. September 2013
Dieser spannende Roman führt uns zurück in eine Zeit, als noch niemand etwas vom Holocaust ahnte, und die vollständige gesellschaftliche Anerkennung für die deutschen Juden so nahe zu sein schien wie nie zuvor. Voller Begeisterung stürzt sich der junge Ludwig Kronfeld in sein Studium der Rechtswissenschaft und seine Liebe zu Karoline, seiner Kommilitonin. Der Ausbruch des Ersten Weltkriegs scheint ihm die große Bewährungsprobe zu sein, die alles zum Besten wendet. Hat nicht der Kaiser persönlich erklärt, er "kenne nur Deutsche"?

Aber werden sich Ludwigs Hoffnungen und Wünsche tatsächlich erfüllen? Verfolgt ihn der Antisemitismus der "Heimat" nicht bis an die Front? Werden seine künftigen Schwiegereltern ihn akzeptieren, wenn er mit dem Eisernen Kreuz an der Uniformjacke vor ihnen steht?

Und wie sieht es beim Feind aus? Kämpfen dort nicht auch Juden? In französischer Uniform? Wer ist der geheimnisvolle Fremde, dem Ludwig bei einer spontanen Verbrüderung der gegnerischen Soldaten am Weihnachtsabend 1914 im Niemandsland zwischen den Schützengräben begegnet?

Avi Primor hat das Schicksal der jüdischen Soldaten im Ersten Weltkrieg anhand von mehreren Lebensläufen erzählt und dabei offenbar aus reichen Quellen geschöpft. Die Feldpostbriefe von Überlebenden und Gefallenen, die er zitiert, zeigen ein lebendiges Bild vom Leben und Sterben, vom Glauben, Lieben und Hoffen dieser jungen Männer, von denen so viele ihr Leben für Deutschland, Österreich, Frankreich oder Russland gaben.

Mit großem Einfühlungsvermögen beschreibt Avi Primor auch die Frauen, deren moralisches Urteil genauer und realistischer ist als das der Männer und die sich am Ende fast als stärker erweisen als ihre Geliebten, Brüder und Söhne.

Alles in allem ein berührender, spannender Roman, der die Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts aus einer neuen, uns fast unbekannten Perspektive schildert und Informationen enthält, die man nicht jeden Tag liest.
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am 18. Januar 2014
Dieses Buch hat mich sehr beeindruckt. Dem Autor gelingt es, die Zeit kurz vor und während des ersten Weltkrieges aus der Sicht von zwei jungen Männern und deren Familien lebendig werden zu lassen. Die Schilderung der Ereignisse aus dem Blickwinkel eines deutschen und französischen jungen Mannes machen von ganz allein den Wahnsinn eines solch zerstörerischen Krieges deutlich. Dabei geht es in dem Buch nicht nur um die unmittelbaren Ereignisse im Krieg. Über die erste große Liebe, die die beiden erleben und die Schwierigkeiten die dies bei Familien unterschiedlichen Glaubens auslösen kann, wird auch ein guter Blick auf die damalige Gesellschaft und die teils starren, von Vorurteilen geprägten, Ansichten geworfen. Die schwierige Lage der Juden in Anbetracht jahrhundertealter Vorurteile wird aus der Geschichte sehr gut deutlich ohne das der Autor dieses Thema mit einem "sichtbar erhobenen Zeigefinger" (Gründe dafür gäbe es ja nun wirklich genug) so in den Vordergrund stellt, dass davon alles überlagert wird. Nein, diese Aspekte fließen wie von allein in ein anspruchsvolles, spannendes, lehrreiches und bewegendes Buch.
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am 9. Dezember 2015
Als ich gelesen habe, dass manche den Roman lediglich mit 3 Sternen bewertet haben, habe ich mich dazu entschlossen ebenfalls eine Rezension zu verfassen.
Ich habe mir das Buch selber nicht ausgesucht, weil ich sonst eher an anderen Genres interessiert bin, doch innerhalb eines Seminar in der Universität sollten wir das Potential dieses Romans für Schülerinnen und Schüler erörtern. Meiner Meinung nach besitzt dieser Roman großes Potential gelesen zu werden - sowohl von jung als auch von alt! Zugegebenermaßen kenne ich mich in verschiedensten Themen der Geschichte nicht sehr gut aus, doch gerade deshalb hat Avi Primor große Arbeit geleistet, Menschen wie mir eine solche Thematik so nahe zu bringen. Ich war so begeistert, dass ich das Buch sofort meinem Opa geliehen habe, welcher quasi das Gegenteil von mir darstellt und sich sehr gut mit dem 1. Weltkrieg auskennt. Auch er ist schlichtweg begeistert!
Ich bin wirklich dankbar, dass Avi Primor eine Nähe zu den Protagonisten geschaffen hat, denn ich würde behaupten, dass ich mich zuvor noch nie der damaligen Realität so nahe geführt habe. Selbstverständlich ist es nicht möglich sich in die Hauptfiguren hineinzuversetzen ohne solche Umstände tatsächlich erlebt zu haben und gerade deshalb schätze ich den Roman sehr überhaupt eine Nähe geschaffen zu haben!
Speziell die Thematik des Judentums hat mich zudem sehr beeindruckt, welche meines Erachtens oftmals innerhalb des 1. Weltkrieges eher nicht behandelt wird.

Möglicherweise haben andere mehr Ahnung als ich von der Thematik, sodass der Roman vielleicht nicht so auf sie wirkt wie auf mich, doch mich persönlich hat das Buch sehr gefesselt und ich kann es nur weiterempfehlen!
Ich hoffe auf weitere Romane Avi Primors, die vor allem der jungen Leserschaft die damalige Zeit spannend und wahrheitsgetreu näher bringt.
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am 29. August 2015
Frankfurt am Main, 1914: Der Jurastudent Ludwig Kronheim brennt darauf, für Deutschland in den ersten Weltkrieg ziehen zu dürfen. In einem liberalen jüdischen Elternhaus aufgewachsen, sieht er sich zuallererst als Deutscher, danach erst als Jude. So teilt er die allgemeine Begeisterung, die in den Straßen spürbar ist, ganz anders als seine Freundin Karoline. Sie kann nicht verstehen, wieso Ludwig sich auf das harte Soldatenleben freut, das ihn unweigerlich mit dem Tod konfrontieren wird. Trotzdem bemühen sich die beiden, ihre Beziehung aufrecht zu erhalten und schreiben sich jeden Tag.
Zur gleichen Zeit macht in Bordeaux, Frankreich ein Bäckersohn ähnliche Erfahrungen wie Ludwig. Louis Naquet hat gerade seine Reifeprüfung als einer der Besten bestanden, da flattert auch schon sein Einberufungsbefehl ins Haus. Noch während seiner Grundausbildung beginnt der Krieg und die Strapazen der Ausbildung kommen Louis mit einem Mal wie ein Spiel vor. Ein Spiel, das ihn nur unzureichend auf den Ernst vorbereitet hat...

"Süß und ehrenvoll" - zwei Worte, die eigentlich so gar nichts mit dem bestialischen Stellungskrieg zu tun haben, der vor hundert Jahren halb Europa in den Tod gestürzt hat. Und doch war natürlich nicht alles grausam, den Menschen widerfahren trotz allem auch noch schöne Dinge. So hält Ludwig an seiner großen Liebe fest, immer in der Hoffnung, der Krieg möge bald vorbei oder der nächste Urlaub nah sein. Auch Louis freut sich jedes Mal auf Zuhause, auf seine warmherzige Familie und den über alles geliebten Vater. Man spürt beim Lesen richtig, dass die Soldaten bei ihren Heimatbesuchen eine andere Welt beschreiten und dass niemand, der die Schlachtfelder nicht mit eigenen Augen gesehen hat, nachvollziehen kann, wie das Leben in den Schützengräben abläuft. Avi Primor schafft es auf unvergleichliche Weise, all diese Erlebnisse lebendig werden zu lassen. Er verwebt sein Wissen gekonnt mit der Handlung, sodass sie immer interessant bleibt und man gleichermaßen mit Ludwig und Louis mit bangt, mit leidet, mit liebt.
Besonders der Briefverkehr hat mir gefallen. Zwar beherrscht er an manchen Stellen das Geschehen, aber er lenkt nicht vom Thema ab oder schlägt eine neue Richtung ein. Durch dieses Stilmittel erhalten die darin beschriebenen Situationen einen realistischen Charakter, was mich teilweise sehr bewegt hat. Die beiden Protagonisten erzählen von ihren Erlebnissen mit den Kameraden, von den Kämpfen oder auch von ihrer Freizeit. Auch bedeutende Ereignisse und Personen werden mit eingebunden, wie beispielsweise das Weihnachtswunder von 1914. Besonders interessant ist dabei, dass man die Geschehnisse aus zwei verschiedenen Blickwinkeln erfährt. So wiederholen sich zwar ein paar Beschreibungen, aber jedes Mal erlebt man sie neu, mal aus deutscher Sicht, mal aus französischer, aus Soldatensicht oder der zivilen.
Die Perspektive wechselt dabei unregelmäßig. Zunächst wird Ludwigs Leben näher beleuchtet, erst später erfährt man dann mehr über Louis und seine Familie. Auch sie sind liberale Juden und können in Bordeaux relativ unbehelligt leben. Genau wie Ludwig fühlt sich Louis zuallererst seiner Nation verpflichtet, erst danach kommt die Religion. In diesem Zusammenhang war auch der Umgang mit den Juden in der Armee sehr interessant. Während es auf französischer Seite eher wenig Probleme gab, verbreitete sich der Antisemitismus unter den deutschen Soldaten wieder stärker, je länger der Krieg dauerte. Aber auch die verschiedenen Formen des Judentums werden thematisiert, ein völlig neues Gebiet für die Protagonisten und wohl auch für die meisten Leser.

Dieses Buch ist stellenweise grausam, ekelhaft, unmenschlich, aber mindestens genauso spannend, gefühlvoll und bewegend. Für mich war es definitiv ein Mehrwert und ich empfehle es wirklich sehr gerne weiter.
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am 18. Juli 2014
Avi Primors Buch ist keine schlechte Lektüre, aber keinesfalls das bahnbrechende Werk, als das es in den Medien teilweise bezeichnet wurde. Die Geschichte begeistert-patriotischer jüdischer Soldaten im Ersten Weltkrieg war schon zuvor nicht so unbekannt, wie es sicher auch aus verkaufstechnischen Gründen dargestellt wurde (man lese zu dem Thema beispielsweise Amos Elons "The Pity of it All"/"Zu einer anderen Zeit"). Primors Erzählung aus zwei Perspektiven ist nicht ungeschickt aufgebaut und fesselt durchaus. Die Dialoge und Episoden wirken allerdings zum Teil recht konstruiert, als sei es dem Autor darum gegangen, möglichst viele bekannte Weltkriegsmomente und möglichst lehrreiche Dialoge in der Geschichte unterzubringen. Alles in allem lohnt sich die Lektüre, aber man sollte nicht zu viel erwarten.
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am 6. November 2013
Nach der sehr guten Rezension des Buches in der FAZ habe ich es mir sofort gekauft. Die Geschichte des jungen Deutschen Juden Ludwig und des jungen Französischen Juden Louis zur Zeit des 1. Weltkriegs hat mich nicht mehr los gelassen. Ich möchte die Handlung nicht verraten. Deshalb nur so viel: Ludwig kämpft auf der Seite der Deutschen, Louis auf der Seite der Franzosen und an einem Weihnachtsabend begegnen sie sich sogar auf dem Schlachtfeld in Frankreich.....
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am 10. März 2014
Ehrlich gesagt: Ich kann mit Kriegsromanen nicht viel anfangen. Und ganz unter uns: In Geschichte war ich bestimmt nicht Klassenbeste. Warum also habe ich dennoch einen Kriegsroman gelesen, der sich mit dem 1. Weltkrieg befasst? Ganz einfach: Weil es ein gutes Buch war und ich einiges auf spannende Weise dazu gelernt habe.
Avi Primor hat mit "Süß und ehrenvoll" dem 1. Weltkrieg und seinen Toten ein Denkmal gesetzt. 1914 werden der Deutsche Ludwig und der Franzose Louis einberufen für ihr Land zu kämpfen. Was zunächst für beide Trennungen und Angst bedeutet, entwickelt sich bald zu einem Albtraum, der Ängste ganz anderer Art hervor zaubert. Dramatischer noch wird es, denn beide sind Juden - als Feinde bekämpfen sie sich bis aufs Blut. Der Verlag schreibt: "Auf der Grundlage zahlreicher historischer Dokumente hat Avi Primor einen Roman geschrieben, der unter die Haut geht - über die erste Liebe, über die Absurdität des Krieges, über die Suche nach Zugehörigkeit. Eine ergreifende, große Geschichte, wie sie in Deutschland noch niemand zu schreiben gewagt hat". Und tatsächlich geht der Roman unter der Haut. Ich war lange geschockt und betroffen davon und empfehle den Roman nicht nur den Geschichtsinteressierten!
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am 21. Juli 2014
Zwei Geschichten werden parallel erzählt: Louis aus Bordeaux und Ludwig aus Frankfurt am Main ziehen als junge Männer in den Ersten Weltkrieg. Beide sind jüdischen Glaubens, beide sind jung und nur einer wird überleben.
Trotz des spannenden Hintergrundes um jüdische Soldaten im ersten Weltkrieg hat mich der Roman nicht gepackt. Die zwei Geschichten haben zu wenig Berührungspunkte. Die Dialoge sind gestelzt und dienen offenbar nur dazu, das Allgemeinwissen des Autors unterzubringen. Ich habe auch keine der beschriebenen Personen in Herz geschlossen, sie bleiben flach und ohne Leben. Die Liebesgeschichten waren unpassend, uninteressant und teilweise peinlich.
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am 22. Januar 2017
Das Schicksal zweier sehr junger jüdischer Kriegsteilhmer aus Deutschland und Frankreich geht zu Herzen
M.E. glänzend geschrieben. Könnte durchaus in der Schule ab 10. Klasse verwendet werden.
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